Dienstag, 18. Juli 2017

[Off-Topic] Als Mama-Reporter unterwegs - Petit Bateau Blindtest - Abschlussbericht

Neulich habe ich euch schon von meiner Mission als Mama-Reporterin *KLICK* erzählt. Heute kommt nun der Abschlussbericht zum Body-Blindtest von Petit Bateau.

Nachdem ich alle drei Bodys ausgiebig und gleichmäßig getestet habe, habe ich auch ein eindeutiges Ergebnis welcher mir bzw. uns am besten gefällt. Flecken haben sie nach den Härtetests alle behalten, was mich aber gar nicht wundert, da da wirklich heftiges Zeug dabei war :D Allerdings werde ich sie nun nach dem Test nochmal speziell behandeln, in der Hoffnung, dass die Flecken noch ein wenig besser rausgehen, als mit einem normalen Waschgang.

Allerdings ist dieser Punkt neben dem Ziehtest (nehmen die Bodys nach kräftigem Auseinanderziehen wieder ihre ursprüngliche Form an) der einzige Punkt, in dem alle drei Bodys gleich abschneiden. Auch beim Zieh-Test nimmt keiner der drei seine Form wieder komplett ein. Beim Waschen sind alle minimal eingelaufen, der grüne jedoch am wenigsten, der blaue am deutlichsten.

Die Knöpfe sind vor und nach dem Waschen bei Rot und Grün leicht zu öffnen. Bei Blau vor dem Waschen schwerer als nach dem Waschen. Allerdings muss man hier noch dazu sagen, dass der rote Body recht kleine Knöpfe hat, was ihn unserer Erfahrung nach anfälliger fürs Reißen macht, was immer etwas ärgerlich ist. Bisher ist in der Hinsicht natürlich noch nichts passiert, allerdings ist das vermutlich eine Schwachstelle des roten Bodys.

Die Nähte sind beim grünen Body nicht kratzig, beim roten etwas und beim blauen doch ziemlich deutlich. Die Ausschnitte sind bei allen drei Bodys ähnlich groß, sodass ein Babykopf super durchpasst. Der blaue hat einen Knopf am Ausschnitt, was ihn unserer Erfahrung nach etwas unflexibler in der Dehnbarkeit macht, als ohne. Der grüne und der rote haben keinen Knopf und lassen sich wunderbar dehnen.

Abschließend lässt sich sagen, dass sich auch nach den Tests mein erster Eindruck bestätigt hat. Von Anfang an fand ich den grünen Body am angenehmsten zum Anfassen und auch am Hochwertigsten. Dieser Eindruck lässt sich auch jetzt am Ende und durch das Vergleichen aller anderen Punkte auf jeden Fall bestätigen. Der rote wirkte von Anfang an vom Stoff her am "billigsten" und leider hat sich auch dieser Eindruck in allen Punkten bestätigt. Und so sieht meine abschließende Rangfolge wie folgt aus:

Platz 1 (4 Sterne): grüner Body
Platz 2 (2-3 Sterne): blauer Body
Platz 3 (1 Stern): roter Body

Abschließend habe ich noch einige Bilder der Testaktion für euch






Der Test hat echt viel Spaß gemacht und hat uns nochmal gezeigt, was so ein Body im Laufe seiner Lebenszeit so alles aushalten muss.

Sonntag, 9. Juli 2017

[Off-Topic] Als Mamareporter unterwegs - Petit Bateau Blindtest - Zwischenbericht

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich mal etwas ganz anderes als Bücher für euch. Wie einige von euch vielleicht wissen, habe ich ein kleines Kind, das mittlerweile ungefähr eineinhalb Jahre alt ist. Da ich im Moment mit dem zweiten Kind schwanger bin, hat mich meine Frauenärztin auf die Seite "mamareporter" aufmerksam gemacht. Kennt ihr die schon? Falls nicht, schaut unbedingt vorbei *KLICK* Hier gibt es regelmäßige Tests für werdende Mamas und Mamas, die total interessant sind. Mal sind es Kinderwägen, mal Klamotten, mal Nahrung für Babys und Kleinkinder. Diese Tests sind allesamt kostenlos und man darf die Sachen natürlich behalten.

