Mittwoch, 8. Februar 2017

Rezension "Hitlers heimliche Helfer - Der Adel im Dienst der Macht"

Titel: Hitlers heimliche Helfer - Der Adel im Dienst der Macht
Autor: Karina Urbach
Verlag: Theiss
Seitenzahl: 464
ISBN: 978-3-8062-3383-4
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 29,95 €


(c) Theiss
Meine Meinung:
Auch heute habe ich wieder ein Sachbuch zu einem nicht ganz einfachen Thema für euch. Vielen von euch wird das Thema Nationalsozialismus bestimmt der Schule wegen zum Hals raushängen. Und auch ich gebe zu, dass ich eine Zeitlang nichts mehr von diesem Thema hören wollte.


Doch irgendwann erwachte mein Interesse wieder und ich fing an Romane über dieses Thema zu lesen. Als mir dieses Sachbuch als Rezensionsexemplar angeboten wurde, konnte ich mir schnell vorstellen dass auch dieses Thema interessant sein könnte.


Auch hier bekam ich ein äußerst gut recherchiertes Sachbuch. Zudem ist es noch wahnsinnig interessant, da hier Dinge veröffentlicht werden, die so noch nicht bekannt waren und auch nie bekannt werden sollten. Es ist erschreckend wer vom Adel alles in Hitlers schreckliche Machenschaften verwickelt war und schon das Vorwort macht deutlich dass hier noch weit mehr im Dunkeln ist, als die Autorin aufzudecken vermag. Ohne diese heimlichen Helfer wäre Hitler wohl nie so weit gekommen.


Auch dieses Sachbuch ist mal wieder keine leichte Kost, was das Thema Nationalsozialismus ja nie ist. Doch da dieses Buch recht umfangreich ist, benötigt man hier schon einiges an Zeit und auch Interesse um sich durch die vielen Seiten zu arbeiten. Dies kann stellenweise auch etwas trocken werden, sodass dieses Buch wieder eines ist, von dem ich auch mal eine Pause gebraucht habe.


Die Autorin beschreibt mit erschreckender Genauigkeit und gut lesbarem Schreibstil, was sie alles über die heimlichen Helfer heraus bekommen konnte. Da es sich hierbei wohl um ein endloses Thema handelt, welches nie komplett aufgedeckt wird, hat dieses Buch natürlich auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Doch ich finde, das was man auf diesen knapp 500 Seiten bekommt, ist so umfangreich, das man dieses Buch durchaus als weiteres Puzzleteil zur Geschichte des dritten Reiches bezeichnen könnte.


Fazit:
Ein umfangreiches, gut recherchiertes Buch über Hitlers heimliche adelige Helfer. Mit erschreckender Genauigkeit beschreibt die Autorin, wer alles verwickelt war und wie dies zustande kam. Hierbei ist das Buch zum größten Teil interessant und nur stellenweise etwas trocken.


Sonntag, 5. Februar 2017

Rezension "Das Geschäft mit der Sünde - Ablass und Ablasswesen im Mittelalter"

Titel: Das Geschäft mit der Sünde - Ablass und Ablasswesen im Mittelalter
Autor: Christiane Laudage
Verlag: Herder
Seitenzahl: 351
ISBN: 978-3-451-31598-5
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 24,99 €

(c) Herder
Meine Meinung:
Heute habe ich ein Sachbuch für euch, das sich mit dem Ablasswesen im Mittelalter beschäftigt. Ich fand das Mittelalter schon immer irgendwie faszinierend, habe gerne historische Romane aus dieser Zeit gelesen.

Und nun fand ich, dass es an der Zeit ist, das ganze mal aus der sachlichen Perspektive zu betrachten. Dieses Buch beleuchtet das Ablasswesen aus vielen interessanten Sichten. Hierbei handelt es sich jedoch nicht unbedingt um leichte Kost. Man sollte sich schon einiges an Zeit nehmen, das Buch ist definitiv nichts für Zwischendurch.

