Freitag, 19. Januar 2018

Rezension "Zwischen Schnee und Ebenholz"

Titel: Zwischen Schnee und Ebenholz
Autor: Ann-Kathrin Wolf
Seitenzahl: 312
ISBN: 978-3-646-60086-5
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Band 1/3

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Alex ist ein ganz normales Mädchen. Sie hat nicht besonders viele Freunde, sieht - wenn es nach ihr geht - eher durchschnittlich aus, ist bei den Jungs nicht sonderlich beliebt und nicht besonders gut in der Schule. Bis auf ihre Freundin Lilly hat sie nicht viele, mit denen sie reden kann und so ist sie auch niemand der gerne zur Schule geht. Dies ändert sich allerdings schlagartig, als sie einen attraktiven Refrendar bekommt, der William Grimm heißt. Als Alex erfährt, dass er nicht nur ihr Lehrer ist, sondern ihr näher steht, als sie dachte und ihr außerdem offenbart wird, dass die Welt der Märchen existiert, ist nichts mehr so wie es einmal war. Und obwohl Alex die Wahrheit kennt, wird sie unvorsichtig und gerät in Lebensgefahr.

Meine Meinung:
"Zwischen Schnee und Ebenholz" ist der erste Band der dreiteiligen Märchenherz-Reihe. Ich muss zugeben, dass die Reihe es, nachdem ich gerade erst die Luna-Chroniken verschlungen habe, etwas schwer hatte. Zu ähnlich sind sie sich von der Thematik und leider reicht die Märchenherz-Reihe bei weitem nicht an die Luna-Chroniken heran. Nette Unterhaltung ist es aber auf jeden Fall.

Zunächst einmal beginnt alles recht harmlos und etwas schleppend. Die Geschichte nimmt aber schnell an Fahrt auf, als Alex von ihrem Erbe erfährt und mitbekommt, was wirklich hinter den Märchen steckt.
 
Die Protagonisten fand ich alle zwar gut beschrieben, doch sympathisch waren sie mir nicht unbedingt. Zumindest auf den ersten Blick. Wer mir gleich sehr sympathisch war, war Alex beste Freundin, die quirlige Lilly. Alex selbst bleibt etwas blass und ist halt das unscheinbare Mädchen von neben an. Ständig bricht sie hysterisch in Tränen aus oder übergibt sich, was ich etwas nervig fand. Auch der neue Lehrer William Grimm, war mir am Anfang überhaupt nicht sympathisch. Er strahlte eine Arroganz aus, die mir nicht wirklich gefiel. Zudem ist er der absolute Schönling, dem natürlich gleich alle Mädchen verfallen - nun ja.

Die Beziehung von Alex und William verändert sich im Verlauf der Geschichte. Sind sie sich zunächst fremd und gehen kühl miteinander um, so entwickelt sich schnell eine gewisse Nähe und die beiden kommen sich schnell sehr nahe. Für meinen Geschmack ging das etwas zu schnell und war deswegen auch nicht ganz logisch. Erst können sie sich überhaupt nicht leiden und dann ist es quasi die große Liebe? Auf der einen Seite hasst Alex William noch, auf der nächsten ist sie mehr oder weniger unsterblich in ihn verliebt. War mir ein bisschen zu viel des guten und keine wirklich realistische Entwicklung.

Trotz dieser Kritikpunkte habe ich das Buch aber recht gerne gelesen. Die Märchenthematik gefiel mir auch hier, war sie doch so ganz anders verpackt, als bei den Luna-Chroniken. Zudem hat die Autorin einen angenehmen Schreibstil, der sich gut lesen lässt und das Buch zu einer sehr kurzweiligen Lektüre macht.

Gegen Ende wird das Buch zudem richtig spannend. Alex trifft auf den Sammler, der in diesem Band das absolut Böse verkörpert und erfährt Dinge über sich, mit denen weder sie noch der Leser gerechnet hat. Ich war stellenweise tatsächlich sehr überrascht und fand die Ideen der Autorin klasse und spannend.

Das Buch endet zwar offen, jedoch nicht mit einem fiesen Cliffhanger. Die Szene ist zunächst einmal bereinigt, auch wenn man als Leser natürlich wissen möchte wie es mit Alex und Will weitergeht und was es nun wirklich bedeutet, dass Alex die Nachfahrin von Schneewittchen ist.

Fazit:
Ein kurzweiliges Buch, welches mich zwar nicht vom Hocker gehauen hat, jedoch gut zu lesen war und mir auf jeden Fall Lust auf Band 2 gemacht hat.

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