Vor kurzem wurde ich für meinen ersten Test für mamareporter ausgewählt. Ich darf bei einem Body-Blind-Test mitmachen. Dieser wurde von der Marke Petit Bateau ins Leben gerufen. Hierfür erhielt jede Testerin ein dickes Paket zum Testen. Dies enthielt drei Bodys, bei denen die Marken unkenntlich gemacht wurden und jede Menge Produkte, vor allem von Hipp, mit denen man die Bodys nach herzenslust einsauen darf und soll um zu schauen, wie alltagstauglich die Bodys sind. Zudem soll man die Bodys grundsätzlich nach ihrer Qualität beurteilen. Natürlich wird es am Ende auch einen Abschlussbericht von mir geben, aber noch befinde ich mich mitten in der Testphase. Ich dachte aber, ich berichte euch schon mal zwischendurch, wie der Stand der Dinge ist.

Bodys vor dem Test
Testrunde 1
Testrunde 1
Nach dem ersten Wasch- und Trocknergang

Testrunde 2
Testrunde 2

 In der ersten Testrunde habe ich lediglich drei Produkte verwendet, da es mir unrealistisch vorkommt, alle Produkte gleichzeitig auf die Bodys zu schmieren. Ein roter Hippie, eine Flasche Milch und Heidelbeerrreiswaffeln fanden ihren Platz auf den bis dahin schön weißen Bodys. Danach durften sie bei 60 Grad mit dem mitgelieferten Waschmittel in die Wäsche und danach im Trockner trocknen. Als wir die Bodys dann wieder trocken in der Hand hatten, war ich zunächst sehr überrascht, denn ich konnte nur auf einem deutlich ersichtliche Flecken erkennen. Die anderen beiden wirkten auf den ersten Blick sauber. Doch als ich sie ins Licht hielt waren dann auch hier Restflecken zu erkennen. Dies wunderte mich aber nicht besonders, da Heidelbeere und rote Früchte ja wirklich hartnäckig sein können. Und dafür sind die Bodys wirklich sehr sauber geworden.

In der zweiten Runde wurde ich etwas mutiger und die Bodys durften in etwas mehr Dingen "baden. Bunte Filzstifte, ein gelber Hippie, Feuchttücher, Wundschutzcreme und Hipp Kinderknabbersternchen durften dieses Mal auf den Bodys Platz nehmen. Wie gut diese Dinge rausgingen werde ich euch beim nächsten Bericht erzählen, denn aktuell befinden sich die Bodys noch auf dem Weg in die Wäsche. Dieses Mal dürfen die Bodys dann lufttrocknen. Ich bin gespannt.

Freitag, 7. Juli 2017

Rezension "Eiszeit"

Titel: Eiszeit
Autor: Shelly Kaldunski
Verlag: Südwest
Seitenzahl: 112
ISBN: 978-3-517-09531-8
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 14,99 €

Meine Meinung:
Seit ich eine Eismaschine besitze haben wir schon das ein oder andere Mal selbst Eis gemacht. Dies ist gar nicht immer so einfach. Man muss die richtige Konsistenz und den richtigen Geschmack treffen. Und so bin ich immer wieder auf der Suche nach neuen Rezepten und Büchern, bis ich das perfekte Eis hinbekommen habe.

Auch hier gefällt mir die Optik des Buches sehr gut. Schon das Cover macht, wie ich finde, einiges her. Es ist so ein bisschen auf altmodisch gemacht, was mir sehr gut gefällt.

Beim ersten Durchblättern dachte ich zunächst, dass es nur Rezepte mit rohem Ei gibt, was ich etwas schade finden würde. Da ich gerade schwanger bin, dürfte ich das gar nicht essen und auch sonst finde ich es gut, wenn man eine Alternative zu rohem Ei hat. Allerdings habe ich im weiteren Verlauf festgestellt, dass es auch in diesem Buch durchaus Rezepte ohne rohes Ei gibt. Ein Großteil ist zwar schon mit rohem Ei und hier hätte ich mir dann auch gewünscht, dass explizit auf Alternativen hingewiesen wird, aber da es auch einige Rezepte ohne gibt, finde ich das ganz in Ordnung.

