Samstag, 30. Juni 2018

Rezension "Witchborn"

Titel: Witchborn - Königin der Düsternis
Autor: Nicholas Bowling
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-52105-7
Seitenzahl: 384
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 18,99 €
Alter: ab 14

(c) Carlsen
Zum Inhalt:
Alyce ist 14 als ihre Mutter stirbt. Da sie als Hexe verbrannt wird, ist Alyce das nächste Ziel der Hexenjäger und muss somit aus ihrem Heimatdorf fliehen. Was sie dann jedoch erwartet, damit hätte sie niemals gerechnet. Auf der Flucht vor den Hexenjägern gerät sie in einen Machtstreit zwischen Maria Stuart und Königin Elisabeth, sie erfährt mehr über ihre magische Gabe und ihre eigene Vergangenheit. Dabei immer an ihrer Seite der Junge Solomon und ein geheimnisvoller Vogel. Als die Grenzen zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten verschwimmen geht es plötzlich um viel mehr als nur ihre eigene Haut zu retten. 

Meine Meinung:
Das Cover ist recht schlicht gehalten und ich denke, dass ich im Buchladen vermutlich eher nicht danach gegriffen hätte. Als ich es jedoch bei einer Leserunde entdeckte, wurde ihc neugierig und glücklicherweise gewann ich das Buch sogar, sodass ich mich schnell auf Alyce' Spuren ins Mittelalter begeben konnte.

Das Buch ist eine Mischung aus Fantasy und Mittelalterroman, wobei ich deutlich mehr magische Elemente erwartet hätte. Die Hexenkunst von Alyce tritt nur sehr selten zu Tage, viel mehr liest sie Bücher über Magie und versucht zu verstehen, was mit ihr passiert. Und wenn es dann magisch angehauchte Szenen gibt, so fand ich diese eher etwas nervig und nicht wirklich spannend. Ständig ist von irgendwelchen Toten Schatten die Rede, etwas greifbares gibt es jedoch selten. 

Und auch sonst muss ich sagen, dass ich das Buch eher mittelmäßig fand. Zwar hat es durchaus seine spannenden Stellen, jedoch sind diese rar gesät und die Geschichte leider eher von vielen Längen bestimmt, denen oft sogar die Logik fehlte. Es störte mich, dass viele Sachen nur angedeutet aber lange oder überhaupt nicht aufgelöst werden. 

Die Charaktere finde ich ganz gut gemacht, da sie alle recht stark sind. In dem großen Ganzen bleibt kein Charakter blass, alle stechen auf ihre Art hervor, sei es jetzt negativ oder positiv. Doch wirklich gemocht habe ich keinen von ihnen. Vor allem Alyce fand ich ziemlich anstrengend. Sie macht so oft dumme Dinge, bei denen schon im Vorhinein klar ist, dass das nicht gut gehen kann. Als Leser riecht man förmlich die Falle und möchte Alyce einfach nur von ihrem nächsten Fehler abhalten. Doch zielgerichtet, macht sie einen nach dem anderen, was für mich irgendwann wirklich anstrengend und unglaubwürdig wurde. 

Die Geschichte beschreibt keinen großen Spannungsbogen und plätschert eigentlich mehr oder weniger so vor sich hin. Überraschungen gab es selten und auch das Ende konnte nicht wirklich überzeugen oder mich den Atem anhalten lassen. Ich fand es ok, mehr aber auch nicht. Ich fürchte, die Geschichte wird mir nicht lange in Erinnerung bleiben, einzig vielleicht die Frage, ob es sich um einen Einteiler handelt. Denn das Ende bleibt irgendwie merkwürdig offen und scheint anzudeuten, dass es noch weitergehen könnte.

Fazit:
Eine Geschichte, die leider pures Mittelmaß, mehr aber auch nicht, ist. Alles war okay, aber nicht herausragend. Es fehlt der Spannungsbogen und die Überraschungen fast komplett und auch die Charaktere mochte ich nicht wirklich, wenn sie auch gut durchdacht waren. 

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