Montag, 26. September 2016

Rezension "Kein Kuss wie dieser"

Titel: Kein Kuss wie dieser
Autor: Tanja Voosen
Verlag: Impress 
Seitenzahl: 360
ISBN: 978-3-646-60272-2
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab 14

(c) Impress
Zum Inhalt:
Quinn küsst niemals ein Mädchen, dafür tut er aber alles andere, zumindest sagt das sein Ruf. Jessa tut niemals alles andere, dafür sieht sie die Sache mit dem Küssen nicht so eng. Als die beiden sich auf einer Party begegnen, sind sie wie Feuer und Wasser. Sie können sich nicht riechen und als Jessa dann plötzlich auch noch tief in Quinns Schuld steht, ist das Chaos vorprogammiert. Doch Jessa wäre nicht Jessa, wenn sie nicht DIE Idee hätte. Da sie in den Ferien gar nicht da ist, kann Quinn ihre "Schulden" ja gar nicht einfordern. Doch weit gefehlt, Quinn taucht an ihrem Urlaubsort auf und plötzlich fahren ihre Gefühle Achterbahn.

Meine Meinung:
Dies ist nicht mein erstes Buch von Tanja Voosen. Von ihrem anderen "Emily lives loudly" war ich schlicht und einfach nur begeistert. Natürlich war meine Erwartung und auch meine Hoffnung dementsprechend hoch, hier ebenfalls ein ähnliches Lesevergnügen zu bekommen.

Ich muss leider zugeben, dass ich zu Beginn so ein wenig meine Schwierigkeiten hatte, richtig in die Geschichte einzutauchen. Mir fehlte Tanjas Humor, den ich eigentlich so sehr liebe und irgendwie wurde ich nicht wirklich warm mit der Story.

Doch als ich dann länger an der Geschichte dran blieb, Quinn und Jessa besser kennenlernte, gefiel mir die Geschichte von Seite zu Seite besser. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, war völlig fixiert vom Geschehen. Der Tanz, den die beiden umeinander aufführen, das Hin und Her fand ich hier überraschenderweise überhaupt nicht nervig, sondern sehr gelungen und spritzig erzählt.

Und nach und nach kam dann auch Tanjas Humor wieder durch. Vom Gefühl her, würde ich jetzt zwar sagen, dass er nicht ganz so stark vorhanden ist, wie bei ihrem anderen Buch, doch es gab dann immer mehr stellen bei denen ich schmunzeln oder lachen musste. Tanja hat eine herrlich sarkastische Ader, die mir extrem gut gefällt. Und so stattet sie natürlich auch ihre Protagonisten, hier vor allem Jessa mit eben jenem Humor aus.

Beide Protagonisten sind super durchdacht und toll beschrieben. Mir gefiel vor allem Quinn sehr gut. Der junge Mann hat unglaublich viele Facetten, die man erst nach und nach zu Gesicht bekommt. So denkt man am Anfang wirklich nicht sonderlich positiv über ihn. Doch das ändert sich, je mehr man ihn kennenlernt. Beide, sowohl Jessa, als auch Quinn, haben keine leichte Zeit hinter sich. Und in beiden konnte ich mich aufgrund dessen ein bisschen wiederfinden. Sehr schnell wuchsen mir beide ans Herz und je länger die Geschichte ging, desto klarer wurde, dass mir die beiden unglaublich fehlen würden, wenn die Geschichte rum ist.

Und genau so ist es auch. Ich vermisse Jessas Humor, ich vermisse die Chemie zwischen ihnen beiden und vor allem vermisse ich auch die Umgebung, in der die beiden Urlaub machen. Tanja beschreibt diese so toll, dass ich mich teilweise so gefühlt habe, als wäre ich selbst schon mal dort gewesen.

Fazit:
Letztendlich konnte mich auch dieses Buch von Tanja Voosen überzeugen und begeistern. Ich hatte zwar anfänglich meine Schwierigkeiten, doch als ich mit den Protagonisten warm wurde und immer mehr von Tanjas Humor durchkam, stand dem Lesevergnügen nichts mehr im Weg.

