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Freitag, 25. Oktober 2019

Rezension "Alles nur aus Zuckersand"

Titel: Alles nur aus Zuckersand
Autor: Dirk Kummer
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 144
ISBN: 978-3-551-55390-4
Einbindungsart: ebook / Hardcover
Preis: 7,99 € / 12,00 €
Alter: ab 10

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Jonas und Fred sind beste Freunde. Gemeinsam leben sie in Ostberlin. Die Grenze zu Westberlin übt eine fast magische Anziehungskraft auf die beiden aus, auch wenn sie eigentlich wissen, dass das gefährlich ist. Gemeinsam erleben sie unzählige Abenteuer, doch das nicht ein plötzliches Ende, als bekannt wird, dass die Mutter von Jonas einen Ausreiseantrag nach Westberlin gestellt hat. Fred und Jonas dürfen nicht mehr zusammen spielen, ja eigentlich nicht mal mehr miteinander reden. Doch die beiden setzen sich über diese Regeln hinweg und beginnen einen Tunnel zu graben, der sicherstellen soll, dass die beiden sich wiedersehen, auch wenn sie auf verschiedenen Seiten der Grenze leben.

Meine Meinung:
Auf dieses Buch wurde ich vor allem durch sein Cover aufmerksam. Ich finde das Cover richtig cool und irgendwie zieht es mich wie magisch an. Nachdem ich das Buch fertig gelesen habe, kann ich zudem sagen, dass das Cover perfekt zur Geschichte passt.

Auf die Geschichte selbst, war ich sehr gespannt, denn es ist schon eine ganze Weile her, dass ich eine Geschichte gelesen habe, die währende der Teilung von Deutschland spielt. Zudem war ich sehr gespannt, wie das Thema in einem Kinderbuch umgesetzt werden würde.

Und ich muss sagen, dass ich doch jedes Mal wieder aufs Neue erschrecke, wie heftig die Zustände in Ostberlin, jenseits der Mauer war. Wie schlimm es werden konnte, wenn man sich der Mauer unerlaubt genähert hat und wie schwierig es war, die DDR überhaupt zu verlassen. Denn das alles kommt in diesem Kinderbuch sehr gut rüber, auch wenn die Thematik natürlich etwas vorsichtiger geschildert wird und ihr etwas von der Schärfe genommen wird. So wird trotzdem in aller Deutlichkeit klar, was es bedeutet hat, in der DDR zu leben.

Ich finde es unheimlich wichtig, dass auch Kindern schon dieser Teil unserer Geschichte vermittelt wird, denn diese gehört zu uns und so auch das Wissen darum. Zudem hat der Autor eine unheimlich schöne Freundschaftsgeschichte geschaffen, die zeigt, dass eine Freundschaft auch über eine Grenze hinaus bestehen kann und auch dass wir von Kindern noch extrem viel lernen können. Die kümmern sich nämlich nicht um irgendwelche Grenzen oder Ausreiseanträge, sie spielen einfach mit den Kindern, die sie am liebsten mögen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, das Buch recht dünn vom Umfang her, sodass es zehnjährige Kinder problemlos bewältigen können, auch die, die vielleicht nicht so gerne lesen. Mir hat das Buch wirklich unheimlich gut gefallen, es hat mich gut unterhalten und sehr berührt.

Fazit: 
Ein tolles Buch, das wunderschön erzählt, wie Freunschaft unabhängig jeglicher Grenzen funktionieren kann.


Mittwoch, 25. September 2019

Rezension "Ziegen bringen Glück"

Titel: Ziegen bringen Glück
Autor: Anne Fleming
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 160
ISBN: 978-3-551-55382-9
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 10,99 € / 7,99 €
Alter: ab 10 Jahren


(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Kid ist elf Jahre alt. Gemeinsam mit ihren Eltern zieht sie für eine Weile nach New York um auf die Wohnung und den Hund eines Verwandten aufzupassen. Womit Kid nicht gerechnet hatte, ist dass sie das größte Abenteuer ihres Lebens erwarten würde. Zunächst einmal scheint alles ruhig, doch dann erfährt Kid, dass auf dem Dach des Hauses, in dem sie wohnen eine Ziege leben soll. Sie kann es nicht so recht glauben, doch würde gerne herausfinden, ob dieses Gerücht stimmt. Nur wie stellt man das am besten an, wenn man unglaublich schüchtern ist und in der Nähe von Fremden kaum einen geraden Satz herausbekommt. Da können nur noch ein guter Freund und ganz viel Mut helfen.


Meine Meinung:
Ein Kinderbuch der etwas spezielleren Art, würde ich sagen. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich in die Geschichte hineingefunden hatte, doch dann fand ich sie gar nicht schlecht.


Hier haben wir definitiv eine etwas skurrile Geschichte mit einer Ziege im Mittelpunkt. Wobei diese gar nicht so sehr im Mittelpunkt steht, wie der Titel vielleicht vermuten lässt. Viel mehr geht es um das junge Mädchen Kit, die es dank der Ziege endlich schafft, aus sich herauszukommen und mutig zu sein. Doch nicht nur sie verändert sich durch die Ziege. Fast alle Hausbewohner haben etwas, womit sie kämpfen müssen und tun das dann dank der Ziege. Insofern stimmt der Titel auf jeden Fall, denn all diesen Personen, hat die Ziege auf jeden Fall Glück gebracht.


Die Charaktere sind ebenfalls alle recht speziell, aber durchaus interessant. Die Autorin schafft es sie super und vor allem unverwechselbar zu beschreiben. Jeder hat einen ganz speziellen Charakter, jeder ist einzigartig. Und im Verlauf der Geschichte lernt man alle etwas besser kennen und versteht bei vielen, was hinter ihrer skurrilen Art steckt.


Zudem erfährt man, wie die Ziege auf das Dach kam. Was zunächst total verrückt klingt, hat am Ende eine echt schlüssige Lösung, die ich irgendwie auch sehr berührend fand. Das Buch ist alles in allem nämlich deutlich emotionaler, als ich vorneweg dachte. Es verbirgt sich so viel mehr dahinter, als bloß ein reines lustiges Kinderbuch.


Auch wenn es das natürlich trotzdem ist. Das Kinderbuch wird vielen Kindern sicherlich auch aufgrund der Skurrilität gefallen, denn es ist in manchen Situationen auch einfach unheimlich komisch. Es bringt zum Lachen und ist zudem so flüssig geschrieben, dass es sich in einem Rutsch weglesen lässt. Ob die Kinder die Botschaft dahinter verstehen, wag ich jetzt mal zu bezweifeln, das sie gut unterhalten werden, jedoch nicht.


Das Buch ist jetzt nicht unbedingt mein Jahreshighlight und hat mich komplett begeistert, doch ich finde, dass es eine schöne Geschichte ist, die gerade für Kinder gut geeignet ist. Durch den geringen Umfang und die lustige Handlung eignet sich das Buch sicherlich auch für den ein oder anderen Lesemuffel, was ebenfalls ein weiterer Pluspunkt dieser Geschichte ist.


Fazit:
Ein skurriles Kinderbuch, hinter dem aber mehr steckt, als der Titel vermuten lässt. Eine Geschichte über Mut. Eine Geschichte die zeigt, wie toll es ist, wenn man über sich selbst hinauswächst und eine Geschichte über Freunschaft und Familie.



Donnerstag, 11. Juli 2019

Rezension "Die Unausstehlichen & ich - Das Leben ist ein Rechenfehler"

Titel: Die Unausstehlichen & ich - Das Leben ist ein Rechenfehler
Autor: Vanessa Walder
VerlagLoewe
Seitenzahl: 272
ISBN: 978-3-7855-8901-4
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 12,95 € / 9,99 €
Reihe: Band 1
Alter: ab 10

(c) Loewe
Zum Inhalt:
Enni kommt von einer Pflegefamilie in die nächste. Als sie dachte, sie wäre nun endlich angekommen, bekommt ihr Pflegevater einen neuen Job, ihre Familie zieht in die Schweiz und kann sie nicht mitnehmen. Noch schlimmer ist für Enni, dass sie ihren Pflegebruder sehr wohl mitnehmen und Enni auf ein Internat muss. Doch das lässt sie nicht auf sich sitzen. Sie beschließt dort abzuhauen und Noah zu suchen. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Meine Meinung:
Mir fiel als erstes das Cover dieses Buches ins Auge. Ich finde das Design sehr ansprechend und auch der Titel sticht definitiv aus der Masse hervor. Und so war ich ganz gespannt auf den Inhalt dahinter.

Das Buch brachte mir eine Geschichte voller Schimpfwörter und doch auch wieder nicht. Denn alle Schimpfwörter sind zensiert und so kann man sich als Leser immer selbst denken, welches Wort wohl in die entsprechende Lücke passen würde. Ohne die Zensur, die natürlich beabsichtigt ist, wäre das Buch auch nicht ab 10. Ich fand das wirklich lustig und hatte großen Spaß daran die Lücken selbstständig mit Schimpfwörtern zu füllen.

