Dienstag, 25. August 2015

Rezension "Die Stadt der verschwundenen Kinder"

Titel: Die Stadt der verschwundenen Kinder
Autor: Caragh O'Brien
Verlag: Heyne fliegt
Seitenzahl: 462
ISBN: 978-3-453-52800-0
Einbindungsart: Gebunden
Preis: 16,99 €

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Gaia lebt in einer Welt, in der jeden Monat die ersten drei Neugeborenen sofort nach der Geburt an der Stadtmauer abgegeben werden müssen. Für Gaia und ihre Mutter - beides Hebammen - ist das völlig normal, sodass sie dies noch nie in Frage gestellt haben. Doch als Gaias Eltern urplötzlich verschwinden, ist von einem Tag auf den anderen nichts mehr, wie es einmal war. Gaia beschließt sich hinter die Stadtmauern zu schleichen um rauszubekommen, was dort vor sich geht und was mit ihren Eltern geschehen ist. Dabei begibt sie sich in höchste Gefahr und entdeckt Dinge, mit denen sie niemals gerechnet hätte.

Meine Meinung:
Lange, sehr lange lag "Die Stadt der verschwundenen Kinder" auf meinem SUB. Und das völlig zu unrecht, wie ich jetzt feststellen musste.

Von der ersten Seite an packte mich die spannende, aber auch erschreckende Geschichte rund um die junge Gaia. Fasziniert von der Welt, die die Autorin geschaffen hat, flogen die Seiten nur so dahin. Ich begleitete Gaia auf ihrem gefährlichen Weg hinter die Stadttore und konnte kaum glauben, was ich von dort zu lesen bekam.

Gaia erscheint zunächst als etwas naives 16-jähriges junges Mädchen, das alles tut, was die Regierung von ihr will, ohne dies jemals in Frage zu stellen. Zu ihrer Verteidigung sei gesagt, dass sie natürlich damit aufgewachsen und es somit für sie normal ist. Man merkt jedoch recht schnell, dass ihr das alles gar nicht so egal ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Und so konnte ich recht schnell den Wandel von einer kindlichen in eine sehr reife Persönlichkeit, die für das kämpft, was ihr wichtig ist, beobachten.

Die Spannung machte es mir leicht, an der Geschichte dran zu bleiben und schwer das Buch ab und an für Schlaf zu unterbrechen. Denn natürlich wollte ich von Beginn an wissen, was hinter diesem merkwürdigen Gesetz steckt und ob Gaia ihre Eltern wiederfindet. Dass dieser Weg hinein in das innerste der Stadtgrenzen mit einem gewissen Risiko verbunden ist, ist klar. Und so gab es nicht nur eine Situation, in der ich mit Gaia zitterte und mir große Sorgen machte, ob sie das alles heil überstehen würde.

Die unterschiedlichen Personen, die mir auf diesem Weg begegnet sind, sind alle toll dargestellt und jede für sich einzigartig. Viele wuchsen mir schnell ans Herz, einige riefen tiefe Abscheu in mir hervor. Sobald ich mit Protagonisten Emotionen verbinden kann, macht der Autor alles richtig.

Dass es nebenbei auch noch eine kleine, wirklich zarte Liebesgeschichte gib, die sich nur sehr langsam entwickelt, rundet das Buch perfekt ab und lässt mich schnell darüber hinwegsehen, dass es in der Geschichte die ein oder andere Szene gab, die für mich doch recht vorhersehbar war. Ich bin gespannt, wie sich diese Liebe im nächsten Teil weiterentwickelt.

Fazit:
Eine spannende Dystopie, die von einer erschreckenden Welt erzählt, in der man auf keinen Fall leben möchte. Ein toller Schreibstil und die Spannung, die über die komplette Zeit hochgehalten wird, machen die Geschichte zu einem tollen Leseerlebnis.  

Mittwoch, 12. August 2015

Rezension "Heute gibt's indisch!"

Titel: Heute gibt's indisch
Autor: Karen Webb
Verlag: SüdWest
Seitenzahl: 159
ISBN: 978-3-517-08941-6
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 19,99 €

(c) RandomHouse
Meine Meinung:
Mit Indien verbinde ich intensive Gerüche und Geschmäcker, Curry liegt in der Luft. Und so dachte ich mir, warum sollten wir nicht mal daheim die indische Küche ausprobieren?

Das Buch von Karen Webb ist hierbei ein sehr persönliches, da sie selbst indische Wurzeln hat und in diesem Buch von den Lieblingsrezepten ihrer Familie erzählt. Diese sind unterlegt mit herrlichen Bildern, die einem noch mehr Lust auf indisches Essen machen.

Ein Inhaltsverzeichnis gleich zu Beginn, gibt eine schöne Übersicht, was für Rezepte man in dem Buch findet. So kann man sich gleich entscheiden, ob man etwas mit Fleisch, Salat oder doch lieber etwas Süßes machen möchte. Ein langes Vorwort gibt Einblicke in die persönliche Geschichte Webbs'.

Umrahmt werden die Rezepte von einer Übersicht über die typischen Zubereitungsarten und Küchengeräte, einer Übersicht über indische Gewürze, so wie ganz hinten im Buch einem indischen Küchenlexikon. Vor allem das Küchenlexikon empfand ich als sehr hilfreich, da in den Rezepten einige Zutaten verwendet, oder einige Rezepte Namen haben, die mir so auf den ersten Blick nichts sagen.

