Donnerstag, 30. August 2018

Rezension "Bloody Marry Me - Blut ist dicker als Whisky"

Titel: Bloody Marry Me - Blut ist dicker als Whisky
Autor: M. D. Hirt
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-646-30132-8
Seitenzahl: 255
Einbindungsart: ebook
Preis: 3,99 €
Alter: ab 16

(c) Dark Diamonds
Zum Inhalt:
Vampire gibt es wirklich. Sie leben unter uns, trinken synthetisch hergestelltes Blut und müssen deswegen niemanden mehr verletzten um zu überleben. Auch Holly hat sich inzwischen mit diesem Gedanken angefreundet. Nicht so toll findet sie es allerdings, dass sie sich plötzlich auf Tour mit einer berühmten Vampirband befindet. Dies ist nämlich die Bedingung, damit Holly einen Platz bei einer wichtigen Preisverleihung bekommt - was ihr größter Traum ist. Auf der Tour lernt Holly die Besonderheiten der Vampire hautnah kennen und erfährt so einiges über ihre Vergangenheit. Dabei entwickelt sie Gefühle für einen von ihnen, mit denen sie so nie gerechnet hatte.

Meine Meinung:
Vampirbücher lese ich eigentlich bis heute gerne. Trotz des ganzen Hypes um diese Wesen und dem damit verbundenen Überdruß bei vielen Lesern, habe ich diesen nie entwickelt und mag die Geschichten immer noch gerne.

Allerdings muss man hierzu sagen, dass die Vampire in Bloody Mary Me weit von jeglichen Twilight Vampiren entfernt sind und zwar so weit wie es geht. Kitsch sucht man hier vergeblich. Viel mehr knistert die Geschichte nur so vor prickelnder Erotik. Ich verstehe absolut wieso das Buch ab 16 ist. Zwar gibt es keine expliziten Szenen und es passiert auch gar nichts, aber die Gedanken der Protagonistin sind nicht immer ganz jugendfrei. Die Autorin trifft hierbei immer den richtigen Ton. Immer bleibt sie geschmackvoll und fern von billigen oder vulgären Floskeln.

Zu Beginn reizte mich die Geschichte sehr. Beleuchtet sie das Thema Vampire doch mal von einer ganz anderen Seite. Vampire leben nicht im Verborgenen, sondern mitten unter den Menschen. Die Idee einer Vampirband, mit der die Protagonistin auf Tour geht, fand ich kreativ und war gespannt, was mich so erwarten würde. Und so flogen die ersten Seiten nur so dahin. Doch dies hielt leider nicht so arg lange an, denn leider fand ich die Geschichte recht schnell ziemlich schleppend. Es passierte nach den ersten turbulenten Seiten einfach so gar nichts mehr. Holly und die Vampirband fuhren lediglich von einem Ort zum nächsten - nachts - und schliefen tagsüber. Trotz des tollen Schreibstils fand ich das recht langweilig.

Was mir allerdings gut gefiel waren die Charaktere selbst. Denn die Vampire sind sehr facettenreich und gut durchdacht. Ich fand es spannend immer mehr über ihre Vergangenheit zu erfahren und folgte gespannt ihren Erzählungen. Holly fand ich etwas nervig, sie verhält sich teilweise wie ein typischer Groupie und das wo sie doch ach so emanzipiert ist. Naja, vielleicht entwickelt sie sich im zweiten Band ja noch weiter.

Ich muss zugeben, dass es gegen Ende nochmal recht spannend wird und das Ende wirklich böse ist. Ich bin froh, dass der zweite Band bereits heute erschienen ist, denn das Buch endet mit einem echten Cliffhanger der mich in der Luft hängen und erstaunt nach Luft schnappen ließ.

Fazit:
Ein Buch, welches mich nicht vollständig überzeugen konnte. Den Schreibstil und die Vampire fand ich klasse, an Spannung fehlte es mir - bis auf den Schluss - doch recht häufig.

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