Sonntag, 13. August 2017

Rezension "Sie muss sterben"

Titel: Sie muss sterben
Autor: Susan Crawford
Verlag: Diana Verlag
Seitenzahl: 399
ISBN: 978-3-453-29169-0
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €

(c) Diana Verlag
Zum Inhalt: (übernommen von randomhouse.de)
Dana erwacht mit pochenden Kopfschmerzen. Von draußen blitzen Lichter durchs Fenster. Polizei und Notärzte blockieren die Straße. Ihre Nachbarin Celia ist tot – ermordet. Und Dana war kurz vorher bei ihr. Die beiden Frauen hatten ein paar Gläser Wein getrunken – und sich gestritten, so berichten die Anwohner. Doch daran kann Dana sich nicht erinnern. Auch nicht, wie sie zurück nach Hause gekommen ist. Panisch versucht sie, die Ereignisse zu rekonstruieren. Als dann Drohbriefe in ihrer eigenen Handschrift auftauchen, beginnt selbst ihr Mann an ihrer Unschuld zu zweifeln. Was ist an jenem Nachmittag geschehen? Und musste Celia deshalb sterben?

Meine Meinung:
Ab und an lese ich ja echt mal gerne einen guten Thriller. Zwar nicht mehr so häufig wie früher, da ich meistens zu Jugendbüchern greife, doch es kommt immer noch vor.

Hier überzeugte mich der Klappentext sofort, dass dieses Buch etwas für mich sein könnte. Dieser klang spannend, verriet aber nicht zu viel, als dass ich gleich die Lust verlor zu lesen. Auch das Cover ist recht wenig aussagekräftig, sodass man daraus nicht wirklich viel erkennen kann.

Im Gegensatz zu meinem letzten rezensierten Buch, gefiel mir hier der Schreibstil wieder richtig gut. Dieser sorgte dafür, dass ich sofort in der Geschichte drin war und kaum innehalten konnte, weil ich den Fragen aus dem Klappentext so unbedingt auf den Grund gehen wollte. Da sieht man mal wieder wie viel der Schreibstil eines Autors ausmachen kann. Das überrascht mich immer wieder.

Und auch die Protagonistin Dana gefiel mir hier weitaus besser, wie in dem zuletzt rezensierten Buch. Hier merkte ich ebenfalls sofort wieder, was es ausmacht, ob einem ein Protagonist sympathisch ist oder nicht. Ob er einem ans Herz wächst oder nicht. Ich fiebere ganz anders mit Geschichten mit, wenn ich, wie hier wieder der Fall, diesen Bezug zum Protagonisten habe. Dana ist zwar nicht so leicht zu durchschauen und natürlich fragt man sich als Leser auch, ob sie etwas mit dem Tod ihrer Nachbarin zu tun hat. Doch ich bekam trotzdem schnell einen Draht zu ihr.

Die Geschichte ist sehr spannend und als Leser weiß man oft nicht woran man ist. So viele offene Fragen, die es zu klären gibt, so viel was beantwortet werden muss. Lang bleibt man als Leser im Dunkeln. Die Autorin verrät gerade so viel, dass man unbedingt an der Geschichte dran bleiben will, aber nie zu viel. Das macht sie wirklich toll und schafft damit einen spannenden Thriller, den ich gerne gelesen habe.

Fazit:
Ein spanennder Thriller, mit einer gut ausgearbeiteten Protagonistin, der mich von der ersten Seite an fesseln und somit gut unterhalten konnte.

Samstag, 12. August 2017

Rezension "Irgendwo im Glück"

Titel: Irgendwo im Glück
Autor: Anna McPartlin
Verlag: Rowohlt
Seitenzahl: 459
ISBN: 978-3-499-27223-3
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 12,99 €

(c) Rowohlt
Zum Inhalt:
Maisie musste schon viel in ihrem Leben durchstehen. Erst heiratet sie völlig überstürzt, was in einer unglücklichen Ehe endet, der allerdings zwei Kinder entspringen, die sie sehr liebt. Ihre demente Mutter muss daheim gepflegt werden, was ihr ebenfalls alles abverlangt. Doch als ihr Sohn eines Tages spurlos verschwindet, ist es endgültig um Maisie geschehen. Maisie ist völlig verzweifelt und versucht die Wahrheit über Jeremy herauszufinden. Doch damit steht sie zunächst alleine da.

