Donnerstag, 31. Oktober 2019

Rezension "Call it magic - Nachtschwärmer"

Titel: Call it magic : Nachtschwärmer
Autor: Cat Dylan
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 374
ISBN:  978-3-646-30001-7
Einbindungsart: ebook / Taschenbuch
Preis: 3,99 € / 12,99 €
Alter: ab 16
Band: 1/5

(c) DarkDiamonds / Carlsen
Zum Inhalt:
Eliza ist 25 Jahre alt und Radiomoderatorin. Ihr Leben verläuft relativ normal bis sie Morgan begegnet. Morgan der unfassbar gut aussieht und sie wie magisch anzuziehen scheint. Morgan ist alles andere als begeistert von dieser Anziehungskraft, denn was Eliza nicht weiß, ist, dass Morgan ein Vampir ist. Ein Vampir und ein Mensch dürfen keine Beziehung eingehen, doch Eliza scheint für Morgan vorbestimmt zu sein und so nimmt das Chaos seinen Lauf und Eliza wird mit Dingen konfrontiert, die sie völlig aus der Bahn werfen. 

Meine Meinung:
Dieses Ebook ist mir schon so oft begegnet, doch irgendwie hat es nie so richtig meine Aufmerksamkeit erregen können. Bis jetzt, bis ich angefangen habe dieser Reihe eine Chance zu geben.

Und ich bin soooo froh, dass ich das gemacht habe. Denn diese Reihe trifft von vorne bis hinten absolut meinen Geschmack. Hier bekommt man als Leser Urban Fantasy vom Feinsten und so gut geschrieben, dass die Seiten wie nix dahin flogen. Ich merke immer mehr wie sehr ich Urban Fantasy mag und dieses Buch ist die erneute Bestätigung, dass das genau mein Genre ist.

Dies ist der erste Band einer Reihe, rund um die verschiedensten fantastischen Wesen, die aber in unserer Welt spielt. Hier in diesem ersten Band geht es zum größten Teil um die Vampire und, wie diese in unserer Welt leben. Weit entfernt von jeglichen Glitzervampiren, beste Unterhaltung für alle Fantasyfans.

Ich mochte die Protagonisten und deren Zusammenspiel sehr gerne. Beide sind komplett unterschiedlich, passen aber so gut zusammen. Im Verlauf der Geschichte lernt man die beiden immer besser kennen und vor allem Elizas Vergangenheit ist total spannend und interessant. Ich fand es auch sehr schön zu beobachten, wie die beiden sich immer näher kommen. Zunächst fand ich die prickelnden Gefühle zwischen den beiden schon etwas heftig, doch das klärt sich mit der Zeit immer mehr auf und es wird klarer, wieso und woher diese Gefühle kommen.

Bei prickelnden Gefühlen bleiben prickelnde Szenen natürlich nicht aus und auch diese sind wunderbar gelungen. Ich fand es so schön von der Liebe der beiden zu lesen und trotzdem war es irgendwie zu keinem Zeitpunkt kitschig. Hier hat die Autorin genau den richtigen emotionalen Ton getroffen.

Zudem fand ich die Geschichte auch noch äußerst spannend. Es kamen immer mehr Dinge ans Tageslicht, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Es gibt Enthüllungen die schockieren und alles, was in der Geschichte passiert, schlüssig erklären. Das Setting ist rund um gelungen, logisch und toll zu lesen und so werde ich sicherlich bald mit Band zwei weitermachen, in dem es dann um eine der besten Freundinnen von Eliza und um Feen geht. Ich bin sehr gespannt.

Fazit:
Ein tolles Urban Fantasybuch über Vampire, das mich von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhalten hat.


Montag, 28. Oktober 2019

Rezension "Jule räumt auf"

Titel: Jule räumt auf 
Autor: Anna Wagenhoff / Sigrid Leberer
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 24
ISBN: 978-3-551-08445-3
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 3,99 €
Alter: ab 3

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich ein Buch aus der Reihe "Lesemaus" für euch. Wir haben schon eine andere Geschichte von Jule und da diese meiner Tochter sehr gefällt, haben wir uns sehr auf eine neue Julegeschichte gefreut.

