Mittwoch, 1. Oktober 2014

Rezension "Emily lives loudly"

Titel: Emily lives loudly
Autor: Tanja Voosen
Verlag: Carlsen Impress
Seitenzahl: 340
ISBN: 978-3-646-60072-8
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

(c) Carlsen Impress
Zum Inhalt:
Emily will unbedingt an die Mayenheim Art Academy. Dafür muss sie jedoch ihren Film nochmal überarbeiten, denn sie als Bewerbung eingereicht hatte. Und so beschließt sie einen neuen Film zu machen, über Klischees. Sie selbst ist die Testperson, denn es geht um das Klischee, dass sie sich in den besten Freund ihres Bruders verlieben will. Doch sie muss feststellen, dass Klischees mit Vorsatz irgendwie so gar nicht zu funktionieren scheinen, denn das Leben scheint andere Pläne mit ihr zu haben. Und so schlägt jeder Versuch fehl, dem besten Freund ihres Bruders in irgendeiner Form nahe zu kommen. Und dann ist da auch noch Austin, Austin mit dem Bad-Boy-Image, für den sie doch eigentlich gar nichts übrig hat, oder?

Meine Meinung:
Selten brachte mich ein Buch so zum Lachen wie "Emily lives loudly". Mit ihrer humorvollen Art zu erzählen, packte mich Tanja Voosen von der ersten Seite an.

Die Geschichte scheint an sich nichts neues zu sein, doch ist sie hier so perfekt umgesetzt, dass ich einfach gar nicht anders kann, als jedem, der es hören will - oder auch nicht - von diesem Buch vor zu schwärmen.

Von der ersten Seite an begeisterte mich Voosen, packte mich und ließ mich bis zur letzten Seite nicht mehr los. Stellenweise lag ich lachend im Bett und mir liefen fast die Tränen über das Gesicht, so witzig und sarkastisch ist die Geschichte. Die Kunst ist hierbei, dass die Geschichte niemals blöd wird, sondern immer Humor auf hohem Niveau bietet und mit einer einzigartigen ironischen Protagonistin ein ums andere Mal zu punkten weiß.

Neben Emily sind auch die anderen Protagonisten sehr gut gelungen. Sie passen alle einfach wahnsinnig gut zusammen und runden die Geschichte so perfekt ab. Jede Person ist einzigartig gestaltet, jede hat ihren Charakter, sodass keine neben den anderen blass wirkt. 

Die Sprache ist so herrlich locker leicht, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Manche Stellen musste ich mehrfach lesen, da ich die Wortspiele einfach so urkomisch fand, dass ich nicht umhin konnte sie wieder und wieder zu lesen und jedes Mal aufs neue in Lachen auszubrechen.

Und auch die Geschichte selbst hält so einiges an Überraschungen parat. Flott erzählt, kommt nie Langeweile auf und ich war extrem traurig, als die Geschichte schon zu Ende war. Ich werde in jedem Fall auch zum nächsten Buch der Autorin greifen, denn sie hat mich von der ersten bis zur letzten Seite restlos und ohne jegliche Einschränkung überzeugt.

Ich bin wirklich extrem begeistert von dieser Geschichte. Schon lange hat mich kein Buch mehr mit so einem positiven Gefühl zurückgelassen, wie dieses. Es bietet genau die richtige Mischung und einen Humor, der so einmalig ist, dass er seinesgleichen sucht! Bitte, bitte mehr davon!

Fazit:
Ich bin begeistert! Mehr kann ich hier eigentlich auch nicht sagen! Lest dieses Buch, es wird euch einige Stunden köstlich unterhalten und zufrieden zurück lassen!

Dienstag, 30. September 2014

Rezension "LiebesBisschen"

Titel: LiebesBisschen
Autor: Laura Seebacher
Verlag: Gräfe & Unzer
Seitenzahl: 160
ISBN: 978-3-8338-3503-2
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €

(c) Gräfe & Unzer
Meine Meinung:
Schon von der Optik her ist "Liebesbisschen" ein absoluter Hingucker. Genau das war auch der Grund wieso ich zunächst einmal nach diesem Buch gegriffen habe. Als ich das Buch aufgeschlagen habe, wusste ich sofort, es würde mich auch inhaltlich überzeugen.

Zunächst erzählt die Autorin ein bisschen von sich selbst und wie sie zum Backen kam. Doch das ist nur ein kurzer Abschnitt und dann geht es auch schon richtig los. Beginnend mit den Basics eignet sich dieses Backbuch auch perfekt für jeden Anfänger. Ich selbst war sehr überrascht zu sehen, wie viele kleine Hilfsmittel es doch gibt, die man beim Backen verwenden kann. Diese werden schön übersichtlich auf einer Seite dargestellt und entsprechend auch kurz erklärt. Zudem gibt es eine weitere Seite mit Erklärungen einzelner kleiner Zutaten, wie Kuvertüre und ähnlichem.

