Dienstag, 16. September 2014

Rezension "Zirkusmagie"

Titel: Zirkusmagie
Autor: Hannah Siebern
Verlag: Carlsen Impress
Seitenzahl: 445
ASIN: B00KV82PZO
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
(c) Impress

Zum Inhalt:
Jekaterina ist eine begabte Seiltänzerin. Doch seit sie vor einigen Jahren einen Unfall auf dem Seil hatte, ist sie nicht mehr bereit vor Publikum aufzutreten. So führt Jekaterina ein scheinbar langweiliges und sehr gewöhnliches Leben im Zirkus. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als sie Ewan begegnet. Dieser ist zunächst an ihrer Cousine interessiert, verhält sich aber gegenüber ihr auch nett und zuvorkommend. Jekaterina ist es ein Anliegen, ihm bei seinen Absichten behilflich zu sein. Nach einiger Zeit merkt sie jedoch, dass irgendetwas mit Ewan nicht zu stimmen scheint. Er hat weder ein Handy noch sind ihm moderne Dinge, wie das Internet ein Begriff. Sie beginnt sich zu fragen, was los ist und wird plötzlich in eine unheimliche Geschichte hineingezogen.

Meine Meinung:
"Zirkusmagie" ist schon optisch ein echter Hingucker. Eine Geschichte die im Zirkus spielt, weckte sofort mein Interesse.

Zunächst hatte ich etwas Schwierigkeiten, mit den vielen russischen Namen. Ich kam manchmal durcheinander und konnte die Personen nicht auseinander halten. Dies lag aber sicher auch daran, dass ich nicht so häufig zum Lesen kam und mich jedes Mal wieder neu eindenken musste.  Nachdem ich aber eine Weile gelesen hatte, war das gar kein Problem mehr. Hannah Siebern hat wunderbare Charaktere erschaffen, die alle auf ihre Art einzigartig sind. Natürlich fieberte ich besonders mit Jekaterina mit, denn sie stand im Mittelpunkt der Geschichte.

Die fantastische Welt der Geister baut die Autorin hervorragend in die Geschichte ein. Passiert zu Beginn noch nicht so viel, was auf ein fantastisches Abenteuer hindeutet, so häufen sich im weiteren Verlauf der Geschichte die unheimlichen Vorfälle immer mehr, bis sie gegen Ende in einen Wahnsinns Showdown übergehen, der mich echt sehr überrascht und wahnsinnig gepackt hat. Damit hatte ich echt nicht gerechnet.

Besonders gut gefallen haben mir außerdem die Beschreibungen der Geister, deren Empfindungen und die Geisterwelt. Dies alles ist so detailliert beschrieben, dass ich es mir bildlich vorstellen konnte. Die Zirkusatmosphäre tut ihr übriges, um die Geschichte wirklich gelungen zu machen. Hier tut sich auch nochmal die Liebesgeschichte  hervor, die durch den Hintergrund ein ganz anderes Gefühl vermittelt und toll erzählt ist. Ich habe dieses ebook wirklich gerne gelesen.

Fazit:
Gelungene Fantasygeschichte, mit eindrücklichen Personen und einem tollen Showdown. 

Samstag, 13. September 2014

Rezension "Tafiti und die Reise ans Ende der Welt"

Titel: Tafiti und die Reise ans Ende der Welt
Autor: Julia Boehme/ Illustrationen: Julia Ginsbach
Verlag: Loewe
Seitenzahl: 74
ISBN: 978-3-7855-7486-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 7,95 €
Alter: ab 5

(c) Loewe
Zum Inhalt:
Tafiti ist ein kleines Erdmännchen, das gemeinsam mit seiner Familie unter der Erde wohnt. Doch eines Tages wird ihm das zu langweilig und er möchte gerne wissen, was sich hinter dem großen Hügel verbirgt. Hört da wirklich die Welt auf? Oder gibt es da vielleicht etwas spannendes zu sehen? Seine ganze Familie warnt ihn davor, die gefährliche Reise zu machen und so muss sich Tafiti eines Nachts heimlich wegschleichen. Die Reise wird abenteuerlicher als er dachte und unterwegs lernt er sogar noch einen neuen Freund kennen. Und ob da wirklich nichts ist hinter den Hügeln? Das wird nicht verraten!