Die Kapitel sind recht kurz und auch die Schrift ist recht groß, sodass auch Kinder, die vielleicht noch nicht perfekt lesen können schnell in der Geschichte vorwärts kommen. Zudem ist die Geschichte sehr unterhaltsam und trifft die Zielgruppe perfekt, wie ich finde.

Der Charakter Enni ist toll. Die Autorin hat hier eine unabhänigige Persönlichkeit geschaffen, die es im Leben wahrlich nicht leicht hat. Die innere Zerrissenheit, die Wut die Enni umtreibt beschreibt die Autorin so bildhaft und perfekt, dass ich nur meinen Hut ziehen kann. Auch die anderen Charaktere sind toll. Allen voran Dante, von dem man bis zum Ende nicht so ganz weiß, wer er eigentlich ist. Und das ist ein weiterer Pluspunkt dieser Geschichte. Die Charaktere sind so vielschichtig und facettenreich, dass es schwer fällt hinter die Fassade zu blicken und man immer wieder überrascht wird, was die ein oder andere Person zu verbergen hat.

Dies ist nicht nur bei den Charakteren so, nein die ganze Geschichte ist deutlich geheimnisvoller als es für mich zunächst den Anschein hatte. Da das Buch der erste Teil einer Reihe ist, bleiben recht viele Fragen offen. Die Geschichte ist zwar ein stückweit in sich abgeschlossen und man bleibt nicht mit einem fiesen Cliffhanger zurück. Doch die offenen Fragen in meinem Kopf sind definitiv da und so freue ich mich, dass der nächste Band wohl schon Ende des Jahres erscheinen soll.

Ich hatte großen Spaß an der Geschichte. Ich mag den Schreibstil der Autorin total gerne, ich mag ihren Humor und ihre Charaktere. Die Geschichte bietet so viel mehr, als es zunächst den Anschein hat. Da sind so viele Geheimnisse, die noch gelöst werden wollen, Freundschaften die entstehen oder aber auch zerstört werden und bei allem die Frage, warum Enni eigentlich ein Pflegekind ist.

Fazit:
Wunderbares Kinderbuch, dass mit Humor und Charakteren absolut punkten kann. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, super zu lesen und macht das Buch so zu einem wunderbar unterhaltenden Erlebnis.

Mittwoch, 26. Dezember 2018

Rezension "Elfmeter für Nelly"

Titel: Elfmeter für Nelly
Autor: Claudia Kühn
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 160
ISBN: 978-3-646-92120-5   
Einbindungsart: ebook
Preis: 5,99 €
Alter: ab 10

(c) Carlsen

Zum Inhalt:
Nelly liebt Fußballspielen. Doch ihre Eltern dürfen das nie erfahren. Denn die beiden können Sport überhaupt nichts abgewinnen. Doch so ein Geheimnis kann einfach nicht lange geheim bleiben. So lange Nelly nur auf dem Boltzplatz unterwegs war, war das kein Problem, doch seitdem sich eine richtige Mädchenfußballmannschaft für sie interessiert und sie dann auch noch in der Zeitung steht ist es vorbei mit den Geheimnissen und Nelly muss ihren Eltern alles beichten, was in den letzten Monaten passiert ist. Werden sie ihr erlauben weiter Fußball zu spielen?

Meine Meinung:
Ich selbst bin ein großer Fußballfan und wollte eigentlich früher auch immer im Verein spielen. Doch dazu kam es nie und so war ich sehr gespannt, wie ein Buch sein würde, in dem ein Mädchen quasi meinen Kindheitstraum lebt.

Nelly ist ein tolles junges Mädchen, das allerdings sehr einsam ist, seit ihre beste Freundin von Berlin nach München gezogen ist. Diesen Umstand hat sie ihren Eltern allerdings nie verraten, denn ihre beste Freundin ist noch immer ihr Alibi wenn sie Fußballspielen geht. Dann ist sie für ihre Eltern nämlich immer bei ihr und schreibt ein Referat. Nelly muss sich unter vielen Jungs auf dem Boltzplatz behaupten und das macht sie gar nicht schlecht. Ich fand ihren Mut echt bewundernswert, ich glaube ich hätte mich das niemals getraut einfach so mit den Jungs zu spielen und vor allem mitzuhalten und mir deren Respekt zu erarbeiten.

Nelly tat mir auf der anderen Seite aber auch sehr leid, denn sie wusste genau, dass ihre Eltern ihr Hobby niemals verstehen werden. Und somit ist sie wirklich sehr alleine und muss schon viel auf ihren jungen Schultern tragen.

Der Schreibstil ist super leicht zu lesen und perfekt für die Zielgruppe. Die große Schrift macht es leicht, dass man gut durch das Buch durchkommt und auch noch nicht so geübte Leser Erfolgserlebnisse haben. Ich würde auch behaupten, dass das Buch für Jungs und Mädchen gleichermaßen geeignet ist, denn dass das Thema Fußball nur was für Jungs ist, ist ja ziemlich veraltet und außerdem ist die Hauptperson ja ein Mädchen.

Allerdings sollten sich die Leser schon durchaus für Fußball interessieren, denn das ist nun mal das Hauptthema und immer wieder fließen auch Erklärungen hierzu ein. Am Ende des Buches gibt es zu bekannten Persönlichkeiten aus Sport und Fußball auch noch ein kleines Glossar, welches interessante Erklärungen und Informationen liefert.

Fazit:
Ein tolles Kinderbuch, zum Thema Fußball, welches mich gut unterhalten hat, sich super lesen lässt und für Jungs und Mädchen gleichermaßen geeignet ist.




Dienstag, 25. Dezember 2018

Rezension "Was verbirgt Cara Winter?"

Titel: Cornwall College Bd. 1 : Was verbirgt Cara Winter?
Autor: Annika Harper
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 272
ISBN: 978-3-551-25125-1
Einbindungsart: Hardcover / Taschenbuch / ebook
Preis: 11,99 € / 7,99 € / 7,99 €
Alter: ab 10
Band: 1

(c) Carlsen

Zum Inhalt:
Cara Winter möchte unbedingt auf ein Internat gehen. Zu lange wurde sie von ihrer Großmutter in einem goldenen Käfig festgehalten, zu lange durfte sie nicht unter gleichaltrige gehen und wurde nur Zuhause unterrichtet. Doch Cara hat ein großes Geheimnis, welches sie in große Gefahr bringt, sobald jemand dies herausfindet. Deshalb muss sie unter allen Umständen ihre Identität wahren und darf niemandem vertrauen. Doch die Gefahr ist näher als Cara denkt und so wird sie unachtsam und das wird ihr beinahe zum Verhängnis.

Meine Meinung:
Ich finde die Cover von der Reihe „Cornwall College“ ja einfach super. Hierbei handelt es sich um den ersten Band und ich war sehr gespannt, was mich erwarten würde. Da mich das Cover so überzeugte und auch der Klappentext viel Lust auf mehr machte, begann ich gleich zu lesen und war froh dass ich auch schon Band 2 parat stehen hatte.

Zunächst einmal lernen wir recht unspektakulär Cara Winter kennen. Doch die ganze Zeit über schwang bei mir die Frage mit, was denn nun ihr Geheimnis sein könnte. Es gab eigentlich keine Hinweise und so rätselte ich in einem Fort. Als die Erklärung dann kam – welche ich hier natürlich nicht verrate – war diese zwar nicht so spektakulär, wie ich erwartet hatte, doch sehr schlüssig und somit auch zufriedenstellend.

Schon früher mochte ich Internatsgeschichten echt gerne und so freute ich mich extrem auf diese Reihe. Ich wurde nicht enttäuscht. Sobald Cara die Pforten des Cornwall College durchschreitet kam bei mir das typische Feeling auf, welches ich immer beim Lesen von Internatsgeschichten habe. Ich fühlte mich so, als wäre ich selbst auch im Cornwall College und hautnah bei allem dabei. Spätestens seit „Dolly“ von Enid Blyton habe ich mein Herz an solche Geschichten verloren. Cornwall College ist eine weitere in meiner Sammlung, die ich einfach nur toll fand.

Cara ist ein sehr sympathisches Mädchen. Doch natürlich gibt es auch die typischen Klassenzicken und Machos in dieser Geschichte. Die Autorin verpasst jeder Person ihr ganz eigenes Gesicht und ihre ganz eigene Geschichte, sodass jeder Charakter einzigartig und unverwechselbar ist. Zudem sind die Charaktere sehr facettenreich und hinter vielen steckt mehr, als es auf den ersten Blick scheint.
Durch Caras Geheimnis ist die Geschichte sehr spannend und fesselnd und wird zwischendurch sogar richtig actionreich. Ein ums andere Mal kam ich außer Atem und hoffte, dass alles gut gehen wird. Der Schreibstil der Autorin tut sein Übriges, dass dieses Buch einfach nur ein Volltreffer ist.