Gerade diese beiden Seiten finde ich sehr hilfreich, wenn man noch nicht oft gebacken hat. Man erfährt das wichtigste kurz und knapp auf zwei Seiten und weiß eigentlich schon, was man braucht, damit man loslegen kann. Auch die nächsten Seiten enthalten weitere Basics wie Grundrezepte für Teig, wie man mit Kuvertüre umgehen sollte und so weiter.

Und dann folgen auch schon die Rezepte, die in verschiedene Kategorien eingeteilt sind. Von "kleinen Sünden" über "Süße Teilchen" bis zu "Kuchen & Mini-Kuchen" und "Haute Couture" ist hier wirklich alles enthalten wofür das Backherz schlägt.

Ob einfach und schnell gemacht, wie Cookies oder Brownies oder auch aufwendige Torten und Kuchen. Das Buch ist an Vielfalt kaum zu übertreffen. Schon beim ersten Durchblättern konnte ich mich kaum entscheiden, was ich zuerst ausprobieren will und so sind es am Ende einige Dinge geworden, die ich zum Glück mit meiner Familie teilen konnte, denn alleine hätte ich das so alles gar nicht essen können. Ein Teil leckerer als das andere, da fiel es wirklich schwer sich zu entscheiden.  Einige Rezepte habe ich ein bisschen abgewandelt, da ich nicht so auf Lebensmittelfarbe stehe, aber das ist wirklich kein Problem, da es ja geschmacklich nichts ausmacht.

Was ich hier besonders gut finde, da ich es oft bei Koch- und Backbüchern vermisse sind die detaillierten Angaben. Wie lange dauert die Zubereitung, wie lange das Backen, was für eine Menge ergibt sich aus dem Teig, was für eine Schwierigkeit hat das Rezept. Zudem sieht man auf den ersten Blick welche Utensilien wichtig sind, was ich ebenfalls richtig toll finde. So konnte ich gleich sehen, welche Form ich dafür brauche und ob ich die da habe oder eher improvisieren muss.

Die klare Aufteilung der Rezepte gefällt mir ebenfalls wirklich gut, da man genau sieht welche Zutaten man wofür braucht und wie die einzelnen Arbeitsschritte aussehen. Diese klare Aufteilung macht es auch besonders für Anfänger leicht die Rezepte nachzumachen.

Ich habe jetzt wirklich einiges aus dem Buch ausprobiert und hatte mit keinem der Rezepte in irgend einer Form Schwierigkeiten, was ich sehr angenehm fand. Es war für mich immer klar, was ich machen musste und wie. Alle Rezepte sind hervorragend gelungen und das kann ich nicht bei jedem Buch sagen. Und hier sind noch einige Bilder meiner Ergebnisse. Vielleicht bekommt ja der ein oder andere Lust, auch etwas davon zu backen:

Blondies = helle Brownies! Seeehr lecker!
Brownies! Zum Niederknien!
Cupcakes mit Himbeercreme - gar nicht so süß wie erwartet!
Doughnuts - Statt Glasur auf die Schnelle Zimt & Zucker verwendet. Ebenfalls sehr lecker und ein Rezept, nachdem ich schon seit Ewigkeiten gesucht habe!
Käsekuchen ohne Boden - Für mich perfekt, da ich den Boden noch nie wirklich mochte!
Mohntorte mit Himbeeren - Nicht ganz mein Fall, aber einfacher zu machen, als es aussieht!
Schokoladen-Cookies mit Walnüssen - sehr lecker! Und man kann sie länger aufheben!
Fazit:
Ein tolles Backbuch, aus dem ich sicher noch das ein oder andere machen werde. Die schönen Fotos und die klare Strukturierung der Rezepte animieren dazu, sofort mit dem Backen los zu legen.

Ich bedanke mich herzlich bei Gräfe & Unzer für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! 

Montag, 29. September 2014

Rezension "Selection - Die Elite" - Hörbuch

Titel: Selection - Die Elite
Autor: Kiera Cass
Verlag: Jumbo (Goya Libre)
Minuten: 4 CDs = 323 Minuten
ISBN: 978-3-8337-3370-3
Einbindungsart: Hörbuch
Preis: 19,99 €
Bezogen über: Blogg dein Buch

Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler, für alle, die Band 1 nicht kennen!

Zum Inhalt:
Noch 6 Mädchen sind übrig, die um die Gunst von Prinz Maxon kämpfen. Sechs Mädchen und eine davon ist America, deren Herz sowohl Maxon als auch ihrer Jugendliebe Aspen gehört. Verzweifelt versucht sie sich für einen der beiden zu entscheiden, doch scheint ihr das nicht möglich zu sein. Und immer wieder wird die friedliche Atmosphäre durch die Angriffe der Rebellen gestört, die America und die anderen nicht nur einmal in Lebensgefahr bringen. Doch dann findet America merkwürdige Notizen und plötzlich scheint alles so gar nicht mehr zusammen zu passen. Ist Maxon wirklich der, für den er sich ausgibt?