Meine Meinung:
Eigentlich bin ich ja längst raus, aus dem Alter, Kinderbücher anzuschauen. Aber dieses Buch hat es mir auf den ersten Blick angetan.

Die liebevollen Illustrationen von Julia Ginsbach haben meinen Blick wie magisch angezogen. Ich finde das vor allem bei Kinderbüchern ja immer sehr wichtig, dass die Bilder gelungen sind. Und hier ist das auf jeden Fall so.

Also blätterte ich schnell rein, weil ich noch mehr von diesen tollen Bildern sehen wollte und schwupps, so schnell konnte ich gar nicht schauen, hatte ich die 70 Seiten auch schon durchgeblättert. Zu den tollen Illustrationen kommt eine wunderbar erzählte Kindergeschichte, über das Mutig sein und Freundschaft. Herrlich lustige Charaktere mit tollen Namen machen das Buch rundum gelungen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch Eltern viel Freude macht, ihren Kindern diese Geschichte vorzulesen, denn da haben einfach alle etwas davon. Ob Bilder anschauen, mit den Charakteren mitfiebern oder einfach nur die tolle Geschichte genießen. "Tafiti" bietet einfach alles, was ein Kinderbuch haben muss.

Und sollte man mal vergessen haben, wer jetzt welcher Charakter war, so hat man im vorderen Umschlag die Möglichkeit alle auf einen Blick zu sehen. Im hinteren Umschlag findet man eine Übersichtskarte der Gegend, in der Tafiti wohnt, sodass man sich alles noch besser vorstellen kann.

Ich freue mich schon auf die weiteren Teile und werde allein wegen den fantastischen Bildern sicher wieder zu einer Tafiti-Geschichte greifen.

Fazit:
Tolles Kinderbuch, mit liebevollen Illustrationen und einer Handlung, die sicher auch das Vorlesen zu einem Vergnügen machen.

Donnerstag, 11. September 2014

Rezension "Das Labyrinth ist ohne Gnade"

Titel: Das Labyrinth ist ohne Gnade
Autor: Rainer Wekwerth
Verlag: Arena
Seitenzahl: 338
ISBN: 978-3-401-06790-2
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,99 €


Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler, für alle, die Band 1&2 nicht kennen! 

(c) Arena
Zum Inhalt:
Das Labyrinth ist zurück und das gnadenloser als je zuvor. Übrig geblieben sind noch drei: Jenna, Jeb und Mary. Die Situation scheint ausweglos. Noch immer haben sie nicht durchschaut, was das Labyrinth genau will und was dahintersteckt. Alle drei sind am Ende ihrer Kräfte, denn sie wissen: Nur einer wird am Ende durch das letzte Tor gehen. Was ihn dort erwartet? Unbekannt! Und trotz allem, halten sie an der Hoffnung fest, das Labyrinth irgendwie überlisten zu können. Doch dann schlägt es zurück und das erbarmungsloser, als sie je gedacht hätten. 

Meine Meinung:
Wekwerth mal wieder at his best. Ich kann es einfach nicht anders sagen. Es ist mir wirklich schleierhaft, wie man so geniale Bücher schreiben kann, wie er. 

Der dritte Teil geht genauso rasant weiter, wie die beiden Vorgänger. Auch als Leser wusste ich nie, was nun wohl als nächstes passieren wird, welche Gemeinheit sich das Labyrinth jetzt ausgedacht hat.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir überraschend leicht, obwohl es schon ein Jahr her ist, dass ich den zweiten Band gelesen habe. Ich brauchte nur kurz um mich an die Personen und Gegebenheiten zu erinnern, so nachdrücklich waren sie mir im Gedächtnis geblieben. 

Da mir die Protagonisten schon aus den ersten beiden Bänden sehr vertraut waren, hatte ich schon eine gewisse Bindung zu ihnen und fieberte noch mehr mit ihnen mit, als es normalerweise der Fall ist. Sie waren mir richtig ans Herz gewachsen und so war ich umso schockierter, was alles mit ihnen geschah.

Auch mit dem dritten Band schaffte Wekwerth es immer wieder mich zu überraschen. Fesselnd von der ersten Seite an, erzählt er den ausweglos scheinenden Kampf gegen das Labyrinth. Ließ mich mal in die eine mal in die andere Richtung spekulieren, schenkte mir Hoffnung,nur um sie mir im nächsten Moment wieder zu rauben.