Das Ende kommt ohne großen Cliffhanger aus, denn die größten Fragen sind aufgeklärt. Dies ist ein Faktor, der mal ganz angenehm ist, denn welche Reihe kommt denn heute noch ohne Cliffhanger aus. Manchmal hat man da ja den Eindruck, dass dadurch künstlich Spannung erzeugt wird und genau das braucht die Autorin hier nicht. Ich wollte trotzdem unbedingt weiter lesen, da ich natürlich wissen wollte, wie es für Cara im Cornwall College weitergeht und was sie noch so erlebt. Außerdem hoffe ich noch auf eine kleine Liebesgeschichte.

Fazit:
Ein toller erster Band einer vielversprechenden Reihe, der mit tollen Charakteren, einem wunderbaren Schreibstil und viel Spannung punkten kann und wahnsinnig Lust auf den nächsten Band macht.

Donnerstag, 20. Dezember 2018

Rezension "Harry Potter und der Stein der Weisen" - Illustrierte Ausgabe

Titel: Harry Potter und der Stein der Weisen - illustrierte Ausgabe
Autor: J.K. Rowling / Jim Kay
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 256
ISBN: 978-3-551-58380-2
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 26,99 €
Alter: ab 10
(c) Carlsen

Zum Inhalt:
An seinem elften Geburtstag erfährt Harry Potter, dass er etwas ganz besonders ist. Harry ist ein Zauberer und nicht nur irgendeiner. Nein, Harry hat als Baby einen tödlichen Fluch des schlimmsten Magiers aller Zeiten überlebt und ist somit zum Held geworden. Doch davon weiß der Junge gar nichts, denn er ist unter Menschen groß geworden, die alles, was nur im Entferntesten mit Magie zu tun hatte von ihm ferngehalten haben. Als Harry nun erfährt, wer er eigentlich ist und dass er bald auf Hogwarts, die Schule für Hexerei und Zauberei gehen wird, fällt er aus allen Wolken. Und da weiß er noch nicht mal, dass ihm erneut ein Kampf gegen den dunklen Lord bevorstehen wird.

Meine Meinung:
„Harry Potter und der Stein der Weisen“ habe ich jetzt schon einige Male gelesen und auch als Film gesehen. Zuerst als ca. 11 – jährige, zuletzt jetzt als fast 30-jährige. Keines meiner Bücher hat mich so lange und so oft begleitet wie dieses und so war es klar, dass ich auch unbedingt die illustrierte Ausgabe von Jim Kay haben musste.

Leider stand diese viel zu lange in meinem Regal herum, denn als ich endlich die Zeit fand, danach zu greifen war ich einfach nur hin und weg. Die Bilder, mit denen Jim Kay Hogwarts, Harry und seine Freunde und die komplette Zaubererwelt lebendig werden lässt, werden lange ihresgleichen suchen. Sie sind wirklich wunderbar und ich freute mich immer besonders, wenn mir eine komplette Doppelseite bunt entgegen schien.

Das Format des Buches ist schon deutlich größer, als die normalen Hardcover und ich muss zugeben, dass mir dies beim Lesen etwas Probleme bereitete und ich immer wieder ein Kissen unterlegen musste. Denn aufgrund dieser Größe ist es einfach recht unhandlich und schwer und kippte mir immer wieder nach hinten. Als leichte Lektüre im Bett, ist es somit also nicht geeignet.
Doch die Bilder von Jim Kay machten alles wett. Nicht jede Seite ist bunt. Es gibt manche, die haben nur kleine Zeichnungen am Rand, andere haben gar keine Bilder, wiederrum andere sind komplett bunt und ohne Text. Ich muss zugeben, dass obwohl mich die Bilder grundsätzlich überzeugt haben, es zwischendurch trotzdem immer mal wieder welche gab, die ich nicht so schön fand, aber das ist ja – wie alles im Leben – absolute Geschmackssache und trotz allem kann ich sagen, dass Jim Kay einfach nur einen Hammerjob gemacht hat.

Zur Geschichte selbst muss ich hoffentlich nicht viel sagen. Ich kann es gar nicht glauben, dass es wirklich immer noch Menschen gibt, die diese Geschichte nicht gelesen haben. Mein Appell an euch alle : Bitte gebt dieser Geschichte eine Chance. Begleitet Ron, Hermine und Harry nach Hogwarts und erlebt mit ihnen ihre spannenden und magischen Geschichten. Denn Rowling kann schreiben wie keine zweite und hat mit „Harry Potter“ eine Welt erschaffen, die einfach nur magisch ist. Selbst nach 20 Jahren hat diese nicht von ihrer Anziehungskraft verloren und ich habe selten eine Welt entdeckt, die so gut und logisch durchdacht war, wie Rowlings.

In „Harry Potter und der Stein der Weisen“ ist Harry noch sehr jung und muss noch sehr viel lernen. Gemeinsam mit ihm lernt der Leser Hogwarts und die magische Welt kennen. Der Spannungsbogen der sich durch die Geschichte zieht ist perfekt aufgebaut und findet seinen Höhepunkt in einem Kampf auf Leben und Tod. Die Freundschaft, die dabei zwischen Ron, Hermine und Harry entsteht, ist ebenfalls recht einmalig für die Buchwelt und wunderbar zu beobachten. Das Ende ist herrlich, selten habe ich mich so auf ein Ende gefreut wie hier, denn es macht einfach nur Spaß.

Fazit:
Ein erster Band einer Reihe, die einfach jeder von euch gelesen haben muss. Die Illustrationen von Jim Kay runden die wunderbar magische Erzählung von Rowling toll ab und machen das Buch somit auch zu einem optischen Erlebnis. Auch für die, die Harry Potter bereits besitzen, lohnt sich diese illustrierte Ausgabe in jedem Fall.


Montag, 26. November 2018

Rezension "Conni und die Austauschschülerin"

Titel: Conni und die Austauschschülerin
Autor: Dagmar Hoßfeld
VerlagCarlsen  
Seitenzahl: 176
ISBN: 978-3-551-55403-1
Einbindungsart: Hardcover / ebook 
Preis: 11,99 € / 6,99 €
Alter: ab 10
Band: Conni & Co. Bd. 3

(c) Carlsen
Meine Meinung:
Conni ist zurück. Dieses Mal bekommt sie eine Austauschschülerin, was recht amüsant und natürlich auch interessant erzählt wird. Die Geschichte beginnt mit der Aufregung die durch Connis Klasse geht, als sie erfahren, dass sie Austauschschüler bekommen. Jedes der Mädchen hofft, dass ihre Eltern bereit sind eines der Kinder aufzunehmen. Conni hat Glück. Sie bekommt eine Gastschülerin. Doch als diese in Deutschland ankommt ist Conni zunächst erstmal etwas geschockt. Denn diese sieht so gar nicht so aus, wie sie sich ein nettes Mädchen vorgestellt hat. Das Outfit - gewöhnungsbedürftig, die Art auch speziell. Ob sie Freundinnen werden können?

Da meine kleine Tochter ja so auf Conni steht, fühle ich mich als Mama ja fast verpflichtet auch mal in Connis Geschichten reinzulesen. Connis Erlebnisse als kleines Kindergartenkind bekomme ich zu genüge mit, wenn ich meiner Tochter vorlese. Hier jedoch ist Conni älter. Sie geht in die weiterführende Schule und kommt so langsam in die Pubertät.

Da ich selbst nie einen Schüleraustausch mitgemacht habe, war ich gespannt, wie Hoßfeld diesen bei Conni beschreiben und erzählen würde. Ich hatte echt Spaß an der Geschichte. Es war spannend zu sehen, wie so ein Austausch bei Conni abläuft. Wie sie erstmal verwundert ist, dass ihre Austauschschülerin alles andere als gewöhnlich ist, dann aber merkt, was sie eigentlich für eine coole Socke ist und plötzlich richtig Spaß hat. Der Austausch geht rum wie nichts und ehe Conni es sich versehen kann reisen die Austauschschüler wieder ab und werden schwer vermisst.

Hoßfeld schreibt die Geschichte mit der richtigen Prise Humor. Sie unterhält wahnsinnig gut und hält sogar die ein oder andere Überraschung bereit. Zumindest wenn man Connis Mitschüler Paul fragt ;)
Kinder im entsprechenden Lesealter werden es sicher spannend finden Conni und ihre Klassenkameraden bei dem Austausch zu beobachten. Da in vielen Schulen in genau diesem Alter auch ein Austausch ansteht, bekommen die jungen Leser vielleicht einen ersten Eindruck, wie solch ein Austausch ablaufen könnten.

Fazit:
Eine weitere unterhaltsame und auch informative Geschichte aus dem Conni-Universum, die mir Spaß gemacht und wunderbar über das Thema "Austausch" informiert hat.

