Sonntag, 4. Dezember 2016

Rezension "Royal - Eine Hochzeit aus Brokat"

Titel: Royal - Eine Hochzeit aus Brokat (Bd. 5)
Autor: Valentina Fast
Seitenzahl: 318
ISBN:  978-3-646-60172-5
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler, für alle, die die ersten vier Bände nicht kennen!  

(c) Imrpess
Zum Inhalt: 
Die Zeit der Auswahl ist vorbei. Die letzte Entscheidung des Prinzen steht an. Seit klar ist, wer der Prinz ist, ist sich Tanya sicher, dass sein Herz ihr gehört. Zudem er ihr das auch selbst viele Male bestätigt hat. Doch irgendetwas ist merkwürdig. Ihr Bauchgefühl warnt sie davor, sich zu sicher zu sein, doch manchmal ist das Herz lauter als der Kopf. Als der Tag der Entscheidung gekommen ist, bricht Tanyas Welt von einem auf den anderen Tag zusammen, denn schon seit Beginn geht es bei der Auswahl mitnichten darum, die große Liebe zu finden.

Meine Meinung: 
Eigentlich mag ich diese Reihe sehr gerne. Der erste Band brauchte etwas bis er mich überzeugen konnte, doch von Band zu Band wurde die Reihe besser. Leider kann ich das von diesem 5. Band nicht wirklich sagen. 

Zwar finde ich, dass durchaus eine gewisse Form von Spannung vorhanden ist, doch der Zauber der vorherigen Bände fehlte mir fast ganz. Schwierigkeiten hatte ich vor allem mit den Protagonisten. Und hier im Hauptsächlichen mit Tanya. Sie wurde in diesem Band einfach unglaublich nervig. Natürlich ist das, was ihr in den vergangenen Bänden und auch in diesem passiert hart, doch ihre weinerliche Art fand ich extrem anstrengend. Leider geht das nicht nur über wenige Seiten, sondern zieht sich über das komplette Buch hinweg. 

Ihr Umgang mit dem Prinzen war für mich einfach überhaupt nicht verständlich. Er hat sie so verletzt, ihr das Herz gebrochen, sie selbst schwört sich,  nie wieder ein Wort mit ihm zu reden und dann tut sie es doch immer wieder, nur um danach wieder in ein tiefes Loch zu fallen. Das konnte ich überhaupt nicht verstehen und nervte mich immer mehr. 

Und auch Henry wird in diesem Band immer anstrengender. Obwohl ihn Tanya so oft zurück gewiesen hat, scheint er sich immer noch Hoffnungen zu machen und rennt ihr wie ein verliebter Gockel hinterher. Natürlich ist er ihr auch ein guter Freund, was schön ist, doch auch das war irgendwie zu viel.

Ich mag die Welt, die Valentina Fast erschaffen hat, wirklich gerne, aber in diesem fünften Band hatte ich immer mehr das Gefühl, dass vielleicht vier Bände gereicht hätten, denn die Handlung zog sich etwas. Ich hatte das Gefühl, die Autorin muss jetzt unbedingt noch den fünften und sechsten Band füllen. Ich genoss es natürlich trotzdem in die mir bekannte Welt zurück zu kehren. Viterra ist wirklich schön gestaltet und die Ideen der Autorin sind toll. 

Ich merke, dass die Rezension jetzt deutlich negativer klingt, als ich sie eigentlich schreiben wollte. Eigentlich wollte ich nur zum Ausdruck bringen, dass ich nicht mehr ganz so begeistert bin, wie von den letzten Bänden und Tanya einfach ein bisschen schwierig wurde. Gelesen habe ich es trotzdem gerne und natürlich musste ich im Anschluss gleich den sechsten Band lesen, denn ich wollte unbedingt wissen, ob es ein Happy End gibt und was hinter den mysteriösen Angriffen steckt.

Fazit:
Leider konnte mich dieser fünfte Band nicht ganz so überzeugen, wie die Vorgänger. Tanya war etwas nervig und die Handlung zog sich ein bisschen. Trotzdem bin ich gerne in die mir bekannte Welt zurück gekehrt.  

Rezension "Maybe"

Titel: Maybe
Autor: Brent Runyon
Verlag: Carlsen  
Seitenzahl: 207
ISBN: 978-3-551-58175-4
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 13,00 €


(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Brian hat nur einen Wunsch. Er möchte endlich unbedingt mit einem Mädchen schlafen. Seit sein großer Bruder gestorben ist, dreht sich seine Welt nur noch um diesen einen Gedanken. Doch scheinbar interessiert sich einfach kein Mädchen für ihn. Er scheint schlicht und einfach Luft für sie zu sein. Selbst als er in einem Theaterstück mitspielt bringt das nicht den erhofften Erfolg. Und so fängt er eine Beziehung an, in der er nicht glücklich ist, nur um endlich sein erstes Mal zu haben. Doch dann kommt alles anders, als er erwartet hat.