Das Buch enthält nicht nur Rezepte für Eiscreme. Es gibt auch Rezepte für Frozen Yogurts, Sorbets und Toppings. Diese sind alle jeweils mit schönen ansprechenden Bildern untermalt.

Das Buch beginnt mit einer kurzen Einleitung, die einen Überblick über die verschiedenen Eissorten enthält. Zudem gibt es ein Eis-ABC, welches einige nützliche Informationen enthält. Auch das richtige Zubehör bekommt eine eigene Seite. Hier werden vor allem die verschiedenen Eismaschinen vorgestellt, was ich sehr nützlich finde, da es da doch gravierende Unterschiede gibt. Die nächste Seite gibt einen kurzen Überblick wie Eis überhaupt gemacht und gelagert wird. Zudem gibt es Vorschläge was man für pikante und süße Mischungen selbst machen kann. So bekommt man die nötige Inspiration für viele weitere Ideen.

Die Rezepte selbst sind alle nach dem gleichen Schema aufgebaut. Das Rezept befindet sich auf der einen, das passende Foto auf der anderen Seite. Die Zutaten sind schön übersichtlich aufgeführt, zudem erfährt man, was man für eine Menge an Eis enthält. Alle wichtigen Hinweise sind zudem oben oder an der Seite aufgeführt, so kann man sie nicht übersehen.

Fazit:
Ein super schön aufgemachtes Eisbuch, welches verschiedenste Rezepte für Eis und Sorbets aber auch für Hippen und Co. enhält.

Donnerstag, 6. Juli 2017

Rezension "Scherbenkind"

Titel: Scherbenkind
Autor: Britt Reißmann
Verlag: Diana
Seitenzahl: 447
ISBN: 978-3-453-35874-4
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Verena Sander ermittelt in Stuttgart. Ein mysteriöser Anruf eines Kindes stellt die komplette Polizei vor ein scheinbar unlösbares Rätsel. Das Kind gibt Hinweise auf einen Toten, die aber nichts konkretes beinhalten. Zudem ist das Kind unauffindbar, der Anruf kam von einer öffentlichen Telefonzelle. Die Kommissarin steht vor einem Rätsel. Nachdem auch noch eine junge Frau stirbt und das alles irgendwie zusammenhängt, muss sich Verena Sander beeilen um schlimmeres zu verhindern.

Meine Meinung:
Ein Regionalkrimi. Hin und wieder lese ich so etwas echt gerne. Und da ich selbst aus Stuttgart komme, war dieser hier genau richtig.

Es macht einfach manchmal großen Spaß in Bücher abzutauchen, deren Umgebung man kennt. Es ist toll zu beobachten, wo die Kommissare ermitteln, da ich an den meisten Stellen selbst auch schon war und so ein genaues Bild vor Augen hatte. Dies gibt der ganzen Geschichte einen sehr realistischen Charakter. Man hat das Gefühl, der Fall ist genauso passiert und nicht nur reine Fiktion. Man merkt zudem, dass die Autorin bei der Mordkommission Stuttgart arbeitet. Da ihre Erfahrungen und Erlebnisse in die Geschichte einfließen, verleihen sie dieser eine Form von Authentizität, die man als "normaler" Autor so wohl nicht hinbekommt.

Reißmann schafft es von der ersten Seite an zu fesseln und eine beklemmende Atmosphäre zu erzeugen. Durch die bekannte Umgebung und Reißmanns packenden Schreibstil, war ich sofort in der Geschichte drin. Ich muss zugeben, dass ich den Beginn zunächst etwas verwirrend fand, doch eigentlich mag ich so etwas ganz gerne. Man weiß einfach zunächst nicht, worauf der Autor hinaus will und das ist ein großartiges Gefühl. Dies vermittelt eine Form von Spannung, die mir total gut gefällt. Ich mag es, wenn ich möglichst lange im Dunkeln gelassen werde, was die Auflösung angeht und auch Reißmann schaffte es hier, mich zu überraschen und nie zu viel zu verraten.

