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Freitag, 12. Juli 2019

Rezension "Promise me - Hanna & Finn "

Titel: Promise me - Hanna & Finn
Autor: Jana Schäfer
Seitenzahl: 320
ISBN: 978-3-95818-492-3
Einbindungsart: Buch / ebook
Preis: 13,00 € / 3,99 €
Reihe: Band 3/3 (unabhängig voneinander lesbar)

(c) Forever/Ullstein
Zum Inhalt:
Hanna und Finn sind beste Freunde. Doch schon lange merkt Hanna, dass sie mehr für Finn empfindet. Mit One Night Stands lenkt sie sich davon ab, denn eine Beziehung kann nicht funktionieren. Hanna möchte um keinen Preis ihre Freundschafts aufs Spiel setzen und nach ihrer letzten Beziehung die kläglich scheiterte und sogar vor Gericht endete, ist sie nicht mehr fähig jemandem zu vertrauen. Doch täglich wird es schwerer der Anziehung, die von Finn ausgeht, zu widerstehen und so nähern sich die beiden immer mehr an. Eine prickelnde Liebesgeschichte beginnt.

Meine Meinung:
Zur Zeit lese ich sehr gerne Romane, wie diesen. Eine Liebesgeschichte mit teilweise prickelndem Inhalt ist genau nach meinem Geschmack und passt super zum Sommer.

"Promise me" ist der dritte Teil einer Reihe, der aber problemlos unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden kann. Jeder Band behandelt ein anderes Paar, auch wenn die Protagonisten der Vorgängerbände natürliche ihre Auftritte in der Geschichte haben. Ich kannte die beiden anderen Teile nicht und kann somit auf jeden Fall bestätigen, dass man diese auch nicht zu kennen braucht, um die Geschichte zu verstehen. Ich werde die beiden anderen Bücher aber auf jeden Fall noch lesen, denn "Promise me" hat mir gut gefallen und Lust auf die weiteren Bücher der Autorin gemacht.

Der Schreibstil der Autorin ist schön locker leicht und flüssig und lässt sich super lesen. Ich kam flott in die Geschichte rein und mochte die Protagonisten gleich gerne. Wobei ich hier sagen muss, dass mir Finn deutlich lieber war, als Hanna. Hanna ist ein recht schwieriger Charakter, geprägt von Problemen, der noch ziemlich an der Vergangenheit festhält und diese einfach nicht loslassen kann. Finn ist da deutlich positiver, auch wenn er ebenfalls seine Päckchen zu tragen hat. Und so geben die beiden tatsächlich einen ganz guten Gegensatz ab.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich Hanna stellenweise etwas anstrengend fand. Ich hätte sie manchmal sooo gerne geschüttelt, da sie einfach die offensichtlich positiven Dinge in ihrem Leben nicht sieht und auch nicht sehen will. Die Geschichte fokussiert sich dann auch sehr auf sie und ihre Probleme, weswegen Finns Geschichte für meinen Geschmack etwas zu kurz kam.

Ansonsten mochte ich das Buch aber tatsächlich sehr gerne. Auch die erotischen Stellen sind von der Autorin gut in die Geschichte eingebaut und nehmen nicht überhand. Sie lassen sich toll lesen und wirken zu keinem Zeitpunkt billig, sondern eher sehr sinnlich. Die Autorin versteht es diese Szenen mit Bedacht einzusetzen und so der Geschichte den richtigen Touch zu geben. Die Liebesgeschichte bekommt so auch eine ganz eigene Dynamik und macht die Geschichte zu einer runden Sache.

Fazit:
Eine prickelnde Liebesgeschichte mit vielen Höhen und Tiefen, einer stellenweise etwas anstrengenden Protagonistin, die aber super zu lesen ist und mich gut unterhalten hat.