Meine Meinung:
Wer sich die Inhaltsangabe durchgelesen hat, weiß um was es in dem Buch geht. Und viel mehr hat die Geschichte leider auch nicht zu bieten. Bei "Maybe" handelt es sich definitiv um das schlechteste Buch, welches ich dieses Jahr gelesen habe. Schade um die verschenkte Lesezeit.

Brian ist mir schon durch den Klappentext äußerst unsympathisch gewesen und dies ändert sich im Verlauf der Geschichte auch leider auch nicht. Natürlich ist er ein stückweit ein ganz normaler Teenager, doch dieses ständige Gelaber um Sex, seine Gedanken, die nur um dieses Thema kreisen, gingen mir schnell ganz schrecklich auf die Nerven. Zudem ist es ihm völlig egal mit wem er schläft, Hauptsache er hat endlich mal Sex. Dieser Typ geht einfach gar nicht. Bei der Vorstellung wie er von seiner Freundin gedacht hat, mit der er natürlich nur wegen dem Einen zusammen ist, wurde mir richtig schlecht. Ich kann da auch keinen tieferen Sinn entdecken. Klar, dass das ein Thema ist, welches Jugendliche und junge Erwachsene sehr beschäftigt, doch hier fand ich es einfach nur billig und abstoßend umgesetzt.

Auch sein bester Freund ist keinen Deut besser. Der schläft sich mal so eben durch die halbe Schule, obwohl er eigentlich eine Freundin hat. Keiner der Charaktere konnte mich auch nur im Mindesten überzeugen. Unsympathisch und naiv haben sie nur wenig mit dem sie punkten können.

Doch das ist nicht alles. Nicht nur, dass die Charaktere nicht überzeugen. Nein, die Geschichte ist schlicht und einfach auch furchtbar langweilig. Es passiert so gut wie nichts. Als Leser wird man mit Brians pubertären Gedanken gequält, mehr aber auch nicht. Die kleine Entwicklung die er auf den allerletzten Seiten der Geschichte durchmacht bringt leider auch nicht mehr wirklich viel. Das schlechte Gefühl gegenüber der Geschichte bleibt. Selten hatte ich so ein negatives Gefühl gegenüber einem Protagonisten und einer Handlung. Es klingt vielleicht echt hart, aber dieses Buch ist für mich so was von überflüssig, dass es meiner Meinung nach nie hätte geschrieben werden müssen. Ich kann leider keinen Sinn in der Handlung entdecken und bin einfach nur wahnsinnig enttäuscht und genervt.

Fazit:
Hier haben wir definitiv meinen Flop des Jahres. Ein Buch das an Sinnlosigkeit, schlechten Charakteren und einer langweiligen und platten Handlung kaum zu überbieten ist.

Rezension "Brennt die Schuld"

Titel: Brennt die Schuld (Bd. 2 von 3)
Autor: Heidrun Wagner / Illustrationen von Miri D'oro
Verlag: Oetinger34  
Seitenzahl: 231
ISBN: 978-3-95882-029-6
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 9,99 €

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler, für alle die den ersten Band nicht kennen!

(c) Oetinger34
Zum Inhalt:
Zoe hat ihr Gedächtnis zurück. Sie weiß nun, dass sie eine Zwillingsschwester hatte, die nicht mehr lebt. Doch wer ist für ihren Tod verantwortlich? Ausgerechnet an diese Nacht hat Zoe immer noch keinerlei Erinnerungen. Warum wachte sie dort auf, wo ihre Schwester starb? Und was haben Elias und Niklas mit der Sache zu tun. Es wird immer schwerer jemandem zu vertrauen, denn alle scheinen etwas vor ihr zu verheimlichen. Keiner sagt ihr die Wahrheit und so ist Zoe auf sich allein gestellt. Sie macht sie auf die Suche nach der Vergangenheit, denn sie ist sich sicher, dass sie dort auch irgendwo den Grund für den Tod ihrer Schwester finden wird. 

Meine Meinung:
Bei diesem Buch handelt es sich nach "Wenn du vergisst" um den zweiten Band einer Reihe. Den ersten Band fand ich einfach nur genial *KLICK* und absolut lesenswert. Die Kombination aus Bild und Text ist wirklich super.