Die Kommissarin Verena Sander mochte ich ebenfalls sehr gerne. Eine bodenständige Frau, die einem als Leser sehr schnell ans Herz wächst und mit der man unglaublich mitfiebert.

Reißmann hat hier eine packende Story geschaffen, die auch im Klappentext kaum etwas verrät. Gerade genug, um neugierig auf die Geschichte zu werden, gerade genug, um das Buch unbedingt lesen zu wollen. Doch nicht so viel, dass man in irgendeiner Form ahnt, worauf das Buch hinauslaufen könnten. Das ist wirklich großartig gemacht.

Fazit:
Dies wird sicher nicht mein letzter Regionalkrimi von Britt Reißmann bleiben. Ihre Beschreibungen von Stuttgart und ihre packenden Handlung sind sicher für jeden, der gerne Thriller liest ein Genuss - egal ob man aus Stuttgart kommt oder nicht.

Donnerstag, 22. Juni 2017

Rezension "Die Bücherfreundinnen"

Titel: Die Bücherfreundinnen
Autor: Jo Platt
Verlag: Rowohlt
Seitenzahl: 380
ISBN: 978-3-499-26886-1
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) Rowohlt
Zum Inhalt:
Alice, Miriam, Sophie und Abigail haben zusammen einen Bücherclub. Sie lesen Bücher und sprechen danach darüber. Eigentlich gehörte auch Lydia zu ihnen, doch diese starb drei Jahre zuvor an Krebs. Seitdem ist ihr Witwer Mitglied im Bücherclub. Gemeinsam verarbeiten sie den Schmerz um Lydias Verlust und mit der Zeit geht es allen besser. Doch Alice fehlt immer noch der eine Mann in ihrem Leben und ihre Freundinnen versuchen alles, damit auch sie ihr Glück findet. Und manchmal muss man dafür ja gar nicht so weit weg zum Suchen, wie man denkt.

Meine Meinung:
Nachdem der letzte Frauenroman, den ich besprochen habe, eine absolute Katastrophe war und eher in die Rubrik Zeitverschwendung fällt, kann ich euch heute wieder einen echt schönen Roman vorstellen.

Ich denke hier geht es vielen von euch ähnlich wie mir. Ich mag einfach Bücher, in denen es um Bücher geht. Man fühlt sich irgendwie sofort Zuhause und das Buch strahlt etwas total Vertrautes aus. Deswegen sorgte gleich der Titel dafür, dass ich dieses Buch lesen wollte. Zugegeben, eine Krebserkrankung hätte jetzt nicht unbedingt Thema der Geschichte sein müssen, da ich damit im privaten Umfeld schon zu viel und zu lange konfrontiert wurde. Doch da die Krankheit nicht im Vordergrund steht, man nicht mitbekommt wie Lydia leidet und eher die Gegenwart behandelt wird, war das nun nicht ganz so schlimm.

Aufgrund ihrer Leidenschaft für Bücher waren mir die Protagonisten schnell sympathisch. Gerne wäre ich sofort Mitglied in ihrem Bücherclub geworden, hätte mich mit ihnen über die ein oder andere Geschichte ausgetauscht. Der leicht zu lesenden Schreibstil der Autorin passt hier perfekt zu der Handlung. Zudem trifft sie genau die richtige Mischung aus Büchern, Freundschaft und Liebe.

Ich muss gestehen, dass ich das Ende etwas vorhersehbar fand und schon durch den Klappentext ahnte, wie diese Geschichte wohl ausgehen wird. Doch solche Geschichten leben nun auch nicht unbedingt von der Spannung und dem überhaupt nicht wissen, was passieren könnte. Viel mehr leben sie von ihrer Atmosphäre und den Protagonisten. Dem warmen Gefühl von Geborgenheit, den sie ausstrahlen. Und genau das tut diese Geschichte.