Meine Meinung:
Nach langer, langer Zeit habe ich endlich mal wieder ein Hörbuch gehört und es als überraschend angenehm empfunden.

Den ersten Teil der Reihe habe ich noch als Buch gelesen, doch lässt sich die Geschichte auch wunderbar hören. Die Stimme der Sprecherin gefällt mir wirklich gut und ich kann gut nachvollziehen, warum sie mit dieser Stimme eine Wettbewerb gewonnen hat. Sie liest die Geschichte genau in der richtigen Tonlage, sodass mir das zuhören leicht fiel. Zudem liest sie sehr klar und deutlich.

Die Geschichte selbst ist ebenfalls gelungen. Vielleicht nicht ganz  so spannend, wie der erste Teil erzählt "Die Elite" weiter von dem  "Kampf" um die Gunst von Prinz Maxon. Auch hier erinnert wieder einiges an den Bachlor, gibt es doch Zickenkrieg, Liebeleien und und. 

Besonders gut gefallen haben mir die Hintergrund Infos zu dem Land, in dem die Geschichte spielt. Wie es zu den Zuständen kommen konnte, was passiert ist. Leider tritt das manchmal etwas in den Hintergrund und ich hätte mir vielleicht noch etwas mehr davon gewünscht. 

Doch trotz alledem ist die Geschichte auch dieses mal wieder richtig spannend. Zwar geht es in Sachen Prinz Maxon nicht wirklich viel vorwärts doch ist das ganze Geschehen drumherum dafür umso spannender.

America wirkt in diesem Band ab und an etwas  kindisch, ich konnte jedoch die meisten ihrer Gefühle und auch ihr handeln zum größten Teil verstehen. Prinz Maxon war mir hier dafür weniger sympathisch, was unterschiedliche Gründe hatte. Umso mehr Sympathien konnte Aspen bei mir sammeln.

Alles in allem ein ziemlich typischer zweiter Teil, der die Brücke vom ersten zum dritten Teil schlägt. Spannung habe ich zwar nicht vermisst, aber man merkt sehr genau, dass es sich um einen Zwischenteil handelt, da die Story nicht so richtig voran kommt. Trotzdem hat mir das Hörbuch, auch wegen der tollen Sprecherin sehr gut gefallen und mir einige unterhaltsame Stunden geschenkt. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf den dritten Teil und was aus America, Maxon und Aspen wird. 

Fazit:
Ein tolles Hörbuch, dass aufgrund der tollen Sprecherin sehr angenehm zu hören ist und mich mit viel Spannung den dritten Teil erwarten lässt. 

Ich bedanke mich herzlich bei Blogg dein Buch und  Jumbo für die Bereitstellung des Leseexemplars.

 


Mittwoch, 24. September 2014

Rezension "Hope forever"

Titel: Hope forever
Autor: Colleen Hoover
Verlag: dtv
Seitenzahl: 510
ISBN: 978-3-423-71606-2
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,95 €
Hier kaufen *klick*

(c) dtv
Zum Inhalt:
Sky war noch nie wirklich verliebt. Es gab zwar einige Jungs in ihrem Leben, doch echte Gefühle waren nie im Spiel. Doch dann trifft sie auf Dean Holder und alles ist anders. Die Schmetterlinge in ihrem Bauch beginnen nur so zu flattern und Sky ist das erste Mal richtig verliebt. Doch irgendetwas ist komisch an Dean, irgendetwas scheint er vor ihr zu verbergen. Und plötzlich findet Sky Dinge aus ihrer Vergangenheit heraus, die lieber im Verborgenen geblieben wären. 

Meine Meinung:
Nachdem ich "Weil ich Layken liebe" gelesen hatte *KLICK*, war ich restlos begeistert. Auch der zweite Band rund um die Liebesgeschichte von Will und Layken *KLICK* konnte mich von vorne bis hinten überzeugen. Leider konnte "Hope forever" da nicht mithalten.

Auch in diesem Buch beweist Hoover wieder wie toll sie schreiben kann. Ihr Stil hat auch dieses Mal mit einer gewaltigen Sogkraft auf mich eingewirkt. Und auch diese Geschichte las ich praktisch in einem Rutsch durch.

Die Geschichte ist an sich nicht schlecht und auf jeden Fall etwas ganz anderes wie Will & Layken. Zwar hatte gab es die ein oder andere Überraschung, doch vieles war leider zu vorhersehbar.