Nach dem ersten Band war ich ganz hibbelig. Ich musste unbedingt wissen wie es weitergeht. Der erste Band endete so gemein offen, dass ich einfach nur weiterlesen wollte. Und so schnappte ich mir das Buch sofort, nachdem es bei mir angekommen war. Leider findet ich, dass es nicht ganz mit dem ersten Band mithalten kann. Ich stoße oft auf dieses Phänomen, dass der zweite Band eigentlich nur ein Zwischenband, ein typischer Lückenfüller zwischen dem ersten und dem finalen dritten Band ist. Auch hier empfinde ich das leider ähnlich.

Die Kombination aus Bild und Text ist auch hier super gelungen und bringt Schwung in die Geschichte. Doch das Geschehen konnte mich nach dem fulminanten ersten Band nicht richtig fesseln. Es passierte für meinen Geschmack etwas zu wenig. Die vielen Andeutungen, bleiben pure Andeutungen. Nur wenig wird wirklich aufgelöst. Dabei brennt man als Leser doch darauf, des Rätsels Lösung endlich ein bisschen näher zu kommen. Natürlich bleibt man nicht ganz im Dunkeln und manche Dinge gingen tatsächlich in eine interessante Richtung, doch mit einigen Entwicklungen hatte ich auch gerechnet.

Und so brauchte ich verhältnismäßig lange für dieses Buch. Die erste Hälfte konnte ich wirklich noch schnell lesen, doch dann brauchte ich immer länger für eine Seite und schob andere Bücher dazwischen. Als ich mir dann jedoch wieder Zeit für die Geschichte nahm, konnte ich auch das letzte Drittel in einem Rutsch lesen.

Die Entwicklung von Zoe zu beobachten fand ich recht interessant. Wie sie damit umgeht, sich plötzlich an vieles erinnern zu können, wie sie sich auf die Suche nach der Wahrheit macht. Die Sympathie blieb dagegen etwas auf der Strecke. Irgendwie mochte ich in diesem Band keinen der Protagonisten wirklich. Zoe war mir zu besessen und auch ein bisschen "durchgeknallt", Elias zu undurchsichtig und unehrlich und Niklas blieb die gesamte Zeit etwas blass.

Trotz der vielen Dinge, die mich nicht so ganz überzeugen konnten, werde ich auf jeden Fall den dritten Band lesen. Denn meine Hoffnungen auf ein spannendes, überraschendes Ende sind ungetrübt. Ich bin so wahnsinnig gespannt, was die Autorin sich überlegt hat. Ich bin gespannt, wer letztlich für den Tod von Zoes Schwester verantwortlich ist und ob vieles so kommt, wie ich es erwarte. Zudem liebe ich diese Kombination aus Text und Bild, denn sie ist einfach etwas einmaliges.

Fazit:
Ein zweiter Band, der mich leider nicht so ganz überzeugen konnte wie der erste. Einige Längen in der Geschichte, machten es mir stellenweise schwer, am Geschehen dran zu bleiben. Die Kombination aus Text und Bild finde ich jedoch nach wie vor einfach genial und so freue ich mich trotzdem schon sehr auf den finalen Band.

Samstag, 3. Dezember 2016

Rezension "Alles was ich sehe"

Titel: Alles was ich sehe
Autor: Marci Lyn Curtis
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 432
ISBN:  978-3-551-56022-3
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 18,99 € / 10,99 €
Alter: ab 14

(c) Königskinder / Carlsen
Zum Inhalt:
Maggie ist seit einigen Monaten, aufgrund einer schweren Erkrankung, blind. Ihr komplettes Leben wurde durcheinander geworfen. Einst eine erfolgreiche Fußballerin, beliebt bei ihren Klassenkameraden, schottet sie sich nun komplett von der Außenwelt ab. Mit dem Blindsein kommt sie überhaupt nicht klar. Als sie auf den kleinen Jungen Ben trifft, kann sie ganz plötzlich wieder sehen. Doch nur, wenn Ben in der Nähe ist. Sie kann sich nicht erklären, wie es dazu kommen konnte, doch sucht sie nun vermehrt Bens Nähe um endlich wieder etwas sehen zu können. Zudem hat Ben einen Bruder, der der Sänger einer ihrer Lieblingsbands ist und zudem auch gar nicht mal so schlecht aussieht. Als sie merkt, wieso sie Ben sehen kann, bricht für sie eine Welt zusammen.

Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch aus dem Hause Königskinder. Da viele Blogger ja begeistert von dem Programm sind, war ich sehr gespannt, wie das Buch bei mir ankommen würde.