Rainer Wekwerth ist unbestritten ein richtig guter Schriftsteller. Sein Schreibstil vermag zu fesseln und Bilder hervor zu zaubern, von denen ich nicht gedacht hätte, dass dies möglich ist.

Mit der Auflösung konnte mich Wekwerth nicht ganz sooo überraschen, da ich mit so etwas ähnlichem schon gerechnet hatte. Dies tat der Spannung allerdings keinerlei Abbruch und der Showdown fesselte mich noch ein letztes Mal so richtig, an das Buch.

Das Ende ist ziemlich offen und wer mich kennt, weiß, dass ich offene Enden eigentlich gar nicht mag. Doch hier hat Wekwerth einfach alles richtig gemacht. Es war der richtige Zeitpunkt die Geschichte zu beenden und ein rosarotes Happy End hätte auch nicht dazu gepasst. Zudem kann sich jeder selbst überlegen, wie das Ende für ihn aussieht. Perfekt gelöst!

Fazit:
Ich werde jedes Buch von Rainer Wekwerth lesen müssen. Seine einmalig tolle Art zu erzählen und die packende Handlung machen das Buch zu einem Erlebnis, das seinesgleichen sucht. 

Ich bedanke mich herzlich bei Arena für die Bereitstellung des Leseexemplars!



Dienstag, 9. September 2014

Rezension "Atemnot"

Titel: Atemnot
Autor: Ilsa J. Bick
Verlag: Egmont Ink
Seitenzahl: 348
ISBN: 978-3-86396-064-3
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,99 €

(c) INK
Zum Inhalt:
Jennas Leben war noch nie wirklich einfach und ist es bis heute nicht. Beide Elternteile, selbst voller Probleme, haben keinerlei Interesse an ihrer Person. Schon immer war Jenna nur die zweite Wahl, hinter ihrem Bruder Matt, der sich allerdings inzwischen als Soldat im Krieg befindet. Und seit diesem Tag, seit Matt weg ging, ist nichts mehr so wie es einmal war. Denn er rettete Jenna aus einem Brand, bei dem sie fast ums Leben gekommen wäre. Und nun braucht sie, ganz allein, alle Kraft, die ihr noch bleibt, um sich nochmal ernsthaft ins Leben zurück zu kämpfen.

Meine Meinung:
Nachdem ich den vielversprechenden Klappentext gelesen hatte, wusste ich, dieses Buch muss ich einfach haben. Ich war gespannt darauf was Ilsa J. Bick, nach Ashes zu bieten hatte und ob sie auch weniger blutrünstig kann.

Die gute Nachricht ist: ja sie kommt auch ohne viel Blut aus. Trotz allem ist dieses Buch auf keinen Fall leichte Kost, sondern sogar ziemlich harter Tobak. Ich muss gestehen, dass die Geschichte mich zeitweise ziemlich runter gezogen und deprimiert hat. Wer eine fröhliche Geschichte oder einen spannenden Thriller mit positivem Ausgang sucht, ist hier definitiv falsch.

Mit "Atemnot" hat Ilsa J.Bick ein Buch geschaffen, welches seinesgleichen sucht. Dies liegt vor allem an dem unnachahmlichen Schreibstil den die Autorin hat. Zu Beginn hatte ich durchaus meine Schwierigkeiten mit der Ich-Perspektive und dem erzählten Monolog. Doch nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, genoss ich den Stil auf jeder Seite. Die Seiten flogen nur so dahin und als ich das Buch zuklappte war es nach halb vier Uhr morgens.

Die Geschichte übte, trotz aller Tragik, eine fast magische Anziehungskraft auf mich aus. Ich musste immer weiterlesen und mit Jenna mitleiden und mitfiebern. Nicht selten musste ich dabei, vor allem über ihre Eltern, den Kopf schütteln.

Das Buch ist gespickt mit tragischen Themen, die von Selbstmord, über Alkoholimus, bis zum Ritzen gehen und noch viele viele mehr. Hier lässt sich durchaus in Frage stellen, inwieweit das noch für Jugendliche geeignet ist. Wer die Autorin allerdings kennt, weiß, dass sie keine Bücher für 12-jährige schreibt. Insofern würde ich das Buch unter 16 Jahren eher nicht empfehlen. Ich, mit Mitte 20, hatte immer wieder so meine Schwierigkeiten mit den ganzen hoffnungslosen Themen und auch das Ende hätte ich mir ein wenig anders gewünscht. Jedoch muss ich sagen, dass es zur Geschichte und deren Verlauf wunderbar passt.

