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Donnerstag, 19. September 2019

Rezension "Scarlett - Ein Klacks Sahne und eine handvoll Konfetti"

Titel: Scarlett - Ein Klacks Sahne und eine handvoll Konfetti
Autor: Laurel Remington 
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 256
ISBN:  978-3-551-52115-6
Einbindungsart: Broschiert / ebook
Preis: 15,00 € / 10,99 €
Alter: ab 10 Jahren
Band: 2


(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Scarlett und ihre Freunde vom geheimen Kochclub sind zurück. Und das bunter denn je. Scarletts Mutter möchte nämlich heiraten und Scarlett möchte gemeinsam mit ihren Freunden das Menü dafür entwerfen. Als ihre Mutter jedoch auf die Idee kommt sich von einer Fernsehsendung bei den Vorbereitungen begleiten zu lassen, ist Scarlett alles andere als begeistert, mag sie es doch so gar nicht im Rampenlicht zu stehen. Und als wäre das noch nicht genug Stress, ist da ja auch noch die Sache mit Nick. Das Kribbeln, das hektische Magenflattern, wenn er sie anschaut und die Ungewissheit ob sie nun seine Freundin ist oder nicht.


Meine Meinung:
Heute habe ich ein absolutes Herzensbuch für euch. Oder besser gesagt den zweiten Teil einer absoluten Herzensreihe. Ihr liebt Backen? Ihr liebt lesen? Perfekt, hier habe ich das perfekte Buch für euch. Ihr könnt nicht backen? Egal, ich habe hier trotzdem das perfekte Buch für euch.

Was habe ich mich darauf gefreut, endlich wieder zu Scarlett und ihren Freundinnen zurück zu kehren, denn Band eins der Reihe war im letzten Jahr eines meiner absoluten Highlights. Die Autorin versteht es unheimlich gut eine Wohlfühlatmosphäre zu erschaffen, wie sie mir selten in einem Buch begegnet ist. Die Beschreibungen der Backrezepte treiben einem schon beim Lesen die Kalorien auf die Hüften und trotzdem kann dieses Buch nicht mehr und auch nicht weniger, als einen glücklich zu machen.

Und so hoffte ich auch bei Band zwei auf diesen Effekt und bekam ihn zum Glück auch. Schon nach den ersten Seiten bekam ich Hunger auf Schokolade. Der Verlag sollte definitiv eine Kalorienwarnung auf das Buch drucken, denn ohne Süßkram übersteht man das Lesen auf gar keinen Fall. Scarlett beschreibt so anschaulich was sie gemeinsam mit ihren Freundinnen backt, dass mir gefühlt auf jeder Seite das Wasser im Mund zusammen gelaufen ist. Das Buch strahlt dadurch eine fast magische Atmosphäre aus und ich wünschte so einen geheimen Kochclub gäbe es hier und in echt. Ich wäre sofort Mitglied und hätte ich nicht schon davor gerne gebacken, so würde ich das spätestens nach dem Lesen dieses Buches.

Das Wiedersehen mit den liebeswerten Charakteren war unheimlich schön. Gerade Scarlett und ihre beste Freundin mag ich so gerne. Dagegen macht sich Scarletts Mutter auch in diesem Band hin und wieder so unbeliebt, dass ich sie am liebsten geschüttelt hätte. Ihr Verhalten Scarlett und ihrem Verlobten gegenüber geht wieder einmal gar nicht, doch zum Glück ändert sich auch das wieder gegen Ende des Buches.

Das Ende des Buches ist schon etwas kitschig aber irgendwie auch soooo schön. Alle sind glücklich, es gibt haufenweise gutes Essen und eine Klärung aller offenen Fragen. Was kann es schöneres geben? Ich bin auch hiermit sehr zufrieden und habe das Buch mit einem Lächeln im Gesicht zugeklappt. Die kleine Köchin wird für immer einen Platz in meinem Bücherregal haben. Ich liebe dieses Buchreihe unheimlich und würde mir sehr wünschen, dass es noch einen weiteren Teil geben wird. 