Die Übersicht über die indischen Gewürze ist eigentlich auch recht interessant, da man zu jedem Gewürz eine kleine Abbildung hat. Leider sind hier einige Angaben fehlerhaft, was wirklich schade ist. Ich selbst, als unerfahrene Köchin hätte das zunächst gar nicht erkannt, meinem Mann aber fiel das sofort auf.

Und dann geht es auch schon mit dem umfangreichen Anteil an Rezepten los. Die Seiten sind echt toll gestaltet und wenn es ein Foto zu einem Rezept gibt, ist es, wie oben schon erwähnt, ein sehr ansprechendes was unglaublich Lust auf das Essen macht. Allerdings gibt es nicht zu jedem Rezept ein Foto, was ich sehr schade finde. Ich brauche eigentlich, um Lust auf ein Rezept zu bekommen, immer auch ein Foto. Und gerade bei solch exotischen Gerichten, bei denen man nicht weiß, wie sie aussehen sollen, finde ich es besonders schade, dass ein Foto auf vielen Seiten fehlt.

Positiv hervorheben lässt sich jedoch die Rubrik "Karen Kulinarisch", die immer wieder unterhalb der Rezepte auftaucht. Hier hat die Autorin einige persönliche Anmerkungen zu den Rezepten oder den jeweiligen Inhaltsstoffen parat.

Da ich natürlich auch etwas aus dem Buch ausprobieren wollte, nutzten wir die Gelegenheit eines Grillabends um mit passenden indischen Salaten, Dips und Brot die klassischen Grillgerichte aufzuwerten. Leider muss ich hier sagen, dass wir alle nicht so 100% überzeugt waren, von den Gerichten. Das indische war oft kaum spürbar und man hätte es auch einfach als normalen Salat "verkaufen" können, das hätte niemand gemerkt. Uns fehlte leider etwas der Pfiff, was sehr schade ist. Allerdings werde ich sicher noch weitere Rezepte ausprobieren, denn an die ganz großen Fleischgerichte habe ich mich bisher nicht gewagt. Sicherlich wird da das indische deutlich mehr spürbar sein.

Insgesamt ist das Buch vor allem optisch sehr gelungen. Auch die Rezepte selbst sind schön übersichtlich, was Zutaten und Zeitangaben angeht und machen Lust auf indisches Essen. Leider habe ich wohl einige Gerichte erwischt, die mir den typisch indischen Charakter nicht wirklich vermitteln konnten, das kann aber natürlich auch an meinen Erwartungen gelegen haben. Ich bin trotzdem sehr gespannt, auf das weitere Ausprobieren und freue ich schon, wenn wieder indische Gerüche durch unsere Küche ziehen!

Mittwoch, 5. August 2015

Rezension "Sommersüße Erdbeerträume"

Titel: Sommersüße Erbeerträume
Autor:diverse
Verlag: Bassermann
Seitenzahl: 87
ISBN: 978-3 572-08183-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,99 €

(c) RandomHouse
Meine Meinung:
"Sommersüße Erdbeerträume" ist schon auf den ersten Blick total ansprechend gestaltet. Da ich Erdbeeren liebe, wusste ich sofort, dass ich dieses Buch haben muss. Als ich das Buch aufschlug wurde ich nicht enttäuscht. Die Vielfalt der Rezepte erschlug mich beinahe - im positiven Sinn. Ich konnte mich kaum entscheiden, was ich alles machen möchte und so dauerte es natürlich etwas länger, dieses Buch zu testen und zu bewerten.

Aufgeteilt sind die Rezepte in drei Kategorien. Zum einen gibt es "Kuchen&Torten", außerdem "Konfitüre, Saft & Likör" und zuletzt "Eis & Dessert". Mich zog sofort die erste Kategorie wie magisch an. Da ich sowieso immer mehr das Backen für mich entdecke, stürzte ich mich begeistert auf die vielen unterschiedlichen Rezepte. Die wunderbar ansprechenden Fotos machten es nicht gerade leicht, sich für etwas zu entscheiden. Man muss das Buch nur aufschlagen, schon bekommt man Lust auf Kuchen. Angefangen mit einer Erdbeersahnetorte, über kleine Erdbeertörtchen in den verschiedensten Formen bis zu einer Kokos-Erdbeer-Torte gibt es hier einfach für jeden Geschmack etwas. Die nächste Erdbeersaison ist auf jeden Fall wieder gerettet. Auch der zweite Abschnitt mit den Konfitüren und Co. bietet viele interessante Rezepte. Hiervon habe ich jetzt selbst noch nichts ausprobiert, werde es aber sicher noch tun. Die Abteilung "Eis &Dessert" ist dann wieder eine die mein Herz höher schlagen lässt.Von Erdbeermousse, über Erdbeertiramisu bis zu herrlich aussehendem Erdbeereis, wird auch hier sicher jeder fündig.

Obwohl das Buch mit 87 Seiten nicht wirklich dick ist, so bietet es doch eine Vielzahl an Rezepten die sich wirklich sehen lassen kann.