Was ich schon vorneweg sagen kann ist, dass dieses Buch definitiv ein ganz besonderer Schatz ist. Fernab vom Mainstream erzählt es die durchaus emotionale Geschichte von Maggie. Zu Beginn hatte ich trotzdem etwas Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen, denn die Handlung war doch etwas gewöhnungsbedürftig. Ein blindes Mädchen, das plötzlich wieder sehen kann und zwar nur einen kleinen Jungen.

Doch nachdem ich mich dann auf die Handlung einlassen konnte, fand ich das Buch richtig klasse. Vergessen waren die Startschwierigkeiten. Maggie wuchs mir sehr schnell ans Herz. Ich konnte so gut nachvollziehen, wie es ihr wohl gehen muss. Ein Leben lang sehend und dann vom einen auf den anderen Tag blind. Eine schreckliche Vorstellung. Auch Ben ist ein sehr interessanter Charakter. Zwar ist er recht oft altklug und manchmal auch etwas nervig, aber irgendwie auch total niedlich und herzergreifend. Der Junge, der von Geburt an körperlich behindert ist, tritt in Maggies Leben, schafft es in ihr Herz und sehr schnell auch in meines.

Und dann ist da natürlich noch Mason. Mason, der sehr lange sehr unnahbar bleibt, hält er Maggie doch für eine Schwindlerin, die gar nicht blind ist. Das es dafür einen Grund gibt, kann sie ihm nicht erklären und so bleibt er lange auf Abstand. Sowohl Maggie, als auch der Leser suchen lange nach einer Erklärung dafür, warum sie gerade Ben sehen kann. Als diese ans Licht kommt, ist sie schockierend und beängstigend zu gleich. Man will es eigentlich nicht so recht glauben. Die Idee ist einfach super.

Der Schreibstil der Autorin ist ebenfalls einfach toll. Das Buch ist wirklich etwas ganz besonderes. Man merkt, dass man hier ein Werk vor sich hat, in dem ganz besonders viel Liebe steckt. Liebe zu Geschichten und Charakteren, Liebe zum Schreiben. Dies wird ganz bestimmt nicht das letzte Buch aus dem Hause Königskinder gewesen sein, denn es beweist mir, dass dieses Imprint, Wert legt, auf Geschichten, die unbedingt erzählt werden müssen und ein Schatz in jedem Buchregal sind.

Fazit:
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten war das Buch richtig gut. Die Geschichte um Maggie, Ben und Mason lässt so viele Gefühle im Leser wach werden, dass es einfach nur rundum gelungen ist. Bis zur letzten Seite fieberte ich mit und war sehr dankbar für das ebenfalls sehr gelungene Ende.

Rezension "Ein Mann, ein Wort- Adventskalender für Väter"

Titel: Ein Mann, ein Wort - Adventskalender für Väter
Autor: Stefan Weigand
Verlag: Patmos   
Seitenzahl: 52
ISBN: 978-3-8436-0759-9
Einbindungsart: geheftet
Preis: 8,99 €

Meine Meinung:
Heute habe ich den letzten Adventskalender für dieses Jahr für euch. Der Advent hat zwar schon angefangen, aber einige von euch brauchen vielleicht doch noch auf den letzten Drücker einen Tipp. Heute habe ich einen Adventskalender für Männer für euch.

Auch dieser Adventskalender hat einen christlichen Hintergrund, was auch unschwer daran zu erkennen ist, dass er aus dem Patmos-Verlag stammt. Ähnlich wie der Adventskalender für Mütter *KLICK* gibt es auch hier kurze Impulse für jeden Tag. Obwohl es sich, wie in der Einleitung schon zu erkennen ist, um einen christlichen Adventskalender handelt, so sind die Impulse überraschend unaufdringlich. Hier werden einem die christlichen Werte nicht mit dem Vorschlaghammer präsentiert. Nein, viel mehr sind die täglichen Impulse aus dem Leben gegriffen.

Der Autor erzählt von alltäglichen Erlebnissen, von seiner Familie, seinem Sohn. Fast jeder Impuls enthält zudem ein kurzes Schlagwort bzw. einen kurzen Satz für den Tag wie z.B. "Heute gönne ich mir eine Portion Stille" oder auch "Zeit für das Wichtige im Leben nehmen. Heute. Wann sonst?". So erkennt man auf den ersten Blick, welches Thema am jeweiligen Tag im Vordergrund steht. Mit schönen Fotos wird jeder Impuls untermalt, sodass der Kalender auch sehr schön zum Aufhängen und immer wieder Anschauen ist.