Fazit:
Wohlfühlbuch, Wohlfühlbuch, Wohlfühlbuch. Viel mehr kann ich dazu gar nicht sagen, als dass ihr dieses Buch unbedingt lesen müsst. Fangt am besten mit Band eins an und macht nahtlos mit Band zwei weiter. Achja und haltet immer genug Schokolade oder Kuchen bereit, denn ohne kann man das Buch fast nicht lesen xD

Mittwoch, 18. September 2019

Rezension "Das Hotel der Magier"

Titel: Das Hotel der Magier
Autor: Nicki Thornton
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 288
ISBN:  978-3-551-52116-3
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 15,00 € / 10,99 €
Alter: ab 10 Jahren


(c) ChickenHouse
Zum Inhalt:
Seth arbeitet in einem Hotel als Mädchen für alles. Hauptsächlich ist er aber in der Küche tätig. Dort wird er zum Abwaschen und allerlei niederen Tätigkeiten eingeteilt. Eigentlich würde Seth so gerne kochen. Die Gelegenheit dazu ergibt sich schneller als er denkt, als das Hotel Besuch von einer Gruppe Menschen bekommt. Seth darf den Nachtisch machen, doch was zunächst als tolles Erlebnis beginnt, endet in einer Tragödie. Einer der Gäste stirbt und Seth ist der Hauptverdächtige. Damit nicht genug, geschehen merkwürdige Dinge im Hotel und Magie liegt in der Luft. Ob der echte Täter gefasst wird? 

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich vor allem aufgrund seines Covers angesprochen. Es glitztert und leuchtet im Dunkeln und ich bin ja immer für solche Spielereien zu haben. Auf die Geschichte selbst war ich sehr gespannt, konnte ich mir doch zunächst nicht so viel darunter vorstellen.

Ich muss zugeben, dass mir der Einstieg in die Geschichte schwer fiel. Die Namen der ganzen Gäste sind ziemlich kompliziert und verwirrend und so konnte ich sie kaum auseinander halten. Zudem störte das ganze meinen Lesefluss, da ich immer wieder darüber stolperte. Das wurde mit der Zeit etwas besser, hielt sich aber trotzdem bis zum Ende.

Die Personen sind alle sehr schrullig und merkwürdig. Hier hat die Autorin sehr kreativ authentische Persönlichkeiten geschaffen und auch wenn ich mit den Namen so meine Probleme hatte, so sind sie von ihren Eigenschaften her doch unverwechselbar. Seth gefiel mir richtig gut, zudem hatte ich großes Mitleid mit ihm, da er scheinbar nur der Küchenjunge war, auf den keiner Acht gibt und Wert legt. Er schafft es nur selten sich durchzusetzen und so ist es auch keine Überraschung dass er bei dem Mord unter Verdacht gerät. Es gab auch einige Personen denen ich deutliche Antipathie entgegen gebracht habe. Die Autorin schafft hier regelrechte Hassobjekte, so unsympathisch hat sie einige Charaktere gezeichnet. Das ist aber vermutlich komplett so gewollt und passt auch zur Geschichte.

Ich finde dass man lange Zeit nicht fiel von der Magie merkte, das nahm erst mit der Zeit zu. Trotzdem konnte mich das Buch nicht so richtig packen. Es war schon gut zu lesen aber mir fehlte irgendwie das gewisse Etwas. Ich war nicht so sehr gefesselt an das Buch, wie ich es normalerweise bei guten Büchern bin und schweifte öfters mit meinen Gedanken ab. Mir war manches auch zu verwirrend und wurde nur angerissen, als dass ich mir einen Reim darauf hätte machen können. Allerdings muss man sagen, dass wohl ein zweiter Teil erscheinen wird, in dem die offenen Fragen hoffentlich geklärt werden.

Zum Ende hin gibt es einen Showdown und auch die Auflösung, wer der Mörder ist. Mit dieser Person hatte ich tatsächlich nicht gerechnet. Der Showdown war zwar recht spannend, aber auch etwas durcheinander und kurz, sodass auch dieser mich nicht so richtig kriegen konnte. Wie schon erwähnt, bleiben einige Fragen offen. Ich weiß aber noch nicht, ob ich den zweiten Band dann tatsächlich lesen werde. 