"Atemnot" ist in keinem Fall ein Buch, das man als "schön" bezeichnen kann. Der Schreibstil ist einzigartig, die Erzählung gelungen, fesselnd und spannend. Die schwierigen Themen wurden ganz gut verarbeitet, wenn es auch an manchen Stellen etwas zu viel des Guten war. Die bildhafte Sprache der Autorin lässt die Gefühle von Jenna lebendig werden und den Leser fast am eigenen Leibe spüren. Auch das nächste Buch von Bick wird sicher wieder einen Weg in mein Regal finden.

Fazit:
Einzigartig erzählte Geschichte, die aber nichts für schwache Gemüter und Leser, die auf der Suche nach etwas heiterem sind, ist. Mit ihrem unnachahmlichen Gefühl für Emotionen und Sprache, macht die Autorin dieses Buch zu einem Erlebnis, das seinesgleichen sucht. Wer mit schwierigen Themen nicht umgehen kann, sollte davon allerdings die Finger lassen, denn die gibt es hier in geballter Form, was für meinen Geschmack stellenweise etwas zu viel war.


Samstag, 30. August 2014

Rezension "Stille Feindin"

Titel: Stille Feindin
Autor: Alexandra Kui
Verlag: cbt
Seitenzahl: 319
ISBN: 978-3-570-16275-0
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 9,99 €

Zum Inhalt:
Farina hatte weder eine leichte Kindheit, noch eine leichte Jugend. Doch jetzt scheint sie endlich bei ihrer Pflegemutter angekommen zu sein. Sie geht regelmäßig zur Schule und hilft daheim im Hofladen. Doch eines Tages wird sie völlig aus der Bahn geworfen. Sie begegnet höchst unerwartet einer Person aus ihrer Vergangenheit. Auch ihre Freundschaft zu Tami, die neu im Dorf ist, hält sie nicht davon ab durchzudrehen und absurde Pläne zu schmieden. Und damit setzt sie nicht nur ihre Zukunft aufs Spiel.

Meine Meinung:
 "Stille Feindin" ist ein Psychothriller, der es durchaus in sich hat. Die Thematik ist spannend und das Buch toll geschrieben und gut zu lesen.

Die Autorin machte es mir mit ihrem Schreibstil leicht, in die Geschichte reinzufinden und ganz darin einzutauchen. Ich kam flott vorwärts, muss jedoch zugeben, dass die Spannung nicht über die komplette Zeit gleich hoch war. Zwar wollte ich bis zum Ende gerne wissen, was hinter allem steckt und ob Farina mit ihren Vermutungen recht hatte, doch trotz allem war ich nicht über die komplette Zeit gefesselt.

Die Protagonisten selbst fand ich toll beschrieben und sehr charakteristisch. Doch trotz der tollen Beschreibungen waren sie mir nicht wirklich sympathisch. Vor allem Farina war zeitweise ziemlich schwer zu ertragen, auch wenn sich vieles durch ihre sehr schwere Jugend begründen ließ.

Das Ende war ziemlich spektakulär und actiongeladen, mir jedoch etwas zu viel. Die Autorin hat im Nachhinein zwar noch einige Erklärungen geliefert, die das ganze etwas klarer und logischer erscheinen lassen. Es ist jedoch schade, dass sie diese Erklärungen nicht einfach mit ins Buch eingebaut hat. Denn ohne diese Erklärungen wirkt das Ende doch sehr schwarz/weiß und etwas übertrieben.

Trotz der Kritikpunkte hat mir das Buch alles in allem ganz gut gefallen, denn es ließ sich einfach richtig toll lesen und war trotz ab und an fehlender Spannung war das Buch nie wirklich langweilig. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen und den Schreibstil der Autorin, der doch recht speziell ist, auf jeder Seite genossen.

Fazit:
Jugendthriller, bei dem die Spannung leider nicht über die komplette Zeit hochgehalten werden, allerdings mit dem tollen Schreibstil ziemlich Punkten kann. Habe ich trotz der manchmal fehlenden Spannung gerne gelesen.  