Dieser schön gestaltete Adventskalender bietet ein paar Minuten Auszeit vom stressigen Alltag, die man sich auf jeden Fall nehmen sollte. Die Texte sind so kurz, dass sie sich problemlos in ein/zwei Minuten lesen lassen. Diese Länge ist auch perfekt, nach einem stressigen Arbeitsalltag, denn man kann einfach kurz zur Ruhe kommen.

Fazit:
Hier haben wir das Gegenstück zum Adventskalender für Mütter. Hier kommen endlich auch die Väter zum Zug. Die kurzen Texte und die schönen Fotos bieten eine wunderbare Auszeit im stressigen Weihnachtstrubel.

Dienstag, 22. November 2016

Rezension "Hope & Despair - Hoffnungsstunde"

Titel: Hope & Despair - Hoffnungsstunde (Bd. 3)
Autor: Carina Mueller
Verlag: Impress  
Seitenzahl: 345
ISBN:  978-3-646-60222-7
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler, für alle die Band 1 & 2 nicht kennen! 

(c) Impress
Zum Inhalt:
Der Oberst ist tot. Nun könnte eigentlich alles gut sein für Hope und Despair, doch noch ist nicht endgültig klar, wer für diesen Mord verantwortlich ist. Und so schweben alle weiterhin in Gefahr. Zudem ist nicht klar, wem aus den eigenen Reihen sie trauen können. Die Suche nach dem Übeltäter geht weiter und dabei gerät nicht nur Hopes und Despairs Leben in Gefahr, nein viel mehr das Schicksal der ganzen Welt steht auf dem Spiel!

Meine Meinung:
Zugegeben, die Inhaltsangabe ist dieses Mal etwas knapp ausgefallen, doch ich kann einfach nicht mehr schreiben, denn sonst würde ich viel zu viel verraten. Viel mehr muss ich euch diese Reihe einfach ans Herz legen. Lest sie!

Schon vom ersten Band fand ich die Ideen der Autorin grandios. Die einzelnen Charaktere verkörpern auch hier die verschiedensten menschlichen Emotionen. In diesem dritten Band erreicht die komplette Geschichte ihren Höhepunkt. Schon im Vorgänger durften wir miterleben, wie sich die Probas und Improbas angenährt und sogar teilweise verliebt haben. Die Entwicklung der einzelnen Charaktere ist unglaublich toll zu beobachten. Wenn man den ersten und den letzten Band vergleicht ist hier ein wahnsinniger Sprung zu erkennen. Besonders Treason hat es mir angetan, da man nie so genau wusste auf welcher Seite er steht. Dieses Undurchschaubare fand ich einfach klasse. Das brachte richtig viel Spannung in die Geschichte und ließ mich ständig umschwenken. Meine Gefühle gegenüber ihm schwankten zwischen Wut und Verständnis.

Dieser letzte Band ist an Spannung kaum zu überbieten. Nach und nach werden immer mehr der Geheimnisse aufgedeckt. Nicht nur einmal wurde ich überrascht. Ich hatte zwar in manchen Dingen so meine Vermutung, doch wirklich richtig lag ich mit keiner. Die Autorin punktet hier mit tollen, überraschenden Ideen die mich unglaublich an die Geschichte gefesselt haben. Das Ende ist sehr aufschlussreich und befriedigend, auch wenn es nicht ganz mit dem Tempo der Geschichte mithalten kann. Ich finde, dass Geschehen wird am Ende etwas zu ruckartig aufgelöst, da hätte sich die Autorin ruhig noch etwas mehr Zeit nehmen können.

Doch dies ist kein Kritikpunkt, der meiner Begeisterung irgendeinen Abbruch tut. Dieser dritte Teil gefällt mir nochmal deutlich besser als der zweite Teil. Die Liebesgeschichte ist schon ein bisschen kitschig, aber irgendwie auch soooo schön. Sie passt toll in die Geschichte und ist mit ihren Höhen und Tiefen total glaubwürdig. Auch hier ist die Entwicklung der Charaktere Hope & Despair richtig schön zu beobachten.

Fazit:
Ein grandioser Abschluss einer tolle und faszinierenden Trilogie. Die Entwicklung der Charaktere ist herausragend, die Handlung fesselnd, kreativ und unglaublich spannend!