Das Thema "Aufräumen" ist ja wirklich ein sehr großes und leider oft auch sehr lästiges Thema. Meine große Tochter baut gerade täglich Höhlen und räumt dazu die kompletten Regale aus. Das Zimmer sieht danach verständlicherweise sehr wild aus und ich habe meine liebe Not das alles wieder aufzuräumen. Das jeden Tag zu machen, nervt schon ziemlich und meiner Tochter klar zu machen, wieso man ihre Höhle wieder abreißen muss, ist auch nicht ganz einfach.

Dafür ist dieses Buch tatsächlich total super, denn bei Jule gibt es eine ähnliche Situation. Sie baut eine Puppenstadt in ihrem Zimmer auf und man kann kaum noch laufen. Zunächst ist ihre Mama ziemlich genervt, bis sie ihr ruhig erklärt, warum aufräumen manchmal wichtig ist und ihr dann auch dabei hilft. Auch ich habe schon gemerkt, dass meine Tochter total überfordert ist, wenn man ihr sagt "räum auf". Sie weiß überhaupt nicht wo sie anfangen soll und genauso geht es Jule in dieser Geschichte auch. Wenn man aber als Erwachsener bereit ist, gemeinsam mit den Kindern aufzuräumen, so erleichtert das die Situation enorm. Das steht im Übrigen auch in den Tipps, die am Ende des Buches zu finden sind und die nochmal verdeutlichen, wie wichtig Ordnung, Struktur und aufräumen für kleine Kinder sin.

Ich finde diese Geschichte richtig klasse, weil man fast jedes Bild eins zu eins auf uns übertragen kann. Damit ist die Geschichte so authentisch und lebensnah, dass sie auf jeden Fall von Kindern verstanden und wiedererkannt wird. Da meine Tochter Jule eben sowieso liebt, ist das die perfekte Geschichte für sie. Die niedlichen Bilder tun ihr übriges, dass meine Tochter sicherlich noch eine ganze Weile Freude an dieser Geschichte haben wird.

Fazit:
Eine tolle Geschichte übers Aufräumen, mit einer der Lieblingscharaktere meiner Tochter, die authentisch und lebensnah ist und so unheimlich viel Freude macht.


Sonntag, 27. Oktober 2019

[Produkttest] "Bamuslupe - Peter & Piet"

Titel: Peter & Piet - Bambuslupe
Autor: Peter Wohlleben
Verlag: Oetinger
Artikelnummer: 4260512180959
Preis:14,99 €


Meine Meinung:
Heute habe ich mal kein Buch, sondern einen Produkttest für euch. Eure Kinder gehen doch bestimmt auch so gerne raus und entdecken die Natur? Und da habe ich genau das richtige für die kleinen Entdecker. Ob Käfer oder Gras, ob Blatt oder Insekt. Alles muss genau unter die Lupe genommen werden.

Und das geht mit dieser Lupe nun im wahrsten Sinne des Wortes. Perfekt für den Außeneinsatz geeignet, bietet sie den Kinder den besten Blick auf alles, was sie gerne entdecken möchten. 

Die Lupe ist sehr hochwertig gearbeitet und zudem umweltfreundlich, da sie aus Bambus ist, was ja bekanntlich schnell nachwächst. Und auch die Linse selbst ist super, denn sie ist aus splitterfreiem Acrylglas. Gerade bei Kindern ist das super wichtig, denn jeder weiß, wie schnell mal etwas runterfällt und auch kaputt geht. Bisher kann ich aber sagen, dass die Lupe tatsächlich sehr robust ist. Meine kleine Tochter (2) hat sie schon gefühlt überall mit hingeschleppt und sie ist ihr bestimmt auch schon das ein oder andere Mal runtergefallen und bisher ist alles ganz geblieben.