Freitag, 29. August 2014

Rezension "Krähenmann"

Titel: Krähenmann
Autor: Corina Bomann
Verlag: Coppenrath
Seitenzahl: 412
ISBN: 978-3-649-61676-4
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 14,95 €

Zum Inhalt:
Clara ist neu am Internat Rotensand. Noch bevor sie Zeit hat sich richtig einzuleben geschieht etwas unfassbares. Eine ihrer Mitschülerinnen verschwindet und wird kurz darauf ermordet und grausam entstellt aufgefunden. Die ganze Schule ist entsetzt. Kaum haben alle den einen Mord verdaut verschwindet die nächste Schülerin. Der unheimliche Serienkiller scheint es ausschließlich auf Mädchen aus dem Internat Rotensand abgesehen zu haben und scheinbar niemand kann ihn aufhalten. Clara beschließt, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und fängt an auf eigene Faust zu ermitteln. Hilfe erhält sie dabei von ihrem attraktiven Mitschüler Alex, der nicht selten ein Kribbeln in ihr hervorruft. Doch Clara ahnt nicht dass sie den Mörder bereits auf sich aufmerksam gemacht hat und es nur noch eine Frage der Zeit scheint, bis sie in seine Fänge gerät.

Meine Meinung:
"Krähenmann" ist optisch schon mal der absolute Hingucker. Vor allem der rote Buchschnitt und die schwarze Krähe auf dem Cover zogen meinen Blick fast magisch an.

Hinter diesem doch recht auffälligen Äußeren verbirgt sich eine wahnsinnig fesselnde Geschichte, die nicht nur durch den Schreibstil von der ersten Seite an, überzeugt. Corina Bomann erzählt die Geschichte so, dass sie von Beginn an eine Sogwirkung auf mich ausübte. Der Stil ist toll und lässt sich in einem Rutsch lesen. Selten bin ich bei einem Jugendthriller so durch die Seiten geflogen, wie hier.

Auch an Spannung mangelt es der Geschichte zu keinem Zeitpunkt. Ich kam kaum dazu irgendwann mal Atem zu holen und als ich zu müde war, um weiter zu lesen, war ich richtig enttäuscht und freute mich auf den nächsten Morgen, an dem das Buch nach dem Aufwachen sofort wieder in meine Hände wanderte. Kurzzeitig brauchte ich zwar aufgrund der, doch recht düsteren Grundstimmung kurz mal eine Pause, doch die Ungewissheit wer denn nun der Täter ist, brachte mich wieder dazu, das Buch in die Hand zu nehmen.

Besonders gut gefielen mir die beiden Erzählperspektiven. Zum einen berichtet Clara aus ihrer Sicht von den Geschehnissen, zum anderen erfährt man immer mal wieder was der Mörder so macht und denkt. Und so kommt man des Rätsels Lösung immer näher. Claras Nachforschungen und die Gedanken des Täters ergeben am Ende ein rundes Bild, welches keine Fragen offen lässt. Mit dem Täter konnte mich Bomann zwar nicht richtig überraschen, da ich nach einer Weile schon einen Verdacht in diese Richtung hatte, doch das tut der Spannung wirklich kaum Abbruch. Denn die ist trotz allem über den kompletten Zeitraum hin gegeben.

Die Protagonisten, allen voran Clara, waren gut durchdacht. Clara wuchs mir vor allem aufgrund ihrer doch recht dramatischen Vergangenheit schnell ans Herz und nicht nur einmal hoffte ich, dass sie nicht in die Fänge des Killers gerät. Zwar fand ich es an manchen Stellen etwas unrealistisch, dass Clara mehr herausfindet als die Polizei, die seit Jahre nichts anderes tut, als sich mit Verbrechen zu beschäftigen, doch alles in allem gefiel mir die jugendliche Ermittlerin trotzdem. Alex mochte ich ebenfalls sehr gerne. Wirkte er am Anfang noch recht unnahbar, so kommt nach und nach sein Charakter zum Vorschein, was ihn über die Seiten hinweg sehr sympathisch macht.