Sonntag, 13. November 2016

Rezension "Das breifrei! Kochbuch"

Titel: Das breifrei! Kochbuch
Autor: Loretta Stern / Anja Constance Gaca
Verlag: Kösel
Seitenzahl: 144
ISBN:  978-3-466-34601-1
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 14,99 €

(c) Kösel
Meine Meinung:
Dies ist das Kochbuch zu dem Buch "Einmal breifrei" bitte. Sicherlich hat sich jeder, der selbst Kinder hat, schon über die Ernährung dieser Gedanken gemacht. Nachdem die Kinder zu Beginn nur Milch zu sich nehmen, bleibt die Frage offen, wie es danach weitergehen soll.

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Natürlich ist die klassischste Methode der Brei. Wir haben dies genauso gemacht, nur interessierte es mich trotzdem wie man auch ohne Brei, ein Kind gesund ernähren kann. Und genau dafür ist dieses Buch super. Man sollte zwar eigentlich zuerst das Buch "einmal breifrei" lesen, da dort die Grundlagen des breifreien Essens erklärt werden. Ich wusste das jedoch nicht und fing also gleich mit dem Kochbuch an. Und ich muss sagen, ich kam trotzdem gut damit zurecht.

Auch hier findet man alle Grundlagen und viel wissenswertes zum Thema breifreie Ernährung. Man findet eine Erklärung, was es bedeutet und ab wann die Kinder reif sind für weitere Nahrung außer Milch. Zudem bekommt man wichtige und hilfreiche Tipps welche Lebensmittel besonders geeignet sind und welche eher nicht. Zudem gibt es einen großen Teil Warenkunde, der einen Saisonkalender enthält und bspw. auch, wie man die Zutaten richtig lagert. 

Was mich etwas gestört hat, ist die doch recht festgefahrene Meinung der Autoren. Stellenweise hatte ich schon den Eindruck, dass sie Gläschen von Hipp und Co. verteufeln und jeder Mutter ein schlechtes Gefühl machen, die auch nur ab und zu Gläschen benutzt. Denn natürlich sollte man zum Wohle des Kindes schon selbst kochen. Dieses vehemente Vertreten dieser festgefahrenen Meinung gefällt mir überhaupt nicht. Ebenso ist es auch bei der Milchnahrung. Hier wird lediglich immer von stillen gesprochen, dass es hier aber auch andere Möglichkeiten gibt und manchen Frauen gar keine Wahl bleibt als Pulvermilch zu geben wird einfach mal totgeschwiegen. Ich finde es schade, dass man hier nicht einfach alle Möglichkeiten aufzeigt, sowohl bei der Milchernährung als auch beim Brei und dies ohne zu werten. 

Gute zwei Drittel des Buches nimmt der Rezepteteil ein. Diesen finde ich richtig super. Auch wenn wir den Brei bisher nicht komplett weglassen werden, so finde ich die Rezepte auch für nach der Breizeit einfach super. Man bekommt tolle Anregungen, wie man nicht nur sein Kind, sondern die ganze Familie gesund ernähren kann. Und dies ist gar nicht so schwer. Ob Frühstück, Mittagessen, Abendessen oder auch mal kleine Snacks zwischendurch. Für alles gibt es hier die passenden Rezepte. Diese sind alle für zwei Erwachsene und ein Kind ausgelegt, sodass gleich die ganze Familie etwas zu essen hat, was ich richtig gut finde. Viele Dinge gehen schnell und brauchen nur wenige Zutaten. Diese Rezepte werden uns sicher noch lange begleiten.

Fazit:
Ein tolles Kochbuch, das neben den gut ausgearbeiteten Rezepten viele wichtige Informationen für die breifreie Ernährung bietet. Ich finde jedoch, dass sich das Buch auch super, mit der Breiernährung kombinieren lässt und bei der Umstellung von Brei zu fester Nahrung ebenfalls sehr hilfreich ist. Ich selbst werde weiter beim Brei bleiben und nach und nach immer wieder Dinge aus diesem Buch anbieten.

Rezension "App vom Arzt"

Titel: App vom Arzt
Autor: Spahn/Müschenich/Debatin
Verlag: Herder
Seitenzahl: 133
ISBN:  978-3-451-37508-8
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,99 €

(c) Herder
Meine Meinung:
 "App vom Arzt" ist ein Sachbuch, in dem es um den Einzug der modernen Medien in die Medizin geht. Natürlich kommt die moderne Medizin schon lange nicht mehr ohne die modernen Medien aus, doch in diesem Buch wird aufgezeigt, worin vor allem auch in der Zukunft die Chancen bestehen und was bald alles möglich sein wird.