Fazit:
Ein schöner Roman, dessen Ende etwas vorhersehbar ist, aber aufgrund des Themas Bücher eine wunderbare Wohlfühlatmosphäre ausstrahlt und richtig schön zu lesen ist.

Mittwoch, 21. Juni 2017

Rezension "Seit ich dich gefunden habe"

Titel: Seit ich dich gefunden habe
Autor: Kat French
Seitenzahl: 348
ISBN: 978-3-95649-575-5
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) Mira Taschenbuch
Zum Inhalt:
Honey ist schon eine ganze Weile Single. Ihre Freundinnen sind der Meinung, dass sich das dringend ändern muss. Honey selbst ist so gar nicht scharf auf die vielen Dates, die ihre Freundinnen für sie organisieren. Nur widerwillig lässt sie sich darauf ein. Viel besser gefällt Honey jedoch ihr Nachbar Hal. Da gibt es nur ein Problem, dieser ist blind und passt auch sonst nicht wirklich in Honeys Vorstellungen eines Traummannes. Doch wie es der Zufall will, landet sie immer wieder bei ihm und eine prickelnde Geschichte beginnt.

Meine Meinung:
Nach den vielen guten Rezensionen, war es wohl mal wieder Zeit für einen absoluten Reinfall. Und hier ist er nun.

Schon auf den ersten Seiten musste ich die ganze Zeit die Augen verdrehen. Es geht immer und ausschließlich nur um Sex, Selbstbefriedigung und Orgasmen. Ich dachte echt, das hört gar nicht mehr auf. Ich habe inzwischen wirklich den ein oder anderen erotischen Roman gelesen, den ein oder anderen Roman mit erotischen Sexszenen. Und wenn diese gut gemacht sind, habe ich da wirklich auch gar kein Problem damit. Doch wenn es nur darum geht und man das Gefühl hat, man hat Protagonisten vor sich, die nicht mit dem Kopf sondern mit zwei Etagen tiefer denken, dann löst das bei mir einfach nur ein Gefühl von Widerwillen aus und das Buch hat es von Anfang an echt schwer bei mir.

Auch hier ist es so, dass die Protagonisten auf mich einfach nur unglaublich dümmlich und sexgesteuert wirken. Es scheint für sie nichts anderes im Leben zu geben, als den richtigen fürs Bett zu finden, was ich echt traurig finde. Denn so hat das Buch für mich einfach kaum Handlung. Es passiert nichts nennenswertes und das Honey schon eine Weile keinen Sex mehr hatte, ist der größte Aufreger, den diese Geschichte zu bieten hat. Gut, ich meine, was will man von einer Protagonistin erwarten, die ernsthaft Honey heißt.

Natürlich gibt es dann auch die schon zu erwartenden Sexszenen. Diese sind noch nicht mal wirklich richtig schlecht geschrieben, aber auch die können es nicht mehr wirklich rausreißen, da der Rest vom Buch einfach gar nichts ist. Keine Handlung, flache, charakterlose Protagonisten und nur das eine Thema reichen definitiv nicht aus, um ein gutes Buch zu schreiben. Ich bin wirklich wahnsinnig enttäuscht und traurig, dass ich mal wieder eine Rezension schreiben muss, die leider kein gutes Haar an einer Geschichte lassen kann. Schade!

Fazit:
Ein flaches, langweiliges Buch, mit Protagonisten, die an Oberflächlichkeit kaum zu überbieten sind und eigentlich nur das Thema Sex im Kopf haben. Eine Enttäuschung auf ganzer Linie.

Dienstag, 20. Juni 2017

Rezension "Kirschblüten und rote Bohnen"

Titel: Kirschblüten und rote Bohnen
Autor: Durian Sukegawa
Verlag: Dumont
Seitenzahl: 223
ISBN: 978-3-8321-9812-1
Einbindungsart: Leinen mit Lesebändchen
Preis: 18,00 €

(c) Dumont
Zum Inhalt:
Sentaro führt seit Jahren einen kleinen Imbiss in dem er japanische Spezialitäten verkauft. Als er beschließt sich eine Aushilfe zu suchen trifft er auf die über 70 jährige Tokue. Diese kennt sich bestens mit der Zubereitung des sogenannten An aus und ist Sentaro schnell eine große Hilfe, auch wenn er sich zunächst sehr dagegen sträubt. Mit beiden hat es das Leben bisher nicht sonderlich gut gemeint und auch das junge Mädchen Wakana hatte bisher alles andere als Glück. Als die drei aufeinander treffen ändert sich ihr Leben komplett und zeigt sich plötzlich von einer ganz anderen Seite.

