Sonntag, 23. April 2017

Rezension "Beerenglück für Genießer"

Titel: Beerenglück für Genießer
Autor: Karl Newedel
Verlag: Bassermann
Seitenzahl: 75
ISBN: 978-3-8094-3632-4
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 4,99 €

(c) Bassermann
Meine Meinung:
Jetzt kommt ja dann endlich der Sommer wieder. Warme Temperaturen, was könnte besser dazu passen, als leckere süße, oder auch mal saure Beeren. Genau aus diesem Grund, konnte ich mich sofort für dieses Buch begeistern, als ich es zum ersten Mal sah.

Allein das Cover ist schon der absolute Hingucker. Hier hat der Fotograf sich alle Mühe gegeben und die Beeren so superlecker in Szene gesetzt, dass man am liebsten sofort loslegen müsste. Kaum hatte ich das Buch aus der Verpackung geholt, musste ich auch sofort darin blättern.

Der Autor beginnt mit einer kurzen Einführung, zu den wichtigsten Beeren und dann geht es auch schon mit dem Rezepteteil los. Dieser ist, nicht wie ich es kenne, in verschiedene Kategorien unterteilt. Die Rezepte folgen einfach nacheinander, was ich zunächst etwas irritierend fand, da dadurch so ein bisschen der Überblick fehlt.

Jedes Rezept ist gleich aufgebaut. Eine Seite nimmt das Rezept selbst ein, die andere Seite ziert ein schönes Foto, das wirklich sehr ansprechend gemacht ist. Die Zutaten sind oberhalb des Rezeptes wunderbar ersichtlich. Zudem sieht man auf den ersten Blick, wie lange man für die Zubereitung braucht und wie viele Portionen das Rezept ergibt.

In diesem Buch findet man wirklich die verschiedensten Dinge, die man mit Beeren machen kann. Ob gebackenes, Getränke oder verschiedene Cremes. Auf den ersten Blick dachte ich erst, dass da gar nicht so viel dabei ist, was meinem Geschmack entspricht, doch beim zweiten Blättern änderte sich dieser Eindruck sehr schnell. Ob Himbeerpavola, Himbeer-Tiramisu-Torte, Schoko-Johannisbeer-Schnitten oder Waffeltorte mit Zitronencreme. Wem läuft da nicht das Wasser im Mund zusammen? Ich finde der Sommer kann definitiv kommen und diese erfrischenden Köstlichkeiten werden nicht nur einmal auf unserem Tisch landen.

Fazit: 
Ein Beerenkochbuch zu einem supergünstigen Preis, das superleckere Rezepte und wunderschöne Bilder bereithält. Die wichtigsten Dinge sind in jedem Rezept auf den ersten Blick ersichtlich, lediglich die Gesamtstruktur des Buches könnte etwas besser sein.

Samstag, 22. April 2017

Rezension "Magische Smoothies"

Titel: Magische Smoothies
Autor: Gabriele Redden
Verlag: Bassermann
Seitenzahl: 76
ISBN: 978-3-8094-3777-2
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 7,99 €

(c) Bassermann
Meine Meinung:
Smoothies sind gerade im Sommer besonders lecker. Und jetzt kommt ja dann endlich wieder die Zeit, in der man entspannt, im Garten in der Sonne sitzt und so ein gekühlter Smoothie nicht nur lecker schmeckt, sondern auch noch gesund ist.

Ich besitze zwar schon das ein oder andere Smoothiebuch, doch natürlich bin ich auch immer wieder auf der Suche nach Inspiration. Und so stieß ich auf dieses neu erschienene Buch aus dem Bassermann-Verlag.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich alleine das Cover schon richtig schön finde. Es macht Lust auf Smoothies, Lust, diese selbst auszuprobieren. Die schönen Fotos setzen sich im Inneren des Buches fort. Die Gestaltung der einzelnen Seiten gefällt mir wirklich gut. Die Bilder sind ansprechend, die darauf abgebildeten Smoothies schön in Szene gesetzt.

Auch die Rezepte selbst klingen schon auf den ersten Blick ansprechend. Die Namen sind wirklich schön gewählt. Ob "Schneewittchen", "Elfensommer", "Walpurgisnacht" oder auch "Prinzessin Papaya". Diese Namen machen einfach Lust darauf, die Smoothies selbst auszuprobieren. Schaut man sich die Zutaten an, läuft einem in den meisten Fällen das Wasser im Mund zusammen. Ich denke jeder wird in diesem Buch etwas finden, was den eigenen Geschmack trifft und das bei dem nur kleinen Preis von 7,99 €.

Zusätzlich zu den Zutaten, die wirklich sehr präzise aufgezählt sind, findet man noch die Nährwertangaben und interessante Infos zu in einem kleinen Kreis. Hier steht, dann entweder, welche Früchte man gegeneinander austauschen kann, oder auch einfach nur interessante Vitamininformationen zu den jeweiligen Smoothies.

Trotz dieser vielen positiven Punkte, konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen. Dies liegt vor allem am Grundton den die Autorin in diesem Buch auffährt. Man könnte natürlich schon vom Titel "magische" Smoothies daraus schließen, dass hier mehr in die Getränke interpretiert wird, als ich es tun würde. So finde ich die Texte die jeweils unter den Titel stehen häufig sehr merkwürdig und irritierend. Die Eigenschaften wie mehr Schönheit, Selbstvertrauen und und und, die einigen dieser Smoothies zugesprochen werden, halte ich gelinde gesagt für Quatsch.