Haben mir ihre vorhergehenden Liebesgeschichten noch sehr gefallen, so war es mir hier teilweise zu viel des Guten. Es gab Szenen, da hatte ich das Gefühl ich müsste mir erstmal den Schmalz von den Fingern wischen, weil sie so kitschig waren. Da gab es Kussszenen, die kaum zu ertragen waren, da sie über 2-3 Seiten gingen. Ich fand die Geschichte trotz allem ganz schön, aber einfach nicht sooo rund, wie die von Layken & Will. Natürlich sollte man das Buch nicht immer nur an den Vorgängern der Autorin messen, aber bei mir kommt der Vergleich leider zwangsläufig.

Zudem überraschte mich die Autorin damit, dass die Geschichte ziemlich Sexlastig war. Es hat mich nicht direkt gestört, war aber auch in der ein oder anderen Szene zu viel oder hat einfach nicht so zur Geschichte gepasst. Schade.

Schon der Klappentext lässt ja darauf schließen, dass die Geschichte ein dunkles Geheimnis enthüllt. Und das ist auch der Fall. Die Autorin zeigt mit diesem Thema eine ganz andere neue Seite von sich zeigt. Leider war es mir auch hier stellenweise etwas zu viel Drama. Ansonsten beweist die Autorin aber ein tolles Gefühl für Tiefgang und nachdenkliche Geschichten.

Ich lese ja im Moment gerade wirklich gerne Geschichten, die mich mit einem guten Gefühl zurück lassen. Bei "Hope forever" war das zwar nicht der Fall, jedoch ist das eigentlich kein negativer Punkt. Es ist einfach mal etwas ganz anderes und wenn auch dramatisch dann doch irgendwie auch schön. Der mitreisende und packende Stil von Hoover ist einfach einmalig. Deswegen bin ich schon richtig gespannt, wie es mit Sky weitergehen wird.

Colleen Hoover kann definitiv toll schreiben. Sie erzählt Geschichten mit Sogwirkung, die mich auf jeden Fall süchtig machen. Ich habe "Hope forever" ebenfalls sehr gerne gelesen, auch wenn es gegenüber seiner Vorgänger etwas abfällt. Ich kann es kaum abwarten auch das nächste Buch von Colleen Hoover zu lesen. 

Fazit:
Kann nicht ganz mit Will & Layken mithalten, liest sich aber wieder toll und übte die mir schon bekannte Sogwirkung auf mich aus.

Dienstag, 16. September 2014

Rezension "Zirkusmagie"

Titel: Zirkusmagie
Autor: Hannah Siebern
Verlag: Carlsen Impress
Seitenzahl: 445
ASIN: B00KV82PZO
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
(c) Impress

Zum Inhalt:
Jekaterina ist eine begabte Seiltänzerin. Doch seit sie vor einigen Jahren einen Unfall auf dem Seil hatte, ist sie nicht mehr bereit vor Publikum aufzutreten. So führt Jekaterina ein scheinbar langweiliges und sehr gewöhnliches Leben im Zirkus. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als sie Ewan begegnet. Dieser ist zunächst an ihrer Cousine interessiert, verhält sich aber gegenüber ihr auch nett und zuvorkommend. Jekaterina ist es ein Anliegen, ihm bei seinen Absichten behilflich zu sein. Nach einiger Zeit merkt sie jedoch, dass irgendetwas mit Ewan nicht zu stimmen scheint. Er hat weder ein Handy noch sind ihm moderne Dinge, wie das Internet ein Begriff. Sie beginnt sich zu fragen, was los ist und wird plötzlich in eine unheimliche Geschichte hineingezogen.

Meine Meinung:
"Zirkusmagie" ist schon optisch ein echter Hingucker. Eine Geschichte die im Zirkus spielt, weckte sofort mein Interesse.

Zunächst hatte ich etwas Schwierigkeiten, mit den vielen russischen Namen. Ich kam manchmal durcheinander und konnte die Personen nicht auseinander halten. Dies lag aber sicher auch daran, dass ich nicht so häufig zum Lesen kam und mich jedes Mal wieder neu eindenken musste.  Nachdem ich aber eine Weile gelesen hatte, war das gar kein Problem mehr. Hannah Siebern hat wunderbare Charaktere erschaffen, die alle auf ihre Art einzigartig sind. Natürlich fieberte ich besonders mit Jekaterina mit, denn sie stand im Mittelpunkt der Geschichte.

Die fantastische Welt der Geister baut die Autorin hervorragend in die Geschichte ein. Passiert zu Beginn noch nicht so viel, was auf ein fantastisches Abenteuer hindeutet, so häufen sich im weiteren Verlauf der Geschichte die unheimlichen Vorfälle immer mehr, bis sie gegen Ende in einen Wahnsinns Showdown übergehen, der mich echt sehr überrascht und wahnsinnig gepackt hat. Damit hatte ich echt nicht gerechnet.

Besonders gut gefallen haben mir außerdem die Beschreibungen der Geister, deren Empfindungen und die Geisterwelt. Dies alles ist so detailliert beschrieben, dass ich es mir bildlich vorstellen konnte. Die Zirkusatmosphäre tut ihr übriges, um die Geschichte wirklich gelungen zu machen. Hier tut sich auch nochmal die Liebesgeschichte  hervor, die durch den Hintergrund ein ganz anderes Gefühl vermittelt und toll erzählt ist. Ich habe dieses ebook wirklich gerne gelesen.