Zudem wird vorgestellt, welche Apps es gibt und was man mit diesen alles machen kann. Da es unzählige Gesundheitsapps gibt, finde ich es super, dass hier einige wenige vorgestellt werden, die wirklich sinnvoll sind. Denn sich in diesem riesigen Meer an Apps zurecht zu finden ist gar nicht so leicht. Das ist eine kleine Hilfe gar nicht so schlecht. Allerdings fürchte ich, dass das Buch schneller überholt sein wird, als den Autoren lieb ist. Ich habe keine Ahnung wie viele neue Apps täglich auf den Markt kommen, doch es werden sicherlich einige sein.

Einen besonders großen Teil nimmt in dem Buch die Sprechstunde beim Arzt ein. Diese wird in Zukunft wohl immer häufiger Online stattfinden. Im Buch wird erklärt worin hier die Vorteile für die Patienten liegen, wie das ganze funktioniert und wie sich die Ärzte anpassen müssen. Ich muss zugeben, dass diese Vorstellung für mich irgendwie noch sehr utopisch ist. Dies hat sich auch nach dem Lesen nicht groß verändert. Zwar kann ich mir jetzt besser vorstellen, wie das wohl in Zukunft aussehen wird, doch meine Skepsis bleibt.

Ich finde das Buch im Großen und Ganzen recht trocken. Deshalb habe ich auch einige Zeit dafür gebraucht. Klar, es handelt sich um ein Sachbuch, doch auch diese können durchaus unterhaltsam sein. Das Thema "digitale Medizin" ist jedoch keines, was sich einfach so im Vorbeigehen lesen lässt. Viel mehr muss man sich darauf einlassen und konzentriert an der Sache dranbleiben um zu verstehen, wohin das Ganze gehen wird.

Das Thema "digitale Medizin" ist ein großes. Dieses Buch gibt sicher nur einen kurzen und knappen Einblick. Es zeigt worin die Möglichkeiten bestehen und welche Chancen es gibt. Was mir fehlt, ist so ein bisschen die kritische Seite. Denn auch wenn die Autoren dies nicht unbedingt so sehen, so sehe ich zumindest ein großes Fragezeichen in Bezug auf Datenschutz. Gesundheit schön und gut und auch toll wenn die digitale Medizin dabei hilft, dass wir alle die beste Behandlung bekommen. Trotzdem sehe ich es kritisch, wenn meine Daten plötzlich online und überall gespeichert sind. Denn will ich wirklich, dass meine Daten - zumindest gefühlt - so leicht geknackt werden können? Diese kritische Sicht, kommt mir in dem Buch ein bisschen zu kurz. Auch wenn die Autoren große Befürworter der digitalen Medizin sind, so finde ich dass sie dies zumindest hätten anschneiden müssen.

Fazit:
Ein Sachbuch, das für mich etwas zu trocken war und das die kritische Sicht auf die digitale Medizin ein bisschen vermissen ließ. Ansonsten handelt es sich um ein informatives Buch, welches eine Hilfestellung in der riesigen, unübersichtlichen Welt der Apps und digitalen Medien ist. 

Samstag, 12. November 2016

Rezension "Das Grundschulwörterbuch"

Titel: Das Grundschulwörterbuch
Verlag: Duden
Seitenzahl: 272
ISBN:  978-3-411-06067-2
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) Duden
Meine Meinung:
Heute stelle ich euch ein Wörterbuch aus dem Duden-Verlag vor. Genauer gesagt ein Wörterbuch für Grundschulkinder. Geeignet ist das Buch für Kinder ab der 2. Klasse, da sie natürlich schon lesen können müssen, denn dieses Wörterbuch enthält die Wörter tatsächlich nur in Schrift, nur selten untermalt von kleinen Bildern.

Mir gefällt dieses Wörterbuch richtig gut. Für Grundschulkinder ist dieses Buch perfekt abgestimmt. Das Buch beginnt mit einer kleinen Einleitung, in der den Kindern erklärt wird, wie sie am besten nachschlagen. Dann geht es auch schon los mit dem eigentlichen Wörterbuch. Immer wieder gibt es zwischendurch richtig lustige Bilder, die das ganze schön auflockern. Zudem ist alles bunt gehalten - bis auf die nachzuschlagenden Wörter selbst - was es den Kindern sicher einfacher macht dieses Buch zu benutzen.

Doch das ist nicht alles, auch nach dem Wörterbuchteil gibt es noch vieles zu entdecken. Es folgen wichtige Rechtschreibtipps. Beispielsweise, wie man merkt, wie man bestimmte Wörter schreibt, groß oder klein, mit p oder b usw. Zusätzlich gibt es eine Liste mit Lernwörtern und schwierigen Verbformen. Ein weiteres Kapitel umfasst Wortfamilien und Wortfelder. Dadurch dient dieses Buch nicht nur als Wörterbuch, nein es lässt sich so viel mehr darin nachschlagen und damit lernen.