Meine Meinung:
Die Autorin Anna McPartlin schreibt ja schon seit einigen Jahren recht erfolgreiche Bücher. Bisher bin ich jedoch nicht dazu gekommen, eines dieser Bücher zu lesen. Umso gespannter war ich nun, als ich "Irgendwo im Glück" in den Händen hielt.

Sowohl der Titel, als auch das Cover versprechen ja eine schöne bzw. unterhaltsame Sommerlektüre. Doch gleich auf den ersten Seiten merkte ich, dass ich mit dem Schreibstil der Autorin so gar nicht zurecht komme. Und so fiel es mir wirklichl schwer, überhaupt in die Geschichte hinein zu kommen und dem Buch eine Chance zu geben. Die Seiten flogen leider so gar nicht dahin, viel mehr ging es im Schneckentempo vorwärts. Und so hatte ich keine große Motivation das Buch weiterzulesen, weswegen ich auch immer wieder etwas dazwischen schob.

Auch die Hauptperson Maisie Bean machte es mir nicht gerade leicht. Ich fand einfach irgendwie keinen Zugang, keinen Draht zu ihr. Fand sie nicht wirklich sympathisch. Bei mir macht das immer recht viel aus in Büchern, wie ich mit der Hauptperson klar komme. Finde ich sie gut, oder zumindest interessant, so fliegen die Seiten nur so dahin. Dann möchte ich unbedingt wissen, was diese Person erlebt. Doch ist es so wie hier, dann trägt die Protagonistin eher dazu bei, dass es mir noch schwerer fällt an der Geschichte dran zu bleiben.

So richtig spannend war das Buch zudem auch nicht. Natürlich ist da die Frage was mit Maisies Sohn geschah und natürlich weckt der Klappentext ein gewisses Interesse daran, herauszufinden, was passiert ist. Maisie auf ihrer Such nach Antworten zu begleiten. Doch selbst das konnte mich nicht wirklich an das Buch fesseln.

Letztendlich muss ich sagen, dass ich das Buch schlicht und einfach ok fand. Nicht mehr und nicht weniger. Es war nicht wahnsinnig schlecht, hat mich aber auch nicht wirklich vom Hocker gehauen. Und so wird es wohl eine Geschichte sein, die mir nicht lange in Erinnerung bleiben, die wohl leider schnell vergessen sein wird.

Fazit:
Ein durch und durch mittelmäßiges Buch. Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht richtig gut. Nichts, an das ich mich lange erinnern werde.

Rezension "Der Sommer, der uns trennte"

Titel: Der Sommer, der uns trennte
Autor: Cat Jordan
Seitenzahl: 304
ISBN: 978-3-95967-037-1
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €
Hier bestellen *KLICK*


(c) Harper Collins
Zum Inhalt:
Middie und Nate sind ein Herz und eine Seele. Sie planen ihre gemeinsame Zukunft, College, Ehe, Kinder. Als Nate beschließt für ein Jahr wegzugehen fällt das Middie extrem schwer, doch sie klammert sich an den Gedanken, dass ein Jahr doch eigentlich gar nicht so lange ist und sie sich bald wiedersehen werden. Sie ahnt gar nicht, wie sehr sie sich mit dieser Annahme täuscht. Denn Nate wird plötzlich vermisst und Middie fühlt sich von allen alleine gelassen. Nur Lee, Nates bester Freund steht ihr bei und die beiden kommen sich nach und nach näher.

Meine Meinung:
Zunächst einmal zum Cover. Das finde ich wirklich schön. Die Farben sind gedeckt, doch das passt irgendwie zur Geschichte. Und auch das Paar vorne drauf passt perfekt ins Gesamtbild. Ein schönes Cover, welches Lust macht, das Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen.

