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Donnerstag, 1. November 2018

Rezension "Der Räuber Hotzenplotz"

Titel: Der Räuber Hotzenplotz
Autor: Otfried Preußler
Verlag: Carlsen 
Seitenzahl: 128
ISBN: 978-3-551-31478-9
Einbindungsart: Taschenbuch (zur Zeit nicht mehr bei Carlsen erhältlich)
Preis: 5,99 €
Alter: ab 6

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Die Kaffemühle von Seppels und Kasperls Großmutter wurde gestohlen. Und das von keinem geringeren als dem Räuber Hotzenplotz.Sie beschließen den Räuber auszutricksen und die Kaffeemühle zurück zu holen. Doch Hotzenplotz durchschaut ihre Falle und dreht den Spieß kurzerhand um. Kasperl und Seppel geraten in große Gefahr.

Meine Meinung:
Räuber Hotzenplotz - ein absoluter Klassiker, den wohl so gut wie jeder kennt. Da meine Kindheit aber schon eine Weile her ist und ich somit auch nicht mehr daran erinnern kann, wie meine Mama mir den Räuber Hotzenplotz vorgelesen hat, beschloss ich selbst mal wieder zum Räuber Hotzenplotz zu greifen.

Nach einer Weile kam ganz dunkel die Erinnerung an die Geschichte zurück, doch ich muss zugeben, dass ich mich an die Details nicht mehr erinner konnte und so war ich tatsächlich gespannt, was Kasperl und Seppel tun würden um sich aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Die gezeichneten Bilder, die immer wieder zwischendurch auftauchen untermalen die Geschichte perfekt und als Leser hat man so ein gutes Bild von Hotzenplotz, Kasperl und Seppel vor Augen.

Was die Altersangabe (ab 6) angeht, bin ich mir nicht sicher, ob ich diese nicht zu niedrig angesetzt finde. Ich glaube, dass ich als 6-jährige da doch schon etwas Angst bekommen hätte. Räuber Hotzenplotz ist nämlich alles andere als zimperlich und Kasperl und Seppel sind wirklich in großer Gefahr. Zudem ist die Handlung sehr spannend, fast schon grußelig. Da ist ein böserer Zauberer und eine verhexte Fee, die als Unke auftritt. Alles jetzt keine besonders schönen Figuren, die Kindern durchaus Angst machen können.

Obwohl das Buch doch schon recht alt ist, finde ich den Schreibstil trotzdem sehr angenehm zu lesen und nicht sehr altbacken. Natürlich merkt man schon, dass der Stil nicht ganz modern ist, trotzdem finde ich, dass es auch in der heutigen Zeit noch gut verständlich ist und so habe ich das Buch gerne und schnell gelesen und freue mich schon drauf, wenn meine Kinder alt genug sind und ich ihnen dieses Buch ebenfalls vorlesen kann. 

Fazit:
Ein Klassiker, der immer wieder geht, allerdings meiner Meinung nach eher nicht für 6 Jährige Kinder, sondern eher für etwas ältere, da das Buch doch recht spannend und grußelig ist.

Dienstag, 27. März 2018

Rezension "Lieber Daddy Long Legs"

Titel: Lieber Daddy Long Legs
Autor: Jean Webster
Verlag: Königskinder
Seitenzahl: 256
ISBN: 978-3-551-56044-5
Einbindungsart: Hardcover / ebook
Preis: 18,99 € / 12,99 €

(c) Königskinder
Zum Inhalt:
Jerusha Abbot, auch Judy Abbott genannt, wächst in einem Waisenhaus auf. Ihre Zukunft sieht düster aus, bis sie ein Angebot bekommt, das sie nicht ablehnen kann. Ein ihr unbekannter Gönner ist bereit ihr die Universität und alle ihre Auslagen zu bezahlen. Als einzige Gegenleistung fordert er einmal im Monat einen Brief von Judy, in welchem sie ihm schildert, wie es ihr auf der Universität ergeht. Und so entspinnt sich bald eine - jedoch sehr einseitige Beziehung - denn der unbekannte Sponsor antwortet ihr nie. Judy schildert ihm, alles was ihr passiert, auch von den Begegnunge mit Jervis Pendleton, der ihr sehr zu gefallen scheint. Doch Judy möchte nichts lieber wissen, als zu erfahren, wer ihr unbekannter Sponsor ist. Als sie die Wahrheit erfährt, fällt sie aus allen Wolken.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist ein Klassiker, der 1912 erstmals erschienen ist und hier in einer neuen Übersetzung vorliegt. Ich muss zugeben, dass ich etwas skeptisch an die Geschichte gegangen bin, denn obwohl ich schon Bücher von Jane Austen und auch andere Klassiker gelesen habe, so hatte ich doch oft Schwierigkeiten mit dem Schreibstil und kam nur langsam vorwärts. Und so erwartete ich auch hier,dass dieses Buch eher eine holprige Geschichte werden würde.