Ein weitere Pluspunkt ist die sehr klare Aufteilung der Rezepte selbst. Für jedes Rezept gibt es eine Doppelseite. Rechts gibt es das passende Foto, links die Anweisungen. Und auch diese bieten auf den ersten Blick alles was man wissen muss. Die Zutaten sind klar und übersichtlich zu sehen, aufgeteilt nach den Kategorien "Für den Teig", "Für die Füllung" & "Für die Dekoration". Außerdem sieht man sofort welches Werkzeug man braucht und wie lange die Zubereitungs-, Back- und Kühlzeit ist, was ich extrem wichtig finde. Bei manchen Büchern muss man erst das ganze Rezept durchlesen, bevor man rausgefunden hat, wie lange man es doch backen muss. Hier ist das in roter Schrift hervorgehoben und sehr klar ersichtlicht.

"Sommersüße Erdbeerträume" bietet genau das, was der Name verspricht. Herrlich aufgemachte Rezepte, lassen einen nicht nur von Sommer träumen, nein, man will regelrecht in den Sommer eintauchen, wenn man dieses Buch durchblättert. Es gibt noch so viele Rezepte die ich daraus ausprobieren möchte, sodass mir so schnell sicher nicht langweilig wird. Eine klare Empfehlung für dieses Buch.

Montag, 3. August 2015

Rezension "Elias &Laia"

Titel: Elias & Laia
Autor: Sabaa Tahir
Verlag: One
Seitenzahl: 509
ISBN: 978-3-8466-0009-2
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,99 €

(c) One/Lübbe
Zum Inhalt:
Elias und Laia. Zwei junge Menschen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide leben in einer Welt voller Gewalt. Einer Welt die von einem grausamen Imperium beherrscht wird, das seinen Willen mit Hilfe seiner brutalen Helfer, den Masken" durchsetzt". Doch beide stehen auf unterschiedlichen Seiten. Laia, ein Kundigenmädchen, das dieser Gewalt hilflos ausgesetzt ist und Elias ein Absolvent der Akademie, in der die Masken ausgebildet werden. Zwei junge Menschen, die eigentlich nichts verbindet und letztendlich doch so viel. Zunächst Feinde, sind sie sich doch ähnlicher als sie eigentlich wissen.

Meine Meinung:
Das Thema der Geschichte reizte mich sofort. Auf den ersten Blick wirkte es etwas dystopisch, auch wenn es das eigentlich gar nicht ist. Obwohl ich gerade eigentlich nicht so auf Fantasy stehe, hat dieses Buch genau den richtigen Anteil daran. Nicht zu viel, nicht zu abgedreht, nein, genau richtig.

Zu Beginn fand ich jedoch trotz des tollen Schreibstils nicht so richtig in die Geschichte rein. Ich brauchte eine gefühlte Ewigkeit für nur wenige Seiten und so kam ich nur langsam voran. Dies legte sich aber als mir die Personen und und die Umgebung so langsam vertraut wurden und ich mich richtig in die Geschichte einfühlen konnte.

Laia wirkt zunächst wie ein verschüchtertes kleines Mädchen, dem man eigentlich nichts zutrauen kann. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Ihre starke Persönlichkeit scheint ihr oft selbst nicht so bewusst zu sein und so macht sie sich meistens kleiner als sie eigentlich ist. Dies ist im Laufe der Geschichte aber auch ab und an ein Vorteil. Ich muss zugeben, dass ich manchmal trotz alledem etwas genervt von ihrer auf der einen Seite sehr zurückhaltenden und auf der anderen Seite sehr risikofreudigen Art. Mir erschien es manchmal so, als würde sie es einfach nicht schaffen einen guten Mittelweg zu finden. Das war manchmal echt anstrengend, denn daraus ergaben sich sehr gefährliche Situationen.

Elias war mir vor der ersten Seite an sehr sympathisch. Er weiß genau was er will und geht diesen Weg auch. Natürlich gibt es immer wieder Situationen aufgrund derer er seine Richtung ändern muss, doch sein Hauptziel verliert er nie aus den Augen. Er hat einen unheimlich starken Charakter, den er sich zum Glück bis zum Schluss bewahrt. Seine Mutter und viele andere versuchen nicht selten, ihn schwach zu machen. Dass das nicht gelingt ist allein seinem Vertrauen in die richtig Sache zu verdanken.

Nachdem ich dann so richtig in der Geschichte angekommen war, fesselte sie mich unheimlich. Trotz Leseflaute, die leider schon seit Monaten anhält, fing ich plötzlich abends wieder an zu lesen. Auch einen halben Sonntagnachmittag verbrachte ich mit der Lektüre von Elias und Laia. Das hat davor und seitdem kein Buch geschafft.

Tahir berichtet aus zwei unterschiedlichen Perspektiven - Elias' und Laias. So hat man als Leser einen perfekten Blick auf das Geschehen und kann es aus zwei Blickwinkeln wahrnehmen. Die 500 Seiten flogen letztendlich nur so dahin und dann war die Geschichte leider auch schon zu Ende. Und was gab es? Natürlich einen Cliffhanger. Ich habe zwar schon deutlich schlimmere Cliffhanger in Geschichten gehabt, doch trotz allem muss ich jetzt bis nächstes Jahr warten, bis ich weiß wie die packende Geschichte der beiden weitergeht.

Fazit:
Nach schleppendem Anfang ein tolles und fesselndes Buch, das mich super unterhalten hat und eine perfekte Mischung aus römischem Reich und Fantasy bietet.