Als ich begann zu lesen, gefiel mir sofort der Schreibstil der Autorin. Auch dieser passt perfekt in den Sommer, zu einer sommerlichen Geschichte. Auch wenn der Hintergrund der Geschichte natürlich alles andere als harmonisch ist. Doch der Beginn ist zunächst einmal einfach nur schön. Als Leser lernt man Middie und Nate kennen und versteht schnell, wie sehr die beiden sich lieben und dass sie einfach füreinander geschaffen sind. Umso schlimmer ist die Vorstellung, dass Nate tatsächlich im Verlauf der Geschichte plötzlich verschwindet.

Harper Collins hat mit seiner Young Adult Reihe eine tolle Reihe aus dem Boden gestampft. Dies beweist dieser Titel einmal mehr. War ich schon einige Male enttäuscht von Büchern von Harper Collins (vor allem von denen von Mira Taschenbuch), so sind die aus der Reihe Young Adult jedes Mal ein echter Volltreffer.

Die Charaktere gefallen mir hier sehr gut. Wie oben schon beschrieben sind Middie und Nate ein tolles Paar. Natürlich ist der Beginn dadurch auch ein wenig kitschig, doch ich finde die Portion an Kitsch hält sich in Grenzen und trifft genau das richtige Maß. Auch einzeln für sich genommen, sind beides tolle Charaktere, denen man gerne dabei zusieht, wie sie wachsen und sich verändern, wie sie miteinander umgehen und wie sie einzeln handeln.

Natürlich wird die Geschichte dann auch ein wenig spannend. Man fragt sich als Leser, ebenso wie Middie, was wohl mit Nate geschehen ist. Warum verschwindet er plötzlich spurlos. Und dann kommt Lee ins Spiel und diese dritte Komponente macht die Sache erst so richtig interessant. Es ist spannend zu beobachten, wie Middie und Lee in ihrer Sorge um Nate zusammenwachsen und sich immer näher kommen. Diese Geschichte bietet dadurch Wendungen und Ereignisse, mit denen man zu Beginn so nicht rechnet.

Fazit:
Ein tolles Buch, spannendes Buch. Genau das richtige für den Sommer - auch für verregnete Sommertage. Das Cover finde ich persönlich klasse und die Charaktere, deren Entwicklungen und die komplette Story ist wirklich toll.

Samstag, 5. August 2017

Rezension "Drachenreiter - Die Feder eines Greifs"

Titel: Drachenreiter - Die Feder eines Greifs
Autor: Cornelia Funke
Verlag: Dressler 
Seitenzahl: 414
ISBN: 978-3-7915-0011-9
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 18,99 €

Achtung: Da es sich bei diesem Buch um einen zweiten Teil handelt, kann die Rezension Spoiler enthalten.

(c) Dressler
Zum Inhalt:
Die Helden aus "Drachenreiter" sind zurück. Ben und Barnabas werden dieses Mal vor eine besonders schwierige Mission gestellt. Sie müssen die letzten drei Pegasusfohlen retten und dafür sorgen, dass die geflügelten Pferde nicht aussterben. Sie machen sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Greif, denn sie brauchen seine Feder. Doch ob er ihnen helfen wird?

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich den ersten Teil selbst gar nicht gelesen haben. Jedoch habe ich schon einige andere von Cornelia Funke gelesen und kann auf jedne Fall sagen, dass sie toll schreiben kann.

Zudem gefällt mir bei "Drachenreiter - Die Feder eines Greifs" das Cover wirklich sehr gut. Geeignet ist das Buch für Kinder ab 10-12. Auch im Hinblick auf die Altersangabe finde ich das Cover wirklich gut geeignet. Auch innen gibt es recht viele Bilder zu sehen. Jedes Kapitel beginnt mit einem Bild und auch sonst sind viele Seiten wirklich schön verziert.

Aus meiner Zeit als Buchhändlerin weiß ich noch sehr genau, wie beliebt schon der erste Teil aus der Drachenreiter-Reihe war. Und so finde ich es klasse, dass sich Frau Funke nun dazu entschieden hat, einen zweiten Teil nachzulegen.

