Posts mit dem Label Homosexualität werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Homosexualität werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Rezension "No Return - Gefährlicher Ruhm"

Titel: No Return - Gefährlicher Ruhm
Autor: Jennifer Wolf
Verlag: Carlsen  
Seitenzahl: 256
ISBN:  978-3-646-60464-1
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 € 
Alter: ab 14
Band: 4 / 4

(c) Impress
Zum Inhalt:
Fabian und Shane dürfen sich endlich öffentlich zueinander bekennen. Keiner schreibt ihnen mehr vor, dass sie nicht schwul sein dürfen. Doch was nach einem unbeschwerten Leben klingt, wird ganz schnell wieder zur Bewährungsprobe für die Beziehung der beiden. Fabian wird der Öffentlichkeit gnadenlos ausgesetzt und ein Foto aus seiner Vergangenheit in alle Einzelteile zerlegt und bewertet. Daran zerbricht Fabian fast und die beiden beschließen der Öffentlichkeit den Rücken zu kehren. Doch geht das auf Dauer gut? Und was wird aus "Wrong Turn" ?

Meine Meinung:
Dies ist nun der abschließende vierte Band rund um die Band "Wrong Turn" und erneut stehen Fabian und Shane im Mittelpunkt, während die anderen Bandmitglieder nur Nebenrollen spielen. Ich bin ja immer noch dafür, dass die Bandmitglieder, die bisher nicht so die Aufmerksamkeit bekamen auch noch ein eigenes Buch bekommen, aber wer weiß, was da noch in Zukunft kommen wird.

Nun erstmal zu diesem Band. Bei seinem Vorgänger hatter ich ja bereits erwähnt, dass mich dieser nicht so fesseln konnte wie die ersten beiden Teile rund um Drew und Tony. Und auch in diesem vierten Teil setzt sich das etwas fort, wenn mir dieser auch besser als Band drei gefallen hat.

Die Autorin lässt Shane und Fabian aus der Welt der Band und der Tour ausbrechen und als Leser begleitet man die beiden fernab des Ruhms in die Wildnis zu einer einsamen Hütte, in der die beiden einfach nur sie selbst sein und ihre Liebe genießen können. Doch wie jedem klar sein dürfte, ist das nicht von langer Dauer und so werden sie schnell wieder in den hektischen und schwierigen Alltag zurück geworfen.

Fabian bleibt auch, wie schon im dritten Teil, recht weinerlich und anstrengend. Ich finde es schade, dass er schon so etwas klischeemäßig schwul dargestellt wird. Nicht, dass Männer nicht auch mal weinen dürfen, aber es nervt halt einfach wenn ein Protagonist bei jeder sich bietenden Gelegenheit in Tränen ausbricht, weil die Welt ja so so gemein ist.

Allerdings ist die Handlung der Geschichte deutlich spannender und abwechslungsreicher als die des Vorgängers. Es passieren viele Dinge, seien es dramatische oder auch äußerst romantische. All dies habe ich gerne gelesen und die Autorin entfaltet hier ihr ganzes Können. Sie zeigt nochmal eine ganz andere Seite von "Wrong Turn" und auch die anderen Bandmitglieder bekommen wieder ihre Gastauftritte.

Schön fand ich auch das Ende, welches mich richtig zufrieden zurück gelassen hat. Die Autorin schaffte es, dass die Protagonisten alle mit ganzem Herzen aus der Geschichte hervorgehen und man als Leser, das Buch zufrieden zur Seite legt und denkt "ja, ich hab mein Happy End, genau so muss es sein.". Toll gemacht und ich hoffe weiter darauf, dass es vielleicht doch irgendwann auch Geschichten rund um die restlichen Bandmitglieder geben wird.

Fazit:
Ein toller vierter Band, der mir wieder besser gefallen hat als der dritte. Zwar finde ich Fabian nach wie vor etwas anstrengend, doch die Handlung ist wunderbar abwechslungsreich und romantisch. Zudem schafft die Autorin ein Ende, welches für alle Protagonisten zufriedenstellend ist und die Geschichte richtig schön rund macht.

Samstag, 5. Mai 2018

Rezension "Eine Woche für die Ewigkeit"

Titel: Eine Woche für die Ewigkeit
Autor: Nina LaCour / David Levithan
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-58362-8
Seitenzahl: 288
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Es ist Zeit für die Pride Week. Kate und Mark nehmen daran teil. Kate und Mark, die sich aus der Schule kennen und beide Liebeskummer haben. Er wegen seinem besten Freund, in den er schon seit einer Weile rettungslos verliebt ist. Sie wegen einem Mädchen, welches sie noch nie gesehen hat, außer auf einem Foto. Auf der Pride Week treffen Markund Kate aufeinander und mögen sich auf Anhieb. Gegenseitig versuchen sie sich zu unterstützen und bei ihren Problemen zu helfen und merken plötzlich, wie wichtig Freundschaft ist.

Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch von David Levithan. Ich habe schon so viel Gutes von ihm gehört, dass ich endlich auch mal eine Geschichte von ihm lesen wollte. Leider konnte er mich nicht ganz so überzeugen, wie er das schon bei anderen geschafft hat.

Vor dem Lesen war mir nicht bewusst, dass seine Bücher immer (?) oder jedenfalls sehr häufig von Homosexuellen erzählen. Nicht, dass ich etwas gegen Homosexuelle habe, doch muss ich zugeben, dass ich mich in diese Welt rund um den Pride Day erst reinfinden musste. Da ich selbst davon vorher noch nie gehört habe und mich auch nicht in dieser Welt bewege, war das alles etwas schräg und neu für mich.

Zudem hatte ich das Gefühl, dass alles so gewollt war. Ich mag Liebesgeschichten in Büchern und natürlich ist es da völlig normal und ok, dass da auch gleichgeschlechtliche Liebesgeschichten vorkommen. Doch müssen in einem Buch wirklich alle homosexuell sein? Ist das realistisch? Ich hatte hier wirklich das Gefühl, der Autor macht das auf Teufel komm raus. Das störte mich und ich hätte es lieber gesehen, wenn es eine Clique gewesen wäre, in der es die verschiedensten Paarungen gegeben hätte.

Der Schreibstil von Levithan & LaCour ist angenehm zu lesen und macht das Buch zu einer lockeren und leichten Lektüre für Zwischendurch. Leider konnte sie mich von den Emotionen her nicht so richtig erreichen. Die Liebesgeschichten, sowohl die von Mark, als auch die von Kate berührten mich nicht wirklich. Es war mir einfach egal, ob die beiden ihre Liebe finden oder nicht. Die Freundschaft zwischen Mark und Kate gefiel mir jedoch sehr gut. Ich fand es toll wie schnell die beiden feststellten, dass sie sich mögen und anfiegen sich bei der Suche nach ihrer Liebe zu unterstützen.

Das Ende der Geschichte ist schön und rund und passt zum Verlauf der Geschichte. Ich fühlte mich alles in allem recht gut unterhalten und freute mich auch über den Abschluss der Story.

Fazit:
Ein Buch, das mich nicht komplett überzeugen konnte. Der Schreibstil der Autoren und die Freundschaft der beiden Protagonisten gefiel mir zwar gut. Doch die Liebesgeschichten und die Thematik der Homosexualität konnte mich nicht vollständig überzeugen.