Meine Meinung:
Nachdem ich nun viel Jugendbücher, Frauenromane und Thriller rezensiert habe folgt heute mal ein ganz anderes Buch, ein ganz besonderes und spezielles.

Bisher habe ich noch kein Buch eines japanischen Autors gelesen. Ich hatte da immer einen gewissen Respekt davor, da die japanische Kultur doch so ganz anders ist als unsere. Mit diesem Buch habe ich mich nun an diese fremde Kultur heran gewagt. Und ich habe es nicht bereut. Der Schreibstil des Autors gefiel mir sofort, von der ersten Seite an.

Zwar muss man sich kurz an die ganzen japanischen Begriffe gewöhnen, aber da es hinten im Buch auch ein Glossar gibt, in dem diese erläutert werden, ist das gar kein Problem. Und so fand ich mich schnell in dieser fremden Kultur, in dieser fremden Welt zurück und war unglaublich fasziniert von der beschriebenen Umgebung und den japanischen Spezialitäten. Der Autor beschreibt diese und deren Zubereitung so detailliert, dass man selbst unglaubliche Lust bekommt diese zu probieren. Sollte ich jemals in Japan sein, werde ich auf jeden Fall nach einem Stand suchen, der diese Köstlichkeiten verkauft.

Die Aufmachung des kleinen Leinenbändchens ist ebenfalls sehr schön und gelungen. Durch die kleine Größe passt natürlich auch nicht besonders viel Text auf die Seite und da das Buch nicht besonders dick ist, fliegt man nur so durch die Seiten.

Die Beschreibungen der Personen sind so bildhaft und detailliert, dass schnell Gesichter vor meinem inneren Auge entstanden. Mir war, als würde ich die Personen persönlich kennen. Die verschiedenen Charaktere und deren Entwicklung war faszinierend zu beobachten. Wie sie sich gegenseitig in ihrer Entwicklung voran bringen und aneinander wachsen ist toll beschrieben. Die Freundschaft der drei, einmalig.

Fazit:
Und so ist dieses Buch einfach nur eine wunderbare Geschichte, die einen in fremde Welten abtauchen und träumen lässt. Von Kirschblüten, japanischen Spezialitäten und der unnachahmlichen Kraft der Freundschaft.

Montag, 19. Juni 2017

Rezension "Ihr letzter Sommer"

Titel: Ihr letzter Sommer
Autor: Anna Snoekstra
Seitenzahl: 304
ISBN: 978-3-95967-035-7
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 16,99 €

(c) HarperCollins
Zum Inhalt:
Vor einigen Jahren verschwand Rebecca Winter, damals 16 Jahre alt, spurlos. 11 Jahre später wird eine junge Frau beim Ladendiebstahl erwischt. Diese behauptet nun, eben jene vermisste Rebecca zu sein. Sie sieht ihr zwar zum Verwechseln ähnlich, doch sie ist nicht Rebecca. Dies alles ist nur ein verzweifelter Versuch einer Strafe zu entgehen und ein Dach über dem Kopf zu bekommen. Rebeccas Eltern sind natürlich überglücklich ihre Tochter nach so langer Zeit wieder in die Arme schließen zu können. Schnell gewöhnt sich die falsche Rebecca an ihr neues Leben, doch sie kommt auch der Wahrheit immer näher und das wird für sie lebensgefährlich.

Meine Meinung:
Der Klappentext klang schon sehr spannend und so freute ich mich auf diese doch sehr mysteriös klingende Geschichte.