Doch weit gefehlt. Die neue Übersetzung tut der Geschichte sehr gut, denn sie lässt sich unglaublich flüssig lesen. Ich hatte daher nicht das Gefühl einen verstaubten Klassiker vor mir zu haben, sondern eine Geschichte, die nichts von ihrer Aktualtität verloren hat. Natürlich merkt man an der Art, wie die Personen reden, sich kleiden und auch wie die Umgebung beschrieben wird, dass es kein Buch ist, welches in der heutigen Zeit spielt. Doch die neue Übersetztung ist so gut, dass ich kein einziges Mal ins Stocken geriet.

Hin und wieder lese ich gerne Briefromane und so war ich besonders gespannt, wie mir dieses Buch gefallen würde. Judy schloss ich von Anfang an in mein Herz. Als Mutter war es mir einfach unvorstellbar, dass sie ganz alleine im Waisenhaus aufwachsen musste und sich mit ihren 18 Jahren und ohne ernsthafte Perspektive immer noch dort befindet. Als sie dann die Aussicht bekommt, auf die Uni zu gehen, freute ich mich unglaublich für sie.

Ihre Briefe sind herzerfrischend zu lesen. Untypisch für ihre Zeit nimmt Judy kein Blatt vor den Mund und schreibt ihrem unbekannten Gönner frei Schnauze was sie denkt. Auch verheimlicht sie nicht, dass ihr die neuen Bedingungen, die er ihr immer wieder stellt überhaupt nicht zusagen. Sie ist so erfrischend ehrlich, dass es eine Freude war ihre Briefe zu lesen.

Zudem erfährt man einfach auch viel über die damalige Zeit. Judy schildert ihren Alltag, schildert was passiert, wie sie neue Freundschaften knüpft, was sie auf der Uni lernt und wo sie ihre Ferien verbringt. Als Leser bekommt man so ein tolles Bild von ihrer Umgebung und wie sie so lebt.

Mit Spannung verfolte ich ihre Briefe an ihren Gönner und rätselte natürlich um wen es sich bei dem Mann handeln könnte. Nach einer Weile war mir dann - bevor Judy es ahnte - klar, wer hinter dem vielen Geld steckt, doch trotzdem verlor das Buch nichts von seiner Spannung und fesselte mich weiter durch die originell geschrieben Briefe.

Die Geschichte endet total niedlich und das in positivem Sinn. Da wird aus diesem humorvollen Briefroman ganz plötzlich eine wunderbare Liebesgeschichte, die das Buch zu einem gelungenen Abschluss führt. Ich freute mich für Judy, dass sie nicht nur ihr Glück im Beruf sondern auch in der Liebe gefunde hat. Nun bleibt mir nur noch eins zu tun und das ist, die Fortsetzung "Lieber Feind" zu lesen.

Fazit:
Ich lege euch allen diesen Briefroman von 1912 sehr ans Herz. Erfrischend spritzig geschrieben, mit einer Hauptperson, die kein Blatt vor den Mund nimmt und am Ende die große Liebe findet. 

Mittwoch, 31. August 2016

Rezension "Oma und Frieder - jetzt schreien sie wieder"

Titel: Oma und Frieder - Jetzt schreien sie wieder
Autor: Gudrun Mebs
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-37214-7
Einbindungsart: Taschenbuch
Seitenzahl: 112
Preis: 5,99 €

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Oma und Frieder sind wieder da. In vielen neuen kleinen Abenteuern schreit der Frieder wieder Oma und diese teilt ihm dann mit, dass sie doch nicht seine Dienstmagd ist. Ganz zum Schluss ist der Frieder dann sogar so groß, dass er sogar in die Schule gehen darf. Doch halt, was ist wenn die Schule schon längst angefangen und Frieder verschlafen hat? Und wo ist eigentlich seine Zuckertüte?

Meine Meinung:
"Oma und Frieder - jetzt schreien sie wieder" ist der dritte Band, aus der Kinderbuchreihe von Gudrun Mebs. Auch hier kamen beim Lesen wieder sehr nostalgische Gefühle auf. Ich bin immer noch erstaunt, dass ich mich tatsächlich an manche Geschichten noch ganz dunkel erinnern kann.