Was mir ebenfalls sehr gut gefällt, ist dass die Lupe so schön naturbelassen ist und sich auch richtig gut in der Hand anfühlt. Zuden hat sie eine Schlaufe, an der auch kleine Kinderhände sie sehr gut festhalten können. Und natürlich vergrößert sie auch wunderbar die gefundenen Schätze und zwar 400%.

Ich finde die Lupe wirklich super für kleine Entdecker. Der Preis mit fast 15 € ist natürlich nicht ganz niedrig, aber dafür bekommt man tatsächlich auch ein sehr hochwertiges und haptisch wunderschönes Produkt. Meine Töchter und ich werden damit sicherlich noch viele Regenwürmer, Käfer und Co. anschauen.

Passend zur Lupe gibt es bei Oetinger auch ein Buch von Peter Wohlleben "Hörst du wie die Bäume sprechen", in welchem man weitere Lupenexperimente findet. Das Buch wird sicherlich auch noch irgendwann bei uns einziehen, denn gemeinsam mit den Kindern die Natur zu entdecken ist doch einfach klasse.

Fazit:
Eine tolle Lupe, die optisch und qualitativ wirklich spitze ist. Sie lädt zum Entdecken ein und macht das Sammeln in der Natur zu einem echten Erlebnis. 


Samstag, 26. Oktober 2019

Rezension "Unter dem Zelt der Sterne"

Titel: Unter dem Zelt der Sterne
Autor: Jenn Bennett
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 400
ISBN: 978-3-551-58398-7
Einbindungsart: ebook / Taschenbuch
Preis: 10,99 € / 15,00 €
Alter: ab 14

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Zorie und Lennon waren beste Freunde, für kurze Zeit probierten sie sogar aus, mehr als das zu sein. Doch dann ging eine Verabredung schief, ein Missverständnis folgte auf das nächste und so reden sie inzwischen nicht mal mehr miteinander. Als Zorie von einer Freundin zu einem Zelttrip überredet, erschrickt sie sehr, als sie feststellt, dass auch Lennon mit von der Partie sein wird. Sie versucht das beste daraus zu machen und sich so gut es geht von ihm fernzuhalten. Doch das ist schwerer als gedacht und plötzlich stehen sich die beiden alleine in der Wildnis gegenüber und die Anziehungskraft ist unbestreitbar.

Meine Meinung:
Jenn Bennet kannte ich schon von einem ihrer Bücher, das bei den Königskindern erschienen ist. "Annähernd Alex" hat mich damals sehr begeistern können und so war ich sehr gespannt, ob mir ihr neustes Buch auch so gut gefallen würde.

Und ich kann sagen, dass mich Jenn Bennett auch mit "Unter dem Zelt der Sterne" restlos begeistern konnte. Durch das Buch aufmerksam wurde ich durch das wunderschöne Cover. Mir war sofort klar, dass ich das Buch haben muss, sogar ohne den Klappentext gelesen zu haben.

Und dann begann ich zu lesen und war sofort völlig gefesselt von dem tollen Schreibstil. Er ist so angenehm und herrlich leicht zu lesen, sodass die Seiten nur so dahin flogen. Ich genoss jede einzelne Seite und nutzte jede freie Minute zum Lesen.

Die beiden Protagonisten fand ich auch von Beginn an super. Sie sind unglaublich starke Charaktere, die sehr facettenreich und glaubwürdig sind. Sie haben mir wirklich total gut gefallen. Und auch ihre Entwicklung mochte ich sehr gerne. Ich fand es schön, deren Entwicklung zu beobachten, wie sie sich im Verlauf der Geschichte verändern und aneinander wachsen.

Der Verlauf der Geschichte ist ebenfalls große Klasse. Ich war so gespannt darauf zu erfahren, was wohl zwischen den beiden vorgefallen sein könnte, dass sie nicht mehr miteinander reden. Die Auflösung gibt es erst nach und nach und auch diese ist sehr schlüssig. Den Weg bis zur Auflösung fand ich auch richtig schön. Was die beiden miteinander erleben, fand ich total spannend zu beobachten. Ich habe die Geschichte so gerne gelesen und mich dabei so wohl gefühlt, dass es mir tatsächlich schwer fällt, dass in Worte zu fassen.