Fazit:
Eine ganz nette Geschichte, die mich nicht komplett überzeugen konnte. Mir waren die Namen und teilweise auch die Handlung zu verwirrend und nicht spannend genug. Das gewisse Etwas fehlte und so wurde ich nicht komplett in die Geschichte hinein gezogen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es Kindern der angegebenen Zielgruppe da anders geht und diese das Buch durchaus sehr spannend finden.


Sonntag, 28. Juli 2019

Rezension "Auf einer Skala von 1 bis 10"

Titel: Ceylan Scott
Autor: Auf einer Scala von 1 bis 10
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 256
ISBN: 978-3-551-52111-8
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 15,00 € / 10,99 €
Alter: ab 14

(c) ChickenHouse
Zum Inhalt:
Tamar und Iris waren Freundinnen. Nun ist die eine tot und die andere gibt sich die Schuld daran. Seit dem schrecklichen Unglück, bei dem Iris ums Leben kam, geht es für Tamar seelisch nur noch bergab. Und so bleibt irgendwann kein anderer Ausweg mehr, als die Einweisung in eine psychiatrische Klinik - zu ihrem eigenen Schutz. Hier soll Tamar geholfen werde und sie soll auch über das sprechen, was mit Iris geschah. Doch Tamar kann nicht, denn dann würden alle wissen, dass sie eine Mörderin ist.

Meine Meinung:
Als allererstes möchte ich eine Triggerwarnung aussprechen. Und zwar genau die, die der Verlag selbst auf das Buch gedruckt hat. Denn das Buch enthält sehr explizite Szenen von Selbstverletzung und suizidalem Verhalten. Das alles ist ein riesen Thema und Personen die damit vielleicht selbst Schwierigkeiten haben oder empfindlich sind, was diese Themen angeht, sollten dieses Buch vielleicht nicht lesen.

Ich selbst kenne mich zwar mit psychischen Problemen nicht so aus, wie die Protagonistin in dem Buch, doch auch ich hatte schon die ein oder andere dunkle Phase in meinem Leben. Nach dem Lesen dieses Buches, weiß ich, dass das gar nichts war. Dass es Menschen gibt, denen es wirklich richtig schlecht geht. Es ist schon hart, wenn man schwarz auf weiß serviert bekommt, wie übel einem das Leben mitspielen kann und was es mit einer Psyche machen kann. Ich denke jeder ist mal in der Situation, dass er nicht mehr kann, dass er am Boden zerstört ist. Doch ich glaube, wir alle wissen gar nicht, was echter seelischer Schmerz ist (ausgenommen die, die schon ähnliches wie die Protagonistin in diesem Buch erlebt haben).

"Jemandem, der nicht im Dunkeln untergegangen ist, kann ich nicht beschreiben, wie es sich anfühlt zu leben." (S. 219)

Was das ganze noch viel greifbarer und erschreckender macht, ist die Tatsache, dass die Autorin selbst in einer psychiatrischen Klinik war. Dass sie viele Dinge davon vermutlich selbst erlebt hat, denn sie fing an das Buch zu schreiben, als sie in der Klinik war. Da geht das schon echt unter die Haut, was man in diesem Buch zu lesen bekommt und man sollte es daher tatsächlich nur lesen, wenn die eigene Seele stark genung ist, das auszuhalten.

Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen, auch wenn ihm lange die Hoffnung fehlt. Lange Zeit, ist die Geschichte ziemlich düster und jegliche Verbesserung oder Hoffnung auf Besserung scheint vergeblich. Doch in kleinen Schritten schafft es die Protagonistin aus ihrer Lethargie und beginnt leben zu wollen. Die Autorin hat mit Tamar eine einzigartige und beeindrucken Person geschaffen und ich hoffe nur, dass sie selbst ähnlich stark, wie ihre eigene Protagonistin ist.

"Ich bin stolz, weil ich mein Monster umgebracht und die Beweise dafür vernichtet habe. Weil ich der Dunkelheit, die mich töten wollte, ein Ende bereitet habe." (S. 219/220)

Das Ende trägt dann sehr viel Hoffnung in sich. Hoffnung für eine besser Zukunft für Tamar und somit auch Hoffnung für jeden, der vielleicht selbst mit psychischen Problemen zu kämpfen hat. Hoffnung auf Hilfe und so versteckt euch nicht, lasst euch helfen, denn ihr habt jedes Recht darauf zu leben. 