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat und was ich auch ziemlich passend fand, war die Liebesgeschichte, die Bomann mit einfließen lässt. Sie bringt so viel Licht in das sonst so düstere Setting und schenkt Clara nach vielen endlosen Stunden der Trauer und Hoffnungslosigkeit endlich mal wieder ein bisschen Freude. Wie schön, dass passend dazu das Lied von Ich & Ich "Du erinnerst mich an Liebe" zum Einsatz kommt. 

Obwohl das Ende nur wenige Überraschungen für mich bereit hielt, gibt es doch ganz zum Schluss einen Satz der mich stutzen und vermuten lässt, dass es wohl einen weiteren Thriller mit Clara in der Hauptrolle geben wird. Ich würde mich wahnsinnig darüber freuen! 

Fazit:
Ein gelungener Jugendthriller, der optisch der absolute Wahnsinn ist und auch inhaltlich von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Auch wenn das Ende für mich nicht wirklich überraschend kam, so überzeugt Bomann hier doch auf ganzer Linie und lässt mich zufrieden zurück!

Samstag, 23. August 2014

Rezension "Wanderer - Sand der Zeit"

Titel: Wanderer - Sand der Zeit
Autor: Amelie Murmann
Verlag: Impress (Carlsen)
Seitenzahl: 271
ASIN: B00KV82PWC
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €

(c) Impress
Zum Inhalt:
Emilia hat einen Traum. Sie möchte nichts lieber als auf die Eliteschule "Palaestra Viatorum". Doch um dort angenommen zu werden, braucht man sehr gute Noten. Vor allem in Kunst und das ist leider Emilias Schwachpunkt. Als sie eines Tages, trotz nur mittelmäßiger Kunstnote, zu einer Aufnahmeprüfung in die PV eingeladen wird, geht für sie ein Traum in Erfüllung. Doch bevor sie richtig begreift, was da alles auf sie zukommt, sieht sie sich unheimlichen Visionen und Menschen, die aus Bildern springen gegenüber und plötzlich liegt die Zukunft der ganzen Welt in ihrer Hand. 

Meine Meinung:
Eigentlich lese ich zur Zeit eher weniger Fantasygeschichten, doch bei dieser wusste ich, als ich den Klappentext las, sofort dass sie mir gefallen würde.

Und so war es auch! Ich liebe diese Geschichte echt! Jeden Abend habe ich mich darauf gefreut, meinen Ebook-Reader zur Hand zu nehmen und in "Wanderer" zu versinken. Besonders toll finde ich den Schreibstil von Amelie Murmann. Der Humor ist einmalig gut und so freue ich mich auf jeden Fall schon auf ihre nächste Geschichte. Die sarkastischen und teils selbstironischen Gedanke der Protagonisten zauberten mir nicht selten ein Lachen ins Gesicht. Man merkt sehr, dass die Autorin selbst ein Fan von Harry Potter ist, aber genau das fand ich toll. Ganz ehrlich? Man kann doch das Rad nicht neu erfinden und ich finde, man kann einem Autoren ruhig anmerken, welche Geschichten er selbst liebt. Abgesehen davon hat "Wanderer" vielleicht die ein oder andere Ähnlichkeit mit Harry Potter und auch an die Edelsteintrilogie wurde ich beim Lesen erinnert, doch trotz allem wirkte die Geschichte zu keinem Zeitpunkt wie ein Abklatsch, der eben genannten.

Die Protagonisten sind ebenfalls wirklich gut getroffen. Emilia ist mir äußerst sympathisch. Mit ihr wäre ich wirklich gerne befreundet. Auch ansonsten gefällt mir die Unterschiedlichkeit der Charaktere richtig gut. Ich kann mich sogar an deren Namen erinnern, was mir beim Rezensieren sonst oft schwer fällt und das muss echt was heißen.

Die Geschichte selbst finde ich auch richtig klasse. Die Idee mit der Zeit ist zwar sicherlich nicht neu, aber hier wunderbar und sehr schlüssig umgesetzt. Die unterschiedlichen Perspektiven tragen ihr übriges dazu bei, die Geschichte rundum gelungen zu machen.

Zum Ende hin bleibt die Geschichte ein wenig offen. Eigentlich mag ich das ja nicht wirklich, aber hier wird genug angedeutet und meiner Fantasie die richtige Richtung zu geben und so finde ich es toll, dass Murmann, die Geschichte nicht bis zum Ende komplett erzählt, sondern den Rest meiner Fantasie überlässt.