Sonntag, 5. Juli 2015

Rezension "Skandal"

Titel: Skandal
Autor: Sarah Ockler
Verlag: cbt
Seitenzahl: 411
ISBN: 978-3570162989
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,99 €

(c) cbt
Zum Inhalt:
"Skandal" erzählt die Geschichte von Lucy. Lucy die schon lange in Cole verliebt ist, dass sie sich nicht mehr an die Zeit erinnern kann, in der sie keine Gefühle für ihn hatte. Doch Cole ist ausgerechnet mit Lucys bester Freundin, Ellie zusammen. Ein Dilemma, welches noch viel schlimmer wird, als Lucy anstelle von Ellie mit Cole zum Abschlussball geht. Während Ellie krank im Bett liegt, tanzen die Schmetterlinge in Lucys Bauch Samba. Wie soll sie diesen Abend nur überstehen? Als dann passiert, womit Lucy niemals gerechnet hätte, gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Sie und Cole küssen sich und Lucy hat keine Ahnung wie sie das Ellie erklären soll. Doch bevor sie die Chance dazu erhält ist es schon zu spät und Fotos von ihr und Cole tauchen auf Facebook auf. Was dann folgt ist Cybermobbing der schlimmsten Stufe und Lucy hat keine Chance sich dem zu entziehen.

Meine Meinung:
Das Thema Internet und Cybermobbing ist ja ein höchst aktuelles Thema, weswegen mir das Buch sofort ins Auge sprang. Ein eigentlich "harmloser" wenn auch nicht gut zu heißender Kuss löst einen Shitstorm aus, der mit nichts zu vergleichen ist.

Wie oft habe ich schon gehört, dass im Internet ein Shitstorm losbrach und das wegen eher harmloser Kleinigkeiten. Die Betreffenden haben nur selten die Chance sich zu wehren, geschweige denn, sich dem ganzen zu entziehen. Genauso geht es Lucy in "Skandal" weswegen ich sehr gespannt auf das Buch war.

Die Thematik ist keinesfalls neu, doch immer wieder spannend und erschreckend zu verfolgen. Gerade für eine Geschichte in einem Jugendbuch sehr gut geeignet.

"Ockler" schafft es, das Thema gut umzusetzen und die Schrecken und die Anonymität die das Internet bietet perfekt herauszustellen. Nicht selten war ich entsetzt, ob der grausamen "Brutalität" die Lucys Klassenkameraden an den Tag legen. Leider ist das im Internet keine Seltenheit, was echt traurig ist.

Trotz des sehr interessanten Themas, muss ich zugeben, dass ich so meine Schwierigkeiten mit der Geschichte hatte. Ich kam zu Beginn überhaupt nicht mit dem Schreibstil von Ockler klar. Obwohl er eigentlich sehr flüssig und gut zu lesen ist, hat sie eine Ausdrucksweise und einen Stil, der mir doch die ein oder anderen Schwierigkeiten bereitet hat. Und so kam ich nur langsam vorwärts mit der Geschichte. Ich brauchte ziemlich lange um mich daran zu gewöhnen, weswegen ich das Buch auch immer stellenweise unterbrechen musste. Leider kann ich gar nicht so genau auf den Punkt bringen, was mich so gestört hat, aber manche Beschreibungen waren so komisch, dass sie mir den Lesefluss wirklich schwer gemacht haben.

Die Personen hingegen finde ich wunderbar beschrieben. Alle haben ihre Ecken und Kanten und sind so sehr einzigartig. Und so fiel es mir auch gar nicht schwer die einzelnen Charaktere zu unterscheiden. Zudem machten es mir die detaillierten Beschreibungen viel leichter möglich eine enge Beziehung zu den Charakteren aufzubauen. Ich litt sowohl mit Lucy, als auch mit Ellie. War entsetzt und hoffte für alle nur das Beste.

Und so kam dann das Ende, welches ich ebenfalls gelungen finde. Es ist kein klassischen Happy End in dem Sinn. Es herrscht nicht überall Friede, Freude, Eierkuchen und alles ist vergeben und vergessen. Doch anders hätte ich mir das Ende auch nicht vorstellen können. Und wenn mich das Ende eines Buch zufrieden zurücklässt, ist das schon mal viel wert.

Fazit:
Ein Jugendbuch, dass nicht mit anderen vergleichbar ist. Ein Stil, bei dem ich sehr lange gebraucht habe, bis ich mich daran gewöhnen konnte und ein Ende das sehr überzeugend, ein ziemlich brisantes Thema abschließt. 

3,5

 

Freitag, 29. Mai 2015

Rezension "Dunkler Donnerstag"

Titel: Dunkler Donnerstag
Autor: Nicci French
Verlag: C. Bertelsmann
Seitenzahl: 445
ISBN: 978-3570-10165-0
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Die Therapeutin Frieda Klein wird in diesem Fall gnadenlos von ihrer Vergangenheit eingeholt. Dinge, die sie seit Jahren verdrängt hat kommen nun mit aller Macht an die Oberfläche. Alles beginnt damit, dass Frieda Besuch von einer alten Schulfreundin erhält, die Probleme mit ihrer Tochter hat. Sie bittet Frieda sich einmal mit ihrer Tochter zu unterhalten, um herauszufinden, was los ist. Nur widerwillig lässt sich das junge Mädchen, Becky, auf ein Gespräch mit der Therapeutin ein. Doch schnell kommt eine schreckliche Wahrheit ans Licht. Becky wurde vergewaltigt und hat bisher niemandem davon erzählt. Sie weiß nichts über den Täter und ihre eigene Mutter glaubt ihr nicht. Frieda stellt mit Entsetzen fest, welche Parallelen es zu ihrem eigenen Teenagerleben gibt. Und so bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich auf Spurensuche in die Vergangenheit zu begeben. Nicht nur um Becky zu helfen, sondern auch sich selbst. Noch ahnt sie nicht, in welche Gefahr sie sich damit begibt.

Meine Meinung:
Schon lange wollte ich einen Fall von Frieda Klein lesen, habe ich doch bisher nur gutes über das Autorenpaar Nicci French gehört. Zwar ist "Dunkler Donnerstag" nicht der erste Fall, doch machte mir dies keinerlei Probleme.

Als Leser wird man sofort in die Geschichte hineingeworfen, sie beginnt nicht langsam sondern sofort mit der eigentlichen Handlung. Natürlich werden immer wieder Geschehnisse aus alten Fällen aufgegriffen, doch hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass mir irgendetwas fehlen würde.

Der Schreibstil der beiden Autoren gefällt mir sehr gut. Und so flogen die Seiten relativ schnell dahin. Ich liebe Thriller, die vor allem aus der psychologischen Sicht erzählt werden, das gibt ihnen meist eine ganz andere Sicht auf die Dinge und erklärt viele Taten besser, als "normale" Krimis & Thriller es tun. Auch hier war ich sofort fasziniert von Frieda Kleins Gesprächen und ihrem psychologischen Vorgehen.

Die Geschichte und die Verwicklungen von Friedas Vergangenheit in selbige sind sehr gelungen miteinander verwoben und ließen mich zu keinem Zeitpunkt ahnen, wie die Lösung des Falles aussehen könnte und wohin das Ganze geht. Für mich als Leser war es spannend, Frieda auf ihrer gefährlichen Reise in die Vergangenheit zu begleiten. Natürlich hoffte ich von Anfang an, dass eine Lösung für den Fall gefunden wird und alles gut ausgeht.

Leider gibt es trotz aller positiven Punkte, die das Buch für mich zu einem echten Vergnügen machten, auch einen sehr goßen negativen Punkt, der mir ein Großteil dieses Vergnügens immer wieder nahm. Und zwar hatte ich echte Probleme mit der Person Frieda Klein. Keine Frage, sie ist toll und facettenreich beschrieben und mitnichten eine Protagonistin, die man als 0815 bezeichnen könnte. Doch ging sie mir mit ihrer Art schlicht und einfach auf die Nerven. Ich fand es extrem anstrengend mitzuerleben wie sie mir ihrem Umfeld und ihrem Leben umgeht. Sie ist eine extrem starke und taffe Persönlichkeit, doch genau das gefiel mir leider so gar nicht. Angefangen dabei wie sie ihren Freund oder auch ihre Ehemalige Schulkameradin behandelt bis zu ihrer Sicht auf das Leben selbst. Das alles war mir einfach zu forsch zu "Anti". Natürlich hat Frieda Klein kein leichtes Leben hinter sich, doch leider wurde ich mit ihr zu keinem Zeitpunkt wirklich warm. Ich musste stellenweise sogar etwas anderes lesen, weil ich so genervt war.

Ich finde das wirklich sehr schade. Der Fall ist sehr gelungen und spannend aufgebaut und vermag es zu fesseln. Doch die Person Frieda Klein machte für mich vieles wieder zunichte. Vielleicht werde ich irgendwann mal mit dem ersten Band anfangen um zu schauen, wie Frieda so geworden ist, denn sicher spielen einige ihrer früheren Fälle eine große Rolle bei ihrem Verhalten. Und da das Paar Nicci French toll schreiben kann, kann ich damit eigentlich nicht so viel falsch machen. Zumal ich dann ja weiß auf was ich mich einlasse.

Fazit:
Ein spannender Psychothriller, der zu fesseln vermag und die Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit toll hinbekommt. Leider fand ich die Hauptperson extrem anstrengend und nicht wirklich sympathisch, weswegen ich leider zwei Punkte in der Wertung abziehen muss.

Dienstag, 19. Mai 2015

Rezension "Der Schneeleopard"

Titel: Der Schneeleopard
Autor: Tess Gerritsen
Verlag: Limes
Seitenzahl: 416
ISBN: 978-3809026372
Einbindungsart: Gebunden
Preis: 19,99 €

(c) RandomHouse
Zum Inhalt:
Die Handlung dieses Thrillers findet zugleich an zwei Schauplätzen statt. Zum einen in einer abgelegenen Wüste in Botswana. Zum anderen bei Rizzoli und Isles in Boston. Die beiden Ermittlerinnen müssen einem grausamen Mord an einem Tierpräparator nachgehen, den sie in seiner eigenen Wohnung ausgeweidet vorfinden. Die Liste der Verdächtigen ist lang, hatte er doch besonders unter den Tierschützern viele Feinde. Rizzoli und Isles stehen vor einem Rätsel, denn die merkwürdigen Vorfälle häufen sich. Auch in Botswana geht es alles andere als friedlich zu. Eine Gruppe Touristen gerät in der Wüste in Lebensgefahr. Noch wissen sie nicht wer Jagd auf sie macht, doch ihr Überlebenskampf wird immer schwieriger. Irgendwie scheinen diese Vorfälle in einem Zusammenhang miteinander zu stehen, doch noch ist überhaupt nicht klar in welchem. Und so ist mindestens ein Mörder weiterhin auf freiem Fuß.

Meine Meinung:
Ein Rizzoli&Ilses-Thriller von Tess Gerritsen fühlt sich für mich immer ein bisschen wie nach Hause kommen an. Schon seit dem ersten Band sind mir die beiden eigenwilligen Frauen sehr ans Herz gewachsen. Seitdem habe ich sie fast durch alle ihre gemeinsam Fälle begleitet. Auch dieses Mal hat es die zu lösende Aufgabe richtig in sich. Während beide Frauen, auch privat mit ihren Problemen zu kämpfen haben, scheint der Täter sie dieses Mal vor eine nahezu unlösbare Aufgabe zu stellen. Auch sind sie sich über die gesamte Zeit der Ermittlungen nicht immer einig und so entstehen Spannungen, die nicht nur mit dem Fall zu tun haben.

Und so entwickelt sich rasch eine rasante Geschichte, die einen kaum zu Atem kommen lässt. Tess Gerritsen spart natürlich auch hier wieder nicht mit blutigen Details und so dürfte die Geschichte sicherlich nicht für jeden etwas sein. Auch ich muss zugeben, obwohl ich ihre Art zu schreiben kenne, musste ich doch das ein oder andere Mal schlucken. Hier braucht man in jedem Fall starke Nerven.

Wie oben schon erwähnt, mag ich die beiden Ermittlerinnen wirklich sehr gerne. Ich finde es klasse ihre Entwicklung in jedem Band zu verfolgen und zu erleben, wie sich auch ihr Privatleben weiterentwickelt. Beides sind sehr starke Persönlichkeiten, die mit beiden Beinen im Leben stehen und sich somit (fast) nie unterkriegen lassen. Doch dieser Fall stellt auch die sonst so tiefe Freundschaft auf eine schwere Probe. Genau wie der Leser, stehen die beiden Frauen lange vor einem großen Rätsel. Mal geht es in die eine Richtung, mal in die andere. Scheint eine heiße Spur gefunden, so entpuppt sie sich hinterher doch als gerade einmal lauwarme Fährte.

Von Anfang an rätselte ich natürlich fleißig mit und versuchte selbst auf die Lösung zu kommen. Leider gehört hierzu mein einziger Kritikpunkt. Ich ahnte relativ schnell, in welche Richtung es gehen könnte und fand die "Art" der Lösung leider etwas zu vorhersehbar. Ich mag es einfach, wenn ich bis zum Ende im Dunklen tappe und auf einer völlig falschen Fährte bin. Ansonsten bietet das Buch wieder so viel Spannung wie ich es von Gerritsen gewohnt bin. Was natürlich dazu beitrug dass ich das Buch ziemlich schnell durchgelesen hatte. Eine super Urlaubslektüre.

Fazit:
Tess Gerritsen, wie wir sie kennen. Blutig, spannend, thrillig, mit tollen Ermittlerinnen und einem Ende, dass leider etwas vorhersehbar war. 

Sonntag, 10. Mai 2015

Rezension "Kleine Wochenend - und Festtagstorten"

Titel: Kleine Wochenend- und Festtagstorten
Autor: Jacqueline Böttcher
Verlag: Bassermann
Seitenzahl: 107
ISBN: 9783572081011
Einbindungsart: Gebunden
Preis: 12,99 €

Ich LIEBE dieses Buch. Und backen ja sowieso. Wer mich kennt, der weiß Kochen ist so gar nicht mein Ding. Backen dagegen umso mehr. Und so hat mich schon das Cover dieses Backbuches total angesprochen. Als ich es in der Hand hatte kam ich aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Natürlich eignet sich nicht jeder Tag um eine Torte zu backen, man braucht ja auch Leute, die einem beim Essen helfen, doch hier wollte ich eigentlich sofort loslegen. Als ich meinem Mann die einzelnen Rezepte vorlas wurde meine Begeisterung mit jeder Seite größer und das Wasser lief mir immer mehr im Mund zusammen.

Und so fiel mir die Entscheidung, was ich als erstes Backen soll, wirklich extrem schwer. Sicher werde ich noch viele Wochenenden mit diesem Buch verbringen und allen davon vorschwärmen, was für tolle und leckere Rezepte da doch drin sind. Von Schmandtorte mit Sauerkirschen über Ananastorte mit Kokos-Quarkcreme, Nusssahnetorte, bis zu Baisertorte mit weißer und dunkler Mousse. Hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

Zu Beginn des Buches wird man mit vielen wichtigen Basics vertraut gemacht, was ich sehr wichtig finde. Zum Einen erfährt man was man alles für Geräte braucht zum anderen aber auch viel über Teigarten und die wichtigsten Zutaten beim Backen. Auch für das Stapeln von Torten gibt es Hilfe, was ich wirklich gut finde, da ich selbst vorher ja noch nie Torten gebacken habe. So kann man sich hier perfekte Tipps holen. Das Dekorieren, sowohl mit Schokolade als auch mit Marzipan wird ebenfalls kurz angesprochen. Außerdem gibt es eine ganze Seite mit Hinweisen zu den Rezepten, wie z.B. Garproben usw. Und dann geht es auch schon los mit den herrlichen Tortenrezepten. Die Einteilung in die vier Kategorien, "Fruchtig & saftig", "Nussig & schokoladig", "Klassisch & festlich" und "Einfach, schnell und trotzdem raffiniert" machen es einfach schnell das richtige Rezept zu finden.

Die Rezepte selbst sind klar und übersichtlich gestaltet. Man sieht auf einen Blick, was für Zutaten man sowohl für den Teig als auch die Füllung und die Dekoration braucht. Auch ist jedem Rezept eine Schwierigkeitsstufe zugeordnet, zudem findet man sofort die Angabe, wie lange die Zubereitung, die Backzeit und ggfs. die Kühlzeit dauert. Gerade solche Angaben suche ich in manchen Backbüchern vergeblich. Oft muss ich erst das ganze Rezept durchlesen bis ich gefunden habe, wie lange man den Kuchen backen muss. Die Zubereitungszeit wird oft überhaupt nicht erwähnt. Ich mag die klarer Struktur, dieses Buches, die mir auf den ersten Blick die wichtigsten Dinge zeigt. 

Früher dachte ich mir immer, dass Torten backen schwer und nur etwas für Profis ist. Doch dieses Buch hat mich eines besseren belehrt. Gut erklärte Rezepte machen es auch mir, die vorher noch nie eine Torte gebacken hat, leicht, sie nachzubacken. Ich habe mich als erstes für eine Himbeerquarktorte entschieden. Diese war echt super lecker und durch den Rührteig wirklich schnell gemacht. Genau das richtige für den Sommer. 


Ein super gelungenes Backbuch. Ich denke Torten backen wird ein neues Hobby von mir. Bis ich alle Torten ausprobiert habe, die ich in diesem Buch ansprechend finde, werde ich vermutlich noch das ganze Jahr brauchen und danach 5 Kilo schwerer sein. Eine wunderbar gelungene Auswahl an Rezepten, die mein Genießerherz höher schlagen lässt!

Fazit:
Mein neues Lieblingsbackbuch mit so vielen tollen Rezepten, dass ich mich gar nicht entscheiden kann, was ich als nächstes Backen möchte. Die klarer Struktur und Übersichtlichkeit der Rezepte tragen ihr übriges dazu bei, dass dieses Buch rundum gelungen ist. 

Rezension "Häkel dich glücklich"

Titel: Häkel dich glücklich - kunterbunte Deko-Ideen für Einsteiger und Häkelfans
Autor: Paula Matos
Verlag: Bassermann
Seitenzahl: 125
ISBN: 978-357208177-6
Einbindungsart:Gebunden
Preis:14,99 €

Ich häkle inzwischen schon eine ganze Weile und habe somit auch einiges an Erfahrung. Bei diesem Buch dachte ich, als ich den Untertitel laß, das dürfte trotzdem etwas für mich sein, da es ja nicht nur für Anfänger ist.

Das Buch beginnt sofort mit den Anleitungen. Natürlich habe ich erstmal alle durchgeblättert um zu sehen, was ich gerne machen möchte. Ich muss zugeben, dass die Auswahl der Anleitungen mich auf den ersten Blick jetzt nicht so vom Hocker gerissen hat, da es nicht wirklich etwas gab, was ich so noch nicht gesehen habe. Wenn man allerdings bedenkt, dass dieses Buch auch vor allem für Anfänger ist, dann sieht das Ganze schon wieder total anders aus.

Besonders positiv herausheben möchte ich den Aufbau der Anleitungen. Bei jeder Anleitung gibt es einen Teil "Ganz wichtig", in dem das wichtigste vorab erklärt wird, z.B. wie gehäkelt wird, wie man die einzelnen Reihen anfängt und aufhört. Daneben sieht man schön übersichtlich und auf einen Blick, was man für Material benötigt. Und dann beginnt die Anleitung selbst, die ich super gelungen finde. Detailliert wird Schritt für Schritt verständlich erklärt was zu machen ist. Zudem gibt es zu jedem Schritt ein Foto, was das ganze noch einfacher macht. Selbst für mich, als nicht mehr ganz so blutigen Anfänger, waren diese Anleitungen sehr angenehm nachzuhäkeln, da alles so gut erklärt wird, dass keine Fragen offen bleiben. Genau deswegen ist dieses Buch perfekt für Anfänger geeignet. Zwar wird in den Anleitungen, mit Abkürzungen gearbeitet, dieses werden aber am Ende des Buches erklärt.

Genau deswegen ist der Teil mit den Häkelbasics auch so wichtig. Es werden die einzelnen Häkeltechniken erklärt. Von feste Maschen, über halbe Stäbchen bis hin zu Doppelstäbchen. Zudem wird schön erklärt, wie man bspw. eine Farbe wechselt oder den Faden vernäht. Es sind also alle Grundlagen toll erklärt, dass man mit diesem Buch perfekt in das Thema häkeln einsteigen kann.