Am Ende des Buches gibt es noch eine Seite mit Hilfsangeboten. Diese enthält verschiedene Internetadressen und Telefonnummern, an die sich Betroffene wenden können. Bei einem Buch mit so einem Thema und so einem Hintergrund ist das für mich ein absolutes Muss.

Fazit:
Ein Buch, welches unter die Haut geht, nachdenklich macht und berührt. Es schockiert gleichermaßen, wie es am Ende Hoffnung schenkt, dass man auch aus dem tiefsten Sumpf wieder hinaus kommen kann.


Samstag, 30. Juni 2018

Rezension "Witchborn"

Titel: Witchborn - Königin der Düsternis
Autor: Nicholas Bowling
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-52105-7
Seitenzahl: 384
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 18,99 €
Alter: ab 14

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Alyce ist 14 als ihre Mutter stirbt. Da sie als Hexe verbrannt wird, ist Alyce das nächste Ziel der Hexenjäger und muss somit aus ihrem Heimatdorf fliehen. Was sie dann jedoch erwartet, damit hätte sie niemals gerechnet. Auf der Flucht vor den Hexenjägern gerät sie in einen Machtstreit zwischen Maria Stuart und Königin Elisabeth, sie erfährt mehr über ihre magische Gabe und ihre eigene Vergangenheit. Dabei immer an ihrer Seite der Junge Solomon und ein geheimnisvoller Vogel. Als die Grenzen zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten verschwimmen geht es plötzlich um viel mehr als nur ihre eigene Haut zu retten. 

Meine Meinung:
Das Cover ist recht schlicht gehalten und ich denke, dass ich im Buchladen vermutlich eher nicht danach gegriffen hätte. Als ich es jedoch bei einer Leserunde entdeckte, wurde ihc neugierig und glücklicherweise gewann ich das Buch sogar, sodass ich mich schnell auf Alyce' Spuren ins Mittelalter begeben konnte.

Das Buch ist eine Mischung aus Fantasy und Mittelalterroman, wobei ich deutlich mehr magische Elemente erwartet hätte. Die Hexenkunst von Alyce tritt nur sehr selten zu Tage, viel mehr liest sie Bücher über Magie und versucht zu verstehen, was mit ihr passiert. Und wenn es dann magisch angehauchte Szenen gibt, so fand ich diese eher etwas nervig und nicht wirklich spannend. Ständig ist von irgendwelchen Toten Schatten die Rede, etwas greifbares gibt es jedoch selten. 

Und auch sonst muss ich sagen, dass ich das Buch eher mittelmäßig fand. Zwar hat es durchaus seine spannenden Stellen, jedoch sind diese rar gesät und die Geschichte leider eher von vielen Längen bestimmt, denen oft sogar die Logik fehlte. Es störte mich, dass viele Sachen nur angedeutet aber lange oder überhaupt nicht aufgelöst werden. 

Die Charaktere finde ich ganz gut gemacht, da sie alle recht stark sind. In dem großen Ganzen bleibt kein Charakter blass, alle stechen auf ihre Art hervor, sei es jetzt negativ oder positiv. Doch wirklich gemocht habe ich keinen von ihnen. Vor allem Alyce fand ich ziemlich anstrengend. Sie macht so oft dumme Dinge, bei denen schon im Vorhinein klar ist, dass das nicht gut gehen kann. Als Leser riecht man förmlich die Falle und möchte Alyce einfach nur von ihrem nächsten Fehler abhalten. Doch zielgerichtet, macht sie einen nach dem anderen, was für mich irgendwann wirklich anstrengend und unglaubwürdig wurde. 

Die Geschichte beschreibt keinen großen Spannungsbogen und plätschert eigentlich mehr oder weniger so vor sich hin. Überraschungen gab es selten und auch das Ende konnte nicht wirklich überzeugen oder mich den Atem anhalten lassen. Ich fand es ok, mehr aber auch nicht. Ich fürchte, die Geschichte wird mir nicht lange in Erinnerung bleiben, einzig vielleicht die Frage, ob es sich um einen Einteiler handelt. Denn das Ende bleibt irgendwie merkwürdig offen und scheint anzudeuten, dass es noch weitergehen könnte.