Wie man es von ihr gewohnt ist, überzeugt sie auch hier mit ihrem leichten und super zu lesenden Schreibstil. Frau Funke beherrscht es perfekt damit genau die Zielgruppe zu treffen. Sie passt ihren Schreibstil immer dem jeweiligen Alter an. Auch hier merkt man, dass sie 10-jährige vor Augen hatte, als sie das Buch geschrieben hat.

Beschweren kann man sich auch nicht über mangelnde Spannung. Natürlich merkt man als Erwachsener, dass es sich hierbei um ein Kinderbuch handelt, doch auch dafür ist der Grad der Spannung perfekt. Kinder, die gerne in eine fantastische Welt abtauchen, sind hier genau richtig. Und das im Übrigen, egal ob es Jungen oder Mädchen sind. Ich freue mich schon, wenn meine Kinder groß genug sind um von den Geschichten von Cornelia funke verzaubert zu werden.

Fazit:
Ein gelungener zweiter Teil aus der Drachenreiter-Saga. Cornelia Funke kann einfach schreiben, egal ob für Jugendliche oder hier für Kinder. Sehr empfehlenswert für alle Kinder ab 10.

Montag, 24. Juli 2017

Rezension "Wenn Liebe nach Pralinen schmeckt"

Titel:Wenn Liebe nach Pralinen schmeckt
Autor: Emily Bold
Verlag: Montlake
Seitenzahl: 298
ISBN: 978-1-503-94046-8
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) Montlake
Zum Inhalt:
Amy Bishop hat die marode Pralinenfabrik ihres Großvaters geerbt. Sie tut alles dafür um diese zu erhalten, leider ist das schwieriger als gedacht. Denn ihre kleine Fabrik steht kurz vor der Übernahme durch ein großes Unternehmen. Dafür soll der unsymapthische Wirtschaftsberater Ryan sorgen. Amy versucht mit allen Mitteln dagegen zu halten, doch sie merkt auch, dass Ryan sie auf eine Art berührt, wie er es eigentlich nicht sollte. Sie wehrt sich mit aller Kraft und plötzlich steht sie vor der Entscheidung Liebe oder Firma.

Meine Meinung:
Ein Buch dessen Titel mir sehr gut gefällt. Das Cover hingegen finde ich recht belanglos. Im Laden hätte ich wohl kaum zu diesem Buch gegriffen.

Der Klappentext verspricht eine schöne Geschichte, deren Ausgang man schon etwas erahnen kann. Eigentlich mag ich solche vorhersehbaren Bücher ja so gar nicht, aber ich finde manchmal braucht man genauso eine Wohlfühlgeschichte um vom stressigen Alltag abschalten zu können.

Und genau das bietet dieses Buch. Nicht mehr und nicht weniger. Die Vorhersehbarkeit ist nicht nur durch den Klappentext gegeben sondern auch grundsätzlich ein Teil der Geschichte. Bei vielen Szenen war mir einfach klar, wie diese wohl ausgehen werden. Dadurch verliert die Geschichte natürlich in gewisser Form auch an Reiz, wenn man oft schon ahnt, wie eine bestimmte Szene weitergehen wird.

Die Protagonisten waren mir so halbwegs sympathisch. Amy ist recht naiv, dabei aber sehr liebenswert und kampfeslustig. Tut sie doch alles dafür, die Firma ihres Großvaters zu erhalten. Ryan hingegen ist, vor allem zu Beginn, zunächst einmal der Kotzbrocken vor dem Herrn. Er hat wirklich nichts liebenswertes an sich und man möchte im Stellenweise am liebsten an die Gurgel gehen. Doch dies ändert sich im Verlauf der Geschichte, denn natürlich steckt hinter dieser harten Schale auch ein sehr weicher Kern.

Und so ist es als Leser schön zu beobachten, wie sich Amy und Ryan annähern und sich dabei der Charakter der beiden Protagonisten formt. Sie verändern sich und wachsen mit der Geschichte und so etwas finde ich immer gut. Protagonisten die blass und auf der Stelle stehen bleiben, kann ich überhaupt nicht leiden.

