Samstag, 10. Februar 2018

Rezension "In der Liebe ein Mensch"

Titel: In der Liebe ein Mensch
Autor: Anika Lorenz
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 292
ISBN:   978-3-646-60287-6
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Band 6/6

!Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler für alle, die die ersten 5 Bände nicht kennen!

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Das Finale ist angebrochen. Nate hat zwar seinen Wolf zurück, doch irgendetwas ist anders als sonst. Er verwandelt sich wieder unkontrolliert und greift hilflose Schüler an. Emma ist ratlos und weiß nicht, wie sie Nate helfen soll. Und dann sind auch noch merkwürdige Angriffe von unheimlichen Schatten, die sich keiner erklären kann. Die Führung der Jägerschaft scheint Emma immer mehr zu entgleiten und plötzlich steht nicht mehr nur ihr persönliches Glück auf dem Spiel sondern das Überleben aller.

Meine Meinung:
Dies ist der finale Band der Gestaltwandlerserie rund um Emma und ihre Freunde. Nachdem der fünfte Teil mit dem überraschenden Auftauchen von Nate endete, geht es auch hier wieder nahtlos weiter. Eine Erklärung wieso Nate plötzlich so komisch ist bleibt erstmal aus. Und so rätseln wir Leser gemeinsam mit Emma über sein merkwürdiges Verhalten und wie man ihm wohl helfen kann.

Die Beziehung der beiden erlebt dadurch eine überraschende Wendung. Nur durch viel körperliche Nähe ist Nate von seinen unkontrollierten Verwandlungen abzuhalten. Und so wird man als Leser immer wieder Zeuge von prickelnden Begegnungen zwischen den beiden.

Der fantastische Teil der Geschichte ist in diesem Band am deutlichsten zu spüren. Da die merkwürdigen Schatten ins Spiel kommen wird es immer verworrener. Ich muss zugeben, dass es mir manchmal sogar etwas zu abgehoben und merkwürdig war, jedoch sind alle Erklärungen schlüssig. Ich mag es allerdings mehr, wenn die Fantasy einen nicht ganz so großen Teil einnimmt, wie hier in diesem letzten Teil.

Blutige Kämpfe bleiben bei diesem finalen Band, bei dieser finalen Schlacht auch nicht aus. Und so stehen immer wieder Leben auf dem Spiel von Personen die man gerne hat. Ich fieberte mit und hoffte, das alles ein gutes Ende nehmen wird.

Mit dem Ende hat die Autorin die Geschichte schön abgerundet. Ihr ist es gelungen alle offenen Fragen zu klären und alles zu einem schlüssigen Ende zu bringen. Ich muss zugeben, dass mich das Ende ein wenig an die Tribute von Panem erinnert hat, wenn man die Konstellation Emma, Nate, Liam mit der von Katniss, Gale und Peeta vergleicht. Das Ende stimmte mich zudem ein wenig traurig. Es ist kein Happy End im klassischen Sinn und bringt etwas melancholisches mit sich. Allerdings bin ich definitiv der Meinung, dass die Autorin die Geschichte gar nicht anders hätte enden lassen können, insofern hat sie alles richtig gemacht.

Fazit:
Mit diesem finalen Band rundet Anika Lorenz ihre Gesaltwandlerreihe perfekt ab. Sie bringt sie zu einem in sich schlüssigen Ende, welches geprägt von vielen Emotionen sicher noch lange in meinem Gedächtnis bleiben wird. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen