Donnerstag, 22. Februar 2018

Rezension "Ein Pferd namens Milchmann"

Titel: Ein Pferd namens Milchmann
Autor: Hilke Rosenboom
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 144
ISBN: 978-3-551-35663-5
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 5,99 €
Alter: ab 8

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Hermann traut seinen Augen kaum, als aus heiterem Himmel ein Pferd vor seiner Türe steht. Kurzentschlossen nimmt er es bei sich daheim auf und gibt ihm den Namen Milchmann. Doch so leicht, wie Hermann sich das vorgestellt hat ist das leider doch nicht. Plötzlich steht die Polizei vor der Türe und außerdem sind da ja auch noch seine Eltern. Wie soll er ihnen denn erklären, dass ein Pferd in ihrer Garage wohnt. Es muss unbedingt eine Lösung her. Als dann jedoch Männer in dunklen Klamotten auftauchen, gerät Milchmann in große Gefahr.

Meine Meinung:
Aus meiner Zeit in der Buchhandlung ist mir "Ein Pferd namens Milchmann" definitiv noch ein Begriff. Häufig habe ich das an Kunden verkauft, gelesen habe ich es jedoch bisher nicht. Das hat sich nun geändert und ich kann sagen, dass es sich hierbei wirklich um ein nettes Kinderbuch handelt.

Hilke Rosenboom hat eine ganz spezielle Art zu erzählen. Ihr Schreibstil ist erfrischend und witzig und die kleinen Zeichnungen zwischendurch frischen die Geschichte zusätzlich auf. Die Geschichte von Hermann und Milchmann ist natürlich etwas skuril. Wie wahrscheinlich ist es, dass man plötzlich ein Pferd vor der Türe hat? Für Kinder ist es jedoch glaube ich echt ein Erlebnis. Die Autorin sorgt dafür dass es sogar für mich immer wieder Stellen gab, an denen ich schmunzeln musste. Und so werden Kinder sicherlich viel zu lachen haben.

Die Geschichte um Milchmann nimmt im Laufe der Zeit sogar dramatische Züge an und wird richtig spannend, jedoch denke ich dass die Altersangabe vom Verlag - ab 8 - definitiv gerechtfertigt ist. Sowohl Jungen als auch Mädchen können diese Geschichte gleichermaßen lesen. Das spannende Ende fesselte mich dann sogar an die Geschichte, was mich ehrlich gesagt überraschte. Ich hoffte auf ein gutes Ende für Herrmann, Milchmann und all die anderen Pferde.

Und was ich zu Beginn auch nicht gedacht hätte, ist, dass die Autorin sogar eine schlüssige Erklärung für das Auftauchen von Milchmann liefert. Am Ende ist ganz klar, woher er kommt und warum er pläötzlich vor Hermanns Türe stand.

Fazit:
Dieses Buch ist eine kurzweilige Geschichte für Kinder, an der sowohl Jungs als auch Mädchen ihre Freude haben werden. Kleine Bilder zwischendurch frischen die Geschichte auf und geben Herrmann und Milchmann ein Gesicht.


Rezension "Soulsystems - Suche, was dich rettet"

Titel: Soulsystems - Suche, was dich rettet
Autor: Vivien Summer
Seitenzahl: 444
ISBN: 978-3-646-60378-1 
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Band 2/5

!Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler, für alle, die den ersten Band nicht kennen!

(c) Impress
Zum Inhalt:
Ella weiß nun über die Rebellen Bescheid und steht vor der schweren Aufgabe, ob sie sich ihnen anschließen will oder nicht. Gleichzeitig ist sie mit ihren Gefühlen für River beschäftigt, die sie von Grund auf verwirren. Einerseits ist er charmant und anziehend und dann doch wieder so abweisend. Und dann ist da noch das dunkle Geheimnis das ihn zu umgeben scheint. Außerdem verheimlicht ihr Vater ihr einige Dinge und Ella steht vor der Entscheidung wem sie letztendlich vertrauen soll.

Meine Meinung: 
Obwohl mich der erste Band nicht so überzeugen konnte, fing dich trotzdem direkt mit dem zweiten Band an, in der Hoffnung, dass ich hier mehr Action bekommen würde.

Was mir jedoch im ersten Teil fehlte - die Spannung - lässt auch hier leider auf sich warten. Und so schob ich auch dieses Mal wieder Bücher dazwischen, bevor ich mich dazu durchringen konnte, das Buch an einem Stück fertig zu lesen.

Normalerweise mag ich Liebesgeschichten wirklich total gerne. Vor allem wenn zwei Protagonisten langsam zueinander finden. Die zarten, prickelden Entwicklungen finde ich meistens einfach klasse. Leider geht mir die Liebesgeschichte in diesem Buch ziemlich auf die Nerven. Zwar mag ich sowohl Alex als auch Ella, doch das ewige Hin und Her zwischen den beiden ist extrem anstrengend. Am einen Tag küssen sie sich noch, am nächsten reden sie quasi nicht mehr miteinander. Dies nimmt so viele Seiten in Anspruch, dass ich das Buch öfters genervt unterbrechen musste. Ich wollte eigentlich viel mehr von Soulsystems erfahren und von der Welt in der Alex und Ella leben.

Neu hinzu kommen in diesem Band zwei weitere Hauptcharaktere Rhea und Caden, die auf der Erde in einem Gefängnis leben. Die Zustände dort sind erschreckend und mir drehte sich nicht nur einmal förmlich der Magen um, als ich lesen musste, was die Gefangenen dort mitmachen müssen. Die Idee zwei neue Protagonisten dazu zu bringen und so den Bogen zur Erde zu schlagen, fand ich klasse. Rhea ist ziemlich undurchschaubar und kalt, Caden auf den ersten Blick recht unsympathisch. Jedoch habe ich auch hier meine Vermutungen, wer Caden in Wahrheit sein könnte. Die Geschichte der beiden endet jedoch recht plötzlich und so stand ich mit einem Mal vor dem Problem, dass der nächste Teil noch nicht erschienen ist.

Denn das was in der Geschichte an Spannung fehlt macht die Autorin urplötzlich durch das Ende wett. Ich bin immer noch fassungslos mit was für einem Cliffhanger sie daher kommt. Das ist richtig böse und gemein. Musste ich mich durch große Teile des Buches quälen, flog das Ende nur so dahin und ich wollte mehr, immer mehr. Doch dann stieß ich auf die Worte "Ende von Band 2" und fiel in ein Loch. Ich MUSS doch jetzt wissen, wie es weitergeht. Die Autorin hat sich zwar wirklich Zeit gelassen ihr Potenial zu entfalten. Doch wer so lange durchhält, der wird mit einem gemeinen Cliffhanger belohnt. Ich freue mich schon auf April, wenn zum Glück schon der nächste Teil erscheint.

Fazit:
Ein Buch, das leider, wie sein Vorgänger auch, viele Schwächen hat. Die Liebesgeschichte nahm mir zu viel Raum ein, die Spannung blieb auf der Strecke. Doch dann kam das Ende, welches für fast alles entschädigt. Die Autorin haut plötzlich einen Hammer nach dem anderen raus und wirft den Leser mit einem fiesen Cliffhanger in ein tiefes Loch. Ich brauche Band 3 - JETZT!

Dienstag, 20. Februar 2018

Rezension "Soulsystems - Finde was du liebst"

Titel: Soulsystems - Finde was du liebst
Autor: VivienSummer
Seitenzahl: 379
ISBN:  978-3-646-60377-4
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Band 1/5

(c) Impress
Zum Inhalt:
Ella lebt auf dem Mars, denn die Erde ist durch atomare Zerstörung unbewohnbar geworden - scheinbar. Alex weiß es besser, denn er kommt von der Erde und weiß, dass dort alles in bester Ordnung ist. Nicht in Ordnung ist jedoch das System, das sie alle kontrolliert. Soulsystems schreibt allen vor wie sie zu leben haben. Hält man sich nicht daran, drohen hohe Strafen. Alex ist Mitglied einer Widerstandbewegung, die Soulsystems um jeden Preis vernichten will. Ella weiß nichts davon, ahnt aber, dass er ein Geheimis mit sich herumträgt und fühlt sich sofort zu ihm Hingezogen. Eine Liebesgeschichte, die alles kosten könnte, beginnt.

Meine Meinung:
Eine weitere Dystopie hat den Weg auf meinen Reader gefunden. Also falls ich tatsächlich den Eindruck hatte, dass es inzwischen wieder weniger Dystopien gibt, hiermit wäre das widerlegt.

In dieser Geschichte befinden wir uns auf dem Mars, was ich schön abwechslungsreich fand, da ich das bisher noch in keiner meiner Dystopien hatte. Dass die Erde nicht mehr bewohnbar ist, ist jedoch nichts neues. Allerdings spielt dies hier eher eine untergeordnete Rolle, da die Handlung komplett auf dem Mars spielt und die Erde nur in Erzählungen erwähnt wird.

Ella ist ein sympathisches junges Mädchen, welches jedoch auch etwas naiv ist, denn sie glaubt der Regierung alles aufs Wort, obwohl sie selbst merkt, dass die Regeln gar nicht so toll sind. Umso geschockter ist sie, als sie merkt, dass sowohl die Regierung als auch ihre Eltern sie belügen. Ich denke ja da steckt noch mehr dahinter, werde aber meine Vermutung jetzt mal nicht äußern, um euch nicht zu spoilern.

Alex fand ich gleich total super. Bis auf seine häufigen Frauengeschichten vielleicht. Für seine wechselnden Betthäschen hat er jedoch eine gute Erklärung, die zugleich schlüssig und tragisch ist. Ihm fühlte ich mich sofort verbunden und litt mit ihm, denn die Erinnerungen quälen ihn bis zum heutigen Tag.

Von der Spannung her besitzt die Geschichte eindeutig noch Steigerungspotenial. Für meinen Geschmack ging sie etwas zu langsam vorwärts. Es passierte auf vielen Seiten nur wenig und so schob ich immer wieder etwas anderes dazwischen, weil mich die Geschichte nicht so fesseln konnte. Ein spannender Höhepunkt bleibt gleichsam aus, wie auch ein fesselnder Cliffhanger. Den zweiten Teil werde ich auf jeden Fall auch noch lesen, ob es aber wirklich für alle 5 Teile reicht weiß ich noch nicht. Dafür muss sich der Spannungsgrad auf jeden Fall noch steigern.

Fazit:
Der Auftakt einer Dystopie, der mich noch nicht komplett überzeugen konnte. Das Setting gefiel mir, ebenso die Protagonisten. Die Spannung war mir jedoch deutlich zu wenig vorhanden, weswegen mich die Geschichte noch nicht komplett fesseln konnte.

Rezension "Forbidden Love Story"

Titel: Forbidden Love Story
Autor: Anna Savas
Seitenzahl: 330
ISBN: 978-3-646-60329-3
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

(c) Impress
Zum Inhalt:
Vespers Eltern sind geschieden. Sowohl ihr Vater, als auch ihre Mutter haben jeweils neue Partner. Vepser passt das alles gar nicht und als sie erfährt, dass ihr Vater nochmal ein Baby bekommt und zu allem Übel auch noch ihr Freund Schluss macht ist für Vesper die Katastrophe perfekt. Dann lernt sie jedoch durch einen Zufall Alex kennen und ihre Probleme rücken in den Hintergrund. Doch irgendetwas scheint der Junge zu verbergen und als sie durch Zufall herausfindet was, gerät ihre Welt erneut ins Wanken.

Meine Meinung:
Nach relativ vielen Märchenadaptionen und Dystopien habe ich hier mal wieder zu einer reinen Liebesgeschichte gegriffen, die ich sehr erfrischend fand.

Die Geschichte machte mir den Einstieg sehr leicht. Man lernt gleich Vesper und ihren unsympathischen Exfreund kennen. Zwar fand ich den Namen Vesper kurz etwas gewöhnungsbedürftig, dann aber schön abwechslungsreich zum ganzen Einheitsbrei. Zumal es eine interessante Erklärung der Autorin für den Namen gibt.

Vesper fand ich zudem sofort sehr sympathisch. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und sagt was sie denkt. Zudem ist sie ein sehr starker Charakter, dem man jedoch sehr anmerkt, was er im Laufe seines Lebens schon erlebt hat. Die Trennung ihrer Eltern ging nicht spurlos an ihr vorbei. Und so hat Vesper sich im Laufe der Zeit eine emotionale Kälte angeeignet, weswegen sie schnell abweisend wirkt. Und auch Alex mochte ich schnell, auch wenn gleich klar ist, dass er irgendetwas zu verbergen hat. Ihn umgibt die typisch geheimnisvolle Aura, die auf so viele Protagonistinen so anziehend wirkt. Außerdem scheint er wirklich ein ansehnlicher Kerl zu sein, weswegen ich es gut verstehe, dass sich Vesper sehr von ihm angezogen fühlt.

Das Geheimnis das Alex umgibt fand ich gar nicht so spektakulär, doch macht es die zarten Bande, die zwischen Alex und Vesper entstanden sind schnell wieder zunichte. Die Geschichte ist geprägt von Missverständnissen und falschen Vermutungen. Und so wäre ich oft gerne in die Geschichte hineingekrochen und hätte beide geschüttelt. Für den Leser ist es so offensichtlich, dass die beiden zusammengehören, dass man es einfach nicht verstehen kann, wie es die beiden selbst nicht merken können.

Der Schreibstil der Autorin ist super zu lesen und machte es mir leicht in die Geschichte einzutauchen. Ich habe dieses Buch einfach richtig gerne gelesen. Es ist eine richtige Wohlfühlgeschichte. Man fiebert mit den Protagonisten und weiß doch, dass es sicherlich ein Happy End geben wird. Die beiden auf ihrem Weg zu begleiten, der sie zueinander führt macht Spaß und ist einfach nur schön.

Fazit:
Eine schön zu lesende Liebesgeschichte, mit tollen Protagonisten, die richtig viel Spaß macht. 

Samstag, 17. Februar 2018

Rezension "Schneeweiße Rose - Der verwunschene Prinz"

Titel: Schneeweiße Rose - Der verwunschene Prinz
Autor: Jennifer Alice Jager
Seitenzahl: 226
ISBN: 978-3-646-60413-9
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Rose und Snow leben gemeisam neben dem verwunschenen Wald. Dort führen sie den Gasthof ihrer verstorbenen Mutter mit Leib und Seele. Als eines Tages ein Fremder auftaucht und Snow bedroht wird ihr Leben völlig auf den Kopf gestellt. Da der Unbekannte schwer verwundet ist können sie ihn nicht fragen wer er ist und woher er kommt. Und so pflegen sie ihn gesund und behalten ihn bei sich, da er eine Amnesie hat und nichts über seine Vergangenheit weiß. Doch der verwunsche Wald ist alles andere als harmlos und hat etwas mit dem Auftauchen des Fremden zu tun. Und plötzlich gerät die Existenz der beiden Schwestern in große Gefahr.

Meine Meinung:
Diese Geschichte ist frei nach dem Märchen Schneeweißchen und Rosenrot erzählt, was man schon an den Namen der Protagonisten merkt.

Das Buch hat ein wunderschönes Cover welches etwas geheimnisvolles ausstrahlt und so super zum verwunschenen Wald passt.

Zur Zeit gibt es ja viele Märchenadaptionen, die alle mehr oder weniger gleich aufgebaut sind und unterschiedlich zu überzeugen wissen. "Schneeweiße Rose" ist hierbei eines welches ich zwar ganz nett zum Lesen fand, aber wirklich vom Hocker gerissen hat es mich leider nicht.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen. Sie beschreibt bildhaft die Umgebung in der die beiden Schwestern wohnen und auch den verwunschenen Wald kann man sich gut vorstellen, da sie ihn super beschreibt. Die Charaktere die im verwunschenen Wald wohnen sind schön unterschiedlich. Ob der bissige Zwerg, die guten Feen oder die böse Fee. Alle haben ihre Berechtigung und sind schön beschrieben.

Die menschlichen Charaktere wirken dagegen fast ein bisschen blass. Da sind die beiden Schwestern Rose und Snow, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die beiden Prinzen. Keiner der vier sticht jedoch groß durch irgendwelche Besonderheiten hervor.

Die Liebesgeschichten sind ansich schön zu lesen, jedoch ging es mir vor allem bei Rose viel zu schnell, was für mich ein wenig unglaubwürdig war. Bei Snow hingegen geht das ganze etwas langsamer vorwärts, was ich deutlich schöner zum Lesen und auch realistischer fand. 

Die Handlung lässt sich gut lesen, allerdings plätschert sie für meinen Geschmack etwas zu sehr vor sich hin. Es passiert schon ab und an etwas aber so richtig fesseln konnte mich die Geschichte nicht. Aufgrund der geringen Seitenzahl hatte ich die Geschichte zwar schnell durchgelesen, doch wäre es ein dickeres Buch gewesen, hätte ich mit Sicherheit so meine Schwierigkeiten gehabt.

Die Handlung und vor allem das Ende waren für mich recht vorhersehbar. Ich ahnte schon auf was alles hinauslaufen würde und so gab es nur selten in der Geschichte eine große Überrasschung für mich, was ich etwas schade fand. Mir fehlte der Kick und das besondere. Eine Geschichte die nett ist, wird mir leider nicht wirklich lange im Gedächtnis bleiben und vermutlich schnell in der Masse der gelesenen Bücher verschwinden.

Fazit:
Eine Märchenadaption, die zwar nett zu lesen ist, mehr aber leider auch nicht. Die Geschichte ist nicht wirklich spannend und für mich leider zu vorhersehbar, als dass sie lange im Gedächtnis bleiben wird. Der Schreibstil der Autorin ist allerdings schön zu lesen und das Cover ist ebenfalls wunderschön. 

Donnerstag, 15. Februar 2018

Rezension "Sublevel - Zwischen Ehre und Exil"

Titel: Sublevel - Zwischen Ehre und Exil
Autor: Sandra Hörger
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 367
ISBN:   978-3-646-60306-4
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Band 3/3

!Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler, für alle, die Band 1&2 nicht kennen!

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Corvin wurde schwer verletzt und Rise ist die Hauptverdächtige. Nur ein paar wenige wissen, wie es wirklich gewesen ist. Und so wird Rise zum Tod verurteilt. Doch kurz vor der Vollstreckung wird sie gerettet, jedoch ins Sublevel verbannt. Von dort starten Rise und ihre Verbündeten eine Revolution, die ihresgleichen sucht. Doch für Rise zählt einzig und allein ihre Liebe zu Corvin und der Beweis ihrer Unschuld an dem Attentat. Dies ist jedoch schwerer als sie sich das vorgestellt hat, denn alle Beweise wurden vernichtet und keiner darf wissen, dass Rise noch lebt, sonst gerät sie in tödliche Gefahr.

Meine Meinung:
Hier haben wir das finale der Sublevel-Trilogie. Dieses findet zum größten Teil auch tatsächlich im Sublevel statt. Man lernt die Bewohner und die dortigen Lebensverhältnisse dadurch nochmal besser kennen.

Zu den bisher bekannten Hauptfiguren stößt eine neue. Hierbei handelt es sich um den Arzt Sean, bei dem Rise einen Unterschlupf findet. Dieser bringt nochmal neuen Schwung in die Geschichte. Man merkt recht schnell dass er etwas für Rise empfindet. Trotzdem fand ich die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden recht flott und Rise lässt sich recht schnell auf ihn ein. Zwar konnte ich ihre Beweggründe schon irgendwie verstehen, aber es ging mir etwas zu schnell.

Die Entwicklung der Charaktere fand ich hier nochmal sehr schön zu beobachten. Allen voran ändert sich vor allem Corvin komplett. Der Anschlag, der auf ihn verübt wurde, macht ihn zu einem anderen Menschen. Und auch Rise ändert sich durch ihr Leben im Sublevel und ihren Kampf im Widerstand. Von der recht zurückhaltenden Hoffnungsträgerin wird sie zu einer jungen Frau die zu allem entschlossen ist um ihr persönliches Glück zu finden und ihre Sippe zu retten.

Hinzu kommt, dass dieser dritte Band extrem spannend ist. Ich hatte das Gefühl, dass nach Band 2 auf einen Art Resetknopf gedrückt wurde und wir die Geschichte nochmal gemeinsam neu beginnen. Denn nichts ist mehr so wie es scheint, alles hat sich verändert. Und so fieberte ich vor allem mit der Untergrundbewegung mit. Der Präsident lässt erneut seine Grausamkeit durchblicken. Selten fand ich eine Person so widerwärtig wie ihn. Und so lag die Spannung lange auch in der Frage, ob seine Machenschaften irgendwann aufgedeckt und er irgendwann besiegt wird.

Das Ende rührte mich fast zu Tränen. Hier schafft die Autorin einen absolut emotionalen Höhepunkt, der mir einen Kloß in den Hals trieb. Ich musste wirklich oft schlucken und hoffte, dass alles trotzdem zu einem guten Ende kommt. Die Autorin rundet die Geschichte perfekt ab und lässt keine Fragen offen. Gerne würde ich jedoch Rise, Corvin und die anderen noch länger begleiten. Erfahren, wie sie einen Neuaufbau und letztlich ihre Mission zur Erde starten. Vielleicht kehrt die Autorin ja irgendwann nochmal zu ihrer Geschichte zurück. Ich würde es mir wirklich wünschen.

Fazit:
Ein gelungener Abschluss einer tollen Trilogie, der mit allem punkten kann, was eine gute Geschichte haben sollte. Emotionen, Liebe, Spannung und ein Ende, das keine Fragen offen lässt. 

Dienstag, 13. Februar 2018

Rezension "Sublevel - Zwischen Reue und Revolte"

Titel: Sublevel - Zwischen Reue und Revolte
Autor: Sandra Hörger
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 351
ISBN:  978-3-646-60305-7
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Band 2/3

!Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler, für alle, die den ersten Band nicht kennen!

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Sunrise und Corvin könnten so glücklich sein. Durch einen Zufall haben sie sich gefunden, doch Corvins Eltern billigen diese Beziehung nicht. Sie entspricht nicht seinem Stand und so muss sich Corvin auf einem Kompromiss einlassen um trotzdem glücklich mit Sunrise zu werden. Doch das ist gar nicht das größte Problem. Die Mission die bald zur Erde starten soll ist in großer Gefahr. Immer wieder sterben Besatzungsmitglieder des Raumschiffes. Sunrise beschließt auf eigene Faust zu ermitteln und findet Dinge heraus, die Corvin so gar nicht gefallen.

Meine Meinung:
Nach dem spannenden, sprachgewaltigen ersten Band, musste natürlich sofort der zweite Band her, der mich nun mehr sofort in seinen Bann zog. Ich kannte die Personen und war mit ihnen vertraut.

Gleich zu Beginn lernen wir den Vater von Corvin und seine Machenschaften näher kennen. Sandra Hörger hat hier einen absoluten Gegenpart zu Sunrise geschaffen. Der Präsident ist an abstoßenden Handlungen nicht mehr zu überbieten - er ist ein Monster. Dies beschreibt Hörger so authentisch und detailliert, dass ich anfing ihn zu hassen, obwohl es sich lediglich um einen Buchcharakter handelt.

Ihre faszinierende Sprache findet auch hier ihre Anwendung. Wie Hörger mit Worten spielt und dabei Bilder im Kopf ihrer Leser zaubert ist wirklich toll. Man nimmt ihr alles zu jeder Zeit ab. Ich fühlte mich so, als wäre ich selbst schon auf dem Raumschiff gewesen und würde Sunrise und Corvin persönlich kennen.

Dieser zweite Teil ist anders als viele zweite Teile bei Reihen. Oft ist der zweite Teil ja nur einer der eine Brücke zum dritten finalen Band schlägt. Wie oft hatte ich es schon, dass ich den zweiten Band ziemlich langweilig fand und mir dieser wie ein bloßer Lückenfüller vorkam. Doch dies ist hier nicht der Fall. Band 1 war schon wirklich gut, von der Spannung her finde ich diesen zweiten Band jedoch nochmal deutlich besser. Die Morde die im Umfelt der Erdmission passieren werfen viele Fragezeichen auf. Ich fieberte mit und hoffte immer auf neue Erkenntnisse von Sunrise. Umso schockierter war ich dann, als tatsächlich die Wahrheit herauskommt und man als Leser endlich erfährt, was es mit den Todesfällen auf sich hat.

Man sollte nun meinen, da die Todesfälle aufgeklärt sind könnte die Spannung wegbleiben und Stoff für den letzten Band fehlen. Doch dem ist gar nicht der Fall. Ich hatte das Gefühl, jetzt geht es erst so richtig los und war wiederrum froh, den dritten Teil schon auf meinem Reader zu haben und somit sofort weiter in die Geschichte eintauchen zu können. Und das werde ich nun auch wieder tun, denn ich habe sie lediglich unterbrochen um diese Rezensionen schreiben zu können. Ich bin gespannt, was die Protagonisten nach diesem schockierenden zweiten Band im Finale erwartet.

Fazit:
Ein zweiter Band, der viel mehr ist, als der so oft verschrieene Lückenfüller. An Spannung schlägt er seinen Vorgänger um Welten und dieser war schon wirklich gut. Die bildgewaltige Sprache der Autorin tut auch hier ihr übriges, dass die Seiten nur so dahin fliegen. 

Rezension "Sublevel - Zwischen Liebe und Leid"

Titel: Sublevel - Zwischen Liebe und Leid
Autor: Sandra Hörger
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 318
ISBN:  978-3-646-60304-0
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Band 1/3

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Sunrise Garcia und ihre Familie leben im Sublevel. Sie gehören zur untersten Schicht der Gesellschaft. Sunrise ist eine Hoffnungsträgerin. Sie ist dafür verantwortlich nach einer guten Schulbildung eine gute Arbeit zu bekommen um ihrer Familie ein besseres Leben zu ermöglichen. Doch eines Tages lernt Sunrise durch einen Zufall den Präsidentensohn Corvin kennen und ihr Leben wird völlig über den Haufen geworfen. Sie rettet ihm das Leben und er verliebt sich in sie. Und so nimmt ein Drama seinen Lauf und die gesamte Zukunft von Sunrise' Familie steht auf dem Spiel.

Meine Meinung:
Inzwischen ist der Dystopienhype ja etwas abgeflaut, doch ich lese sie immer noch sehr gerne. Und so freute ich mich, als ich bei Impress eine schon komplett erschienene Reihe entdeckte, denn so wusste ich, dass ich alles am Stück lesen kann.

Dies ist der erste Band in dem wir Leser zunächst Sunrise und ihre Familie, sowie deren Lebensraum kennenlernen. Man erfährt auf erschreckend schonungslose Weise wie schrecklich die Zustände im Sublevel sind. Die Autorin zeichnet hier ein Szenario, welches mir stellenweise den Magen fast umdrehte. Der bildhafte Schreibstil tut sein übriges, dass ich sehr schnell in die Lebensumstände von Sunrise und ihrer Familie eintauchte.

Der Schreibstil der Autorin muss hier sowieso nochmals sehr hervorgehoben werden. Ich finde man merkt dass die Autorin schon etwas "älter" als die übrigen Impress-Autoren ist. Und dies ist hier gar nicht im negativen Sinn gemeint, man merkt ihrer Sprache einfach die Reife und die jahrelange Erfahrung als Drehbuchautorin an. Ihre bildgewalte Sprache ruft Emotionen hervor, die ich so selten erlebt habe. Eine witzige Idee finde ich die verschiedenen Slangs der verschiedenen Wohnbereiche. Die bessere Gesellschaft spricht Latein, welches tatsächlich auch viel in der Geschichte vorkommt, jedoch immer im nächsten Satz gleich nochmal auf deutsch wiederholt wird. Dies war zwar kurz gewöhnungsbedürftig, jedoch hatte ich mich nach kurzer Zeit daran gewöhnt. Die niedere Gesellschaft spricht ein Englischkauderwelsch, welches mich nicht nur einmal zum Lachen brachte. Die Ideen der verschiedenen Slangs ist wirklich super.

Ich muss zugeben, dass mich die Geschichte zu Beginn sehr an "The 100" erinnert hat. Und auch im weiteren Verlauf gibt es immer wieder Passagen die an die Dystopie von Kass Morgan erinnern. Doch es gibt zum Glück genügend Punkte, die sich von "The 100" unterscheiden. Sandra Hörger hat viele spannende Ideen, die sie brilliant und raffiniert umsetzt, mit einer Sprachgewandtheit, die ihres gleichen sucht.

Das Ende ist zwar offen, jedoch kein absoluter und klassischer fieser Cliffhanger. Trotzdem musste ich gleich zu Band 2 greifen und war froh, dass dieser schon erschienen war.

Fazit:
Eine Dystopie die spannend und raffiniert geschrieben ist. Eine Autorin die schreiben kann und sprachlich so gut ist, dass es ein absoluter Genuss ist, diese Geschichte zu lesen.

Samstag, 10. Februar 2018

Rezension "In der Liebe ein Mensch"

Titel: In der Liebe ein Mensch
Autor: Anika Lorenz
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 292
ISBN:   978-3-646-60287-6
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Band 6/6

!Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler für alle, die die ersten 5 Bände nicht kennen!

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Das Finale ist angebrochen. Nate hat zwar seinen Wolf zurück, doch irgendetwas ist anders als sonst. Er verwandelt sich wieder unkontrolliert und greift hilflose Schüler an. Emma ist ratlos und weiß nicht, wie sie Nate helfen soll. Und dann sind auch noch merkwürdige Angriffe von unheimlichen Schatten, die sich keiner erklären kann. Die Führung der Jägerschaft scheint Emma immer mehr zu entgleiten und plötzlich steht nicht mehr nur ihr persönliches Glück auf dem Spiel sondern das Überleben aller.

Meine Meinung:
Dies ist der finale Band der Gestaltwandlerserie rund um Emma und ihre Freunde. Nachdem der fünfte Teil mit dem überraschenden Auftauchen von Nate endete, geht es auch hier wieder nahtlos weiter. Eine Erklärung wieso Nate plötzlich so komisch ist bleibt erstmal aus. Und so rätseln wir Leser gemeinsam mit Emma über sein merkwürdiges Verhalten und wie man ihm wohl helfen kann.

Die Beziehung der beiden erlebt dadurch eine überraschende Wendung. Nur durch viel körperliche Nähe ist Nate von seinen unkontrollierten Verwandlungen abzuhalten. Und so wird man als Leser immer wieder Zeuge von prickelnden Begegnungen zwischen den beiden.

Der fantastische Teil der Geschichte ist in diesem Band am deutlichsten zu spüren. Da die merkwürdigen Schatten ins Spiel kommen wird es immer verworrener. Ich muss zugeben, dass es mir manchmal sogar etwas zu abgehoben und merkwürdig war, jedoch sind alle Erklärungen schlüssig. Ich mag es allerdings mehr, wenn die Fantasy einen nicht ganz so großen Teil einnimmt, wie hier in diesem letzten Teil.