Sonntag, 25. September 2016

Rezension "Wenn du vergisst"

Titel: Wenn du vergisst (Band 1/3)
Autor: Heidrun Wagner/Illustrationen von: Miri D'oro
Verlag: Oetinger34
Seitenzahl: 235
ISBN:  978-3-95882-028-9
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 9,99 €
Alter: ab 14

(c) Oetinger
Zum Inhalt:
Aufwachen und nicht mehr zu wissen, wie man an die Stelle gekommen ist und wer man ist? Genau das passiert dem unbekannten Mädchen. Ein Junge findet sie und bringt sie ins Krankenhaus, in dem sie medizinisch versorgt wird. Doch die Amnesie bleibt. Als dann einige Tage später Menschen auftauchen, die behaupten ihre Eltern zu sein und sie mit in ihr altes Leben nehmen, ist sie völlig verwirrt. Irgendetwas stimmt nicht. Man hält ihre Vergangenheit komplett von ihr fern und sie hat keine Ahnung warum. Was ist bloß so schreckliches geschehen, was sie nicht wissen darf? 

Meine Meinung:
"Wenn du vergisst" ist ein ziemlich außergewöhnliches und besonderes Buch. Hier bekommt der Leser die Geschichte nicht nur in Textform erzählt, nein auch Bilder untermalen das Geschehen.

Und genau diese Bilder sind super in die Geschichte eingebunden. Da die Hauptperson selber gerne zeichnet, hat man das Gefühl mittendrin im Geschehen zu sein. Man sieht was sie zeichnet und bekommt zudem Bilder der verschiedenen Orte und Personen. Mal umfasst ein Bild eine ganze Seite, mal sind es nur kleine Bilder am Rand. Das ist wirklich total klasse.

Und auch die Geschichte selbst ist richtig super. Ich habe zwar einen kurzen Moment gebraucht um mich an die Kombination Bild/Text zu gewöhnen, doch dann war ich einfach nur begeistert. Sobald ich an der Geschichte dran blieb, kam ich kaum noch von ihr los. Sie fesselte mich total und ich wollte einfach nur hinter das Geheimnis der Hauptperson kommen. Die Autorin ist echt fies. Sie wirft einem immer nur kleine Brocken hin, weswegen man das Geschehen nie in seiner Gesamtheit überblicken kann.

Es wird immer mehr klar, dass so gut wie alle in der Geschichte ein Geheimnis oder etwas zu verbergen hat. Keiner sagt alles, was er weiß oder auch nur annähernd die Wahrheit. Als die Autorin dann Teile der Geschichte auflöst, war ich total überrascht. Damit hatte ich so nicht gerechnet. Allerdings bleibt vieles weiterhin im Dunkeln. Denn dieser Band ist der Beginn einer Trilogie. Zum Glück kommt der nächste Band schon im November, sodass ich nicht allzu lange warten muss. Denn als ich das Buch zuschlug war ich schon etwas entgeistert. Die Cliffhanger sind mega fies und eigentlich brauche ich sofort die Fortsetzung.

Ich bin echt begeistert, dass dieses tolle und außergewöhnliche Buch seinen Weg zu mir gefunden hat. Ich bin froh, dass ich in diese einzigartige Geschichte abtauchen durfte und freue mich schon unglaublich auf die weiteren beiden Teile. Denn ich muss unbedingt wissen, wie das ganze ausgeht und wer da nun was zu verbergen hat.

Fazit:
Ein super Buch. Eine mega gelungene Kombination aus Text und Bild. Leute lest dieses Buch, es ist ein ganz besondere Schatz!