Dieses Buch ist definitiv keine hohe Lektüre, von der man sich viel versprechen sollte. Wenn man aber nette Ablenkung für einen Tag im Liegestuhl sucht und dabei vielleicht sogar noch ein Stück Schokolade parat hat, so ist dieses Buch genau das richtige.

Fazit:
Eine nette Geschichte, zweier Protagonisten, die im Verlauf der Geschichte mit- und aneinander wachsen, deren Handlung aber recht vorhersehbar ist.

Sonntag, 23. Juli 2017

Rezension "Meloneneis-Sommer"

Titel: Meloneneis-Sommer
Autor: Lucinde Hutzenlaub
Verlag: cbj
Seitenzahl: 223
ISBN: 978-3-570-22589-9
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 7,99 €

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Suki muss mit ihren Eltern in den Urlaub fahren und das auch noch drei Wochen lang. Dazu hat sie überhaupt keine Lust. Obwohl es Sardinien ist, würde sie ihre Zeit viel lieber mit ihren Freundinnen verbringen. Zu allem Übel muss sie auch noch ihre Schwester und deren beste Freundin ertragen. Als sie Paolo kennenlernt ist dieser zunächst ziemlich abweisend, doch das ändert sich schnell und plötzlich ist der Urlaub für Suki gar nicht mehr so schlimm, wie zu Beginn.

Meine Meinung:
Dieses Buch klang nach einer netten Sommerlektüre. Der Titel, das Cover, die Handlung, alles klang nach einer perfekten Lektüre für den Sommer. Auch der geringe Umfang des Buches ließ auf kurzweilige Unterhaltung schließen.

Geeignet ist das Buch für Kinder ab 11 Jahren und damit ist die Zielgruppe glaube ich ganz gut getroffen. Mir gefiel der Schreibstil der Autorin zwar ganz gut, doch die Handlung konnte mich nicht so richtig packen. Ich finde, dass es sich hierbei eher um ein Kinderbuch, als um ein Jugendbuch handelt, was man auch an einigen Stellen deutlich merkt. So ist die Geschichte doch sehr leicht geschrieben, es passiert wenig, sie hat wenig Tiefgang.

Suki bringt die Probleme mit, die für dieses Alter typisch sind, sie ist das ein oder andere Mal zickig und handelt eben typisch für dieses Alter, was ich auch genau richtig finde. Hutzenlaub hat hier eine authentische Persönlichkeit geschaffen, mit der sich Kinder in diesem Alter sicher gut identifizieren können.

Was mich etwas gestört hat ist der gewollt lustige Schreibstil. Ansich ist der Schreibstil der Autorin gar nicht schlecht, doch an manchen Stellen hatte ich das Gefühl sie möchte unbedingt etwas schlagfertiges, etwas lustiges einbauen, sodass ich nur die Augen rollen konnte. Ich denke aber auch, dass Kindern das vermutlich nicht auffallen wird.

Die sommerliche Geschichte ist tatsächlich gut geeignet als Strandlektüre, auch wenn sie mich nicht komplett überzeugen konnte. Ich lese ja eigentlich total gerne Jugendbücher, doch wie oben schon erwähnt, ist dieses Buch einfach sehr deutlich eher für jüngere geeignet und konnte mich somit nicht ganz überzeugen. Als nette Lektüre für Zwischendurch, vor schöner Kulisse allerdings sehr gut geeignet.

Fazit:
Ein nettes Buch für Kinder ab 11, das perfekt für den Sommerurlaub ist, mir aber etwas zu belanglos war. Für die angegebene Zielgruppe jedoch perfekt.

Rezension "Dirty Rowdy Thing"

Titel: Dirty Rowdy Thing
Autor: Christina Lauren
Seitenzahl: 299
ISBN: 978-3-95649-582-3
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
Hier bestellen *KLICK* 

 

(c) Harper Collins
Zum Inhalt:
Harlow und Finn. Ein eigentlich ungleiches Paar, das spontan beschließt in Vegas zu heiraten. Doch nach dieser spontanen Blitzehe und einer heißen Nacht ist es auch schnell wieder vorbei mit ihnen. Harlow weiß genau, dass Finn ihr nicht gut tut, ist er doch alles andere als ein netter Mensch. Doch im Bett hat sie sich selten so gut gefühlt, wie mit ihm. Und so ist sie in einem riesigen Zwiespalt, als Finn irgendwann wieder bei ihr auftaucht. Auch Finn ist eigentlich nur auf der Suche nach einem Abenteuer, doch plötzlich merkt er, dass Harlow auch noch ganz andere liebenswerte Seiten hat.