Ich muss ja zugeben, dass ich den Frieder selbst doch ganz schön frech finde. Wäre das mein Kind, würde ich sicher bei weitem nicht so locker damit umgehen, wie seine Oma das tut. Ich denke genau diese freche Art kommt bei den Kindern so gut an. Deswegen mögen sie Frieder. Der darf Sachen, die sie selbst nicht dürfen. Der sagt was er denkt und macht was er will. Als Elternteil muss man da sicherlich das ein oder andere mal den Kopf schütteln.

Im Unterschied zu den zwei anderen Bänden gibt es hier keine Bilder, die eine komplette Seite einnehmen. Lediglich am Kapitelanfang ist jedes mal ein kleiner Frieder abgebildet. Das finde ich ein bisschen schade, da doch gerade Bilder bei Kindern so gut ankommen und sie sich Frieder und Oma so einfach besser vorstellen können. Ich finde, dass hätte man ruhig auch in diesem dritten Teil machen können.

Ansonsten unterscheidet sich dieses Buch nicht weiter von den anderen. Die Geschichten sind natürlich alle ähnlich, besonders das Ende ist für uns Erwachsene etwas vorhersehbar. Aber Kinder interessiert das ja nicht wirklich, für die ist es nur wichtig, dass die Geschichten ein gutes Ende nehmen und das tun sie definitiv.

Fazit:
Der 3. Band aus der Kinderbuchreihe rund um den Frieder. Wieder mit ähnlich witzigen, mal frechen, mal etwas nachdenklichen Geschichten. Der einzige Unterschied zu den zwei anderen Bänden ist, dass es hier keine Bilder gibt, was ich etwas schade finde.

Dienstag, 23. August 2016

Rezension "Oma schreit der Frieder"

Titel: Oma schreit der Frieder
Autor: Gudrun Mebs
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3551371034
Seitenzahl: 123
Einbindungsart: ebook
Preis: 5,99 €
Alter: Ab 5 

(c) Carlsen
Meine Meinung:
"Oma schreit der Frieder, und zupft an Omas Rock". Viele von euch werden diesen Satz sicherlich gut kennen. Mir jedenfalls ist er aus meiner Kindheit noch sehr gut im Gedächtnis. Oma und Frieder waren eine meiner vielen Gutenachtgeschichten, die meine Eltern mir vorgelesen haben.

Als es dann die ersten drei Bände im Schuber zu kaufen gab, zögerte ich nicht lange. Damals wusste ich zwar noch nicht ob ich selbst mal Kinder haben werde, aber solche Klassiker gehören einfach in jede Bibliothek. Und wenn sie dann auch noch in so einem schönen Schuber zu haben sind, muss ich einfach zugreifen. Jetzt bin ich natürlich sehr froh, dass ich das gemacht habe. Ich freue mich schon, wenn ich diese Geschichten in einigen Jahren meiner Tochter vorlesen kann.

Jetzt dachte ich allerdings, schaue ich einfach selbst nochmal rein, frische meine Erinnerungen auf. Natürlich hatte ich das Buch ziemlich schnell gelesen. Wenig Seiten, immer wieder Bilder dazwischen. Der Wahnsinn war, dass ich mich tatsächlich an viele Geschichte noch erinnern konnte. Es scheint also so, als hätten meine Eltern mir das Buch nicht nur einmal vorgelesen ;D

Die Geschichten sind alle recht kurz. Keine hat mehr als 10 Seiten. In der Regel eher 5-7. Vom Inhalt her hängen die einzelnen Geschichten nicht zusammen. Man kann also immer wahllos eine rauspicken, die vielleicht gerade zur Stimmung passt und diese dann lesen. Man erfährt auch nicht wirklich viel über Frieder und seine Oma, bspw. warum er bei seiner Oma lebt. In jeder Geschichte wird wirklich nur der Schwerpunkt auf das jeweilige Thema gelegt.

Ich muss zugeben, dass ich bei manchen Geschichten kurz erschrocken überlegen musste, ob ich die wirklich meiner Tochter vorlesen möchte. Denn Frieder ist schon immer wieder ganz frech. Aber ich kann mir vorstellen, dass gerade diese frechen Sprüche und die lockere Art der Oma bei Kindern super ankommen. Ich weiß jetzt auf jeden Fall wieder was ich meiner Tochter da mal vorlesen werde und kann den Klassiker nur jedem empfehlen. Die Bilder von Rotraut Susanne Berner runden die Geschichte perfekt ab und geben den Kindern zwischendurch auch immer mal wieder was zum Gucken.

Fazit:
Ein Kinderbuchklassiker, den ich selbst schon als Kind geliebt habe. Ein frecher kleiner Junge, der bei seiner Oma lebt und kein Blatt vor den Mund nimmt. Geschichten die schön kurz sind und nicht zusammenhängen versprechen kurzweiliges Lesevergnügen für klein und groß.