Samstag, 24. November 2018

Rezension "Mia und der Traumprinz für Omi"

Titel: Mia und der Traumprinz für Omi
Autor: Susanne Fülscher
VerlagCarlsen  
Seitenzahl: 208
ISBN: 978-3-551-65053-5
Einbindungsart: Hardcover / ebook 
Preis: 9,99 € / 5,99 €
Alter: ab 10
Band: 3

(c) Carlsen
Meine Meinung:
Heute habe ich mal wieder einen Band aus der Mia-Reihe für euch. Mia ist ein lustiges Mädchen, welches perfekt zur Zielgruppe passt und selbst mich unheimlich gut unterhalten hat.

In diesem Band suchen Mia und ihre Freundin Jette einen Traumprinz für Mias Omi Olga. Diese ist nämlich sehr einsam und das möchten die Mädchen ändern. Sie haben auch schon eine Idee wie sie das anstellen wollen, denn sie schalten eine Anzeige in der Zeitung und sind sehr gespannt, ob sich damit ein netter Mann für Omi Olga finden lässt.

Natürlich dürfte nun jedem klar sein, dass dies nicht so einfach wird, wie die Mädchen denken und hoffen und dass es die ein oder andere Schwierigkeit und das ein oder andere Fettnäpfchen geben wird. Dies war für mich sehr amüsant und wirklich nett zu lesen. Ich bin mir sicher, dass 10-jährige Leser ihren Spaß mit diesem Buch haben werden.

Auch dieser Band steht seinem Vorgänger in nichts nach. Fülschers gewohnt lässiger und gut zu lesender Schreibstil macht einfach nur Freude beim Lesen und ist auch für noch nicht so geübte Leser bestens geeignet. Auch die recht große Schriftgröße ist bestens für junge Leser geeignet.

Natürlich ist die Geschichte sehr harmlos und einfach nur wunderbar unterhaltend zu lesen. Die Traumprinzsuche, die den ein oder anderen Stolperstein bietet und dann das Ende, an dem dann doch alles gut ist ist einfach tolle Unterhaltung für Kinder.

Mir gefällt diese Reihe richtig gut. Ich werde mit Sicherheit auch die anderen Bände rund um Mia und ihre Freundinnen lesen und auch meinen Töchtern zu lesen geben, wenn sie im entsprechenden Alter sind, denn die Protagonistinnen sind im Alter des Lesepublikums, haben die gleichen Probleme, interessieren sich für die gleichen Dinge und so weiter. Damit ist die Zielgruppe perfekt getroffen.

Fazit:
Ein weiterer Band aus der Mia-Reihe, der mir sehr gut gefallen hat. Mias Suche nach einem Traumprinz für ihre Omi, ist herrlich erfrischend beschrieben und hält die ein oder andere Überraschung bereit.

Freitag, 16. November 2018

Rezension "Mia und das Mädchen vom anderen Stern"

Titel: Mia und das Mädchen vom anderen Stern
Autor: Susanne Fülscher
VerlagCarlsen 
Seitenzahl: 192
ISBN:  978-3-551-65052-8
Einbindungsart: ebook / Hardcover 
Preis: 5,99 € / 9,99 €
Alter: ab 10
Band: 2

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Das neue Mädchen in der Klasse sieht einfach total komisch aus. Mit ihren seltsamen Outfit wirkt sie so, als wäre sie vom anderen Stern. Mia  und ihre Freundinnen sind sich sicher, dass mit der Neuen etwas nicht stimmt und beschließen sie heimlich zu beschatten. Dabei finden sie heraus, dass die Neue immer einen merkwürdigen großen Sack mit sich herumschleppt. Die vier müssen unbedingt wissen, was darin ist.

Meine Meinung:
Dies ist der zweite Band aus der Mia-Reihe. Da mir der erste Band schon sehr gut gefallen hat, war ich gespannt, was ich von diesem zweiten Band erwarten kann.

Mit ihrem gewohnt lockeren und leicht zu lesenden Schreibstil schlägt Fülscher genau die richtigen Töne für die Zielgruppe an. Man fliegt nur so durch die Seiten. Ich muss zugeben, dass ich als Erwachsene manche Szenen, gerade wenn es ums Beschatten ging, etwas übertrieben fand, kann mir aber gut vorstellen, dass das bei zehnjärigen Kindern ganz anders ankommt. Ich vermute, dass sich viele zehnjährige sogar in Mia und ihren Freundinnen und vielen Dingen, die diese erleben, wieder finden werden. Denn die vier Mädchen sind absolut normale Mädchen, die genau die gleichen Gedanken und Sorgen haben, wie viele Kinder in diesem Alter.

Natürlich ist man sich als Erwachsener im Klaren darüber, dass die Neue gar nichts so schreckliches vorhat, nur weil sie ein bisschen anders aussieht. Hier greift Fülscher jedoch gut die Gedanken von Kindern im besagten Alter auf. Denn wie schnell wundern sich Kinder, wenn jemand anders aussieht, nicht ihrer Norm entspricht.

Auf der einen Seite fand ich es, wie oben schon erwähnt, etwas übertrieben, wie die vier Mädchen, die Neue beschatten und verfolgen. Auf der anderen Seite fand ich es aber auch recht amüsant zu sehen, in welche Fettnäpfchen die Mädchen treten nur um letztendlich zu merken, dass die Neue eigentlich ganz harmlos und sogar sehr nett ist.

Auch dieser Band beweist wieder, dass die Mia-Reihe richtig toll für zehnjährige Kinder ist. Sie greift Thematiken die in diesem Altern interessant sind auf, hat Protagonisten in dem Alter und ist einfach nur super zu lesen. Ich bin mir sicher, dass ich diese Reihe geliebt hätte, wenn es diese schon gegeben hätte, als ich ein Kind war.

Fazit:
Auch dieser zweite Band macht wieder viel Spaß und bietet neben guter Unterhaltung auch das ein oder andere Fettnäpfchen in das die vier Mädchen treten. Der gut zu lesende Schreibstil und die Handlung machen dieses Buch zur perfekten Lektüre für zehnjährige Kinder. 

Samstag, 22. September 2018

Rezension "Vampire Knight - memories 1"

Titel: Vampire Knight - memories Bd. 1
Autor: Matsuri Hino
VerlagCarlsen
Seitenzahl: 192
ISBN: 978-3-551-73867-7
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 6,99 €
Alter: ab 10
Band: 1

(c) Carlsen
Meine Meinung:
Selten war ich so froh, dass ich ein Buch beendet hatte, wie bei diesem hier. Im Rahmen der Carlsen-Challenge, war es diesen Monat eine Aufgabe einen Manga zu lesen, also dachte ich mir dass ich mich auch mal an das von mir bisher gemiedene Genre wagen könnte. Ich suchte eine Weile, welchen Manga ich lesen könnte, denn es gibt ja so wahnsinnig viele Reihen mit jeweils wahnsinnig vielen Teilen, dass ich schnell die Übersicht verlor. Als ich dann dieses Buch entdeckte, dachte ich mir, dass ich Vampire ja ganz gerne habe, wieso also nicht in einem Manga.

Schon nach den ersten Seiten merkte ich, dass es sich hier um ein Spin-off der Vampire Knight-Reihe handelt. Ich dachte eigentlich mit Band 1 könnte ich nicht viel falsch machen, doch hätte ich wohl besser zuerst mal die Grundreihe angefangen zu lesen, als das Spin-off. Nun ja, das war nicht mehr zu ändern, also versuchte ich dem Buch eine Chance zu geben.

Nachdem ich kurz ans Ende geblättert hatte (welches sich bei einem Manga auf der ersten Seite befindet) erfuhr ich auch in welcher Reihenfolge (von hinten nach vorne) ich das Buch lesen sollte. Nach kurzer Zeit hatte ich mich an diese Art ein Buch zu lesen gewöhnt und kam schnell vorwärts. Schnell merkte ich aber dass Mangas so gar nichts für mich sind. Ich fand die Geschichte einfach nur schrecklich.

Die Zeichnungen gefielen mir überhaupt nicht und auch die Art der Figuren zu sprechen, ging gar nicht. Ich kam mir vor wie bei einem echt billig gemachten Comic und musste ich nicht nur einmal die Augen verdrehen. Mehrmals laß ich meinem Mann eine Stelle vor und wir beide mussten uns fast gegen die Stirn klatschen so schlecht gemacht fanden wir die Geschichte.

Man muss dazu sagen, dass dieses Buch eine Sammlung mehrerer verschiedener Geschichten ist, die erzählt, was innerhalb von tausend Jahren passiert ist, in denen einer der Vampire im Eis geschlafen hat. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich fast nichts verstanden habe. Ich kam kaum in das Buch rein und da ich die Figuren nicht vom Vorgänger kannte, hatte ich echte Schwierigkeiten den Geschehnissen zu folgen.

