Montag, 24. Januar 2011

Rezension "Der erste Tod der Cass McBride"

Titel: Der erste Tod der Cass McBride
Autor: Gail Giles
Verlag: Thieneman
Seitenzahl: 232
ISBN: 978-3522201261
Einbindungsart: Gebunden
Preis: 13,90 €


Ein unscheinbarer Junge, die Homecomingqueen und eine Schuld, die nicht mehr gutzumachen ist.

Zum Inhalt:
"Der erste Tod der Cass McBride" erzählt die Geschichte von Cass, David und Kyle. Cass ist das beliebteste Mädchen der Schule, hübsch, intelligent und immer mit den süßesten Jungs zusammen. Sie versteht es gut sich an die Spitze der Hierarchie zu setzen und wird deswegen als erste 11-Klässlerin zur Homecomingqueen gewählt. David ein eher unscheinbarer und unbeliebter Junge, macht den Fehler Cass zu fragen, ob sie mit ihm ausgehen möchte. Cass lässt ihn relativ freundlich abblitzen, schreibt jedoch eine Nachricht an ihre Freundin, in der sie ziemlich fies über David herzieht. Diese Nachricht lässt sie dummerweise unter ihrem Stuhl liegen und David findet sie. Das hat tragische Folgen, denn am nächsten Tag ist David tot. Noch am selben Abend wacht Cass in einer Kiste unter der Erde auf, sie ist nur mit einem Walkie-Talkie mit ihrem Entführer verbunden. Bei dem Entführer handelt es sich um David's Bruder Kyle. Dieser will Rache für den Tod seines Bruders. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, in dem Cass Kyle davon überzeugen muss sie gehen zu lassen...

Meine Meinung:
So richtig konnte mich das Buch nicht überzeugen. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen und es war streckenweise auch ganz interessant, doch so richtige Spannung ist bei mir nie aufgekommen. Ich finde die Bezeichnung "Psychothriller" überhaupt nicht passend. Wäre es ein Buch für 10-12-Jährige, dann vielleicht schon. Der Verlag gibt jedoch als Altersangabe 15-17 vor und ich glaube nicht, dass man damit einen Jugendlichen besonders fesseln kann.

Die Story wechselt immer wieder die Perspektive, was zwar hilfreich für die Geschichte ist, mir aber manchmal zu schnell ging und dadurch verwirrend wurde. Zum einen wird aus der Sicht von Cass erzählt. Hier werden die Gefühle, die Cass in der engen, dunklen Kiste hat sehr gut beschrieben und man kann richtig nachempfinden, wie beklemmend das sein muss. Desweiteren wird aus der Sicht von Kyle erzählt, der bei der Polizei sitzt und praktisch im Nachhinein darüber erzählt, was er mit Cass gemacht hat. Er erklärt seine Beweggründe, die ihn zu der Tat gebracht haben. Man lernt Kyle dadurch auch ein bisschen besser kennen, man versteht, was für ein Mensch er ist und warum es zu der Tat kommen konnte. Da Kyle viel von seinem toten Bruder David erzählt, fängt man an zu verstehen, was für ein schreckliches Leben die beiden Brüder gehabt haben müssen.  Auch aus der Sicht des ermittelnden Beamten wird erzählt. Dadurch erfährt man Hintergründe zu der Tat, man erfährt etwas über die Gefühle von Cass' Vater und bekommt mit, wie die Polizisten ermitteln.  Die Story wird durch die verschiedenen Perspektiven zwar schön beleuchtet, allerdings finde ich nicht dass dadurch besondere Spannung aufkommt.

Das Buch ist gut geschrieben und sehr leicht zu lesen, ich konnte mir jedoch schon relativ schnell ganz gut vorstellen wie das Buch ausgeht, es war einfach zu vorhersehbar. Trotz allem war das Ende passend und realitätsnah. Vielleicht bin ich auch einfach enttäuscht, weil ich mit einer anderen Erwartung an das Buch rangegangen bin, ich habe einfach etwas viel Spannenderes und Packenderes erwartet.

Fazit:
Wenn man die Altersangabe ein bisschen runtersetzt ein spannendes und kurzweiliges Buch, so jedoch leider ein bisschen langweilig und zu vorhersehbar.


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