Dienstag, 16. August 2016

[Buchvorstellung] Carlsen - Summer - Reading - Challenge

(c) kathrineverdeen
Band 3 des Klassikers!

(c) Carlsen
Klappentext (c) Carlsen
Auch, wenn sich die Oma oft über ihren Frieder ärgern muss, wenn er sein Zimmer mit Marmelade rot streichen will, wenn er den Socken, den sie gerade strickt, schrumpfen lässt, oder wenn er beim Kerzenanzünden am Weihnachtsbaum seinen Hausschlappen in Brand setzt: Oma geht immer auf ihn ein - schimpfend wie ein Rohrspatz. 

D: 5,99 €

A: 6,20 €
Einband Taschenbuch
Größe 12,00 x 18,70 cm
Seiten 112
Alter ab 5 Jahren
ISBN 978-3-551-37214-7

Freitag, 12. August 2016

Rezension "Und wieder schreit der Frieder Oma"

Titel: Und wieder schreit der Frieder Oma
Autor: Gudrun Mebs
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-37120-1: 
Einbindungsart: Taschenbuch
 Preis: 5,99 €

(c) Carlsen
Meine Meinung:
Und hier ist er. Der zweite Teil aus der Reihe um Oma und Frieder. Es ist gar nicht so leicht hier viel über das Buch zu sagen, da ich die anderen beiden Titel der Reihe schon rezensiert habe und so viele Unterschiede gibt es da natürlich nicht.

Im Vergleich zum dritten Band gibt es hier jedoch auch wieder Bilder von Oma und Frieder innerhalb jeder Kapitel. Das gefällt mir deutlich besser, wie die fehlenden Bilder, da Kinder sich grundsätzlich ja gerne Bilder anschauen.

Ich muss zugeben, dass ich teilweise beim Lesen schon den Kopf schütteln musste, da Frieder ein echt freches Kind ist. Ich weiß nicht, wie ich reagieren würde, wenn mein Kind teilweise so freche Dinge machen würde. Ich verstehe auf jeden Fall, wieso Kindern der Frieder so gut gefällt, denn er macht einfach was er will. Der Zusammenhalt zwischen ihm und seiner Oma, ist allerdings sehr schön anzuschauen. Und natürlich werde ich meiner Tochter diese Buchreihe auf jeden Fall vorlesen, da man doch auch als Erwachsener immer mal wieder lachen muss. Zudem ist der Frieder einfach ein Klassiker, der in jedes Kinderzimmer gehört.

Super finde ich auch, dass diese Buchreihe immer wieder neu aufgelegt wird. Sowohl von Carlsen, als auch von anderen Verlagen. Das Preis-Leistungsverhältnis hier ist super. Die ersten drei Bände gibt es bei Carlsen sogar im Schuber zu haben. Drei Taschenbücher für knapp 13 Euro. Schön im Regal, schön im Kinderzimmer. 

Fazit:
Der 2. Teil um Frieder und seine Oma. Ein sehr frecher Frieder, eine gutmütige Oma. Ein Muss für jedes Kinderzimmer!

Dienstag, 9. August 2016

[Buchvorstellung] Carlsen-Summer-Reading-Challenge

(c) kathrineverdeen
Band 2 des beliebten Klassikers!

(c) Carlsen
Klappentext (c) Carlsen
Ob Frieder seiner Oma eine Freude machen will und alle Blumen im Garten ausreißt zu einem Riesenblumenfreudenstrauß, ob er unbedingt wach bleiben und wie die Großen feiern will, ob er seinen Freund Batzi erfindet oder auf Socken nach Hause läuft, nur weil er nicht die Stiefel bekommt, die er haben will... Oma nimmt's mit Gelassenheit!

D: 5,99 €

A: 6,20 €
Einband Taschenbuch
Größe 12,00 x 18,70 cm
Seiten 128
Alter ab 5 Jahren
ISBN 978-3-551-37120-1

Sonntag, 31. Juli 2016

Carlsen-Summer-Reading-Challenge Buchvorstellung






Heute stelle ich euch eine Diologie aus dem Imprint Impress vor. Kennt ihr schon die moderne Fassung von Romeo und Julia aus der Feder von Stefanie Hasse? "Luca & Allegra - Liebe keinen Montague". Diese Version mischt den Klassiker mit fantastischen Elementen. Band 1 ist bereits erschienen, Band 2 erscheint demnächst. Man kann deutlich den Klassiker herauslesen, doch Hasse spart auch nicht mit neuen Ideen und so kommt jeder Jugendbuchfan auf seine Kosten.