Ich habe schnell gemerkt, dass Mangas einfach so gar nicht mein Fall sind. Als Kind habe ich tatsächlich sehr gerne Comics gelesen, doch diese Zeit ist lange vorbei. Ich brauche Bücher mit etwas mehr und etwas komplexerer Handlung und so war ich von dem Buch einfach nur enttäuscht und genervt. Das einzig positive war, dass man es wirklich sehr schnell durchgelesen hat. Dies wird wohl mein erster und letzter Manga gewesen sein.

Fazit:
Mangas sind einfach nicht mein Fall. Das Buch hat mir überhaupt nicht gefallen. Schlecht gezeichnet, schlecht erzählt und ohne besonders viel Handlung und Tiefgang war ich froh, als ich es wieder aus der Hand legen konnte. 

Mittwoch, 22. August 2018

Rezension "Scarlett - Ein Löffelchen Geheimnis und der Duft von Magie"

Titel: Scarlett - Ein Löffelchen Geheimnis und der Duft von Magie
Autor: Laurel Remington
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-551-52096-8
Seitenzahl: 256
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 10,00 €
Alter: ab10

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Scarletts Mutter führt einen äußerst erfolgreichen Blog. Einen Blog auf dem sie ihr Leben als Mutter beschreibt, in dem sie private Anekdoten preisgibt. Scarlett macht sie damit zum Gespött der Schule. Zudem verschlechtert sich die Beziehung von Scarlett und ihrer Mutter dadurch zusehens, denn sie traut sich nicht, ihr noch mehr Stoff für ihren Blog zu liefern. Als sie durch Zufall auf die Küche ihrer alten Nachbarin stößt und dabei das Backen für sich entdeckt, ändert sich Scarletts Leben vom einen auf den anderen Tag. Sie findet Freunde und die Liebe zum Backen und merkt plötzlich, dass es viel wichtigere Dinge als eine nervige Mutter im Leben gibt.

Meine Meinung:
Schon allein die Optik dieses Buches ist anziehend. Als ich dann immer mehr begeisterte Meinungen über diese Geschichte gelesen habe, musste ich mich einfach selbst überzeugen. Zudem liebe ich selbst das Backen, weswegen die Geschichte eindeutig perfekt für mich ist.

Von der ersten Seite an zog mich die Geschichte in ihren Bann. Der Schreibstil der Autorin ist mit nicht weniger als genial zu bezeichnen. Selten fühlte ich mich in einer Geschichte so wohl und gut aufgehoben wie in dieser. Ich merkte gar nicht, dass es sich um ein Kinderbuch ab 10 handelte, so versunken war ich in dem Buch. Die Story ist spannend und abwechslungsreich und zudem stellenweise gleichzeitig humorvoll und ernst. Sie bietet extrem viel Tiefgang und Stoff zum Nachdenken und berührte mein Herz nicht nur einmal.

Die Autorin beschreibt die Charaktere so echt und nahbar, dass ich das Gefühl bekam ich würde sie selbst kennen, sie wären meine Nachbarn. Scarletts Mutter fand ich dabei - vor allem zu Beginn - echt unmöglich. Ich fragte mich nicht nur einmal, wie man seine Tochter nur so bloßstellen kann. Sie muss doch gemerkt haben, dass die Beziehung zwischen ihnen immer schlechter wurde. Allerdings gefiel es mir gut, wie sich die Beziehung der beiden im Verlauf der Geschichte veränderte und die beiden aneinander wuchsen. 

Scarlett selbst ist eine tolle und starke Persönlichkeit. Auch sie entwickelt sich im Verlauf der Geschichte immer weiter. Ich fand es toll zu beobachten, wie sie aus ihrem Schneckenhaus gekrochen kam und endlich Freunde fand, wieder am Leben teilnahm und den Mut fand mit ihrer Mutter über alles zu reden.

Besonders gut haben mir die Szenen gefallen, in denen es ums Backen geht. Da ging mein Herz auf. Ich konnte förmlich den Geruch der süßen Teilchen riechen und wollte am liebsten in das Buch reinkriechen um eines der Gebäcke zu kosten. Das Rezept für die Zimtteilchen, welches im Buch nachzulesen ist, muss ich auf jeden Fall mal ausprobieren.

Ich kann gar nicht richtig in Worte fassen, wie sehr ich dieses Buch geliebt habe und wie sehr ich mich beim Lesen wohlgefühlt habe. Dass mich ein Kinderbuch so mitnehmen und verzaubern kann, hätte ich vorher niemals gedacht. Ich liebe die Story, die Ideen, die Charaktere, das Cover. Ich liebe einfach alles an diesem Buch und da ich es bisher nur als ebook besitze muss ich es unbedingt noch als Hardcover haben.

Fazit:
Eines meiner Jahreshightlights. Ein wunderbar atmosphärisches Kinderbuch, dass für jung und alt gleichermaßen ein wunderbares Lesevergnügen bietet. Ein Buch zum Wohlfühlen, zum Versinken und vor allem ein Buch für alle Backliebhaber und solche die es werden wollen. Absolute Leseempfehlung!!!


Donnerstag, 31. Mai 2018

Rezension "Power Women - Geniale Ideen mutiger Frauen"

Titel: Power Women - Geniale Ideen mutiger Frauen - Was würden sie dir raten?
Autor: Andreas Jäger (Übersetzer)
Verlag: ArsEdition
ISBN: 978-3-8458-2862-6
Seitenzahl: 112
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,00 €
Alter: ab 10

(c) ArsEdition
Meine Meinung:
"Power Women" interessierte mich auf den ersten Blick. Ab und an lese ich nämlich auch gerne mal ein Sachbuch oder auch etwas autobiographisches und hier bekam ich quasi beides in einem, kindgerecht aufgemacht.

In diesem farbig illustrierten Buch werden 25 starke weibliche Persönlichkeiten vorgestellt, die alle auf ihre Art die Welt verändert und ein Stückchen besser gemacht haben. Manche von ihnen leben noch, andere sind schon mehrere hundert oder sogar tausend Jahre tot.

Da es sich um ein Kinderbuch handelt, sie die Abschnitte zu den einzelnen Frauen recht kurz gehalten. Zunächst werden sie mit Namen, Alter und einigen weiteren biographischen Daten kurz vorgestellt. Dann folgt jedoch auch schon ein Text über ihr Leben und Werk. Dieser ist nicht allzu lang und umfasst ungefähr eine Doppelseite. Zu jeder Frau gibt es noch eine farbige Zeichnung und ein Zitat. Als letztes folgt ein kurzer Abschnitt, den ich auf der einen Seite ganz kreativ finde, auf der anderen Seite aber irgendwie auch ziemlich merkwürdig. Denn zum Abschluss jeder Persönlichkeit gibt es einen kleinen Kasten, in dem dieser Persönlichkeit eine Frage gestellt wird, bzw. ein alltägliches Problem aus dem Leben eines Kindes oder eines Jugendlichen geschildert wird. Als Antwort gibt es eine fiktive Antwort, wie der jeweilige Charakter wohl geantwortet haben könnte. Dies ist manchmal recht lapidar und lässt sich nicht wirklich mit den Problemen vergleichen, mit denen die Frauen aus diesem Buch in Wahrheit zu tun hatten. Und so lässt sich über Sinn oder Unsinn dieser Rubrik doch auf jeden Fall streiten.

Die Auswahl der Persönlichkeiten gefällt mir jedoch recht gut. Die Mischung ist schön bunt, geht von Menschenrechlerinnen, über Nobelpreisträgerinnen, von Frauen die sich im Kleinen gewehrt haben zu Frauen die weltweit für ihre Taten bekannt sind. Besonders gut hat mir gefallen, dass eben auch die Frauen, die eher im Verborgenen gehandelt haben, eine Stimme bekommen und durch dieses Buch ein stückweit bekannt werden. Einige Namen waren mir zwar schon bekannt, doch freute ich mich, endlich ein wenig mehr über diese Damen zu erfahren. Dass das ganzen dann auch noch kindgerecht aufgemacht ist und so auch Kinder die Chance haben, etwas über diese Frauen zu erfahren finde ich wirklich gut.

Auch die Illustrationen sind toll. Sie treffen die jeweiligen Frauen ziemlich auf den Punkt und machen das Buch farbenfroh und abwechslungsreich. Mir gefällt das viel besser, als irgendwelche Fotos, denn natürlich gibt es auch gar nicht von allen Frauen aus diesem Buch Fotos. Und so hat man eine einheitliche Lösung gewählt, die mir richtig gut gefällt.

Fazit:
Ein wunderbares Kindersachbuch, das wertwolle und interessante Informationen enthält, über Frauen, die die Welt verändert haben, über Frauen, die nicht einfach nur geredet, sondern auch gehandelt haben, über Frauen, an denen sich jeder einzelne von uns ein Beispiel nehmen kann. 