Natürlich fand ich dann auf den zweiten Blick auch etwas was ich gerne nachhäkeln wollte. So findet man in diesem Buch Anleitungen für eine Blumengirlande, über Handyhüllen, Eulen, Nadelkissen und Schatzbeutel. Ich selbst habe mich für eine Wärmflaschenhülle und eine Tücherboxhülle entschieden. Leider sind die beiden noch nicht fertig, da vor allem die Wärmflaschenhülle aus sehr vielen kleinen Einzelteilen besteht, was ich aber gerade gut finde, da ich immer wieder abends ganz in Ruhe ein oder zwei Teile machen kann. Sobald ich fertig bin, werde ich euch natürlich meine Werke zeigen.

Bei einigen Anleitungen muss man nähen können, was ich etwas schade finde, da ich es nicht kann. Allerdings ist das vielleicht ein Grund nähen zu lernen, denn aus der Kombination Nähen/Häkeln lassen sich echt tolle Sachen machen.

Fazit:
Ein rundum gelungenes Buch, dass allerdings wirklich eher für Anfänger geeignet ist. Durch seine tollen Schritt-für-Schritt-Anleitungen gelingt auch zu Beginn jedes Projekt. 


Montag, 27. April 2015

Feine Schokogugl - Set

Titel: Feine Schokogugl - Set
Autor: Chalwa Heigl
Verlag: Südwest
Seitenzahl: 64
ISBN: 978-3517088235
Einbindungsart:Gebunden
Preis:14,99 €

Diese Schokogugl schmecken nicht nur lecker, sie sehen auch noch toll aus. Noch nie habe ich so winzige Gugl gesehen. Einerseits eine Herausforderung beim Verzieren, andererseits super zum Essen und ein echter Blickfang.

Dieses Set liefert alles mit, was man zum Backen braucht. Ein Backbuch mit einer Auswahl an Rezepten und dazu die passende Silikonform, die wirklich toll ist. Ich habe jetzt schon ein paar mal damit gebacken und bin sehr zufrieden. Die Gugl lösen sich super aus der Form und man kann diese dann schnell und einfach reinigen.

Das Backbuch selbst ist toll aufgemacht. Es beginnt mit einer persönlich geschriebenen Einleitung der Autorin, die hier auch von der Entstehung des Gugl berichtet. Davor gibt es natürlich noch das passende Inhaltsverzeichnis, in dem sehr übersichtlich dargestellt ist, was es für Kategorien gibt, in die die Gugl eingeteilt sind. Sei es eher schokoladig, fruchtig oder für Kinder. Hier muss ich sagen, dass nicht nur das Inhaltsverzeichnis sehr übersichtlich ist, sondern auch die Auswahl der Rezepte, von denen ich auf den ersten Blick zugegebnermaßen etwas enttäuscht war, da mich kaum eines der Rezepte ansprach. Hier muss ich aber auch erwähnen, dass ich kein Freund von Früchten im Kuchen bin und es lieber relativ einfach mag. Natürlich habe ich dann auch trotzdem etwas gefunden und sofort die Stracciatella-Gugl ausprobiert, die ich sehr sehr lecker fand. Auch einige andere Rezepte waren auf den zweiten Blick dann ansprechender als auf den ersten, sind sie alle doch sehr raffiniert und ganz eigene Variationen. Zudem habe ich, als ich einmal spontan backen wollte, beschlossen einfach ein Rezept aus einem ganz anderen Buch zu nehmen und die Menge der Zutaten runterzurechnen. Denn natürlich braucht man gar nicht unbedingt diese Rezepte zu nehmen, jedes Rührkuchenrezept, oder was dem Nahe kommt, kann problemlos mit diesen Förmchen gemacht werden.

Stracciatella-Gugl (hinten) & als "Fremdrezept" Zitronen-Gugl (vorne)
Für mich ist das Highlight dieses Sets vor allem die Optik des Buches, denn auch hier sind die Fotos sehr schön. Allerdings war es manchmal etwas irritierend einige Seiten vor- oder zurückblättern zu müssen um das richtige Foto zu finden. Ich mag es lieber, wenn die Bilder immer direkt bei dem Rezept sind, aber das ist reine Geschmackssache. Ansonsten sind auch in diesem Backbuch die Rezepte schön übersichtlich gestaltet. Man hat alles wichtige auf einen Blick, sowohl die Zutaten, als auch die Arbeitszeit. Die Backzeit wiederrum muss man hier aus dem Rezept selbst herauslesen.

Das letzte Kapitel des Buches ist quasi ein zusätzliches. Hier findet man Rezepte von Dingen, die man passend zu den Gugln machen kann. Sei es Eis, Creme oder auch Likör. Das finde ich eine tolle Idee. Werde ich sicher das nächste mal wenn ich Gugl backe dazu ausprobieren,

Die niedlichen kleinen Formen, die sehr hochwertig sind und dieses Buch machen das ganze zu einem tollen Set, dass sich auch prima verschenken lässt. Ich werde sicher noch den ein oder anderen Gugl ausprobieren, denn gerade zum Mitbringen, ist dieses kleine Gebäck super geeignet.

Fazit:
Tolles Set, mit hochwertiger Mini-Gugl-Form, ein Buch das sehr hübsch aufgemacht ist und viele Variationen bekannter Rezepte enthält.