Wer sich aber fürs Mittelalter interessiert und auch gerne Sachbücher liest, der ist hier genau richtig. Ich brauche für solche Bücher immer eine gewisse Zeit. Ich kann immer nur kleine Abschnitte von solchen Büchern lesen, danach brauche ich auf jeden Fall belletristische Abwechslung.

Das Buch gliedert sich in unterschiedliche Absätze. Natürlich beginnt es mit einem kurzem Vorwort, welches ich schon sehr interessant fand und Lust auf mehr macht. Danach geht es gleich mit dem Beginn des Ablasswesens weiter. Dies wird immer mehr vertieft und man erfährt viel über die Hintergründe des Ablasswesens und lernt auch es vielleicht von einer anderen Sicht aus zu betrachten, als bisher. Denn natürlich ist dieses Thema bisher sehr negativ beleuchtet. Die Autorin schafft es aber verschiedene Sichtweisen zu beleuchten.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Und obwohl es sich um ein Sachbuch mit einem nicht ganz einfachen Thema handelt hatte ich keinerlei Schwierigkeiten ihren Beschreibungen zu folgen. Für ein Sachbuch ist der Schreibstil wirklich gut und einfach.

Das Thema sollte einen schon interessieren, wenn man dieses Buch in die Hand nimmt. Es beschreibt das Ablasswesen sehr ausführlich und wenn man dann nicht wenigstens ein bisschen Interesse am Mittelalter und dem hier aufgeführten Thema hat ist das Buch sicherlich nicht das richtige. Ansonsten handelt es sich um eine gut recherchierte Abhandlung, die sich ziemlich gut und einfach lesen lässt. 

Fazit:
Ein gut recherchiertes, angenehm zu lesendes Buch über das Mittelalter und das Ablasswesen zu jener Zeit. Wer sich für dieses Thema interessiert ist mit diesem Buch genau richtig beraten.

Montag, 9. Januar 2017

Rezension "Blutige Fesseln"

Titel: Blutige Fesseln - Ein Will Trent-Roman
Autor: Karin Slaughter
Seitenzahl: 554
ISBN: 978-3-95967-051-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 22,00 €

(c) HarperCollins
Zum Inhalt:
Will Trent wird zu einer Leiche in einem leerstehenden Gebäude gerufen. Hierbei handelt es sich weder um irgendeine Leiche noch um ein Gebäude ohne Bedeutung. Der Tote war Polizist und das Gebäude gehört einem Mann, dem Will schon sehr lange versucht eine Vergewaltigung nachzuweisen. Ihm ist sofort klar, dass dort etwas nicht stimmt. Als am Tatort jedoch ein Revolver gefunden wird, der auf seine Ehefrau Angie zugelassen ist, gerät er völlig aus der Fassung. Angie hat ihn schon so viele Male gedemütigt und ihm das Leben schwer gemacht, doch dies setzt dem allen die Krone auf. Er setzt alles daran sie zu finden und den Fall zu lösen.

Meine Meinung:
Nach Ewigkeiten habe ich mal wieder ein Buch von Karin Slaughter in die Hand genommen und bin wieder restlos begeistert.

"Blutige Fesseln" ist ihr neuestes Werk rund um Will Trent und Sara Linton. Natürlich ist es nicht schlecht, wenn man vorher alle Vorgänger gelesen hat, denn sowohl Will als auch Sara haben zunächst ihre eigene Reihe, bis sie bei einem Fall aufeinander treffen. Ich habe zwar schon anderes von Slaughter gelesen, bei weitem jedoch nicht alle Bücher die vor "Blutige Fesseln" erschienen sind. Und somit kann ich guten Gewissens sagen, dass man das für das Verständnis der Geschichte auch wirklich nicht braucht. Natürlich geht das Privatleben der Ermittler in jedem Band weiter und natürlich greift man sich auch etwas vorweg, wenn man das neueste zuerst liest, doch bei mir hat dies nun eher den Wunsch ausgelöst auch die Vorgänger zu lesen um zu erfahren, wie es letztendlich zu dieser Entwicklung kommen konnte.