Freitag, 27. April 2018

Rezension "Conni und der Neue"

Titel: Conni und der Neue
Autor: Dagmar Hoßfeld
VerlagCarlsen
ISBN: 978-3-551-55402-4
Seitenzahl: 176
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 11,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Conni und ihre Freundinnen sind im nächsten Schuljahr angekommen. Und dieses beginnt gleich spannend, nämlich nicht nur mit einem Zeltlager, nein auch ein neuer Junge, ist in Connis Klasse gekommen. Zunächst kann sie Phillip überhaupt nicht ausstehen. Viel zu selbstbewusst lässt er sich gleich in der ersten Stunde als Klassensprecher aufstellen. Was für ein Angeber. Doch plötzlich merkt Conni, dass Phillip vielleicht doch gar nicht so schlimm ist, wie sie zunächst dachte.

Meine Meinung:
Nachdem ich den ersten Conniband gerne gelesen habe, dachte ich mir, dass ich diese Kinderbuchreihe gerne weiter verfolgen möchte. Und schon bei diesem zweiten Band fühlte es sich fast so an wie nach Hause kommen. Conni und ihre Freundinnen waren mir schon so vertraut, dass ich sofort in der Geschichte drin war.

Mir war recht schnell klar, dass Phillip nicht nur der arrogante Depp ist, wie er zunächst zu sein scheint. Und ich hatte Recht. Auch Conni lernt schnell ihn zu schätzen und vor allem auf der Klassenfahrt erweist er sich noch als richtig guter Freund.

Einen großen Teil dieser Geschichte nimmt die Klassenfahrt von Conni und ihrer Klasse ein. Dies passt natürlich super zum Alter der Zielgruppe. Auch ich habe in der sechsten Klasse eine Klassenfahrt unternommen, weswegen ich es super finde, dass die Autorin das aufgreift und auch Conni auf Klassenfahrt schickt. Dies ist sowieso etwas, was ich an den Connibüchern so mag. Conni deckt einfach alle Alltagsthemen ab, die Kinder in diesem Alter beschäftigen könnten und so wundert es mich nicht, dass die Kinder so gerne Conni lesen.

Der Schreibstil von Hoßfeld ist gewohnt gut zu lesen und machte es mir einfach innerhalb kürzester Zeit durch die Geschichte zu fliegen.

Gut gefiel mir auch die erneute Einführung einer neuen Hauptperson, nämlich Phillip. Der Junge wuchst mir schnell ans Herz. Ich fand es total süß zu beobachten wie Conni und Phillip anfingen sich zu mögen und es auch ein bisschen knisterte zwischen den beiden. Ich bin sehr gespannt, wie es in den nächsten Büchern mit den Zweien weitergeht.

Fazit:
Auch dieser zweite Band aus der Connireihe hat mir gut gefallen. Ich freue mich schon darauf Conni, ihre Freundinnen und Phillip bei ihrem nächsten Abenteuer zu begleiten.

Rezension "Die Penderwicks"

Titel: Die Penderwicks
Autor: Jeanne Birdsall
VerlagCarlsen
ISBN: 978-3-551-55429-1
Seitenzahl: 288
Einbindungsart: ebook / Taschenbuch / Hardcover
Preis: 7,99 € / 7,99 € / 14,00 €
Alter: ab 10
Band: 1
(c) Carlsen

Zum Inhalt:
Die vier Penderwickschwestern machen mit ihrem Vater und ihrem Hund gemeinsam Urlaub. Und dieser Urlaub hat es so richtig in sich. Ob neue Freundschaften, eine schrullige Vermieterin oder aber auch der erste Liebeskummer. Nichts lassen die Schwester aus. Und so wird der Urlaub viel aufregender als sie eigentlich dachten und der Abschied am Ende dieses Urlaubs fällt ihnen viel schwerer als erwartet.

Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch aus der Penderwicksreihe. So oft habe ich dieses Buch verkauft, dass ich mir dachte, jetzt muss ich es endlich auch mal selbst lesen. Oft wurde es mit "Die Kinder aus Bullerbü" verglichen - nur in modern. Und so war ich sehr neugierig, was mich erwarten würde.

Leider war ich zu Beginn ziemlich enttäuscht, da es mir extrem schwer fiel in die Geschichte hinein zu finden. Die Autorin hat einen - für mich - recht anstregenden Schreibstil, der ausschweifend und nicht besonders fesselnd ist. Zudem nervten mich die Penderwickschwestern mit ihren vielen Eigenarten. Da ist die eine, die unbedingt Autorin werden will, die andere die sich als Chefin der Schwestern betrachtet und zudem die jüngste, die etwas seltsam ist und kaum ein Wort spricht.

Ich wurde lange Zeit nicht warm mit der Geschichte und auch nach Ende des Lesens kann ich nicht unbedingt von mir behaupten, das ich das Buch wahnsinnig toll fand. Ich hatte deutlich mehr erwartet. Denn nicht nur konnte mich die Geschichte nicht fesseln und abholen, nein so fehlte auch der absolute Wohlfühlfaktor, die Lindgrens Bücher so mit sich bringen. Ich finde, der Vergleich zu den "Die Kinder von Büllerbü" ist etwas weit hergeholt, denn so wirklich ähnlich sind sich die Bücher nicht.

Manchmal hatte ich sogar das Gefühl, einen Klassiker zu lesen, was vor allem dem Schreibstil geschuldet ist. Es ist nicht so, dass ich Klassiker nicht ab und an gerne lese, doch iher war mir der Schreibstil einfach etwas zu schwerfällig und nicht so flüssig zu lesen.

Die Geschichte bietet auch nicht besonders viele Höhepunkte und plätschert eher so vor sich hin. Ich denke dadurch ist sie jedoch eine wunderbare Ferienlektüre für Kinder im entsprechenden Alter. Man kann das Buch guten Gewissens den Kindern ganz alleine zum Lesen überlassen, ohne fürchten zu müssen, dass die Kinder Albträume oder ähnliches bekommen.

Fazit:
Ein nettes Kinderbuch, welches mich aber nicht komplett überzeugen konnte und stellenweise eher nervte, als das ich Spaß am Lesen hatte. Für Kinder ab 10 aber sicher eine wunderbar leicht zu lesende Ferienlektüre.

Samstag, 17. März 2018

Rezension "Mia legt los"

Titel: Mia legt los
Autor: Susanne Fülscher
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 176
ISBN: 978-3-551-65051-1
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 9,99 €
Alter: ab 10

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Mia schreibt gerne Tagebuch. Und ausgerechnet das wird ihr zum Verhängnis. Denn als dieses verschwindet kommen plötzlich einige ihrer Geheimnisse ans Licht. Auch dass sie über ihre ganze Klasse und ihre beste Freundin gelästert hat, lässt sich nun nicht mehr verheimlichen. Das ist allerdings nicht ihr einziges Problem. Da ist ja auch noch ihr Nebensitzer Mr. Rülps, den sie überhaupt nicht ausstehen kann. Und irgendwie scheint er mit ihrem verschwundenen Tagebuch in Zusammenhang zu stehen.

Meine Meinung:
Nachdem ich den ersten Band von Conni gelesen habe, dachte ich mir, ich schaue auch mal in eine andere Kinderbuchreihe rein. Kann Mia Conni Konkurrenz machen? Sind die beiden vergleichbar?

Und nein, ich finde nicht, dass die beiden vergleichbar sind. Mia ist ganz anders und auf ihre eigene Art irgendwie auch angenehmer zu lesen. Auch wenn Mia und Conni zumindest das Tagebuchschreiben gemeinsam haben. Mia ist jedoch bei weitem nicht so altklug und perfekt wie Conni. Ich mochte sie von Anfang an. Auch ihre Freundinnen fand ich vom ersten Blick an gut gewählt und jede auf ihre eigene Art sympathisch. Auch Mr. Rülps fand ich irgendwie lustig, auch wenn Mia ihn gar nicht mag, ich fand ihn klasse.

"Mia legt los" ist super zu lesen und für das Alter der Zielgruppe perfekt geeignet. Man begleitet sie in die Schule und erlebt einfach ganz normale Dinge mit ihr. Und so werden sich die meisten 10-jährigen Mädchen in ihr wiederfinden. Dass ihr Tagebuch verschwindet und sie so vor der kompletten Klasse bloßgestellt wird ist sicherlich auch keine außergewöhnliche Situation.

Ich ertappte mich sogar dabei, dass ich regelrecht mit den Mädels und vor allem Mia mitfieberte. Ich fand die Gespräche zwischen den Freundinnen teilweise so herrlich, dass ich mich köstlich amüsiert und auch stellenweise in meine eigene Kindheit und Jugend zurück versetzt gefühlt habe. Da gibt es Gespräche über zu kleine Oberweiten, erste Küsse oder peinliche Eltern. Das kommt wohl jedem Teenager bekannt vor. Ich freue mich schon darauf Mia bei ihren weiteren Abenteuern zu begleiten.