Sonntag, 3. Juni 2018

Rezension "Mit anderen Augen"

Titel: Mit anderen Augen
Autor: Fabian Sixtus Körner
Verlag: Ullstein
ISBN: 9783864930607
Seitenzahl: 240
Einbindungsart: Klappenbroschur
Preis: 15,00 €



(c) Ullstein

Meine Meinung:
Fabian Sixtus Körner legt hier einen weiteren Reisebericht vor. Doch eigentlich ist das Buch viel mehr als ein Reisebericht. Viel mehr ist es eine Reise zu den wirklich wichtigen Dingen im Leben und die Geschichte seiner Tochter.

Fabian und seine Frau reisen für ihr Leben gerne. Sie sind rastlos, selten hält es sie länger an einem Ort. Trotzdem beschließen sie irgendwann eine Familie zu gründen. Doch als Nico dann schneller schwanger wird als erwartet, steht ihre Welt doch erstmal Kopf. Die Fragen und Gedanken häufen sich. Wird ihr Leben arg anders werden? Werden sie trotzdem noch weiter reisen können? Trotz dieser Unsicherheiten freuen sie sich auf die Geburt ihrer Tochter und sind gespannt auf das Abenteuer Eltern.

Dies alles ändert sich mit einem Schlag, nämlich mit der Geburt ihrer Tochter Yanti. Denn diese wird leider nicht gesund geboren. Die Ärzte stellen schnell fest, dass sie am Down-Syndrom leidet und für Fabian und Nico bricht erstmal eine Welt zusammen. Alles, was sie sich erträumt hatten scheint hinfällig zu sein. Ihr Leben praktisch zu Ende. Doch vom ersten Schock erholen sie sich schnell und lernen, dass ihre Tochter ein ganz besonderes Mädchen ist und sie in keinster Weise daran hindert zu reisen, das Leben zu genießen und glücklich zu sein.

Eigentlich lese ich sehr selten Reiseberichte, da mich diese einfach nicht interessieren. Doch hier war ich besonders auf die Geschichte von Yanti gespannt. Allerdings erzählt Fabian Körner auch viel von der Zeit vor Yanits Geburt und so kommt man gemeinsam mit ihm ganz schön rum. Und ich muss sagne, dass mir dieser Reisebericht richtig gut gefallen hat. Körner kann extrem gut schreiben und nahm mich mit auf eine unglaubliche und spannende Reise. Ich war fasziniert, was er und seine Frau alles erlebt haben und fühlte mich so, als wäre ich selbst dabei gewesen. Jeder der schon einmal Tagebuch geschrieben hat, weiß, wie schwer es sein kann, auf den Punkt zu bringen, was man erlebt hat. Nicht zu ausschweifend zu werden, sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Und Körner kann dies in einer Weise, die mich extrem beeindruckt hat. Ich habe das Buch richtig gerne gelesen und flog nur so durch die Seiten.

Als dann die Geschichte von Yanti beginnt, wurde es zudem sehr berührend.  Bisher habe ich noch keine Erzählung oder Biografie gelesen, in denen es um Kinder mit Down-Syndrom geht. Und auch im realen Leben kam ich damit nicht wirklich in Berührung. Umso eindrücklicher und faszinierender fand ich Körners Schilderungen. Schonungslos ehrlich erzählt er auch von seinen weniger schönen Gedanken, die jedoch absolut menschlich sind. Er lässt uns Leser an seinem Seelenleben teilhaben und brachte auch mich immer wieder zum Nachdenken. Denn auch das Bild der Gesellschaft wird immer wieder thematisiert.

Bunte Fotos von Fabian und seiner Familie untermalen die Geschichte und so hat man als Leser endlich auch Gesichter vor Augen. Man weiß, wen man auf seinen Reisen begleitet. Ich würde mich freuen, wenn Körner irgendwann noch eine Fortsetzung schreiben würde. Denn ich würde zu gerne wissen, wie Yanti sich weiterentwickelt und welche Reisen Fabian und seine Frau noch unternehmen werden.

Fazit:
Ein eindrücklicher und extrem gut geschriebener Reisebericht, der durch die schonungslosen Schilderungen über des Autors Tochter mit Down-Syndrom berührend und nachdrücklich zu gleich ist.