Slaughter versteht es gut, den Leser mitzunehmen und ihm selbst, wenn es das erste Buch ist, welches man von ihr liest, alles nötige zu erklären, was vorher geschah. Zu keinem Zeitpunkt, konnte ich die privaten Entwicklungen nicht nachvollziehen. Immer wieder lässt Slaughter einen kleinen Rückblick einfließen, was es einem unglaublich leicht macht dem Geschehen zu folgen.

Der Schreibstil Slaughters gefällt mir ebenfalls sehr gut. Sie hat eine wunderbare klare Art sich auszudrücken. Ihre Geschichte zu lesen macht so viel Spaß, dass ich mich kaum davon lösen konnte. Sie schreibt präzise und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Natürlich gibt es auch blutige Szenen. Slaughter wäre nicht Slaughter, wenn es diese nicht gäbe. Allerdings habe ich auch schon deutlich heftigere Szenen gelesen. Tess Gerritsen bspw. schreibt für meinen Geschmack deutlich brutaler.

Was ich bei Slaughter ebenfalls toll finde, sind ihre Personen. Und hiermit meine ich alle Personen. Natürlich mag ich allen voran Will und Sara. Die beiden sind nicht nur für sich wirklich tolle Charaktere, sondern auch ein wirklich wunderbares Team. Auch die anderen Charaktere, die zwar nicht unbedingt sympathisch sind, sind super beschrieben. Jeder hat einen einmaligen unverwechselbaren Charakter. Ob Liebling oder Hassobjekt. Alle haben ihre Berechtigung in der Geschichte.

Slaughter trifft genau die richtige Mischung zwischen spannender Handlung und immer mal wieder privaten Szenen. Die spannende Haupthandlung ist richtig super. Bis zum Ende konnte ich mir nur wenig Reim darauf machen, worauf das ganze nach und nach hinauslaufen würde. Natürlich kam ich immer mehr hinter das Geheimnis. Slaughter lies mich jedoch lange im Dunkeln tappen und dehnte die Spannung so auf ein fast unerträgliches Maß hinaus.

Das Ende finde ich fast ein bisschen gemein. Zwar ist der Hauptfall gelöst, aufgeklärt und abgeschlossen, doch aus dem Privatleben bleibt so einiges offen, was ich wirklich ein bisschen gemein finde. Ich würde so gerne gleich den nächsten Band lesen. Das ist echt das Schlimme, wenn man die neuen Bücher gleich liest. Hoffentlich kommt bald der nächste Band raus.

Fazit:
Ein toller neuer Band von Karin Slaughter. Der geniale Schreibstil, die tollen Charaktere und die unglaublich packende Handlung bescherten mir ein paar richtig tolle Lesestunden.

Sonntag, 8. Januar 2017

Rezension "Casting - Spiel ums Leben"

Titel: Casting - Spiel ums Leben
Autor: Yvonne Richter
Seitenzahl: 295
ISBN: 978-3-944788-28-9
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,95 €
Alter: ab 10

(c) Fabulus-Verlag
Zum Inhalt:
Lovis lebt in einer Welt in der alles durch Castings bestimmt wird. Ob man zu essen hat, wo man wohnt, ob man zur Schule gehen darf. Je besser man ist, je mehr Castings man gewinnt, desto mehr Vorteile hat man in dieser Welt. Bei einem dieser Castings trifft er auf das Mädchen Jo. Sie teilt völlig überraschend ihren Essensgewinn mit ihm und die beiden werden Freunde. Schnell merken sie, dass die Castingwelt alles andere als fair ist und sie beschließen etwas dagegen zu unternehmen. Doch das ist zunächst gar nicht so leicht, wie sie denken.

Meine Meinung:
Der Klappentext klang spannend. Ich erwartete eine dystopische Welt, wie ich sie so noch nicht bekommen habe. Und so war es auch. Sind viele dystopische Romane geprägt von Gewalt, so geht es in diesem Buch eher harmlos zu. Trotzdem würde ich sagen, dass es sich hierbei um ein dystopisches Szenario handelt.