Fazit:
Eine Geschichte, die leider pures Mittelmaß, mehr aber auch nicht, ist. Alles war okay, aber nicht herausragend. Es fehlt der Spannungsbogen und die Überraschungen fast komplett und auch die Charaktere mochte ich nicht wirklich, wenn sie auch gut durchdacht waren. 

Donnerstag, 31. Mai 2018

Rezension "Die Auserwählten - Im Labyrinth"

Titel: Die Auserwählten - Im Labyrinth
Autor: James Dashner
Verlag: ChickenHouse
ISBN:  978-3-551-52019-7
Seitenzahl: 496
Einbindungsart: Hardcover / Taschenbuch / ebook
Preis: 16,99 € / 9,99 € / 9,99 €
Alter: ab 13
Band: 1 / 5

(c) Carlsen / Chickenhouse
Zum Inhalt:
Thomas wacht in einem mysteriösen Aufzug, auf einer mysteriösen Lichtung auf, ohne jegliche Erinnerung an sein vorheriges Leben. Schnell gewöhnt er sich dort ein und findet heraus, dass er - gemeinsam mit vielen anderen Jungen - auf dieser Lichtung eingesperrt ist. Denn die Lichtung ist umgeben von einem gigantischen Labyrinth, in dem gefährliche Wesen hausen. Doch trotzdem verfolgen alle das Ziel, von dieser Lichtung zu entkommen. Doch ihre Bemühungen scheinen umsonst zu sein und plötzlich scheint das Ende kurz bevor zu stehen.

Meine Meinung:
Lange habe ich überlegt, ob ich dieses Buch lesen soll, denn da ich bereits den Film gesehen habe, fürchtete ich, dass ich mich ziemlich langweilen würde. Der Film war grandios und so wagte ich es dann doch auch die Buchvorlage zu lesen.

Zu Beginn bewahrheiteten sich meine Befürchtungen zunächst. Das Buch glich eins zu eins dem Film und da ich diesen noch sehr gut vor Augen hatte, gab es für mich erstmal nicht viel neues zu entdecken. Ich muss sagen, dass mir auch der Schreibstil nicht so gut gefiel. Der Umgangston der Lichter - so nennen sich die Bewohner der Lichtung - ist ziemlich derb, was ich so vom Film nicht in Erinnerung habe. Zudem sind mir einige Lichter ziemlich unsympathisch, die ich im Film eigentlich mochte.

Mit der Zeit gewöhnte ich mich jedoch an den Schreibstil und kam recht gut mit ihm klar. Zudem fing die Handlung dann nach und nach an richtig spannend zu werden, obwohl ich sie ja eigentlich aus dem Film kannte. Denn plötzlich passt die Buchvorlage so gar nicht mehr zu dem Film und so ging ich mit einer anderen Sichtweise an diese Geschichte ran. Ich fand es spannend zu entdecken, an welchen Stellen sich das Buch und der Film sich unterschieden und an welchen sie gleich sind.

Zudem war ich irgenwann extrem gespannt darauf zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht und wie die Lichter im Buch aus dem Labyrinth entkommen. Denn dies unterscheidet sich gravierend vom Film.

Die Charaktere finde ich im Film deutlich besser dargestellt. Im Film liebe ich Thomas, Newt und Minho. Im Buch sind alle drei nicht die charakterstarken Jungs, die ich aus dem Film kenne. Natürlich muss man bedenken, dass das Buch zuerst da war, doch hier gefällt mir tatsächlich die Darstellung im Film besser.

Ich überlege nun, wie mir das Buch wohl gefallen hätte, wenn ich den Film nicht gekannt hätte. Und hier kann ich sagen, dass man sich auf eine richtig spannende Geschichte mit kreativen und neuen Ideen freuen darf. Zu keinem Zeitpunkt, weiß man so richtig, worauf die Geschichte hinausläuft und so wird man immer wieder überrascht. Die Beschreibungen der Lichtung und der Charaktere ist stark und richtig gut gemacht. James Dashner schafft mit seiner bildhaften Sprache eine Szenerie, die ihresgleichen sucht.