Fazit:
Dieses Buch ist so erfrischend echt und ehrlich. Mia und ihre Freundinnen bei ihren Problemen und in ihrem Alltag zu begleiten hat mir viel Spaß gemacht. Perfekt für 10-jährige Mädchen ist diese Clique so herrlich normal, dass ich das Buch uneingeschränkt empfehlen kann. 

Dienstag, 27. Februar 2018

Rezension "Conni &Co. Bd. 1"

Titel: Conni & Co. Bd 1
Autor: Julia Boehme
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 176
ISBN:  978-3-551-55401-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 11,99 €
Alter: ab 10

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Conni ist nun auf dem Gymnasium. Doch dort ist es alles andere als toll. Schon am ersten Tag macht sie Bekanntschaft mit Janette, die ihr alles andere als sympathisch ist. Sie drangsaliert andere und macht auch vor Conni nicht halt. Conni möchte nie wieder in die Schule gehen. Und so kann es für sie nichts schlimmeres geben, als die Klassenfahrt die recht bald ansteht. Eine ganze Woche mit dieser schrecklichen Klasse. Conni versucht alles um nicht mit zu müssen, doch als sie dann mit ihrer Klasse auf Sylt ist, ist alles plötzlich gar nicht mehr so schrecklich, wie es zunächt den Anschein hatte.

Meine Meinung:
Conni werden wohl die meisten von euch kennen. Es gibt sie als Pixibücher, als Pappbilderbücher, als CDs, als Fernsehserie und neulich habe ich sogar Conni-Zahnbürsten entdeckt. Conni ist also praktisch überall. Doch die Conniprodukte, die ich oben aufgezählt habe, sind alle eher für die Kleinen, doch die Reihe Conni & Co. ist für Ältere Kinder ab 10.

Das finde ich schon mal eine echt tolle Idee. Die Kinder können schon als ganz Kleine Connigeschichten hören und auch wenn sie älter sind begleitet Conni sie weiterhin. Dabei wird Conni selbst immer älter und hat auch die Probleme und Erlebnisse, die Kinder in diesem Alter haben.

In diesem Band kommt Conni auf die weiterführende Schule, was natürlich eine große Umstellung und Herausforderung ist. Man lernt die neue Schule und die neue Klasse kennen. Und zum Glück ist nicht alles sofort Friede, Freude, Eierkuchen. Nein, Conni hat so ihre Probleme mit der neuen Klasse, was wohl ziemlich realistisch ist. Auch die Klassenfahrt, die relativ schnell folgt, kommt mir noch sehr bekannt vor. Connis Gefühle und der Wunsch nicht mitfahren zu wollen ist mir noch sehr gegenwärtig, sodass ich denke, dass sich viele Kinder in diesem Alter in Conni wiederfinden werden.

Ich habe schon öfters von Erwachsenen gehört, dass sie Conni nervig finden, weil sie so super perfekt ist. Das finde ich hier gar nicht mal unbedingt. Doch sie ist schon recht selbstbewusst und scheint alle Probleme im Handumdrehen zu lösen. Ich kann verstehen, dass das auf viele unsympathisch wirkt, ich finde es aber gar nicht so schlimm.

Die Geschiche ist wirklich schön zu lesen. Ich freue mich schon, wenn meine Kinder in das Alter kommen. Meine Kleine liebt jetzt schon Conni und ich denke, sie wird es auch toll finde, dass Conni mit ihr mitwächst.  Der Schreibstil von Julia Boehme ist angenehm zu lesen und sie beschreibt Conni und ihre so herrlich normale Familie sehr kindgerecht. Ich bin schon gespannt, was Conni in den weiteren Bänden erleben wird und ob Boehme es weiterhin schafft die Probleme der Zielgruppe so treffend zu beschreiben.

Fazit:
Conni ist groß geworden, genau wie ihre Leser. Conni geht aufs Gymnasium und hat alltägliche Probleme, die wohl viele Kinder in diesem Alter haben. Zielgruppengerecht und sehr passend erzählt Julia Boehme von Connis Alltag und lässt uns daran teilhaben.

Samstag, 5. August 2017

Rezension "Drachenreiter - Die Feder eines Greifs"

Titel: Drachenreiter - Die Feder eines Greifs
Autor: Cornelia Funke
Verlag: Dressler 
Seitenzahl: 414
ISBN: 978-3-7915-0011-9
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 18,99 €

Achtung: Da es sich bei diesem Buch um einen zweiten Teil handelt, kann die Rezension Spoiler enthalten.

(c) Dressler
Zum Inhalt:
Die Helden aus "Drachenreiter" sind zurück. Ben und Barnabas werden dieses Mal vor eine besonders schwierige Mission gestellt. Sie müssen die letzten drei Pegasusfohlen retten und dafür sorgen, dass die geflügelten Pferde nicht aussterben. Sie machen sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Greif, denn sie brauchen seine Feder. Doch ob er ihnen helfen wird?

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich den ersten Teil selbst gar nicht gelesen haben. Jedoch habe ich schon einige andere von Cornelia Funke gelesen und kann auf jedne Fall sagen, dass sie toll schreiben kann.

Zudem gefällt mir bei "Drachenreiter - Die Feder eines Greifs" das Cover wirklich sehr gut. Geeignet ist das Buch für Kinder ab 10-12. Auch im Hinblick auf die Altersangabe finde ich das Cover wirklich gut geeignet. Auch innen gibt es recht viele Bilder zu sehen. Jedes Kapitel beginnt mit einem Bild und auch sonst sind viele Seiten wirklich schön verziert.

Aus meiner Zeit als Buchhändlerin weiß ich noch sehr genau, wie beliebt schon der erste Teil aus der Drachenreiter-Reihe war. Und so finde ich es klasse, dass sich Frau Funke nun dazu entschieden hat, einen zweiten Teil nachzulegen.

Wie man es von ihr gewohnt ist, überzeugt sie auch hier mit ihrem leichten und super zu lesenden Schreibstil. Frau Funke beherrscht es perfekt damit genau die Zielgruppe zu treffen. Sie passt ihren Schreibstil immer dem jeweiligen Alter an. Auch hier merkt man, dass sie 10-jährige vor Augen hatte, als sie das Buch geschrieben hat.

Beschweren kann man sich auch nicht über mangelnde Spannung. Natürlich merkt man als Erwachsener, dass es sich hierbei um ein Kinderbuch handelt, doch auch dafür ist der Grad der Spannung perfekt. Kinder, die gerne in eine fantastische Welt abtauchen, sind hier genau richtig. Und das im Übrigen, egal ob es Jungen oder Mädchen sind. Ich freue mich schon, wenn meine Kinder groß genug sind um von den Geschichten von Cornelia funke verzaubert zu werden.

Fazit:
Ein gelungener zweiter Teil aus der Drachenreiter-Saga. Cornelia Funke kann einfach schreiben, egal ob für Jugendliche oder hier für Kinder. Sehr empfehlenswert für alle Kinder ab 10.

Donnerstag, 16. März 2017

Rezension "Hilfe, mein Lehrer geht in die Luft"

Titel: Hilfe, mein Lehrer geht in die Luft
Autor: Sabine Ludwig
Verlag: Dressler 
Seitenzahl: 284
ISBN: 978-3-7915-0014-0
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,99 €

(c) Dressler
Zum Inhalt:
Diese Fortsetzung von "Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft" erzählt vom 12-jährigen Felix. An seiner Schule passieren merkwürdige Dinge. Ihn und seine Freunde beschäftigen vor allem die unheimlichen Graffitis, die immer wieder nachts an der Schule auftauchen. Felix gerät in Verdacht, doch er versucht alles um zu beweisen, dass er nichts für die vielen merkwürdigen Vorgänge kann. Zu allem Übel haben sich seine Eltern getrennt und er pendelt zwischen zwei Wohnungen. Alles keine leichte Situation, doch zum Glück gibt es seine beste Freundin Ella.

Meine Meinung:
Ich habe schon einige Kinderbücher von Sabine Ludwig gelesen. Jedes hat mir viel Spaß gemacht, jedes Mal habe ich mich köstlich amüsiert. Zwar habe ich selbst den ersten Teil "Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft" nicht gelesen, trotzdem hatte ich Lust diesen Titel zu lesen.

Für alle, denen es geht wie mir, kann ich gleich sagen, dass man dieses Buch problemlos ohne die Kenntnisse der Vorgängers lesen kann. Zwar werden immer wieder Dinge erwähnt, die im ersten Band passiert sind, doch stören sie den Lesefluss in keiner Weise.

Auch bei diesem Buch habe ich mich wieder sehr amüsiert. Sabine Ludwig versteht es einfach witzige Kinderbücher zu schreiben und punktet dabei jedes Mal aufs Neue mit originellen Ideen. Kinder werden sicher mit jedem einzelnen Titel ihren Spaß haben. Allen ab 10 kann ich ihre Bücher und auch im Speziellen dieses sehr ans Herz legen und auch für Erwachsene eignet sich Sabine Ludwig bestens.