Denn die Welt ist eine andere, als die die wir kennen. Wohnen in einer Wohnung, Essen, zur Schule gehen, Kleidung oder Geld sind nicht selbstverständlich. Alles muss erspielt werden. An der Spitze die jeweiligen Juroren der Castings. Die Castings selbst sind mal gemein, mal schwer, mal etwas leichter, aber immer geht es ums nackte Überleben.

Die Grundidee gefiel mir gut. Auch Lovis und Jo konnten mich schnell von sich überzeugen. Die beiden sind ein starkes Team, die nicht akzeptieren wollen, dass die Welt so ist, wie sie dort eben ist. Doch schnell fand ich auch Punkte die mich anfingen zu stören. Die beiden Jugendlichen unterhalten sich beispielsweise viel zu gewollt jugendlich. Ich hatte sofort das Gefühl, hier war ein Erwachsener am Werk, der der Jugendsprache unbedingt einen Platz in seiner Geschichte geben wollte. So fallen zu den unpassendsten Momenten Worte wie krass usw. Immer wieder dachte ich mir, kein Mensch redet doch wirklich so.

Wäre es bei dem einen Punkt geblieben, dann hätte ich da aber noch gut drüber hinwegsehen können. Als jedoch die Juroren ins Spiel kamen musste ich ein ums andere Mal den Kopf schütteln. Was für andere vielleicht witzig und originell erscheint, kam bei mir nur ziemlich lächerlich an. Die Namen der Autoren waren für mich echt zum Fußnägelhochrollen. Da haben wir eine Kami Katze, eine Kroko Flanell, eine Folta Kräh oder auch einen Herrn Kon To, der der Finanzier des ganzen ist. Ich kann mir echt nicht helfen, aber das war für mich viel zu übertrieben. Statt darüber zu schmunzeln verdrehte ich darüber nur jedes Mal die Augen. Auch diese Namen wirkten auf mich einfach zu gewollt lustig.

Doch diese beiden Punkte waren für mich zum Glück kein Grund das Buch abzubrechen. Ich las weiter und muss zugeben, dass die Geschichte immer spannender wurde. Ich war gefesselt vom Geschehen und fand es wirklich klasse, dass die Autorin eine Dystopie schaffte, die ohne Blutvergießen und extrem brutale Szenen auskommt. Natürlich gibt es auch hier Unterdrückung und die Benachteiligten aber alles von der Beschreibung her in dem Rahmen, dass ich das Buch auch ohne groß nachzudenken, einem unter 16-jährigen in die Hand drücken würde - und das ist nicht bei vielen Dystopien der Fall. Somit kann ich die Altersangabe, ab 10, des Verlages sofort unterschreiben.

Die Entwicklung von Lovis und seinen Freunden gefiel mir gut. Die Geschichte nahm immer mehr an Fahrt auf und gipfelte in einem Finale, welches ich als sehr befriedigend und schön empfand. Alles in allem habe ich das Buch dann doch gerne gelesen und war nach zwei Abenden damit fertig.

Fazit:
Eine Dystopie, die ohne brutale Szenen auskommt, mir manchmal etwas zu gewollt lustige Szenen einbaut, ansonsten aber spannend ist und sich gut lesen lässt.

3,5 Kerzen

Dienstag, 3. Januar 2017

[Challenge] Impress-Challenge 2017

(c) Lines-Bücherwelt
Regeln:

-- Zeitraum der Challenge ist vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017 --

-- Die Gewinner werden Anfang Januar 2018 ausgelost und bekanntgegeben --

-- Für die Challenge zählen ALLE Impress Titel die ihr ab dem 01.01.2017 lest und rezensiert, das Erscheinungsdatum spielt keine Rolle.