Müsste ich wählen, so würde ich mich letztendlich für den Film entscheiden, da mir dieser von den Charakteren und dem Spannungsgrad etwas besser gefallen hat. Doch betrachtet man das Buch allein, so lohnt es sich in jedem Fall zu dieser Buchreihe zu greifen und auch der zweite Band wird sicherlich demnächst von mir gelesen werden.

Fazit:
Da ich den Film bereits kenne, barg das Buch vor allem zu Anfang wenig aufregendes und neues, doch ab der Mitte ungefährt ändert sich das und die Geschichte unterscheidet sich ziemlich von dem Film. Wer den Film nicht kennt wird hier voll auf seine Kosten und eine extrem spannende und durchdachte Geschichte serviert bekommen.

Freitag, 16. März 2018

Rezension "Herbstattacke"

Titel: Herbstattacke
Autor: Nataly Savina
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 144
ISBN: 978-3-646-92301-8
Einbindungsart: Broschiert/ebook
Preis: 9,95 €/6,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Leo ist neu in der Stadt. Viel zu früh macht er Bekanntschaft mit einer ganz üblen Gang, zu der auch Malik gehört. Doch nicht nur Malik und seine Gang haben seine Aufmerksamkeit erregt, nein auch das Mädchen Farsaneh geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Als er allerdings erfährt, dass sie Maliks Schwester ist, ist die Katastrophe perfekt. Wie soll er sich ihr jemals gefahrlos nähern können, wenn sie so einen gefährlichen Bruder hat. Doch um ihr nahe zu sein, tut er fast alles, er lässt sich sogar mit Maliks Gang ein.

Meine Meinung:
Hier habe ich mal wieder ein Buch vor mir, welches ich  extrem schwer zum Rezensieren finde. Ich weiß gar nicht so genau, was ich dazu schreiben soll, außer dass es mir vermutlich nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.

Aufmerksam auf das Buch bin ich durch das Cover und den Titel geworden. Die Schlichtheit des Covers zog sofort meinen Blick auf sich und faszinierte mich. Mit wenigen Mitteln wurde hier einiges erreicht. Auch der Titel und der Klappentext sagten mir zu und so ließ ich mich auf diese doch recht kurze Geschichte ein.

Allerdings muss ich leider sagen, dass ich vom Inhalt dann doch recht enttäuscht war. Der Schreibstil gefiel mir so gar nicht. Ich kam überhapt nicht mit ihm klar, fand ihn holprig und schlecht zu lesen. Und auch die Geschichte selbst konnte mich so gar nicht überzeugen. Sie war weder besonders originell noch besonders spannend.

Auch die Protagonisten schafften es nicht mein Herz zu erreichen. Farsaneh ist das typische muslimische Mädchen, welches von allen männlichen Wesen in ihrer Umgebung unterdrückt wird (nicht, dass das bei allen muslimischen Mädchen der Fall ist, aber hier wird gefühlt jegliches Klischee bedient) und keinerlei Rechte hat. Sie muss ihren kleinen Bruder großziehen und hat Angst vor ihrem großen Bruder und ihrem Vater. Zwar löst sie sich immer wieder von ihnen, doch taucht sie einfach viel zu selten in der Geschichte auf, um sie gut genug kennen zu lernen um eine Beziehung zu ihr aufzubauen. Zwar werden immer wieder Teile aus ihrer Sicht erzählt, doch wirklich näher haben die mich ihr nicht gebracht.

Und auch die anderen Protagonisten wissen nicht wirklich zu überzeugen. Malik erfüllt jedes Klischee eines Schlägers und ist in keinster Weise sympathisch und auch Leo ist nicht wirklich überzeugend. Er verliebt sich in Farsaneh, doch schnell wird klar, dass diese Liebe keine Zukunft hat. Zudem bleib Leo ebenfalls recht blass.

Leider konnte mich die Geschichte zu keinem Zeitpunkt fesseln. Eigentlich hatte ich mir eine schöne Liebesgeschichte erhofft, die das ein oder andere Problem zu bewältigen hat. Doch bekommen habe ich eine recht belanglose Geschichte, die mich leider nicht berühren konnte.

Fazit:
Eine Geschichte, die ich wohl leider recht schnell vergessen werde, denn sie konnte mich nicht überzeugen. Langweilig und recht belanglos, mit relativ blassen Protagonisten kann ich das Buch leider nicht wirklich weiterempfehlen.