Meine Meinung:
Puh, also dieses Buch ist sicher nichts für prüde Menschen und ich muss sagen, dass ich froh bin, dass ich es nicht in der Bahn oder sonst irgendwo öffentliches gelesen habe. Denn auch wenn ich schon einige Bücher in die erotische Richtung gelesen habe, so hat mir dieses doch einige Male die Schamesröte ins Gesicht getrieben.

Ich hatte stellenweise das Gefühl ich lese einen Porno. Ich habe Shades of Grey zwar nicht gelesen, aber so ein bisschen das Gefühl, dass das echt Kindergarten gegen dieses Buch ist. Die Szenen sind zwar nicht besonders heftig, aber die Handlung die zwischen den expliziten Szenen stattfindet ist ziemlich minimiert. Es geht wirklich hauptsächlich um das Eine. Dies lässt sich zwar schon ein bisschen aus dem Klappentext erahnen, doch ich finde es immer schade, wenn ein Autor meint, es reicht, mit vielen Sexszenen zu punkten und dabei die Handlung vergisst.

Ich mag Bücher einfach lieber, die eine spannende Handlung und dann immer wieder ab und zu erotische Szenen bieten, viel lieber. Und so war mir das hier doch ein wenig zu viel des Guten. Wer aber auf der Suche nach einem Porno in Buchform ist, der ist hier genau richtig.

Die Charaktere lassen leider sehr an Tiefe vermissen, was aber natürlich auch der recht spärlichen Handlung geschuldet ist. Zwar passt das Pärchen ganz gut zusammen und auch die Entwicklung die die beiden zusammen nehmen ist ganz nett zu beobachten, aber mehr halt auch nicht.

Dieses Buch wird definitiv keines sein, welches mir in irgendeiner Form im Gedächtnis bleiben wird. Dafür war es einfach zu flach und seicht und konnte nicht mit einer spannenden Handlung punkten.

Fazit:
Eine Geschichte, welche quasi einen Porno in Buchform bietet. Leider bleibt dadurch die Handlung sehr auf der Strecke und so konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen.

Samstag, 22. Juli 2017

Rezension "Willkommen in Night Vale"

Titel: Willkommen in Night Vale
Autor: Joseph Fink & Jeffrey Cranor
Verlag: Klett-Cotta
Seitenzahl: 378
ISBN: 978-3-608-96137-9
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,95 €
Hier bestellen *KLICK*
Bezogen über: Blogg dein Buch

(c) Klett-Cotta
Zum Inhalt:
Night Vale ist eine merkwürdige Stadt. Hier geschehen merkwürdige Dinge, die sich keiner so genau erklären kann. Hier gibt es sogar Aliens und Geister. Und als wäre das nicht alles merkwürdig genug gibt es auch noch das mysteriöse Pfandleihaus von Jackie. Diese gibt ihren Kunden die merkwürdigsten Dinge für das was sie verpfänden. Eines Tages bekommt sie jedoch etwas sehr merkwürdiges und steht vor einem Rätsel.

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich gar nicht weiß, was ich mir von dem Buch eigentlich versprochen habe. Aber schon auf den ersten Seiten merkte ich, dass das Buch so gar nicht mein Fall ist - leider.

Ich lese ja zur Zeit sowieso recht wenige Fantasygeschichten und selektiere deswegen eigentlich recht gut, was dieses Genre angeht. "Willkommen in Night Vale" war mir von Anfang an aber zu abgefahren, zu merkwürdig.

