Freitag, 9. Februar 2018

Rezension "Vierzehn"

Titel: Vierzehn
Autor: Tamara Bach
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 107
ISBN:  978-3-551-58359-8
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 13,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Beh war lange krank. Deswegen hat sie ihre Klassenkameraden lange Zeit nicht gesehen. Viel ist passiert in dieser Zeit, viel haben sie sich zu erzählen. Doch auch Beh hat sich weiter entwickelt und Dinge erlebt, von denen sie ihren Freundinnen gerne berichten würde. Doch diese lassen sie gar nicht zu Wort kommen und Beh ist sich auch gar nicht so sicher, ob sie wirklich erzählen will, dass sie viel mehr erlebt hat, als nur krank zu sein oder ob sie dieses eine Geheimnis nicht einfach für sich behalten soll.

Meine Meinung:
"Vierzehn" ist ein ganz besonderes Buch. Es ist relativ kurz und hat gerade mal gute 100 Seiten. Und trotzdem weiß es auf diesen gut 100 Seiten viel zu erzählen. Mehr als andere Bücher mit 400 Seiten. Das Buch kommt mit sehr leisen Tönen daher und die Autorin hat einen Schreibstil der ganz besonders ist.

Manche Sätze lässt sie einfach offen, unvollständig und trotzdem weiß man als Leser, was sie einem sagen möchte. Dieses bewusste weg lassen von Wörtern war für mich zwar erst komisch, doch schnell merkte ich, dass es sich hierbei um sehr große Schreibkunst handelt.

Die Handlung ist eigentlich recht harmlos, es passiert nicht wirklich viel. Beh kommt nach ihrer langen Krankheit und den Sommerferien wieder zurück in die Schule und alle Welt denkt, dass sie nichts zu erzählen hätte, weil sie doch nur krank war. Doch das stimmt so überhaupt nicht, denn Beh hat viel mehr erlebt als man denkt, sie hat jemanden kennengelernt und die zarten Beschreibungen dieser Annäherung, dieser Beziehung sind schön zu lesen.

Trotz des sehr besonderen Schreibstils, der die Geschichte in eine ganz besondere Atmosphäre taucht, bin ich jetzt nicht restlos begeistert von der Geschichte. Sie hat zwar viel zu erzählen, ist aber nicht wirklich spannend und ich habe eigentlich nur weiter gelesen weil es sich um ein recht dünnes Buch gehandelt hat und ich mir sicher war, es innerhalb kürzester Zeit fertig zu werden.

Der Schreibstil gefiel mir zwar und auch wenn ich jetzt daran denke, bin ich immer noch ziemlich beeindruckt von dieser Art der Sprache, doch brachte er mich auch immer wieder zum Stolpern. Selbst wenn man sehr viel liest, ist man so einen Schreibstil doch nicht gewöhnt, was hohe Konzentration beim Lesen forderte.

Fazit:
Ich bleibe etwas zwiegespalten zurück. Einerseits ist da der sehr besonderes Schreibstil, der echt toll ist. Auf der anderen Seite ist da aber die Handlung, die mich nicht wirklich packen konnte. Und auch zu den Charakteren fiel es mir schwer eine Bindung aufzubauen, da dies in der Kürze der Zeit einfach nicht möglich war. So bleibt mir nur das Fazit, dass es zwar besonders zu lesen war, jedoch nicht so, dass es mir lange im Gedächtnis bleiben wird.

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