Die Liebesgeschichte, die in dieser Geschichte, zunächst nur unterschwellig und dann immer mehr, eine Rolle spielt, war so so schön. Ich habe sie richtig genossen und fand auch deren Entwicklung richtig schön. Sie wird stellenweise auch etwas prickelnd, was für mich aber auch super zum Geschehen passt.

Fazit:
Ein wunderschönes Buch, das mich bestens unterhalten und gefesselt hat. Nicht nur das Cover ist eine Augeneweide, nein die komplette Geschichte ist ein absoluter Genuss und eine ganz klare Leseempfehlung.


Freitag, 25. Oktober 2019

Rezension "Alles nur aus Zuckersand"

Titel: Alles nur aus Zuckersand
Autor: Dirk Kummer
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 144
ISBN: 978-3-551-55390-4
Einbindungsart: ebook / Hardcover
Preis: 7,99 € / 12,00 €
Alter: ab 10

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Jonas und Fred sind beste Freunde. Gemeinsam leben sie in Ostberlin. Die Grenze zu Westberlin übt eine fast magische Anziehungskraft auf die beiden aus, auch wenn sie eigentlich wissen, dass das gefährlich ist. Gemeinsam erleben sie unzählige Abenteuer, doch das nicht ein plötzliches Ende, als bekannt wird, dass die Mutter von Jonas einen Ausreiseantrag nach Westberlin gestellt hat. Fred und Jonas dürfen nicht mehr zusammen spielen, ja eigentlich nicht mal mehr miteinander reden. Doch die beiden setzen sich über diese Regeln hinweg und beginnen einen Tunnel zu graben, der sicherstellen soll, dass die beiden sich wiedersehen, auch wenn sie auf verschiedenen Seiten der Grenze leben.

Meine Meinung:
Auf dieses Buch wurde ich vor allem durch sein Cover aufmerksam. Ich finde das Cover richtig cool und irgendwie zieht es mich wie magisch an. Nachdem ich das Buch fertig gelesen habe, kann ich zudem sagen, dass das Cover perfekt zur Geschichte passt.

Auf die Geschichte selbst, war ich sehr gespannt, denn es ist schon eine ganze Weile her, dass ich eine Geschichte gelesen habe, die währende der Teilung von Deutschland spielt. Zudem war ich sehr gespannt, wie das Thema in einem Kinderbuch umgesetzt werden würde.

Und ich muss sagen, dass ich doch jedes Mal wieder aufs Neue erschrecke, wie heftig die Zustände in Ostberlin, jenseits der Mauer war. Wie schlimm es werden konnte, wenn man sich der Mauer unerlaubt genähert hat und wie schwierig es war, die DDR überhaupt zu verlassen. Denn das alles kommt in diesem Kinderbuch sehr gut rüber, auch wenn die Thematik natürlich etwas vorsichtiger geschildert wird und ihr etwas von der Schärfe genommen wird. So wird trotzdem in aller Deutlichkeit klar, was es bedeutet hat, in der DDR zu leben.

Ich finde es unheimlich wichtig, dass auch Kindern schon dieser Teil unserer Geschichte vermittelt wird, denn diese gehört zu uns und so auch das Wissen darum. Zudem hat der Autor eine unheimlich schöne Freundschaftsgeschichte geschaffen, die zeigt, dass eine Freundschaft auch über eine Grenze hinaus bestehen kann und auch dass wir von Kindern noch extrem viel lernen können. Die kümmern sich nämlich nicht um irgendwelche Grenzen oder Ausreiseanträge, sie spielen einfach mit den Kindern, die sie am liebsten mögen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, das Buch recht dünn vom Umfang her, sodass es zehnjährige Kinder problemlos bewältigen können, auch die, die vielleicht nicht so gerne lesen. Mir hat das Buch wirklich unheimlich gut gefallen, es hat mich gut unterhalten und sehr berührt.