Fazit:
Gelungene Fantasygeschichte, mit eindrücklichen Personen und einem tollen Showdown. 

Samstag, 13. September 2014

Rezension "Tafiti und die Reise ans Ende der Welt"

Titel: Tafiti und die Reise ans Ende der Welt
Autor: Julia Boehme/ Illustrationen: Julia Ginsbach
Verlag: Loewe
Seitenzahl: 74
ISBN: 978-3-7855-7486-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 7,95 €
Alter: ab 5

(c) Loewe
Zum Inhalt:
Tafiti ist ein kleines Erdmännchen, das gemeinsam mit seiner Familie unter der Erde wohnt. Doch eines Tages wird ihm das zu langweilig und er möchte gerne wissen, was sich hinter dem großen Hügel verbirgt. Hört da wirklich die Welt auf? Oder gibt es da vielleicht etwas spannendes zu sehen? Seine ganze Familie warnt ihn davor, die gefährliche Reise zu machen und so muss sich Tafiti eines Nachts heimlich wegschleichen. Die Reise wird abenteuerlicher als er dachte und unterwegs lernt er sogar noch einen neuen Freund kennen. Und ob da wirklich nichts ist hinter den Hügeln? Das wird nicht verraten!

Meine Meinung:
Eigentlich bin ich ja längst raus, aus dem Alter, Kinderbücher anzuschauen. Aber dieses Buch hat es mir auf den ersten Blick angetan.

Die liebevollen Illustrationen von Julia Ginsbach haben meinen Blick wie magisch angezogen. Ich finde das vor allem bei Kinderbüchern ja immer sehr wichtig, dass die Bilder gelungen sind. Und hier ist das auf jeden Fall so.

Also blätterte ich schnell rein, weil ich noch mehr von diesen tollen Bildern sehen wollte und schwupps, so schnell konnte ich gar nicht schauen, hatte ich die 70 Seiten auch schon durchgeblättert. Zu den tollen Illustrationen kommt eine wunderbar erzählte Kindergeschichte, über das Mutig sein und Freundschaft. Herrlich lustige Charaktere mit tollen Namen machen das Buch rundum gelungen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch Eltern viel Freude macht, ihren Kindern diese Geschichte vorzulesen, denn da haben einfach alle etwas davon. Ob Bilder anschauen, mit den Charakteren mitfiebern oder einfach nur die tolle Geschichte genießen. "Tafiti" bietet einfach alles, was ein Kinderbuch haben muss.

Und sollte man mal vergessen haben, wer jetzt welcher Charakter war, so hat man im vorderen Umschlag die Möglichkeit alle auf einen Blick zu sehen. Im hinteren Umschlag findet man eine Übersichtskarte der Gegend, in der Tafiti wohnt, sodass man sich alles noch besser vorstellen kann.

Ich freue mich schon auf die weiteren Teile und werde allein wegen den fantastischen Bildern sicher wieder zu einer Tafiti-Geschichte greifen.

Fazit:
Tolles Kinderbuch, mit liebevollen Illustrationen und einer Handlung, die sicher auch das Vorlesen zu einem Vergnügen machen.

Donnerstag, 11. September 2014

Rezension "Das Labyrinth ist ohne Gnade"

Titel: Das Labyrinth ist ohne Gnade
Autor: Rainer Wekwerth
Verlag: Arena
Seitenzahl: 338
ISBN: 978-3-401-06790-2
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,99 €


Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler, für alle, die Band 1&2 nicht kennen! 

(c) Arena
Zum Inhalt:
Das Labyrinth ist zurück und das gnadenloser als je zuvor. Übrig geblieben sind noch drei: Jenna, Jeb und Mary. Die Situation scheint ausweglos. Noch immer haben sie nicht durchschaut, was das Labyrinth genau will und was dahintersteckt. Alle drei sind am Ende ihrer Kräfte, denn sie wissen: Nur einer wird am Ende durch das letzte Tor gehen. Was ihn dort erwartet? Unbekannt! Und trotz allem, halten sie an der Hoffnung fest, das Labyrinth irgendwie überlisten zu können. Doch dann schlägt es zurück und das erbarmungsloser, als sie je gedacht hätten. 

Meine Meinung:
Wekwerth mal wieder at his best. Ich kann es einfach nicht anders sagen. Es ist mir wirklich schleierhaft, wie man so geniale Bücher schreiben kann, wie er. 