Nachdem der deutsche Teil abgeschlossen ist gibt es noch drei Bildwörterbücher zu anderen Sprachen. Diese sind Englisch, Türkisch, Französisch. Auch das gefällt mir richtig gut. Besonders Englisch finde ich toll, da die Kinder heutzutage ja immer früher diese Sprache lernen. Und so haben sie durch Bilder ganz leicht die Möglichkeit auch englische Begriffen nachzulesen. Auch Türkisch ist aufgrund dessen, dass es hier einfach sehr viele Türken gibt, durchaus sehr sinnvoll. Und natürlich kann auch der französische Teil nicht schaden. Dieser fremdsprachige Teil rundet das Wörterbuch toll ab und macht es zu einem wichtigen Hilfsmittel im Bücherregal.

Fazit:
Ein richtig tolles Wörterbuch für Kinder ab der 2. Klasse. Duden hat sich hier wirklich viel Mühe gegeben um den Kleinen das Nachschlagen schmackhaft zu machen und alles kindgerecht aufzuarbeiten.

Freitag, 11. November 2016

Rezension "Carlotta - Internat auf Probe"

Titel: Carlotta - Internat auf Probe
Autor: Dagmar Hoßfeld
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 221
ISBN:  978-3-551-65091-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 9,99 €
Alter: ab 10

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Carlottas Eltern sind geschieden. Sie lebt bei ihrem Vater, denn ihre Mutter hat eine neue Familie, inklusive zwei Kindern. Als Carlottas Vater beruflich für ein Jahr verreisen muss, hat Carlotta die Wahl zwischen ihrer Mutter und ihren nervigen Brüdern oder dem Internat Prinzensee. Beides ist für Carlotta eine Qual, doch letztendlich entscheidet sie sich für das Internat. Für sie steht fest, ein Jahr bleibt sie dort, länger nicht. Die Mädchen, mit denen sie auf einem Zimmer ist, sind schrecklich und Heimweh hat sie auch. Doch plötzlich merkt sie, dass alles gar nicht so schlimm ist. Als sie merkt dass Manu ein Geheimnis hat, beschließt sie diesem auf die Spur zu gehen.

Meine Meinung: 
"Carlotta - Internat auf Probe" ist ein Kinderbuch ab 10, welches mir wirklich gut gefallen hat. Diese Geschichte ist für das angegebene Alter bestens geeignet.

Das Mädchen Carlotta war mir sofort sehr sympathisch. Ich konnte mich total gut in ihre Situation einfühlen. Zwar haben sich meine Eltern nie getrennt, doch die Autorin beschreibt Carlottas Gefühle gerade der neuen Familie ihrer Mutter gegenüber so bildhaft, dass mir sofort klar war, wie es Carlotta geht. Mit ihr können sich sicherlich viele Kinder in dem Alter identifizieren, auch wenn sie keine Eltern haben, die sich getrennt haben. Denn sie ist einfach herrlich normal. Sie ist nicht herausragend klug, hübsch oder reich sondern einfach wie du und ich. Das fand ich echt schön.

Ich denke die meisten von uns haben irgendwann mal ein Buch wie Hanni und Nanni oder ähnliches gelesen und kennt somit das Feeling von Internatsgeschichten. Auch hier kommt das ein klein wenig auf. Zwar nicht ganz so sehr wie bei Dolly & Co., aber durchaus ein bisschen. Die Umgebung um Prinzensee wird toll beschrieben. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die ein oder andere Leserin sicher auch gerne nach Prinzensee möchte.

Die Geschichte ist super kindgerecht. Sie ist nicht zu spannend und toll auf die Bedürfnisse von Kindern in diesem Alter abgestimmt. Natürlich findet man hier auch die typischen Internatsszenarien, was aber sehr passend ist. Ob Freundschaft, Streit oder auch Probleme im Unterricht.

Carlotta ist eine ganze Buchreihe, von der es inzwischen 6 Bücher gibt. Besonders toll finde ich, dass jedes Buch ein einzelnes Schuljahr umfasst, Carlotta somit in jedem Band immer ein Jahr älter ist und in die nächste Klasse kommt. Ein bisschen erinnert es vom Prinzip an die Conni-Reihe. Ich finde das immer eine klasse Idee, da so die Leserinnen mitwachsen können.

Fazit:
Ein schönes Kinderbuch, das in einem Internat spielt und vor allem durch die schöne Umgebung und die tolle glaubwürdige Protagonistin punkten kann.