Der Schreibstil der Autoren ist zwar gar nicht mal so schlecht, doch die Geschichte konnte mich schon von Beginn an nicht packen und so war ich schnell nur noch genervt von dem Buch, was sich leider auch über die restliche Zeit nicht wirklich legte. Die Geschichte war so merkwürdig, dass ich stellenweise wirklich mit den Augen rollen musste und es mir schwer fiel dem Buch eine echte Chance zu geben.

Auch Spannung kam dadurch nicht wirklich auf, was wirklich schade ist. Natürlich kann man aus dem Klappentext schon erkennen, dass es sich hierbei um ein recht spezielles Buch handelt. Doch irgendwie hatte ich vielleicht zu viele Erwartungen an das Buch. Irgendwie habe ich das falsche erwartet, denn Klett-Cotta macht, zumindest qualitativ, wirklich sehr gute Bücher, die sich oft uneingeschränkt weiter empfehlen lassen.

Ich denke auch diese Geschichte wird ihre Leser haben und finden, was auch berechtigt ist. Denn qualitativ passt sie absolut ins Programm von Klett-Cotta. Sie konnte nur meinen Geschmack einfach gar nicht treffen und so kann ich zumindest von meinen persönlichen Interessen her keine Empfehlung aussprechen. Wer aber gerne verrückte, kuriose Geschichten liest der ist hier genau richtig.

Fazit:
Leider ein Buch, das meinen Geschmack überhaupt nicht treffen konnte, da es mir einfach zu abgedreht war. Es wird aber sicherlich vielen gefallen, die gerne verrückte Fantasygeschichten lesen.

Dienstag, 18. Juli 2017

[Off-Topic] Als Mama-Reporter unterwegs - Petit Bateau Blindtest - Abschlussbericht

Neulich habe ich euch schon von meiner Mission als Mama-Reporterin *KLICK* erzählt. Heute kommt nun der Abschlussbericht zum Body-Blindtest von Petit Bateau.

Nachdem ich alle drei Bodys ausgiebig und gleichmäßig getestet habe, habe ich auch ein eindeutiges Ergebnis welcher mir bzw. uns am besten gefällt. Flecken haben sie nach den Härtetests alle behalten, was mich aber gar nicht wundert, da da wirklich heftiges Zeug dabei war :D Allerdings werde ich sie nun nach dem Test nochmal speziell behandeln, in der Hoffnung, dass die Flecken noch ein wenig besser rausgehen, als mit einem normalen Waschgang.

Allerdings ist dieser Punkt neben dem Ziehtest (nehmen die Bodys nach kräftigem Auseinanderziehen wieder ihre ursprüngliche Form an) der einzige Punkt, in dem alle drei Bodys gleich abschneiden. Auch beim Zieh-Test nimmt keiner der drei seine Form wieder komplett ein. Beim Waschen sind alle minimal eingelaufen, der grüne jedoch am wenigsten, der blaue am deutlichsten.

Die Knöpfe sind vor und nach dem Waschen bei Rot und Grün leicht zu öffnen. Bei Blau vor dem Waschen schwerer als nach dem Waschen. Allerdings muss man hier noch dazu sagen, dass der rote Body recht kleine Knöpfe hat, was ihn unserer Erfahrung nach anfälliger fürs Reißen macht, was immer etwas ärgerlich ist. Bisher ist in der Hinsicht natürlich noch nichts passiert, allerdings ist das vermutlich eine Schwachstelle des roten Bodys.

Die Nähte sind beim grünen Body nicht kratzig, beim roten etwas und beim blauen doch ziemlich deutlich. Die Ausschnitte sind bei allen drei Bodys ähnlich groß, sodass ein Babykopf super durchpasst. Der blaue hat einen Knopf am Ausschnitt, was ihn unserer Erfahrung nach etwas unflexibler in der Dehnbarkeit macht, als ohne. Der grüne und der rote haben keinen Knopf und lassen sich wunderbar dehnen.