Freitag, 23. September 2016

[Mitternachts-Challenge] "Im dunklen dunklen Wald"

(c) dtv
Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch eine Bloggeraktion von dtv vorstellen. Und zwar die Mitternachtschallenge. Das tolle an dieser Aktion ist, dass alle Teilnehmer das Buch bekommen! Ist das nicht super? Ihr habt heute noch genau bis Mitternacht Zeit, teilzunehmen. Was ihr dafür tun müsst findet ihr hier *KLICK*

Meine Antwort auf die von dtv gestellte Frage:
1.) Der Junggesellinnenabschied soll in Northumberland stattfinden.
2.) Ich bin schon verheiratet. Und hatte gar keinen Junggesellinnenabschied. Ich wollte das auch nicht wirklich. Ich hatte Angst vor peinlichen Spielen, die ich niemals mitgemacht hätte und so kam auch niemand auf die Idee so etwas für mich zu machen. Hätte es aber doch einen gegeben, dann hätte ich einfach ein nettes Zusammensein schön gefunden. Z.B. in einem Restaurant, einer Cocktailbar oder auch bei einem schönen Picknick. Mehr hätte ich gar nicht gebraucht.

Hier habe ich noch einige Infos zum Buch für euch:

(c) dtv
23. September 2016
978-3-423-26123-4
15,90 € [D]
*KLICK*

Sonntag, 11. September 2016

Rezension "To all the boys I loved before"

Titel:To all the boys I loved before
Autor: Jenny Han
Verlag: Hanser
Seitenzahl: 350
ISBN:  978-3-446-25081-9

Einbindungsart: Broschiert
Preis: 16,00 €

Zum Inhalt:
Lara Jean war schon oft verliebt, doch nie stieß dieses Gefühl auf Gegenliebe. Und so beschließt sie Abschiedsbriefe an die Jungen zu schreiben, von denen sie sich dringend entlieben muss. Natürlich nicht mit der Absicht, dass irgendwer diese Briefe jemals zu Gesicht bekommt. Nein viel mehr ist es ihre eigene Therapie, die im Verborgenen bleiben soll. Doch eines Tages werden die Briefe plötzlich an ihre Empfänger zugestellt. Lara Jean hat keine Ahnung, wer dafür verantwortlich ist. Leider steckt sie jetzt in großer Erklärungsnot und es kommen Steine ins Rollen, mit denen sie so nie gerechnet hätte.

Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch von Jenny Han. Ich habe schon oft gehört, dass die Autorin klasse sein und toll schreiben muss. Nun kam ich endlich dazu mich selbst davon zu überzeugen.

Ich wurde zum Glück nicht enttäuscht. Als erstes fiel mir sehr positiv auf, dass die Autorin extrem authentisch schreibt. Da sie selbst Asiatin ist, lässt sie das natürlich auch in ihre Geschichte einfließen. Ihre Hauptperson ist selbst halbe Asiatin und immer wieder gibt es z.B. Essen aus dieser Gegend. Dies fand ich echt klasse. Vor allem, da ich selten Bücher mit diesem asiatischen Flair lese.

Auch die Idee für die Geschichte finde ich super. Die Abschiedsbriefe, die Lara Jean schreibt sind einfach eine echt witzige Idee. Toll finde ich es auch, dass man als Leser nach und nach tatsächlich Einblick in diese Briefe bekommt. Die Entwicklung, die durch diese Briefe zustande kommt, ist ebenfalls sehr gelungen. Es hat Spaß gemacht, Lara Jean auf ihrem Weg zu begleiten.

Die Personen sind einer der wenigen Kritikpunkte an diesem Buch. Lara Jean, Peter und Josh mochte ich wirklich gerne. Sie waren mir total sympathisch und facettenreich beschrieben. Jedoch fand ich Laras Schwestern ganz übel. Vor allem die fast 10-jährige Kitty fand ich extrem nervig. Wie die sich teilweise Lara gegenüber verhält und dass diese sich das auch noch gefallen lässt, da musste ich echt immer mal wieder den Kopf schütteln. Und auch Lara Jeans große Schwester Margot, die schon ziemlich zu Beginn des Buches nach Schottland geht fand ich alles andere als sympathisch. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass diese Familie nicht so ganz normal ist. Margot wirkte auf mich kalt und berechnend und auf keinen Fall so erwachsen, wie sie gerne sein wollte. Dies alles machte mich stellenweise dann doch etwas aggressiv und nahm mir die Lesefreude ab und an ein wenig.