Als Leser wird man sofort in die Geschichte hineingeworfen und lernt die falsche Rebecca Winter kennen. Es gibt kaum Vorlauf, es geht sofort los. Man kann das junge Mädchen zunächst recht schwer einschätzen und weiß als Leser gar nicht so richtig, was da auf einen zukommt. So ist die Geschichte sofort spannend und erzeugt dieses wohlige Gänsehautgefühl, das Thriller meiner Meinung nach immer auslösen sollten.

Was mich etwas gestört hat war die Zeit in der die Geschichte geschrieben ist. Der Schreibstil selbst gefiel mir gut, doch die Gegenwartsform irritierte mich. Ich habe das schon öfters gemerkt, dass ich einfach viel lieber Bücher lese, die in der Vergangenheit geschrieben sind. Auch hier fiel mir das wieder extrem auf. Interessant finde ich hierbei auch die Tatsache, dass das tatsächlich auch meinen Lesefluss behindert und mir teilweise etwas den Spaß am Lesen nimmt.

Ansonsten ist das Buch aber wirklich sehr spannend. Zu keiner Zeit ist wirklich vorhersehbar, was auf uns als Leser zukommt. Die Spannung bleibt über die komplette Zeit aufrecht erhalten und erst zum Schluss wird einem alles klar.

Schade finde ich ein wenig dass das Cover recht wenig aussagt, was der Geschichte nicht wirklich gerecht wird. Ich denke im Buchladen wäre dieses Buch mal wieder ein Exemplar, an dem ich komplett vorbei gelaufen wäre. Zwar passt das Cover auf der einen Seite durchaus zur Geschichte, doch die dunklen Farben lenken das Augenmerk nicht wirklich auf das Buch.

Fazit:
Bis auf die Erzählform in der Gegenwart, hat mir dieses Buch wirklich gut gefallen. Eine spannende Idee, die gut umgesetzt wurde, fesselt von der ersten bis zur letzten Seite.


Sonntag, 18. Juni 2017

Rezension "Die Attentäter"

Titel: Die Attentäter
Autor: Antonia Michaelis
Verlag: Oetinger
Seitenzahl: 447
ISBN: 978-3-7891-0456-5
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €

(c) Oetinger
Zum Inhalt:
Drei junge Freunde, die im gleichen Haus in Berlin aufgewachsen sind. Ihre komplette Kindheit verbrachten sie zusammen, doch je älter sie werden, desto mehr leben sie sich auseinander. Besonders Cliff scheint seinen Platz in der Welt noch nicht gefunden zu haben und so konvertiert er zum Islam und verschwindet spurlos. Für Alain und Margarete bricht eine Welt zusammen, hatten sie doch geglaubt, sie wären ewig miteinander befreundet. Als Cliff ein Jahr später wieder auftaucht, scheint alles gut zu werden, doch der Schein trügt, denn Cliff ist nicht mehr der, der er einmal war.

Meine Meinung:
Ich habe bereits vor diesem Buch etwas von Antonia Michaelis gelesen. Besonders "Der Märchenerzähler" blieb mir in sehr eindrücklicher Erinnerung. Leider nicht in durchweg positiver. Das Buch war zwar wahnsinnig packend geschrieben, doch die Erzählung selbst, war so düster, dass mich das Buch komplett runtergezogen und deprimiert zurück gelassen hat.

Trotzdem wagte ich mich an "Die Attentäter", ein hochaktuelles, brisantes und extrem wichtiges Thema. Auch dieses Mal hat Michaelis natürlich ein Thema gewählt, welches extrem düster und negativ ist, doch dieses Mal ging es mir irgendwie anders damit. Ich war sofort gefesselt von Michaelis' eindrücklichem und sehr besonderen Schreibstil, der das Thema Attentäter perfekt umsetzt. Von der ersten Seite an, zog mich Michaelis damit in ihren Bann. Ich war geschockt und gleichzeitig so gefesselt, dass ich das Buch nicht zur Seite legen konnte.

Die drei Protagonisten lernt man schon als Jugendliche kennen und die Entwicklung, die diese durchmachen ist teilweise ebenfalls mehr als schockierend. Ich musste sofort meinem Mann davon erzählen, so entsetzt war ich stellenweise. Hier zeichnet sich vor allem schon bei Cliff ab, wie sein weiteres Leben aussehen könnte.