Fazit: 
Ein tolles Buch, das wunderschön erzählt, wie Freunschaft unabhängig jeglicher Grenzen funktionieren kann.


Donnerstag, 24. Oktober 2019

Rezension "Winnie Puuh - Das große Buch mit den besten Geschichten"

Titel: Winnie Puuh - Das große Buch mit den besten Geschichten 
Autor: A.A. Milne / E. H. Shepard (basierend auf)
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 144
ISBN: 978-3-551-28015-2
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 14,99 €
Alter: ab 3

(c) Carlsen
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Wer kennt ihn nicht? Den kleinen süßen gelben Bären mit dem dicken Bauch und dem roten T-Shirt? Schon in meiner Kindheit war der kleine Bär ein Star und das ist bis heute ungebrochen. Immer noch erscheinen unzählige Winnie Puuh Produkte und dieses Buch ist eines davon.

Das Buch enthält drei Geschichte über den kleinen Bären, die recht umfangreich sind. Das fand ich tatsächlich sehr überraschend, da das Buch ab drei Jahren empfohlen wird. Meine Tochter hört zwar gerne und viel Geschichten an, aber gerade als Gute-Nacht-Geschichte, sind diese Geschichte jetzt eher nicht brauchbar. Mit über vierzig Seiten und auch nicht besonders wenig Text auf den einzelnen Seiten braucht man doch recht lange, um eine Geschichte vorzulesen.

Die Geschichten selbst sind total niedlich und auch - wie man es von Winnie Puuh - nicht anders kennt, durch das ein oder andere Missgeschick ziemlich lustig. Ich fand es toll, den mir so bekannten Charakteren in Geschichten wieder zu begegnen. Zudem war ich sehr erstaunt wie einzigartig diese eigentlich alle sind, wie unverwechselbar. Jeder kann etwas bestimmtes oder hat eine ganz spezielle "Macke", die ihn auszeichnet.

Die Bilder sind ebenfalls sehr schön und total liebevoll gemacht. Ich mag Winnie Puuh als Figur sowieso und ihn in der verschiedensten, manchmal auch sehr verzwickten Situationen zu beobachten, macht einfach großen Spaß. Auch meine Tochter hatte große Freude an dem Buch und so haben wir die knapp 150 Seiten in gerade mal zwei Tagen ausgelesen. Das Buch wird sicherlich auch noch häufiger zum Einsatz kommen, nur vielleicht nicht als Gute-Nacht-Geschichte.

Fazit:
Ein tolles Vorlesebuch vom kleinen Winnie Puuh und seinen Freunden, das zwar recht lange Geschichten, die aber sehr unterhaltsam sind enthält. Die liebevollen und lustigen Bilder runden das Buch perfekt ab. 


Mittwoch, 23. Oktober 2019

Rezension "Annie und die Bärenjäger"

Titel: Annie und die Bärenjäger
Autor: Lotte Bräuning
Verlag: atlantis
Seitenzahl: 32
ISBN: 9783715207643
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 14,95 €
Alter: ab 5

(c) atlantis
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Heute habe ich ein Bilderbuch für euch, das für Kinder ab 5 Jahren empfohlen wird und die Geschichte von einer Gruppe Bärenjäger erzählt, die am Ende so gar kein Glück haben.

Diese Gruppe von Männern beschließt nämlich einen Bären zu jagen, auf den eine Belohnung ausgesetzt ist. Diese wollen sie natürlich gerne habe und so überlegen sie sich Strategien, wie sie den Bären am besten zur Strecke bringen können. Dabei fließt der Alkohol in Strömen und von ihnen unbemerkt, belauscht das junge Mädchen Annie ihr Gespräch. Während die Jäger immer betrunkener werden, pickt Annie sich die beste Strategie raus und beschließt, selbst Jagd auf den Bären zu machen. Und während sich die Jäger so langsam bereit machen, hat Annie den Bären schon längst selbst gefangen.