Der dritte Teil geht genauso rasant weiter, wie die beiden Vorgänger. Auch als Leser wusste ich nie, was nun wohl als nächstes passieren wird, welche Gemeinheit sich das Labyrinth jetzt ausgedacht hat.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir überraschend leicht, obwohl es schon ein Jahr her ist, dass ich den zweiten Band gelesen habe. Ich brauchte nur kurz um mich an die Personen und Gegebenheiten zu erinnern, so nachdrücklich waren sie mir im Gedächtnis geblieben. 

Da mir die Protagonisten schon aus den ersten beiden Bänden sehr vertraut waren, hatte ich schon eine gewisse Bindung zu ihnen und fieberte noch mehr mit ihnen mit, als es normalerweise der Fall ist. Sie waren mir richtig ans Herz gewachsen und so war ich umso schockierter, was alles mit ihnen geschah.

Auch mit dem dritten Band schaffte Wekwerth es immer wieder mich zu überraschen. Fesselnd von der ersten Seite an, erzählt er den ausweglos scheinenden Kampf gegen das Labyrinth. Ließ mich mal in die eine mal in die andere Richtung spekulieren, schenkte mir Hoffnung,nur um sie mir im nächsten Moment wieder zu rauben.

Rainer Wekwerth ist unbestritten ein richtig guter Schriftsteller. Sein Schreibstil vermag zu fesseln und Bilder hervor zu zaubern, von denen ich nicht gedacht hätte, dass dies möglich ist.

Mit der Auflösung konnte mich Wekwerth nicht ganz sooo überraschen, da ich mit so etwas ähnlichem schon gerechnet hatte. Dies tat der Spannung allerdings keinerlei Abbruch und der Showdown fesselte mich noch ein letztes Mal so richtig, an das Buch.

Das Ende ist ziemlich offen und wer mich kennt, weiß, dass ich offene Enden eigentlich gar nicht mag. Doch hier hat Wekwerth einfach alles richtig gemacht. Es war der richtige Zeitpunkt die Geschichte zu beenden und ein rosarotes Happy End hätte auch nicht dazu gepasst. Zudem kann sich jeder selbst überlegen, wie das Ende für ihn aussieht. Perfekt gelöst!

Fazit:
Ich werde jedes Buch von Rainer Wekwerth lesen müssen. Seine einmalig tolle Art zu erzählen und die packende Handlung machen das Buch zu einem Erlebnis, das seinesgleichen sucht. 

Ich bedanke mich herzlich bei Arena für die Bereitstellung des Leseexemplars!



Dienstag, 9. September 2014

Rezension "Atemnot"

Titel: Atemnot
Autor: Ilsa J. Bick
Verlag: Egmont Ink
Seitenzahl: 348
ISBN: 978-3-86396-064-3
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €

(c) INK
Zum Inhalt:
Jennas Leben war noch nie wirklich einfach und ist es bis heute nicht. Beide Elternteile, selbst voller Probleme, haben keinerlei Interesse an ihrer Person. Schon immer war Jenna nur die zweite Wahl, hinter ihrem Bruder Matt, der sich allerdings inzwischen als Soldat im Krieg befindet. Und seit diesem Tag, seit Matt weg ging, ist nichts mehr so wie es einmal war. Denn er rettete Jenna aus einem Brand, bei dem sie fast ums Leben gekommen wäre. Und nun braucht sie, ganz allein, alle Kraft, die ihr noch bleibt, um sich nochmal ernsthaft ins Leben zurück zu kämpfen.

Meine Meinung:
Nachdem ich den vielversprechenden Klappentext gelesen hatte, wusste ich, dieses Buch muss ich einfach haben. Ich war gespannt darauf was Ilsa J. Bick, nach Ashes zu bieten hatte und ob sie auch weniger blutrünstig kann.

Die gute Nachricht ist: ja sie kommt auch ohne viel Blut aus. Trotz allem ist dieses Buch auf keinen Fall leichte Kost, sondern sogar ziemlich harter Tobak. Ich muss gestehen, dass die Geschichte mich zeitweise ziemlich runter gezogen und deprimiert hat. Wer eine fröhliche Geschichte oder einen spannenden Thriller mit positivem Ausgang sucht, ist hier definitiv falsch.

Mit "Atemnot" hat Ilsa J.Bick ein Buch geschaffen, welches seinesgleichen sucht. Dies liegt vor allem an dem unnachahmlichen Schreibstil den die Autorin hat. Zu Beginn hatte ich durchaus meine Schwierigkeiten mit der Ich-Perspektive und dem erzählten Monolog. Doch nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, genoss ich den Stil auf jeder Seite. Die Seiten flogen nur so dahin und als ich das Buch zuklappte war es nach halb vier Uhr morgens.

Die Geschichte übte, trotz aller Tragik, eine fast magische Anziehungskraft auf mich aus. Ich musste immer weiterlesen und mit Jenna mitleiden und mitfiebern. Nicht selten musste ich dabei, vor allem über ihre Eltern, den Kopf schütteln.