Was mir im Übrigen auch noch sehr gut gefällt ist das Cover. Das ist wirklich toll. Und so hoffe ich, dass das Buch vielleicht irgendwann noch gedruckt wird und ich es mir in mein  Regal stellen kann. Denn da wäre es sich ein Hingucker.

Ich werde auf jeden Fall zum nächsten Buch von Amelie Murmann greifen, denn mit ihrem Schreibstil und ihrem tollen Humor hat sie mich auf ganzer Linie überzeugt! 

Fazit:
Eine tolle Geschichte, die ich richtig gerne gelesen habe. Der Schreibstil, die Protagonisten und deren wunderbare Selbstironie machen die Geschichte rundum gelungen!



Dienstag, 12. August 2014

Rezension "Rosen und Seifenblasen - Verliebt in Serie"

Titel: Rosen und Seifenblasen - Verliebt in Serie
Autor: Sonja Kaiblinger
Verlag: Loewe
Seitenzahl: 319
ISBN: 978-3-7855-7866-7
Einbindungsart: Gebunden
Preis: 14,95 €
Hier kaufen *klick*

(c) Loewe
Zum Inhalt:
Abby kann es nicht mehr sehen: "Ashworth Park", die schreckliche Serie, die ihre Schwester jeden Tag schaut. Schlechte Darsteller, schlechte Dialoge und eine platte Handlung machen die Serie bei ihr und ihrer Freundin zum Gesprächsthema Nummer 1. Doch eines Abends geschieht das Unfassbare. Abby findet sich pünktlich zum Beginn der Serie, in der Serie wieder. Die Darsteller, die Kulisse, alles scheint echt zu sein. Abby ist verzweifelt, die Familie hält sie für eine weit entfernte Verwandte, der Schwarm aller Mädchen verliebt sich in sie. Doch Abby möchte nichts lieber als nach Hause, die Frage ist nur: wie!

Meine Meinung:
Der Klappentext von "Verliebt in Serie" erinnerte mich sofort an einen Film, den ich vor ewigen Zeiten mal gesehen habe "Pleasant Ville". Und vom "Grundgerüst" her gibt es sicher einige Parallelen.

Doch abgesehen davon hat das Buch seinen ganz eigenen Charme. Von Beginn an wuchs mir Abby ans Herz. Ich bewunderte sie, wie gefasst sie reagierte, als sie sich plötzlich in Ashworth Park wiederfand. Auch die anderen Personen fand ich richtig gelungen. Alle waren unverwechselbar und entsprachen auf unnachahmliche Weise dem Schlechte-Serien-Klischee. Ich liebe es einfach, wenn Klischees mit voller Absicht und völlig überspitzt verwendet werden.

Auch das Setting ist richtig klasse. Ashworth Park erinnert ein bisschen an Downton Abbey im 21. Jhdt. Bedienstete, langweilige Bälle und eine Lady machen die Kulisse rund. Es gibt die Guten und die Bösen. Es gibt sogar (fast) eine Cinderella ;)

Auch die typischen Liebeleien, die man aus Soaps so kennt fehlen nicht. Und doch wünscht man sich als Leser jemand ganz anderen an Abbys Seite, als die Serie ihr wohl zugeschrieben hat. Ich bin gespannt, mit welchen Wendungen uns die Autorin hier noch überrascht.

Die Idee, die Geschichte auf einer Serie aufzubauen find ich toll. Die Geschichte ist gut durchdacht und rundum gelungen. Der Schreibstil von Kaiblinger ist richtig gut und angenehm zu lesen.

Das Ende ist ein bisschen gemein und lässt mich etwas in der Luft hängen. Es wird wohl einen weiteren Teil geben, der sich mit Ashworth Park beschäftigt, aber bis dahin müssen wir uns wohl noch ein bisschen gedulden. Ich bin schon total gespannt, was passiert, wenn ich in die Serie zurückkehre.

Fazit:
Ein wunderbar leichtes Jugendbuch mit einem spannenden Setting und herrlichen Klischeehaften Personen und Schauplätzen.

Ich bedanke mich herzlich beim Katze-mit-Buch-Forum und Loewe für die Bereitstellung des Leseexemplars.