Dieses Bilderbuch ist definitiv kein normales Mainstreambilderbuch. Es kommt mit recht wenig Text aus, viele der Dinge verstecken sich zwischen den Zeilen und in den Bildern selbst. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Geschichte erst ab fünf Jahren empfohlen wird. Ich bin mir sicher, dass meine Tochter, mit ihren bald vier Jahren definitiv noch etwas zu klein wäre dafür. Sie würde den Sinn gar nicht richtig verstehen und wäre auf jeden Fall noch nicht alt genung, um tatsächlich auch zwischen den Zeilen zu lesen.

Zudem ist die Bärenjagd jetzt nicht unbedingt ein ganz harmloses Thema, das sich gut als Gute-Nacht-Geschichte eignet oder so. Auch hier denke ich, dass meine Tochter wohl eher Angst bekommen würde und finde die Altersangabe, ab 5 auf jeden Fall sehr gerechtfertigt. Zudem denke ich, dass dieses Buch auch eines der Bilderbücher ist, an denen Erwachsene teilweise sogar mehr Spaß haben als die Kinder. Die Ironie zu fassen, fällt uns natürlich viel leichter und so musste ich beim Anschauen definitiv das ein oder andere Mal schmunzeln.

Die Zeichungen sind schön, aber auch recht rustikal, woran man ebenfalls merkt, dass das Buch für eine etwas ältere Zielgruppe gemacht wurde. Sie wirken sehr lebendig und sind dabei auch noch sehr künstlerisch und so auf jeden Fall sehr gelungen.

Fazit:
Ein tolles Bilderbuch, das allerdings erst für etwas größere Kinder (ab 5) geeignet ist, da es doch sehr spannend ist und einen Teil des Inhalts auch zwischen den Zeilen vermittelt. 


Dienstag, 22. Oktober 2019

Rezension "Herbstflüstern"

Titel: Herbstflüstern
Autor: Tanja Voosen
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 310
ISBN:  978-3-551-30074-4
Einbindungsart: ebook / Taschenbuch
Preis: 3,99 € / 12,99 €
Alter: ab 14

(c) Impress
Zum Inhalt:
Lucy hat die Schnauze gestrichen voll von Jungs. Ben, ihr Exfreund, hat aus heiterem Himmel mit ihr Schluss gemacht und nun steht er fast täglich vor der Tür um ihr irgendetwas zu erklären. Lucy hat da so gar keine Lust drauf und lenkt sich mit einem Babysitterjob ab. Dadurch lernt sie Jasper kennen, einen absoluten Frauenhelden, der ständig ein neues Mädchen mit nach Hause bringt. Auf gar keinen Fall möchte Lucy ihm zu Nahe kommen. Doch plötzlich lernen sich die beiden besser kennen und eine ganz eigene Dynamik bringt eine Liebesgeschichte ins Rollen, mit der keiner von beiden gerechnet hatte. 

Meine Meinung:
Heute habe ich einen weiteren Band aus der "Sommerflüstern"-Reihe von Tanja Voosen für euch. Jeder dieser Bände kann unabhängig voneinander gelesen werden, denn jedes Buch hat eine andere Hauptperson. Das finde ich auch sehr gut, denn auch wenn ich schon zwei andere Bände aus der Reihe gelesen habe, so ist es doch schon eine Weile her, zudem habe ich sie völlig durcheinander gelesen.

Und so konnte ich, ohne, dass ich noch viel Wissen aus den anderen Büchern hatte, in dieses Buch starten. Ich muss zugeben, dass mir der Einstieg etwas schwer fiel und ich das Buch tatsächlich auch eine Weile zur Seite legen musste, da es mich nicht richtig in seinen Bann ziehen konnte. Ich weiß auch gar nicht woran das genau lag, denn eigentlich mag ich den Schreibstil von Tanja Voosen sehr gerne.

Zudem (und da kann die Autorin nichts für) finde ich das Buch ganz komisch gedruckt und auch der Satz sieht echt komisch und nicht angenehm für die Augen aus. Bei mir kam beim Lesen immer mehr das Gefühl auf, ich komme nicht vorwärts und das mag ich so gar nicht. Das lag definitiv an der Optik des Buches und nicht am Inhalt.