Das Buch ist gespickt mit tragischen Themen, die von Selbstmord, über Alkoholimus, bis zum Ritzen gehen und noch viele viele mehr. Hier lässt sich durchaus in Frage stellen, inwieweit das noch für Jugendliche geeignet ist. Wer die Autorin allerdings kennt, weiß, dass sie keine Bücher für 12-jährige schreibt. Insofern würde ich das Buch unter 16 Jahren eher nicht empfehlen. Ich, mit Mitte 20, hatte immer wieder so meine Schwierigkeiten mit den ganzen hoffnungslosen Themen und auch das Ende hätte ich mir ein wenig anders gewünscht. Jedoch muss ich sagen, dass es zur Geschichte und deren Verlauf wunderbar passt.

"Atemnot" ist in keinem Fall ein Buch, das man als "schön" bezeichnen kann. Der Schreibstil ist einzigartig, die Erzählung gelungen, fesselnd und spannend. Die schwierigen Themen wurden ganz gut verarbeitet, wenn es auch an manchen Stellen etwas zu viel des Guten war. Die bildhafte Sprache der Autorin lässt die Gefühle von Jenna lebendig werden und den Leser fast am eigenen Leibe spüren. Auch das nächste Buch von Bick wird sicher wieder einen Weg in mein Regal finden.

Fazit:
Einzigartig erzählte Geschichte, die aber nichts für schwache Gemüter und Leser, die auf der Suche nach etwas heiterem sind, ist. Mit ihrem unnachahmlichen Gefühl für Emotionen und Sprache, macht die Autorin dieses Buch zu einem Erlebnis, das seinesgleichen sucht. Wer mit schwierigen Themen nicht umgehen kann, sollte davon allerdings die Finger lassen, denn die gibt es hier in geballter Form, was für meinen Geschmack stellenweise etwas zu viel war.


Samstag, 30. August 2014

Rezension "Stille Feindin"

Titel: Stille Feindin
Autor: Alexandra Kui
Verlag: cbt
Seitenzahl: 319
ISBN: 978-3-570-16275-0
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 9,99 €

Zum Inhalt:
Farina hatte weder eine leichte Kindheit, noch eine leichte Jugend. Doch jetzt scheint sie endlich bei ihrer Pflegemutter angekommen zu sein. Sie geht regelmäßig zur Schule und hilft daheim im Hofladen. Doch eines Tages wird sie völlig aus der Bahn geworfen. Sie begegnet höchst unerwartet einer Person aus ihrer Vergangenheit. Auch ihre Freundschaft zu Tami, die neu im Dorf ist, hält sie nicht davon ab durchzudrehen und absurde Pläne zu schmieden. Und damit setzt sie nicht nur ihre Zukunft aufs Spiel.

Meine Meinung:
 "Stille Feindin" ist ein Psychothriller, der es durchaus in sich hat. Die Thematik ist spannend und das Buch toll geschrieben und gut zu lesen.

Die Autorin machte es mir mit ihrem Schreibstil leicht, in die Geschichte reinzufinden und ganz darin einzutauchen. Ich kam flott vorwärts, muss jedoch zugeben, dass die Spannung nicht über die komplette Zeit gleich hoch war. Zwar wollte ich bis zum Ende gerne wissen, was hinter allem steckt und ob Farina mit ihren Vermutungen recht hatte, doch trotz allem war ich nicht über die komplette Zeit gefesselt.

Die Protagonisten selbst fand ich toll beschrieben und sehr charakteristisch. Doch trotz der tollen Beschreibungen waren sie mir nicht wirklich sympathisch. Vor allem Farina war zeitweise ziemlich schwer zu ertragen, auch wenn sich vieles durch ihre sehr schwere Jugend begründen ließ.

Das Ende war ziemlich spektakulär und actiongeladen, mir jedoch etwas zu viel. Die Autorin hat im Nachhinein zwar noch einige Erklärungen geliefert, die das ganze etwas klarer und logischer erscheinen lassen. Es ist jedoch schade, dass sie diese Erklärungen nicht einfach mit ins Buch eingebaut hat. Denn ohne diese Erklärungen wirkt das Ende doch sehr schwarz/weiß und etwas übertrieben.

Trotz der Kritikpunkte hat mir das Buch alles in allem ganz gut gefallen, denn es ließ sich einfach richtig toll lesen und war trotz ab und an fehlender Spannung war das Buch nie wirklich langweilig. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen und den Schreibstil der Autorin, der doch recht speziell ist, auf jeder Seite genossen.

Fazit:
Jugendthriller, bei dem die Spannung leider nicht über die komplette Zeit hochgehalten werden, allerdings mit dem tollen Schreibstil ziemlich Punkten kann. Habe ich trotz der manchmal fehlenden Spannung gerne gelesen.  