Das Ende bleibt ein bisschen offen. Allerdings soll nächstes Jahr die Fortsetzung zu diesem Buch erscheinen. Darauf freue ich mich schon sehr, denn ich muss unbedingt wissen, wie es mit Lara Jean und vor allem Lara Jean und der Liebe weitergeht. Ich finde es ein bisschen schade, dass die Geschichte nicht in einem Buch zu Ende erzählt wurde, denn natürlich habe ich mich schon sehr auf das Ende gefreut und auch so meine Hoffnung bezüglich diesem gehabt habe.

Fazit:
Eine authentische, gut geschriebene Geschichte, deren Ende ein bisschen offen bleibt (Teil 2 erscheint 2017) und bei der mich lediglich ein Teil der Protagonisten etwas gestört hat. 

Donnerstag, 8. September 2016

Rezension "Das wahrscheinlich schönste Kind der Welt"

Titel: Das wahrscheinlich schönste Kind der Welt
Autor: Joachim Brandl
Verlag: Kösel 
Seitenzahl: 128
ISBN:  978-3-466-31072-2  
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,99 €

(c) Kösel
Meine Meinung:
Vielleicht kennen einige von euch den Autor schon aus der Zeitschrift "Eltern". Dort schreibt er unterhaltsame Kolumnen für Mütter und Väter über das Elternsein.

Und auch in diesem Buch berichtet er auf äußerst humorvolle Art von seinen Erfahrungen, während der Schwangerschaft, Geburt und natürlich mit dem "schönsten Kind der Welt". Ich musste nicht nur einmal herzhaft lachen und sehr oft auch schmunzeln. Wenn man selbst gerade erst ein Kind bekommen hat, kann man sich in vielen Situationen selbst erkennen und muss gerade deswegen lachen. Vieles, was er beschreibt kommt einem so bekannt vor und trotzdem ist das Buch einfach nur unterhaltsam.

Die Kapitel sind jeweils sehr kurz gehalten. Zwei bis drei Seiten machen das Buch zum idealen Begleiter für Zwischendurch. Selbst, wenn man mal nur fünf Minuten Zeit hat, kann man kurz in das Buch reinlesen. Die Kapitel sind unabhängig voneinander sodass man das Buch auch super unterbrechen kann.

Besonders schön finde ich auch, dass es sich sowohl für Mütter als auch Väter eignet. Und so hatten mein Mann und ich gleichermaßen Spaß an dem Buch. Unterhielten uns über die einzelnen Kapitel, lachten gemeinsam. Ich finde hier hat man auch das ideale Geschenk zur Geburt. Das Buch ist weder belehrend noch in sonst einer Form ein Ratgeber. Es ist einfach super erfrischend von jemandem zu lesen, der die selben Erfahrungen gemacht hat, wie man selbst und dies auch noch sehr humorvoll schildert. Jemand, der auch nachts nicht schläft, der auch mal überfordert ist und dies auch zugibt.

Fazit: 
Ein super unterhaltsames Buch für Mütter und Väter, ein tolles Geschenk zur Geburt, in dem der Autor humorvoll über seine Erfahrungen mit "seinem schönsten Kind der Welt" berichtet und mich damit nicht nur einmal zum Lachen brachte. 

Rezension "Dark Memories - Nichts ist je vergessen"

Titel: Dark Memories - Nichts ist je vergessen
Autor: Wendy Walker
Verlag: Fischer / Scherz
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €

(c) Fischer
Zum Inhalt:
Jenny wurde vergewaltigt. Doch sie kann sich an nichts erinnern. Gemeinsam mit den Ärzten beschlossen ihre Eltern, ihre Erinnerungen an diese schreckliche Tat, durch Medikamente auszulöschen. Doch Jenny kommt nicht zur Ruhe. Sie muss wissen was passiert ist. Zudem ist der Täter immer noch auf freiem Fuß. Und so gelangt sie letztendlich in die Praxis eines Psychiaters, der versucht, gemeinsam mit ihr an ihre Erinnerungen zu kommen. Was jedoch dabei herauskommt, damit hätte sie niemals gerechnet.

Meine Meinung:
Beworben wird dieses Buch als "der Thriller des Jahres". Leider kann ich dieser Aussage überhaupt nicht zustimmen.