Zudem kam die Geschichte zu Beginn nur sehr schleppend ins Rollen. Es passierte einfach gefühlt so gut wie nichts und Lucy dabei zu beobachten wie sie von einem Ort zum anderen fährt, war mir einfach etwas zu wenig. Natürlich ist das hier nun etwas überspitzt dargestellt, aber es fehlte zu Beginn definitiv die nötige Spannung.

Das besserte sich mit der Zeit und vor allem ab der Hälfte wurde es dann deutlich besser. Lucy und Jasper lernten sich näher kennen und auch ich begann eine Beziehung zu ihnen aufzubauen und kam so dann leichter in die Geschichte rein. Lucy mochte ich wirklich sehr gerne und auch Jasper war mir auf jeden Fall sehr sympathisch, wenn auch etwas undurchsichtig. Dies legt sich aber mit der Zeit und vor allem zum Ende hin erfährt man dann, warum Jasper so ist, wie er ist. Das war für mich alles sehr schlüssig.

Die Liebesgeschichte die sich zwischen Lucy und Jasper entwickelt, bleibt lange Zeit sehr zart, denn beide scheinen nicht wirklich zu merken, dass sie Gefühle füreinander entwickeln. Das fand ich schön zu beobachten und vor allem sehr glaubwürdig, da Lucy gerade erst eine gescheiterte Beziehung hinter sich hat. Mir hat das Zusammenspiel der beiden sehr gut gefallen, vor allem auch die Entwicklung der Beziehung, da man richtig schön sieht, wie diese sich verändert, als sie sich besser kennenlernen.

Letztendlich hat mir das Buch dann noch gut gefallen und ich habe die zweite Hälfte recht schnell zu Ende gelesen. Es gibt sicherlich Bände der Sommerflüsternreihe, die ich etwas besser finde, doch auch dieses Buch ist alles in allem gute Unterhaltung.

Fazit:
Zu Beginn recht schleppend und zäh, nimmt die Geschichte im weiteren Verlauf an Fahrt auf und entwickelt eine ganz eigene Dymanik und ganz süße Liebesgeschichte.


Montag, 21. Oktober 2019

Rezension "Hallo, willst du mit mir spielen?"

Titel: Hallo, willst du mit mir spielen?
Autor: Sophie Schoenwald / Nadine Reitz
Verlag: Boje
Seitenzahl: 26
ISBN: 978-3-414-82544-5
Einbindungsart: Pappbilderbuch
Preis: 8,90 €
Alter: ab 2

(c) Boje
Zum Inhalt & Meine Meinung:
Da meine kleine Tochter, die vor kurzem zwei geworden ist, immer mehr anfängt Bücher anzuschauen, bin ich immer wieder auf der Suche nach neuen Büchern und neuen Ideen. Als mich "Hallo, willst du mit mir spielen?" erreichte, war ich sehr gespannt was uns erwarten würde und vor allem, wie meiner kleinen das Buch gefallen würde.

 Bei dem Buch handelt es sich um ein Mitmachbuch, das heißt, dass die Kinder auf jeder Seite aufgefordert werden etwas zu tun. Sei es das Buch zu schütteln, die Katze im Buch zu streicheln oder ihr zu zeigen wie man faucht und die Krallen ausfährt. Schnell merkte ich, dass meine Tochter daran sehr großen Spaß hatte. Hatten wir das Buch beendet, so mussten wir es sofort wieder von vorne anfangen und das mindestens fünf mal am Stück. Für mich war das ein sehr gutes Zeichen, denn oft hat meine Tochter kein so großes Durchhaltevermögen, was Bücher anschauen und vor allem zuhören angeht. Doch hier konnte sie kaum genug davon bekommen. Natürlich wusste sie sehr schnell auswendig, was auf welcher Seite zu tun ist, das fand ich echt süß.

