Freitag, 30. November 2018

Rezension "Homevideo"

Titel: Homevideo
Autor: Karin Kaci, Jan Braren 
VerlagCarlsen  
Seitenzahl: 192
ISBN: 978-3-551-65275-1
Einbindungsart: ebook 
Preis: 5,99 €
Alter: ab 14


(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Jakob ist 15 Jahre alt. Sein größtes Hobby ist das Filmen mit einer Kamera. Sie begleitet ihn überall hin. Leider macht er eines Tages den Fehler sich selbst in einer intimen Situation zu filmen. Erst denkt er sich nichts dabei. Als er dann allerdings erfährt, dass seine Mutter seine Kamera ohne sein Wissen an zwei seiner Klassenkameraden verliehen hat, ist die Panik groß. Leider kommt dies nicht von ungefähr, denn für Jakob beginnt ein Spießrutenlauf, der seinesgleichen sucht.



Meine Meinung:
Diese Geschichte wollte ich lesen bzw. sehen, seit ich gesehen habe, wie der Hauptdarsteller den deutschen Fernsehpreis bekam. Den kurzen Ausschnitt den man damals zu sehen bekam war gleichermaßen erschreckend wie faszinierend. Bisher kam ich nicht dazu den Film zu sehen und so beschloss ich das Buch zu lesen.

Die Geschichte ist wahrlich keine leichte Kost, das muss man gleich von vorne herein sagen. Das Mobbing, welchem Jakob nach seinem Video ausgesetzt ist, ist erschreckend und ließ mir nicht nur einmal eine Gänsehaut den Rücken hinunter laufen. Im Verlauf der Geschichte merkt man immer mehr, wie Jakob unter der Situation leidet und sich beginnt zu verändern. Er kapselt sich ab und verliert nach und nach immer mehr seinen Lebensmut. Seinen Eltern ist das alles eher peinlich, sein Vater, der Polizist ist, will seine Freunde mit Autorität mundtot machen, verschlimmert die Situation dadurch aber eher.

Da ich selbst Mobbing in der Schule mitbekommen habe, wurde mir wirklich schlecht als ich mitbekam, was Jakob widerfuhr. Die Autoren nehmen kein Blatt vor den Mund und transportieren mir ihrer Art zu schreiben eine bedrückende Stimmung, die recht schnell auf den Leser übergreift. Allerdings muss ich sagen, dass ich glaube, das man dies noch besser im Film transportieren kann. Es gibt einfach Geschichten, für die eignen sich Filme besser, als Bücher und genau so eine Geschichte ist "Homevideo" meiner Meinung nach.

Was allerdings nicht heißt, dass das Buch schlecht ist. Ich habe es recht flott gelesen und die knapp 200 Seiten sind genau die richtige Länge für diese Geschichte. Positive Stimmung sucht man aufgrund des schweren Themas natürlich recht vergeblich, trotz allem ist "Homevideo" ein faszinierendes Buch, welches unbedingt gelesen werden sollte. Denn wenn es eines kann, dann aufrütteln. Die Folgen des Mobbings sind unmittelbar zu spüren und so könnte ich mir "Homevideo" auch sehr gut als Schullektüre vorstellen, was vielleicht sogar enorm wichtig wäre.

Fazit:
Ein erschreckendes Buch, welches unmittelbar zeigt, was Mobbing auslösen kann. Meiner Meinung nach ein klarer Kandidat für Schullektüre.

Keine Kommentare:

Kommentar posten

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung (https://buecherohneende.blogspot.de/p/datenschutz.html) und in der Datenschutzerklärung von Google (https://policies.google.com/privacy?hl=de).