Von Anfang an, hatte ich große Probleme mit der Geschichte. Ich glaube ich habe alles in allem zwei Monate für dieses Buch gebraucht, immer wieder ein anderes dazwischen geschoben. Weil ich einfach nicht weiter kam. Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Erzählt wird aus der Sicht des Psychiaters. Dieser hat nicht nur Jenny in Behandlung, nein auch ihre Eltern und einige weitere Personen, die für diese Geschichte eine Rolle spielen. Und so erzählt er abwechselnd, was er mit dem jeweiligen Patienten erlebt, was er erfährt. Dies tut er völlig durcheinander, springt auch in der Zeit, was für den Leser allerdings nicht immer ersichtlich ist. Dies fand ich sehr anstrengend.

Was ich ebenfalls extrem krass finde, ist die Beschreibung der Vergewaltigung. Natürlich war mir von Anfang an klar, dass es um dieses Thema gehen wird. Doch dass die Szenen teilweise so detailliert beschrieben werden, schockierte mich extrem. Damit hatte ich nicht gerechnet. Und so konnte ich das Buch niemals abends lesen, denn mit diesen Bildern wollte ich einfach nicht ins Bett gehen.

Abgesehen von der Vergewaltigung dreht sich in der Geschichte grundsätzlich vieles um Sex. In jeglicher Form. Ob in der Ehe, beim Fremdgehen, oder aber auch die verschiedensten Positionen. Oft erschließt sich nicht, was dies für eine Relevanz für die Geschichte haben könnte. Gegen Ende wird das zwar etwas klarer, doch hätte auch ein Teil davon gereicht, denn meiner Meinung nach, war das definitiv zu viel des Guten.

Erschwerend zu dem Ganzen kommt noch hinzu, dass ich keinen wirklichen Zugang zu den Personen gefunden habe. Weder zu Jenny noch zu ihren Eltern, besonders nicht zu dem Psychiater. Letzterer wurde mir sogar von Seite zu Seite immer unsympathischer, weswegen ich immer widerwilliger zu der Geschichte zurück kehrte.

Und leider macht es das Ende auch nicht wett. Da erzählt die Autorin so lange um den heißen Brei herum und dann kommt die Auflösung innerhalb von ein/zwei Sätzen. Ich war total überrascht und las das ganze gleich zweimal, weil ich es einfach nicht glauben konnte. Ich muss zugeben, dass ich mit diesem Ende so nicht gerechnet hatte, doch überzeugen konnte mich das nicht. Es wirkte alles irgendwie aus der Luft gegriffen und nicht so richtig schlüssig. Zwar gibt es am Ende einige Erklärungen die durchaus Verständnis für verschiedene Situationen schaffen, doch mehr auch nicht. Ich bin wirklich enttäuscht.

Fazit:
Dieses Buch war für mich auf gar keinen Fall "der Thriller des Jahres". Viel mehr hat es mich fast komplett enttäuscht. Der sehr spezielle Schreibstil der Autorin ist extrem gewöhnungsbedürftig, die Charaktere nicht überzeugend und die Auflösung gefiel mir gar nicht. Schade!

Mittwoch, 7. September 2016

Rezension "Malou - Diebin von Geschichten"

Titel: Malou - Diebin von Geschichten
Autor: Lisa Rosenbecker
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-646-60263-0
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Malou ist eine Anti-Muse. Sie nimmt den Menschen ihre Ideen für Geschichten - durch einen Kuss. Dadurch soll das Gleichgewicht zwischen guten und schlechten Ideen herstellen. Also eigentlich gar nicht so schlimm, denkt sich Malou. Bis eines Tages zwei ihrer Klienten ermordet werden und es eindeutig ist, dass diese Morde in einem Zusammenhang mit ihr stehen. Und als wäre das nicht genug, ist da noch der Kollege ihrer Mutter. Chris Lansbury guckt immer so finster, ist aber eigentlich ganz süß. Nein, halt, das hat sie jetzt natürlich nicht gedacht.

Meine Meinung:
Von Musen hat ja sicher jeder von euch schon mal gehört. Anti-Musen kannte ich bis zu diesem Buch nicht. Was zunächst etwas merkwürdig klang, ist einfach nur eine geniale Idee der Autorin.