Abschließend lässt sich sagen, dass sich auch nach den Tests mein erster Eindruck bestätigt hat. Von Anfang an fand ich den grünen Body am angenehmsten zum Anfassen und auch am Hochwertigsten. Dieser Eindruck lässt sich auch jetzt am Ende und durch das Vergleichen aller anderen Punkte auf jeden Fall bestätigen. Der rote wirkte von Anfang an vom Stoff her am "billigsten" und leider hat sich auch dieser Eindruck in allen Punkten bestätigt. Und so sieht meine abschließende Rangfolge wie folgt aus:

Platz 1 (4 Sterne): grüner Body
Platz 2 (2-3 Sterne): blauer Body
Platz 3 (1 Stern): roter Body

Abschließend habe ich noch einige Bilder der Testaktion für euch






Der Test hat echt viel Spaß gemacht und hat uns nochmal gezeigt, was so ein Body im Laufe seiner Lebenszeit so alles aushalten muss.

Sonntag, 9. Juli 2017

[Off-Topic] Als Mamareporter unterwegs - Petit Bateau Blindtest - Zwischenbericht

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich mal etwas ganz anderes als Bücher für euch. Wie einige von euch vielleicht wissen, habe ich ein kleines Kind, das mittlerweile ungefähr eineinhalb Jahre alt ist. Da ich im Moment mit dem zweiten Kind schwanger bin, hat mich meine Frauenärztin auf die Seite "mamareporter" aufmerksam gemacht. Kennt ihr die schon? Falls nicht, schaut unbedingt vorbei *KLICK* Hier gibt es regelmäßige Tests für werdende Mamas und Mamas, die total interessant sind. Mal sind es Kinderwägen, mal Klamotten, mal Nahrung für Babys und Kleinkinder. Diese Tests sind allesamt kostenlos und man darf die Sachen natürlich behalten.

Vor kurzem wurde ich für meinen ersten Test für mamareporter ausgewählt. Ich darf bei einem Body-Blind-Test mitmachen. Dieser wurde von der Marke Petit Bateau ins Leben gerufen. Hierfür erhielt jede Testerin ein dickes Paket zum Testen. Dies enthielt drei Bodys, bei denen die Marken unkenntlich gemacht wurden und jede Menge Produkte, vor allem von Hipp, mit denen man die Bodys nach herzenslust einsauen darf und soll um zu schauen, wie alltagstauglich die Bodys sind. Zudem soll man die Bodys grundsätzlich nach ihrer Qualität beurteilen. Natürlich wird es am Ende auch einen Abschlussbericht von mir geben, aber noch befinde ich mich mitten in der Testphase. Ich dachte aber, ich berichte euch schon mal zwischendurch, wie der Stand der Dinge ist.

Bodys vor dem Test
Testrunde 1
Testrunde 1
Nach dem ersten Wasch- und Trocknergang

Testrunde 2
Testrunde 2

 In der ersten Testrunde habe ich lediglich drei Produkte verwendet, da es mir unrealistisch vorkommt, alle Produkte gleichzeitig auf die Bodys zu schmieren. Ein roter Hippie, eine Flasche Milch und Heidelbeerrreiswaffeln fanden ihren Platz auf den bis dahin schön weißen Bodys. Danach durften sie bei 60 Grad mit dem mitgelieferten Waschmittel in die Wäsche und danach im Trockner trocknen. Als wir die Bodys dann wieder trocken in der Hand hatten, war ich zunächst sehr überrascht, denn ich konnte nur auf einem deutlich ersichtliche Flecken erkennen. Die anderen beiden wirkten auf den ersten Blick sauber. Doch als ich sie ins Licht hielt waren dann auch hier Restflecken zu erkennen. Dies wunderte mich aber nicht besonders, da Heidelbeere und rote Früchte ja wirklich hartnäckig sein können. Und dafür sind die Bodys wirklich sehr sauber geworden.

In der zweiten Runde wurde ich etwas mutiger und die Bodys durften in etwas mehr Dingen "baden. Bunte Filzstifte, ein gelber Hippie, Feuchttücher, Wundschutzcreme und Hipp Kinderknabbersternchen durften dieses Mal auf den Bodys Platz nehmen. Wie gut diese Dinge rausgingen werde ich euch beim nächsten Bericht erzählen, denn aktuell befinden sich die Bodys noch auf dem Weg in die Wäsche. Dieses Mal dürfen die Bodys dann lufttrocknen. Ich bin gespannt.