Blutige Kämpfe bleiben bei diesem finalen Band, bei dieser finalen Schlacht auch nicht aus. Und so stehen immer wieder Leben auf dem Spiel von Personen die man gerne hat. Ich fieberte mit und hoffte, das alles ein gutes Ende nehmen wird.

Mit dem Ende hat die Autorin die Geschichte schön abgerundet. Ihr ist es gelungen alle offenen Fragen zu klären und alles zu einem schlüssigen Ende zu bringen. Ich muss zugeben, dass mich das Ende ein wenig an die Tribute von Panem erinnert hat, wenn man die Konstellation Emma, Nate, Liam mit der von Katniss, Gale und Peeta vergleicht. Das Ende stimmte mich zudem ein wenig traurig. Es ist kein Happy End im klassischen Sinn und bringt etwas melancholisches mit sich. Allerdings bin ich definitiv der Meinung, dass die Autorin die Geschichte gar nicht anders hätte enden lassen können, insofern hat sie alles richtig gemacht.

Fazit:
Mit diesem finalen Band rundet Anika Lorenz ihre Gesaltwandlerreihe perfekt ab. Sie bringt sie zu einem in sich schlüssigen Ende, welches geprägt von vielen Emotionen sicher noch lange in meinem Gedächtnis bleiben wird. 

Freitag, 9. Februar 2018

Rezension "Vierzehn"

Titel: Vierzehn
Autor: Tamara Bach
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 107
ISBN:  978-3-551-58359-8
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 13,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Beh war lange krank. Deswegen hat sie ihre Klassenkameraden lange Zeit nicht gesehen. Viel ist passiert in dieser Zeit, viel haben sie sich zu erzählen. Doch auch Beh hat sich weiter entwickelt und Dinge erlebt, von denen sie ihren Freundinnen gerne berichten würde. Doch diese lassen sie gar nicht zu Wort kommen und Beh ist sich auch gar nicht so sicher, ob sie wirklich erzählen will, dass sie viel mehr erlebt hat, als nur krank zu sein oder ob sie dieses eine Geheimnis nicht einfach für sich behalten soll.

Meine Meinung:
"Vierzehn" ist ein ganz besonderes Buch. Es ist relativ kurz und hat gerade mal gute 100 Seiten. Und trotzdem weiß es auf diesen gut 100 Seiten viel zu erzählen. Mehr als andere Bücher mit 400 Seiten. Das Buch kommt mit sehr leisen Tönen daher und die Autorin hat einen Schreibstil der ganz besonders ist.

Manche Sätze lässt sie einfach offen, unvollständig und trotzdem weiß man als Leser, was sie einem sagen möchte. Dieses bewusste weg lassen von Wörtern war für mich zwar erst komisch, doch schnell merkte ich, dass es sich hierbei um sehr große Schreibkunst handelt.

Die Handlung ist eigentlich recht harmlos, es passiert nicht wirklich viel. Beh kommt nach ihrer langen Krankheit und den Sommerferien wieder zurück in die Schule und alle Welt denkt, dass sie nichts zu erzählen hätte, weil sie doch nur krank war. Doch das stimmt so überhaupt nicht, denn Beh hat viel mehr erlebt als man denkt, sie hat jemanden kennengelernt und die zarten Beschreibungen dieser Annäherung, dieser Beziehung sind schön zu lesen.

Trotz des sehr besonderen Schreibstils, der die Geschichte in eine ganz besondere Atmosphäre taucht, bin ich jetzt nicht restlos begeistert von der Geschichte. Sie hat zwar viel zu erzählen, ist aber nicht wirklich spannend und ich habe eigentlich nur weiter gelesen weil es sich um ein recht dünnes Buch gehandelt hat und ich mir sicher war, es innerhalb kürzester Zeit fertig zu werden.

Der Schreibstil gefiel mir zwar und auch wenn ich jetzt daran denke, bin ich immer noch ziemlich beeindruckt von dieser Art der Sprache, doch brachte er mich auch immer wieder zum Stolpern. Selbst wenn man sehr viel liest, ist man so einen Schreibstil doch nicht gewöhnt, was hohe Konzentration beim Lesen forderte.

Fazit:
Ich bleibe etwas zwiegespalten zurück. Einerseits ist da der sehr besonderes Schreibstil, der echt toll ist. Auf der anderen Seite ist da aber die Handlung, die mich nicht wirklich packen konnte. Und auch zu den Charakteren fiel es mir schwer eine Bindung aufzubauen, da dies in der Kürze der Zeit einfach nicht möglich war. So bleibt mir nur das Fazit, dass es zwar besonders zu lesen war, jedoch nicht so, dass es mir lange im Gedächtnis bleiben wird.