Das Buch hat mir von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur super gefallen. Ich liebe es! Ich bin gerade echt so traurig, dass es schon vorbei ist. Wie sehr werde ich Malou, Emma, Thia, Chris, Malous Mutter und das Litersum vermissen. Ich finde da muss unbedingt eine Fortsetzung her.

Die Autorin punktet mit unglaublich kreativen Themen, die so für mich alle komplett neu waren. Musen, Anti-Musen, Erfinder, Blockaden, Flashs. Rosenbecker hat hier eine super kreative, authentische Welt erschaffen, die total überzeugt. Für mich war so gut wie jede ihrer Ideen neu und innovativ. Das Litersum ist super beschrieben, die Welten der Buchcharaktere einfach nur super.

Auch die Charaktere sind super gelungen. Natürlich mag ich besonders gerne Malou und natürlich Chris *hust*. Malou ist die Sympathieträgerin schlechthin. Obwohl sie eine Anti-Muse ist, wirkt sie zu keinem Zeitpunkt schlecht oder böse. Zusammen mit Emma, versucht sie die Geschehnisse aufzuklären. Und dann ist da natürlich auch noch Chris. Er und Malou sind einfach nur so süß zusammen. Ich bin nicht nur einmal dahingeschmolzen. Die beiden tragen dazu bei, dass die perfekte Dosis Liebe in der Geschichte zu finden ist.

Alle Charaktere sind äußerst liebevoll und richtig gut ausgearbeitet. Sie haben Tiefgang und bleiben zu keinem Zeitpunkt blass. Jeder ist unverwechselbar gestaltet. Und egal ob gut oder böse, sie werden mir alle noch sehr lange im Gedächtnis bleiben.

Mit der Wendung und Auflösung am Ende der Geschichte, hatte ich so nicht gerechnet. Die Autorin überraschte mich am Ende total und hatte alles super durchdacht. Ihre Ideen sind auch hier grandios und runden die Geschichte perfekt ab. Durch das überraschende Ende bleibt die Geschichte über die komplette Zeit sehr spannend, denn natürlich wollte ich unbedingt wissen, wer denn nun die Morde begangen hat und vor allem warum.

Fazit:
Ein absolut perfektes Buch. Grandiose Ideen treffen auf sympathische und liebevoll gestaltete Charaktere, eine spannende Handlung und eine wunderschöne Liebesgeschichte.

Mittwoch, 31. August 2016

Rezension "Einmal"

Titel: Einmal
Autor: Morris Gleitzman
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-31248-8
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 6,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Felix lebt seit über 3 Jahren in einem Waisenhaus. Niemand darf wissen, dass er Jude ist. Denn für Juden ist es keine gute Zeit. Die Nationalsozialisten ziehen durch die Lande und verbrennen Bücher. Doch natürlich nicht nur diese. Felix beschließt seine Eltern, die nicht tot sind, sondern Buchhändler auf der Flucht, vor den Nazis zu warnen und läuft aus dem Waisenhaus davon. Allerdings hat er dabei nicht bedacht, wie gefährlich diese Reise für einen 9-jährigen Jungen tatsächlich werden kann.

Meine Meinung:
"Einmal" ist ein Kinderbuch für Kinder ab 11 Jahren. Es spielt zur Zeiten des Nationalsozialismus und verpackt dieses sehr ernste und heftige Thema äußerst kindgerecht.

Jedes Kapitel beginnt mit dem Wort "Einmal...." und greift so jedes Mal den Titel wieder mit auf. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Felix. Der kleine 9-jährige Junge ist sehr naiv und glaubt eigentlich immer nur das Gute. Dies finde ich fast noch herzzereißender. Er denkt sehr lange, dass die Nazis nur gutes Tun und weiß - zum Glück - überhaupt nicht, was tatsächlich vor sich geht. Völlig unbedarft macht er sich auf die Suche nach seinen Eltern und trifft dabei die kleine Zelda, deren Eltern den Nazis zum Opfer gefallen sind.