Die Sätze zum Vorlesen sind recht kurz und einprägsam. Es wird immer kurz etwas erzählt, dann folgt auch schon die Aufforderung an das KInd, gewisse Dinge zu tun.

Die Zeichnungen gefallen mir ebenfalls sehr gut. Ich finde die Katze ist total niedlich und liebevoll dargestellt. Zudem sind die Bilder nicht zu überladen, was ich auch immer sehr wichtig finde. Es gibt eigentlich kaum etwas auf den Bildern zu sehen, außer der Katze selbst und ein paar ausgewählten Details. Und das finde ich in diesem Fall auch sehr wichtig, denn so kann sich das Kind auf das Wesentliche konzentrieren und wird nicht von unzähligen Details abgelenkt.

Fazit:
Ein Buch, das uns viel Freude macht und noch weiterhin machen wird. Meine Tochter kann gar nicht aufhören das Buch anzuschauen und mit dem kleinen Kätzchen darin zu spielen. Absolute Empfehlung für Kinder ab 2 Jahren. 


Sonntag, 20. Oktober 2019

Rezension "Ein Rockstar kommt selten allein"

Titel: Ein Rockstar kommt selten allein
Autor: Teresa Sporrer
Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 192
ISBN: 978-3-646-60049-0
Einbindungsart: ebook / Taschenbuch
Preis: 3,99 € / 12,99 €
Alter: ab 14
Band: 3/8

(c) Impress
Zum Inhalt:
Violet ist die einzige in ihrer Clique die keinen Freund hat. Das macht ihr nichts aus, hat sie doch eine Bekanntschaft mit gewissen Vorzügen. Zudem sehnt sie sich nicht wirklich nach einem Freund. Als es darum geht den Bruder von Zoeys Freund Alex auszuspionieren und herauszufinden was er vorhat, erklärt sie sich dafür bereit. Womit sie nicht gerechnet hat, ist dass David ihr schon auf den ersten Blick sympathischer ist als sie gedacht hätte. Und das ist gar nicht gut, denn eigentlich müsste sie ihn hassen.

Meine Meinung: 
Heute habe ich einen weiteren Band der Rockstarsreihe für euch. Schon die ersten beiden Bände haben mir gut gefallen und auch hier geht es wieder super weiter.

Bei jedem Buch von Teresa Sporrer freue ich mich auf ihren flapsigen und unterhaltsamen Schreibstil. Sie kann so herrlich schreiben, dass jedes Buch von ihr ein absolutes Vergnügen ist. So auch hier. Ihre Protagonisten sprühen durch ihren Schreibstil vor Schlagfertigkeit und sind selten um ein Wort verlegen.

Jedes ihrer Bücher hat eine andere Hauptperson, so ist es hier Violet, die mir sofort sympathisch war. Ich war gespannt auf ihr Zusammenspiel mit David und fand es extrem gut gelungen, wie die beiden sich kennenlernen und dann immer näher kommen. Die Verwandlung und Entwicklung der beiden war total spannend zu beobachten und ich fand von Anfang an, dass die beiden echt ein gutes Team sind.

Die Liebesgeschichte finde ich auch hier wieder sehr toll. Die Dynamik, die sich über den Verlauf der Geschichte hinweg entwickelt ist einfach super zu beobachten und von Seite zu Seite wünschte ich mir mehr, dass es endlich zu einem Kuss kommt. 

Der Verlauf der Handlung ist natürlich etwas vorhersehbar, gerade wenn man auch die anderen Bände der Reihe schon kennt. Aber das macht gar nichts, denn irgendwie muss es ja auch so sein. Ich lese die Bücher, weil ich gewisse Erwartungen an den Verlauf habe und diese erfüllt Sporrer immer zu 100%. Ich finde es manchmal ganz schön, wenn ich weiß, was auf mich zukommen wird. Und so habe ich auch diese Geschichte aus der Rockstarsreihe sehr gerne gelesen.

Fazit:
Ein weiterer gelungener Band aus der Rockstarsreihe, der mich bestens unterhalten hat.