Ziel:

Unser Ziel ist es in den nächsten 12 Monaten 25 Impress Titel zu lesen und zu rezensieren




Meine Fortschritte:
 

[Challenge] Dark-Diamonds-Challenge 2017

(c) Inas little bakery
Regeln:
  • An dieser Challenge kann jeder teilnehmen, der eBooks lesen kann, diese rezensiert ( egal ob auf dem eigenen Blog, bei Lovelybooks, Goodreads, Amazon oder sonstwo ) und mir einen Link zu seiner Rezension zukommen lässt. Dies tut ihr bitte über das Rezensions-Formular auf einer gesonderten Seite, auf der ich auch Eure Fortschritte festhalten werde. Link findet ihr weiter unten.
  • Für diese Challenge zählen ALLE Dark Diamonds-Titel, die ihr ab dem 01.01.2017 lest & rezensiert !!! Das Erscheinungsdatum ist also völlig egal. 
  • Ziel dieser Challenge ist es innerhalb der nächsten 12 Monate insgesamt 25 DARK DIAMONDS-Titel zu lesen.
  • Challenge Zeitraum: 01.01.2017 - 31.12.2017
  • Die Gewinner werden Anfang Januar 2018 ausgelost
  • Anmeldefrist ist der 31.01.2017


    Meine Fortschritte:

[Challenge] Carlsen-Challenge 2017

 
Regeln:
  • Die Challenge beginnt am 01.01.2017 und geht bis zum 31.12.2017.
  • Ziel ist es, so viele Bücher bzw. so viele Seiten wie möglich aus dem Verlagshaus Carlsen zu lesen.
  • Es zählen folglich alle Bücher aus den folgenden Verlagen: Carlsen, Carlsen Comic, Carlsen Manga, Chickenhouse, impress, Dark Diamonds und Königskinder.
  • Alle Bücher ab 100 Seiten zählen als ein gelesenes Buch.
  • Alle Bücher unter 100 Seiten dürft ihr zwar nicht als gelesenes Buch zählen, aber zu euren gelesenen Seiten addieren.
  • Bei allen Büchern besteht Rezensionspflicht. Die Rezensionen reicht ihr über ein Formular ein, das ab dem 01.01.2017 für euch bereit steht.
  • Neben dem Lesen von Büchern aus dem Carlsen Verlag wird es über das Jahr verteilt Aufgaben und Gewinnspiele geben, bei denen ihr zum einen Bücher aus dem Verlag gewinnen könnte, zum anderen gibt es bei anderen Aufgaben auch Bonusbücher oder -seiten für eure Wertung. Diese besonderen Aktionen wird es abwechselnd bei mir oder Nenya geben und Social Media Kanäle werden darüber hinaus eingebunden

Meine Fortschritte:
1) Valentina Fast, Royal Bd. 6

Freitag, 23. Dezember 2016

Rezension "Österreichische Mehlspeisen"

Titel: Österreichische Mehlspeisen
Autor: Ingrid Pernkopf / Alexander Hoss-Knakal
Verlag: pichler
Seitenzahl: 224
ISBN: 978-3-85431-735-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 29,90 €

(c) Pichler-Verlag
Meine Meinung:
Auf dieses Kochbuch habe ich mich lange gefreut. Österreichische Mehlspeisen, allen voran natürlich der Kaiserschmarrn sind einfach immer lecker und gelingen auch meist. Und so war ich gespannt, was es neben den klassischen und bekannten Rezepten noch so alles in der österreichischen Küche gibt, was ich bisher nicht kenne.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass die Fotos auch in diesem Kochbuch mal wieder große Klasse sind. Sie machen einfach Lust die Dinge auszuprobieren und nach zu kochen. Manche Bilder sind direkt unter dem Rezept, andere nehmen sogar eine ganze Seite neben dem Rezept ein.

Die Rezepte selbst sind klar und übersichtlich aufgebaut. Man sieht auf den ersten Blick, welchen Schwierigkeitsgrad das Rezept hat, welche Zutaten man für den Teig und die jeweilige Füllung braucht. Was ich jedoch schade finde ist, dass die Back- oder Garzeit überhaupt nicht sofort ersichtlich ist. Diese muss man im Rezept suchen, was meiner Meinung nach recht ungeschickt ist. Für mich ist das eine Information, die ebenfalls übersichtlich an den Rand gehört, sodass man sie auf den ersten Blick sieht.