Sonntag, 3. August 2014

Rezension "1 Salat - 50 Dressings"

Titel: 1 Salat - 50 Dressings
Autor: Tanja Dusy
Verlag: Gräfe&Unzer
Seitenzahl: 64
ISBN: 9783833837753
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 8,99 €
Hier kaufen *klick*

Meine Meinung:
Bei uns daheim gibt es eigentlich meistens das gleiche Dressing zum Salat. Mehr als drei verschiedene zur Auswahl haben wir praktisch nicht. Wer das gleiche Problem hat, der ist mit diesem Buch genau richtig bedient.

Ich finde es unglaublich wie viele tolle Rezepte, die sogar recht schnell gehen es für Dressings gibt. Von süß, über salzig, scharf, sauer, alles ist dabei und so findet jeder sicher das richtige für den eigenen Geschmack. Mir persönlich hat es besonders das Himbeerdressing angetan, welches fruchtig leicht und ein bisschen süße war und perfekt zu unserem grünen Salat gepasst hat.

Auch die Idee für süße Dressings finde ich toll. Diese sind dann eher für einen Obstsalat oder Nachtisch gemacht. Eine kleine Auswahl, die ich sicher auch noch ausprobieren werde.

Neben Dressings bietet das Buch auch Rezepte für komplette Salate, die meistens auch recht schnell und einfach gehen. Außerdem findet man in den Umschlagseiten noch köstliche Kleinigkeiten, die zu jedem Salat passen.

Am Ende des Buches findet man noch einige Anleitungen für z.B. selbst gemachtes Kräuteröl, was ich ebenfalls sehr nützlich finde.

Mir gefällt das Buch und seine Vielfalt an Rezepten richtig gut. Hier findet wirklich jeder genau das richtige. Das es wirklich so viele Dressings gibt war mir gar nicht bewusst. Für diesen Preis ein unschlagbares Buch und ein wertvoller Begleiter in jeder Küche!

Donnerstag, 31. Juli 2014

Rezension "Grillen - Raffiniertes vom Rost"

Titel: Grillen - Raffiniertes vom Rost
Autor: Susanne Bodensteiner
Verlag: Gräfe&Unzer
Seitenzahl: 64
ISBN: 9783833837708
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 8,99 €
Hier kaufen *klick*

Meine Meinung:
Nimmt man zunächst nur die Optik des Grillbuches so geht man davon aus, dass hier lediglich Fleischesser angesprochen werden. Ein dickes Stück Fleisch ziert nämlich das Cover, welches auch gleichzeitig zu einem Rezept gehört. Ich selbst esse zwar Fleisch, jedoch nicht solch große Stücke und so wäre das Buch auf den ersten Blick nicht so wirklich etwas für mich.

Für "richtige" Fleischesser und "Griller" ist das Buch jedoch auch rein optisch ein absoluter Volltreffer. Mein Mann war sofort von dem Cover begeistert und wollte unbedingt gleich das Gericht vom Cover ausprobieren. Und deswegen finde ich die Optik trotz allem sehr gelungen. Denn Grillen hat nun mal viel mit Fleisch zu tun und so ist es passend gewählt.

Allerdings steckt hinter diesem doch sehr "fleischigen" Cover viel mehr. Schaut man nämlich ins Inhaltsverzeichnis so entdeckt man recht schnell, dass das Buch in verschiedene Kategorien eingeteilt ist. Ob "Fleisch & Geflügel", "Fisch und Meeresfrüchte" oder auch "Gemüse, Käse und Tofu" hier findet einfach jeder was.

Die vegetarische Abteilung ist sogar recht umfangreich geraten und das meiste davon schmeckt auch richtig gut. Wir haben wirklich viel ausprobiert und alles ist gelungen und recht einfach gegangen. Das Grillbuch eignet sich also auch sehr gut für Anfänger, da die Rezepte toll erklärt sind.

Außerdem gibt es noch ein paar Salate und sogar süßes, was man auf den Grill legen kann. Die kleinen Tipps finde ich besonders gelungen. Kleine Raffinessen, die man ganz einfach zu den einzelnen Gerichten machen kann, findet man auf den Umschlagseiten. Toll!

Fazit:
Ein rundum gelungenes Grillbuch, das auch viele fleischlose Alternativen für Vegetarier bietet. Einfach erklärt, mit vielen kleinen Anregungen, bietet das Buch für jeden Geschmack etwas.