Allerdings ging mir Zelda nach einer Weile etwas auf die Nerven. Sie ist ein altkluges 6-jähriges Mädchen, das Felix immer wieder verbessert. Natürlich versteht sie nicht so genau was passiert und vermisst ihre Eltern, doch trotzdem stellt sie Felix immer als dumm hin, anstatt, dass sie dankbar ist, dass er ihr quasi das Leben gerettet hat. Dies wurde mit der Zeit anstrengend. 

Der Schreibstil des Autors ist angenehm zu lesen. Ich finde es gut, dass er sich diesem schweren Thema annimmt und dies für Kinder aufbereitet. Trotzdem kommt natürlich die Schwere des Themas deutlich zu merken.

Einfühlsam, aber doch sehr deutlich berichtet der Autor von der Schreckensherrschaft der Nazis. Er lässt die Kinder zu Wort kommen, die immer an das Gute glauben, egal wie schlimm ihre Welt gerade ist, aber auch die Erwachsenen, die ihnen erklären, was wirklich vor sich geht.

Ein berührendes Buch, das mich nicht nur einmal hat schlucken lassen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ein 11-jähriges Kind dieses Buch wirklich verkraftet. Natürlich beschreibt der Autor alles kindgerecht, doch dass Thema ist so heftig, dass es sogar mich extrem mitnimmt, sodass ich mir nicht sicher bin, ob ich das meinem Kind geben würde. Ich würde da eher noch einige Jahre warten und das Buch ab 15 empfehlen.

Fazit:
Einfühlsames Kinderbuch, über ein extrem bedrückendes Thema, für das ich die Altersangabe allerdings etwas zu niedrig finde. 



[Monatsaufgabe] Carlsen-Summer-Reading-Challenge

(c) kathrineverdeen
Huhu ihr Lieben,

heute gibt es von mir die letzte Monatsaufgabe zur Carlsen-Summer-Reading-Challenge. Das ging jetzt echt schnell vorbei. Im August möchte Katrin, dass wir ihr unsere literarische Lieblingsfigur aus dem Carlsen-Verlag vorstellen. Ich habe immer wieder darüber nachgedacht, leider kann ich die Aufgabe jetzt nur auf den letzten Drücker erledigen, was ich aber trotzdem tun möchte. Auch die Auswahl einer Figur ist mir echt schwer gefallen. Letztendlich fiel meine Wahl auf eine Figur, die euch sicherlich allen bekannt sein dürfte. Da mein Lieblingsbuch immer noch ungeschlagen Harry Potter ist dürfte das nicht verwundern. Meine Wahl fiel jedoch nicht auf den Helden selbst, nein ohne seine vielen Freunde wäre er ja nie so weit gekommen. Und so fiel meine Wahl eindeutig auf Hermine Granger!

Hermine Granger

Dieses junge Mädchen, hat mich von Beginn an total begeistert und stellenweise auch an mich erinnert. Gut, ich gebe zu, ich wäre niemals im Leben so mutig wie sie. Doch ihre Neugier, ihre Begeisterung für Bücher und Wissen kamen mir doch sehr bekannt vor. Anfänglich macht sie sich dadurch noch ziemlich unbeliebt. Altklug und besserwisserisch, wie sie ist macht sie sich zunächst keine Freunde. Auch vom Aussehen her, wirkt sie eher wie eine zerstreute junge Dame. Dies ändert sich im Laufe der Geschichte.

Besonders bewundernswert fand ich über die komplette Zeit ihre Loyalität ihren Freunden gegenüber. Sie entscheidet sich immer für das gute und richtige. Nie für den leichten Weg, immer kämpft sie für eine bessere Welt. Und dass obwohl sie in einer Welt landet, die ihr eigentlich komplett fremd ist, da sie unter Menschen aufgewachsen ist.

Schnell werden Harry und Ron zu ihren besten Freunden. Gemeinsam trotzdem sie dem Dunklen und Bösen, welches in der magischen Welt Einzug gehalten hat. Zwischen ihr und Ron fängt es sehr bald an zu knistern, doch lange musste ich warten, bis die beiden sich das eingestehen können. Vom verstaubten Bücherwurm, wird Hermine schließlich zu einer attraktiven jungen Damen, der Ron nicht mehr widerstehen kann. Was habe ich gejubelt, als die beiden endlich zueinander gefunden haben.