Was ich ebenfalls ein bisschen schade finde, ist dass die österreichischen Begriffe überhaupt nicht übersetzt werden. Nicht jeder weiß, was Schlagsahne auf österreichisch heißt und so sucht man sich im Laden einen Wolf, wenn einem nicht klar ist, dass das bei uns anders heißt. Ich finde es völlig in Ordnung, wenn man im Rezept bei dem Originalbegriff bleibt, allerdings gehört für mich dann ein kleines Glossar in das Buch, in welchem man nachschlagen kann, was die unbekannten Begriffe bedeuten.

Die Kreativität der Rezepte gefällt mir jedoch sehr gut. Ich kam alleine beim Durchblättern schon ins Schwärmen und stand mal wieder vor dem Problem, welches Rezept ich als erstes ausprobiere. Ob "warme Köstlichkeiten", "kalte Genüsse" oder "Cremiges, Eisiges & Erfrischendes". Hier ist einfach für jeden Geschmack etwas dabei und dank des Inhaltsverzeichnisses ganz am Anfang kann man auch sofort in die Rubrik blättern, in die man gerne möchte. Das Register am Ende listet jedes einzelne Rezept nochmals auf, sodass man auch hier blättern und schauen kann, was man gerne nachkochen möchte.

Fazit:
Ein tolles österreichisches Kochbuch, mit wunderbaren Fotos und nur einigen Kleinigkeiten, die mich etwas gestört haben.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Rezension "Juwelen des Universums"

Titel: Juwelen des Universums - Die spektakulärsten Bilder aus dem All
Autor: Rhodri Evans
Verlag: Kosmos
Seitenzahl: 191
ISBN: 978-3-440-15277-5
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 39,90 €

(c) Kosmos
Meine Meinung:
Ihr interessiert euch für das All? Den Mond? Sterne? Perfekt! Denn dann ist dieses umfangreiche Buch, genau das richtige für euch.

Zunächst dachte ich, hierbei würde es sich um einen reinen Bildband handeln. Doch weit gefehlt. Dieses Buch ist weit mehr, als nur ein Bildband. Natürlich bietet es, wie am Titel schon zu erkennen ist, tolle und spektakuläre Aufnahmen aus dem All. Ob Nahaufnahmen, der verschiedenen Planete oder einfach nur Aufnahmen eines wunderbaren Sternenhimmels. Diese Bilder lassen jedes Herz, das sich ein bisschen an der Natur erfreuen kann höher schlagen. 

Doch neben diesen schönen Aufnahmen bietet das Buch unglaublich viele Informationen über den All und die verschiedenen Dinge die dazu gehören. Ob die Milchstraße, verschiedene Galaxien oder eine Supernova. Hier bekommt man zu all diesen Dingen Informationen. Ich muss zugeben, dass ich damit etwas überfordert war. Denn natürlich finde ich die Aufnahmen einfach nur toll, man blättert gerne durch das Buch und schaut sich die beeindruckenden Bilder aus dem All an. Doch für die vielen Informationen zum Thema All, die dieses Buch bietet, muss man schon sehr interessiert sein.

Dieses Buch eignet sich definitiv nicht dafür, wenn man mal "ein bisschen was übers All wissen möchte". Dafür geht es viel zu sehr in die Tiefe. Deswegen richtet sich dieses Buch auf jeden Fall mehr an die Leute, die schon ein bisschen in der Materie drin sind und wirklich ein großes Interesse an dem Thema haben. Mir waren die Texte schlicht und einfach auch zu lang um sie alle durchzulesen. Dafür geht mein Interesse dann einfach nicht tief genug. Ich hätte vermutlich mehr mit einem Band anfangen können, in dem es hauptsächlich Bilder gibt.