Freitag, 29. August 2014

Rezension "Krähenmann"

Titel: Krähenmann
Autor: Corina Bomann
Verlag: Coppenrath
Seitenzahl: 412
ISBN: 978-3-649-61676-4
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,95 €

Zum Inhalt:
Clara ist neu am Internat Rotensand. Noch bevor sie Zeit hat sich richtig einzuleben geschieht etwas unfassbares. Eine ihrer Mitschülerinnen verschwindet und wird kurz darauf ermordet und grausam entstellt aufgefunden. Die ganze Schule ist entsetzt. Kaum haben alle den einen Mord verdaut verschwindet die nächste Schülerin. Der unheimliche Serienkiller scheint es ausschließlich auf Mädchen aus dem Internat Rotensand abgesehen zu haben und scheinbar niemand kann ihn aufhalten. Clara beschließt, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und fängt an auf eigene Faust zu ermitteln. Hilfe erhält sie dabei von ihrem attraktiven Mitschüler Alex, der nicht selten ein Kribbeln in ihr hervorruft. Doch Clara ahnt nicht dass sie den Mörder bereits auf sich aufmerksam gemacht hat und es nur noch eine Frage der Zeit scheint, bis sie in seine Fänge gerät.

Meine Meinung:
"Krähenmann" ist optisch schon mal der absolute Hingucker. Vor allem der rote Buchschnitt und die schwarze Krähe auf dem Cover zogen meinen Blick fast magisch an.

Hinter diesem doch recht auffälligen Äußeren verbirgt sich eine wahnsinnig fesselnde Geschichte, die nicht nur durch den Schreibstil von der ersten Seite an, überzeugt. Corina Bomann erzählt die Geschichte so, dass sie von Beginn an eine Sogwirkung auf mich ausübte. Der Stil ist toll und lässt sich in einem Rutsch lesen. Selten bin ich bei einem Jugendthriller so durch die Seiten geflogen, wie hier.

Auch an Spannung mangelt es der Geschichte zu keinem Zeitpunkt. Ich kam kaum dazu irgendwann mal Atem zu holen und als ich zu müde war, um weiter zu lesen, war ich richtig enttäuscht und freute mich auf den nächsten Morgen, an dem das Buch nach dem Aufwachen sofort wieder in meine Hände wanderte. Kurzzeitig brauchte ich zwar aufgrund der, doch recht düsteren Grundstimmung kurz mal eine Pause, doch die Ungewissheit wer denn nun der Täter ist, brachte mich wieder dazu, das Buch in die Hand zu nehmen.

Besonders gut gefielen mir die beiden Erzählperspektiven. Zum einen berichtet Clara aus ihrer Sicht von den Geschehnissen, zum anderen erfährt man immer mal wieder was der Mörder so macht und denkt. Und so kommt man des Rätsels Lösung immer näher. Claras Nachforschungen und die Gedanken des Täters ergeben am Ende ein rundes Bild, welches keine Fragen offen lässt. Mit dem Täter konnte mich Bomann zwar nicht richtig überraschen, da ich nach einer Weile schon einen Verdacht in diese Richtung hatte, doch das tut der Spannung wirklich kaum Abbruch. Denn die ist trotz allem über den kompletten Zeitraum hin gegeben.

Die Protagonisten, allen voran Clara, waren gut durchdacht. Clara wuchs mir vor allem aufgrund ihrer doch recht dramatischen Vergangenheit schnell ans Herz und nicht nur einmal hoffte ich, dass sie nicht in die Fänge des Killers gerät. Zwar fand ich es an manchen Stellen etwas unrealistisch, dass Clara mehr herausfindet als die Polizei, die seit Jahre nichts anderes tut, als sich mit Verbrechen zu beschäftigen, doch alles in allem gefiel mir die jugendliche Ermittlerin trotzdem. Alex mochte ich ebenfalls sehr gerne. Wirkte er am Anfang noch recht unnahbar, so kommt nach und nach sein Charakter zum Vorschein, was ihn über die Seiten hinweg sehr sympathisch macht.

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat und was ich auch ziemlich passend fand, war die Liebesgeschichte, die Bomann mit einfließen lässt. Sie bringt so viel Licht in das sonst so düstere Setting und schenkt Clara nach vielen endlosen Stunden der Trauer und Hoffnungslosigkeit endlich mal wieder ein bisschen Freude. Wie schön, dass passend dazu das Lied von Ich & Ich "Du erinnerst mich an Liebe" zum Einsatz kommt. 

Obwohl das Ende nur wenige Überraschungen für mich bereit hielt, gibt es doch ganz zum Schluss einen Satz der mich stutzen und vermuten lässt, dass es wohl einen weiteren Thriller mit Clara in der Hauptrolle geben wird. Ich würde mich wahnsinnig darüber freuen! 

Fazit:
Ein gelungener Jugendthriller, der optisch der absolute Wahnsinn ist und auch inhaltlich von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Auch wenn das Ende für mich nicht wirklich überraschend kam, so überzeugt Bomann hier doch auf ganzer Linie und lässt mich zufrieden zurück!