(c) Carlsen
Mit ihrer Neugier, ihrem Wissen, ihrer Loyalität und ihrem gesunden Menschenverstand, mit ihrer Liebe, mit ihrem unerschütterlichen Glauben an das Gute, ist Hermine eine unglaubliche Bereicherung für dieses Buch. Dieser Charakter beeindruckt mich noch heute nachhaltig. Ohne sie wären Harry und Ron oft nicht aus brenzligen Situationen rausgekommen, ohne sie wäre der Sieg über Voldemort vermutlich niemals geglückt. Und so ist sie eigentlich die wahre Heldin dieses Buch.

Verkörpert von Emma Watson, wird ihr in den Filmen auf grandiose Weise leben eingehaucht. Watson verkörpert alles, was Hermine im Buch so sehr ausmacht. Die gelungene Darstellung unterstreicht nachdrücklich, wie bedeutsam Hermine für die Geschichte rund um Harry Potter ist.

Gäbe es Hermine Granger im wahren Leben, ich wäre sicher gerne mit ihr befreundet. Denn über Bücher kann man immer reden und so würden uns die Gesprächsthemen wohl nie ausgehen!

Rezension "Royal - Eine Krone aus Stahl"

Titel: Royal - Eine Krone aus Stahl (Bd. 4)
Autor: Valentina Fast
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-646-60171-8
Einbindungsart: ebook
Seitenzahl: 253
Preis: 3,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Das Ende der Auswahl kommt immer näher. Am Ende dieser Woche wird bekannt gegeben, wer der Prinz ist und welche zwei Mädchen in die letzte Runde kommen. Dies schürt natürlich die Spannung unter den Kandidatinnen. Und auch Tanya wird immer unsicherer was oder viel mehr wen sie eigentlich will. Als der Tag der Enthüllung kommt gibt es eine große Überraschung. Doch damit nicht genug. Irgendwer scheint es auf Tanya abgesehen zu haben und sie zu verfolgen. Sie gerät in große Gefahr.

Meine Meinung:
Und schwupps, so schnell habe ich den vierten Band dieser Reihe verschlungen. Mittlerweile ist die Reihe fast schon zu einer Art Sucht geworden.

Die Charaktere habe ich so lieb gewonnen, dass ich fast damit rechne, dass sie mir irgendwo in echt begegnen. Valentina Fast schafft hier authentische Figuren mit Ecken und Kanten, die alle unterschiedlich und auf ihre Art liebenswert sind.

Ich habe das Gefühl, diese Reihe wird von Band zu Band spannender. Bisher ist dieser 4. Band auf jeden Fall der spannendste von allen. Nicht nur dass enthüllt wird wer der Prinz ist, womit ich übrigens im vierten Teil noch gar nicht gerechnet hatte. Nein es gibt immer wieder dunkle Gefahren, bei denen mal als Leser miträtselt, was denn nun dahinter stecken könnte.

Auch die Liebe kommt hier wieder nicht zu kurz. Es gibt viele romantische Szenen, aber auch einige, bei denen ich die Protagonisten gerne packen und gegen die Wand drücken wollte. Tanya handelt nicht nur einmal ziemlich naiv, doch irgendwie kann ich sie oft auch verstehen. Sie macht sehr deutlich, was das Verliebtsein mit ihr macht. Dies bringt die Autorin wirklich schön rüber.

Ich finde es klasse, wie die Autorin von Band zu Band mehr ihr Potential zeigt und immer wieder neue Ideen einbringt. So nimmt die Geschichte immer wieder eine Wendung, mit der ich so gar nicht gerechnet hatte. Dachte ich zu Beginn der Reihe ich bekomme hier lediglich eine kitschige Liebesgeschichte, so belehrte mich die Autorin nicht nur einmal eines Besseren.

Fazit:
Auch dieser 4. Band ist super. Bisher gefällt dieser Band mir sogar am besten von der ganzen Reihe!