Michaelis hat hier ein - leider - sehr aktuelles Thema gewählt. Hier war vor allem eine gewisse Sensibilität gefragt, denn dieses so umzusetzen, ist sicherlich nicht ganz einfach. Doch sie trifft genau den richtigen Ton, der berührt und zu überzeugen weiß.

Ich bin beeindruckt, wie man ein solch schweres Thema so gut umsetzen kann. Sie schafft es das Thema Terror für Jugendliche und junge Erwachsene aufzubereiten und einem das Thema so nahe zu bringen.

Fazit: 
Ein tolles Jugendbuch, welches unglaublich gut geschrieben ist und ein schwieriges Thema sensibel umsetzt.

Samstag, 17. Juni 2017

Rezension "Das Mona-Lisa-Virus"

Titel: Das Mona-Lisa-Virus
Autor: Tibor Rode
Verlag: Lübbe
Seitenzahl: 461
ISBN: 978-3-7857-2567-2
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €

(c) Lübbe
Zum Inhalt:
Als eine Gruppe Schönheitsköniginnen verschwindet ist die Aufregung selbstverständlich groß. Als diese jedoch völlig entstellt wieder auftauchen, wird diese noch größer. Wer tut so etwas? Und aus welchem Grund? Weitere Ereignisse, die zunächst nicht in einem offensichtlichen Zusammenhang damit stehen, stellen die Wissenschaftlerin Helen vor ein Rätsel. Als zudem ihre Tochter verschwindet, ist es endgültig vorbei mit der Ruhe und die Jagd nach einem uralten Geheimnis beginnt.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist wahrlich nichts für schwache Nerven. Der Autor nimmt auch bei brutalen Szenen kein Blatt vor den Mund und beschreibt alles detailliert.

Zudem ist es ein Buch, welches man auf gar keinen Fall einfach so nebenbei runter lesen kann. Denn die ständigen Ortswechsel erfordern schon einiges an Aufmerksamkeit, sodass man nicht raus kommt. Auch wenn man müde ist, ist das Buch deswegen nicht wirklich zu empfehlen.

Leider konnte mich dieser Thriller nicht so ganz überzeugen. Ich wurde mit der Schreibweise des Autors nie so wirklich warm und auch mit dem häufigen Szenenwechsel kam ich nicht so richtig zurecht.

Ich kann eigentlich nicht sagen, dass das Buch nicht spannend war. Das würde nicht stimmen, doch irgendwie zog es mich einfach nicht so richtig in seinen Bann. Manchmal gibt es das ja, dass man nicht wirklich erklären kann, warum einem ein Buch nicht so richtig gefällt, aber hier war das leider der Fall. Es fesselte mich nie so richtig und überzeugte mich nicht wirklich, was ich echt sehr schade finde. Der Klappentext klang nämlich eigentlich sehr gut und die Art mehrere Geschehnisse miteinander zu verknüpfen ist oft eine sehr gute, um Spannung zu erzeugen.

Im Nachhinein denke ich, dass ich es schon aufgrund des Covers hätte ahnen können. Denn dieses gefällt mir irgendwie überhaupt nicht. Ich denke im Laden hätte ich niemals zu diesem Buch gegriffen, da es für mich viel zu nichtssagend ist.

Fazit:
Mir fällt es total schwer in Worte zu fassen, was ich für eine Meinung zu diesem Buch habe. Es war nicht so richtig schlecht, aber auch nicht herausragend gut. Ich finde diese Rezensionen von Büchern, die einfach nur so mittelmäßig sind, sind immer die schwersten. Man hat weder große Kritikpunkte, noch kann man in Begeisterungsstürme ausbrechen. Und genau das ist hier eben auch so. Deswegen bleibt mir auch nicht viel mehr zu sagen, als, dass mich dieses Buch nicht überzeugen konnte, es jedoch keinesfalls eines ist, welches wahnsinnig schlecht ist und von dem ich jedem abraten würde.