Doch für wirklich Interessierte ist dieses Buch einfach klasse. Das ist kein Buch, welches man mal schnell in einer halben Stunde durchgeblättert hat. Nein, man hat viel länger etwas davon. Man kann es immer wieder zur Hand nehmen und anhand des Inhaltsverzeichnisses schauen, welches Thema einen denn nun näher interessiert. Ob man etwas über die Erforschung des Sonnensystems lesen will, über Merkur oder über verschiedene Teleskoparten, hier findet man einfach Infos zu allem, was es über das All zu wissen gibt.

Fazit:
Ein Buch, welches sich tatsächlich mehr für wirklich sehr sehr interessierte am All eignet. Mir gefielen die tollen Aufnahmen aus dem All, der Text ging mir jedoch etwas zu sehr in die Tiefe. Für Menschen, die sich aber sehr für das All interessieren, ist dies sicher ein tolles Geschenk - auch zu Weihnachten, denn von diesem umfangreichen Werk hat man sicher lange etwas.

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Rezension "Palalu - Die Zauberkuh"

Titel: Palalu - Die Zauberkuh
Autor: Pazit Sarit Schraga, mit Bildern von Celine Geser
Verlag: taugenichts
Seitenzahl: 40
ISBN: 978-3-9815646-17
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 14,95 €

(c) taugenichts
Meine Meinung:
Bei diesem Buch handelt es sich um ein Bilderbuch für Kinder. Es geht um die Kuh Palalu, die behauptet leuchten zu können, was ihr das Menschenmädchen Anneliese natürlich nicht glaubt. Erst als sie im Dunkeln nicht nach Hause findet, ändert sie ihre Meinung.

Von diesem Buch habe ich mir recht viel versprochen. Da ich gerade immer wieder auf der Suche nach schönen Bilderbüchern bin, die ich meinem Kind ganz bald vorlesen kann, kam dieses Buch gerade recht. Das wirklich niedliche Cover tat sein übriges, dass ich mich auf eine schöne Geschichte freute. Das Cover gefällt mir nämlich tatsächlich sehr gut. Die Kuh, die unter dem Mond sitzt und in die Sterne hinaufschaut. Ich freute mich auf ebenfalls so schöne Zeichnungen im Inneren des Buches.

Leider wurde ich schon auf der ersten Seite enttäuscht. Die Kuh, die auf dem Cover noch so schön und liebevoll gezeichnet ist, ist im Inneren des Buches viel zu bunt und übertrieben dargestellt. Leider ist das so gar nicht mein Stil. Ich kann mir vorstellen, dass das Kindern durchaus gefällt, denn Kinder mögen es ja bunt. Doch für meinen Geschmack war es einfach zu viel. Leider wird es auf den weiteren Seiten nicht besser. Die Darstellung von Anneliese geht zwar sogar noch, doch die Bilder werden von Seite zu Seite übertriebener. Natürlich handelt es sich hierbei um eine gewisse Form der Kunst, doch leider eben so gar keine Kunst, die mir gefällt.

Der Text ist in Reimform geschrieben, was Kindern ja bekanntlich sehr gefällt. Doch auch dieser konnte mich nicht so recht überzeugen. Die Geschichte finde ich eher platt und gewollt albern, was mir auch nicht wirklich gefällt. Auch hier wäre etwas weniger definitiv mehr gewesen. Ich bin gespannt, wie mein Kind mal reagiert, wenn ich das Buch vorlese. Oft ist es ja so, dass Kindern gerade das, was Erwachsenen so gar nicht gefällt, total gefällt. Deswegen werde ich das Buch sicher mal zur Hand nehmen und vorlesen, mein Lieblingsbuch wird es jedoch definitiv nicht.

Fazit:
Ein Bilderbuch mit einem wunderschönen Cover, von dem ich mir sehr viel versprochen habe. Leider sind die Bilder im Inneren einfach nur übertrieben, viel zu bunt und albern. Und auch der Text reiht sich da ein und konnte mich nicht wirklich überzeugen. Schade!