Felix wuchs mir sofort ans Herz. Der kleine pfiffige Junge, der kein Blatt vor den Mund nimmt, dabei aber ein ganz normaler 12-jähriger ist. Er ist weder besonders gut in der Schule, noch anderweitig besonders talentiert. Er ist einfach wie du und ich. Die trägt dazu bei, dass sich Kinder, die dieses Buch lesen mit ihm identifizieren können.

Auch zum Lachen bietet Sabine Ludwig genug Stellen und Momente. Ich mochte ihren Schreibstil schon immer und auch hier kann sie wieder auf ganzer Linie überzeugen. Sabine Ludwig bietet mit jedem ihrer Bücher wunderbare Unterhaltung für Groß und Klein und so lege ich auch dieses allen ans Herz.

Fazit:
Ein weiteres gelungenes Kinderbuch aus der Feder von Sabine Ludwig. Lustig, unterhaltsam und wie immer gut geschrieben ist es die perfekte Unterhaltung für Groß und Klein.

Sonntag, 8. Januar 2017

Rezension "Casting - Spiel ums Leben"

Titel: Casting - Spiel ums Leben
Autor: Yvonne Richter
Seitenzahl: 295
ISBN: 978-3-944788-28-9
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,95 €
Alter: ab 10

(c) Fabulus-Verlag
Zum Inhalt:
Lovis lebt in einer Welt in der alles durch Castings bestimmt wird. Ob man zu essen hat, wo man wohnt, ob man zur Schule gehen darf. Je besser man ist, je mehr Castings man gewinnt, desto mehr Vorteile hat man in dieser Welt. Bei einem dieser Castings trifft er auf das Mädchen Jo. Sie teilt völlig überraschend ihren Essensgewinn mit ihm und die beiden werden Freunde. Schnell merken sie, dass die Castingwelt alles andere als fair ist und sie beschließen etwas dagegen zu unternehmen. Doch das ist zunächst gar nicht so leicht, wie sie denken.

Meine Meinung:
Der Klappentext klang spannend. Ich erwartete eine dystopische Welt, wie ich sie so noch nicht bekommen habe. Und so war es auch. Sind viele dystopische Romane geprägt von Gewalt, so geht es in diesem Buch eher harmlos zu. Trotzdem würde ich sagen, dass es sich hierbei um ein dystopisches Szenario handelt.

Denn die Welt ist eine andere, als die die wir kennen. Wohnen in einer Wohnung, Essen, zur Schule gehen, Kleidung oder Geld sind nicht selbstverständlich. Alles muss erspielt werden. An der Spitze die jeweiligen Juroren der Castings. Die Castings selbst sind mal gemein, mal schwer, mal etwas leichter, aber immer geht es ums nackte Überleben.

Die Grundidee gefiel mir gut. Auch Lovis und Jo konnten mich schnell von sich überzeugen. Die beiden sind ein starkes Team, die nicht akzeptieren wollen, dass die Welt so ist, wie sie dort eben ist. Doch schnell fand ich auch Punkte die mich anfingen zu stören. Die beiden Jugendlichen unterhalten sich beispielsweise viel zu gewollt jugendlich. Ich hatte sofort das Gefühl, hier war ein Erwachsener am Werk, der der Jugendsprache unbedingt einen Platz in seiner Geschichte geben wollte. So fallen zu den unpassendsten Momenten Worte wie krass usw. Immer wieder dachte ich mir, kein Mensch redet doch wirklich so.

Wäre es bei dem einen Punkt geblieben, dann hätte ich da aber noch gut drüber hinwegsehen können. Als jedoch die Juroren ins Spiel kamen musste ich ein ums andere Mal den Kopf schütteln. Was für andere vielleicht witzig und originell erscheint, kam bei mir nur ziemlich lächerlich an. Die Namen der Autoren waren für mich echt zum Fußnägelhochrollen. Da haben wir eine Kami Katze, eine Kroko Flanell, eine Folta Kräh oder auch einen Herrn Kon To, der der Finanzier des ganzen ist. Ich kann mir echt nicht helfen, aber das war für mich viel zu übertrieben. Statt darüber zu schmunzeln verdrehte ich darüber nur jedes Mal die Augen. Auch diese Namen wirkten auf mich einfach zu gewollt lustig.

Doch diese beiden Punkte waren für mich zum Glück kein Grund das Buch abzubrechen. Ich las weiter und muss zugeben, dass die Geschichte immer spannender wurde. Ich war gefesselt vom Geschehen und fand es wirklich klasse, dass die Autorin eine Dystopie schaffte, die ohne Blutvergießen und extrem brutale Szenen auskommt. Natürlich gibt es auch hier Unterdrückung und die Benachteiligten aber alles von der Beschreibung her in dem Rahmen, dass ich das Buch auch ohne groß nachzudenken, einem unter 16-jährigen in die Hand drücken würde - und das ist nicht bei vielen Dystopien der Fall. Somit kann ich die Altersangabe, ab 10, des Verlages sofort unterschreiben.

Die Entwicklung von Lovis und seinen Freunden gefiel mir gut. Die Geschichte nahm immer mehr an Fahrt auf und gipfelte in einem Finale, welches ich als sehr befriedigend und schön empfand. Alles in allem habe ich das Buch dann doch gerne gelesen und war nach zwei Abenden damit fertig.

Fazit:
Eine Dystopie, die ohne brutale Szenen auskommt, mir manchmal etwas zu gewollt lustige Szenen einbaut, ansonsten aber spannend ist und sich gut lesen lässt.

3,5 Kerzen

Freitag, 11. November 2016

Rezension "Carlotta - Internat auf Probe"

Titel: Carlotta - Internat auf Probe
Autor: Dagmar Hoßfeld
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 221
ISBN:  978-3-551-65091-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 9,99 €
Alter: ab 10

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Carlottas Eltern sind geschieden. Sie lebt bei ihrem Vater, denn ihre Mutter hat eine neue Familie, inklusive zwei Kindern. Als Carlottas Vater beruflich für ein Jahr verreisen muss, hat Carlotta die Wahl zwischen ihrer Mutter und ihren nervigen Brüdern oder dem Internat Prinzensee. Beides ist für Carlotta eine Qual, doch letztendlich entscheidet sie sich für das Internat. Für sie steht fest, ein Jahr bleibt sie dort, länger nicht. Die Mädchen, mit denen sie auf einem Zimmer ist, sind schrecklich und Heimweh hat sie auch. Doch plötzlich merkt sie, dass alles gar nicht so schlimm ist. Als sie merkt dass Manu ein Geheimnis hat, beschließt sie diesem auf die Spur zu gehen.

Meine Meinung: 
"Carlotta - Internat auf Probe" ist ein Kinderbuch ab 10, welches mir wirklich gut gefallen hat. Diese Geschichte ist für das angegebene Alter bestens geeignet.

Das Mädchen Carlotta war mir sofort sehr sympathisch. Ich konnte mich total gut in ihre Situation einfühlen. Zwar haben sich meine Eltern nie getrennt, doch die Autorin beschreibt Carlottas Gefühle gerade der neuen Familie ihrer Mutter gegenüber so bildhaft, dass mir sofort klar war, wie es Carlotta geht. Mit ihr können sich sicherlich viele Kinder in dem Alter identifizieren, auch wenn sie keine Eltern haben, die sich getrennt haben. Denn sie ist einfach herrlich normal. Sie ist nicht herausragend klug, hübsch oder reich sondern einfach wie du und ich. Das fand ich echt schön.

Ich denke die meisten von uns haben irgendwann mal ein Buch wie Hanni und Nanni oder ähnliches gelesen und kennt somit das Feeling von Internatsgeschichten. Auch hier kommt das ein klein wenig auf. Zwar nicht ganz so sehr wie bei Dolly & Co., aber durchaus ein bisschen. Die Umgebung um Prinzensee wird toll beschrieben. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die ein oder andere Leserin sicher auch gerne nach Prinzensee möchte.

Die Geschichte ist super kindgerecht. Sie ist nicht zu spannend und toll auf die Bedürfnisse von Kindern in diesem Alter abgestimmt. Natürlich findet man hier auch die typischen Internatsszenarien, was aber sehr passend ist. Ob Freundschaft, Streit oder auch Probleme im Unterricht.

Carlotta ist eine ganze Buchreihe, von der es inzwischen 6 Bücher gibt. Besonders toll finde ich, dass jedes Buch ein einzelnes Schuljahr umfasst, Carlotta somit in jedem Band immer ein Jahr älter ist und in die nächste Klasse kommt. Ein bisschen erinnert es vom Prinzip an die Conni-Reihe. Ich finde das immer eine klasse Idee, da so die Leserinnen mitwachsen können.

Fazit:
Ein schönes Kinderbuch, das in einem Internat spielt und vor allem durch die schöne Umgebung und die tolle glaubwürdige Protagonistin punkten kann.