Nach dem Rezepteteil geht es dann genau in dem Ton weiter. "Die Magie der Früchte, Gemüse und Kräuter" beschreibt genau das, was man nach dieser Überschrift erwartet. Da findet man dann zu jeder Zutat den passenden Planeten, das passende Element und  die passenden magischen Kräfte. Dies ist einfach ein Thema, das mich nicht wirklich erreicht und mit dem ich nichts anfangen kann. Hier will ich gar nicht anzweifeln, dass Obst, Gemüse und Kräuter gewisse "Dinge" können, doch die Formulierungen in diesem Buch finde ich einfach ein bisschen over the top.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die Autorin natürlich noch beschreibt, was man für die Zubereitung von Smoothies benötigt und wie diese am besten gelingen. Zudem gibt sie auf den letzten beiden Seiten 10 Tipps rund um die Smoothieszubereitung, die durchaus hilfreich sind.

Bis auf die magische Komponenten in dem Buch, mit der ich einfach nichts anfangen kann, ist dieses Buch von der Optik und den Rezepten her, gelungen und animiert dazu jedes einzelne Rezept selbst auszuprobieren. Ich freue mich schon auf heiße Sommertage und gekühlte Smoothies. 

Fazit:
Ein Smoothiebuch, das vor allem durch die Optik, die schönen Rezeptnamen und die leckeren Kreationen punkten kann. Die magische Komponenten die die Autorin in das Buch mit einbringt, war mir etwas zu übertrieben, aber das muss jeder selbst entscheiden, ob er damit etwas anfangen kann, oder eben auch nicht.


Rezension "Fast perfekt ist gut genug"

Titel: Fast perfekt ist gut genug
Autor: Kristan Higgins
Seitenzahl: 304
ISBN: 9783956495342
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) HarperCollins/Mira Taschenbuch
Zum Inhalt:
Jenny designt Brautmode. Doch während sie für andere das Kleid für den schönsten Tag ihres Lebens entwirft, ist ihr eigenes Leben alles andere als rosig. Geschieden, der Ex hat eine perfekte neue Frau und selbst immer noch alleinstehend. Zu allem Überfluss scheint die neue Frau ihres Ex Gefallen an ihr gefunden haben. Sie muss zwar zum Glück nicht deren Brautkleid entwerfen, doch um die Babyparty kommt sie nicht herum. Für Jenny gibt es nur eines. Sie muss unbedingt umziehen. Sie sehnt sich selbst nach einer Familie und hofft, diesem Traum mit einem Umzug ein Stückchen näher zu kommen.

Meine Meinung:
Uff, heute muss ich mal wieder eine Rezension schreiben, wie ich es eigentlich so gar nicht mag. Eine Rezension, die kaum ein gutes Haar an einer Geschichte lässt.

Zwischendurch lese ich ja eigentlich wirklich gerne leichte Frauenunterhaltung, doch wenn sie dann so seicht und belanglos wird, wie dieses Buch, dann kann auch ich nur noch mit den Augen rollen. Schon der Beginn, die Babyparty ließ mich einfach nur entnervt die Haare raufen. Ich weiß nicht, ob die Szene in irgendeiner Form lustig gedacht gewesen ist, aber mein Humorzentrum konnte sie definitiv nicht erreichen. Zudem sind die Schilderungen der Geburt, sowas von platt und aus der Luft gegriffen, dass ich aufgrund der riesigen Absurdität herzhaft lachen musste.

Der Schreibstil der Autorin passt sich der Geschichte an. Natürlich ist er locker und leicht zu lesen, alles andere wäre hier auch verschwendete Liebesmüh. Doch ich wurde einfach nicht warm damit. Trotz des leichten Schreibstils kam ich nicht wirklich vom Fleck. Ich quälte mich durch die Seiten, alles ging nur schleppend vorwärts. Die Geschichte kam nie richtig in Fahrt und hielt sich viel zu sehr mit Belanglosigkeiten auf, als dass sie mir in irgendeiner Form im Gedächtnis bleiben wird.

Ich finde es selbst immer schade, wenn ich solch eine Rezension schreiben muss und oftmals fällt es mir auch schwer die richtigen, faire Worte zu finden. Denn wenn ein Buch so sehr nervt, wie dieses, dann ist es nicht leicht wirklich sachlich zu bleiben. Wenn man einfach keine einzige Stelle findet die einem gefällt, dann fällt es schwer, in Worte zu fassen, was man da gelesen hat.

Die Protagonisten, die für mich in Büchern immer eine tragende Rolle spielen und oftmals den Ausschlag geben, ob ich eine Geschichte gut finde oder nicht, können auch hier in keiner Form überzeugen. Vor allem Jenny sorgte wieder einmal für Augenrollen auf meiner Seite. Wie man so naiv und aufopfernd durchs Leben gehen kann, war mir nicht begreiflich. Wie man so selbstzerstörerisch veranlagt sein kann, dass man sich ernsthaft mit der neuen Frau des Ex anfreundet und dabei zusieht, wie dieses Paar alles bekommt, was man selbst gerne hätte, war für mich ein echtes Rätsel.

Und auch Jennys Schwester, in deren Nähe sie dann zieht und von deren Familienglück sie hofft eine Scheibe abzubekommen, ist oberflächlich und nervig. Vom Rest der Protagonisten schreibe ich jetzt einfach mal nichts, denn die machen die ganze Sache nicht besser.

Fazit:
Ein Buch, welches durch seine Belanglosigkeit auf ganzer Linie enttäuscht. Nervige Protagonisten und eine Handlung die mich häufig genervt den Kopf schütteln ließ tun ihr übriges, dass ich dieses Buch wohl ganz schnell wieder vergessen werde.

Freitag, 21. April 2017

Rezension "Mein Löwenkind"

Titel: Mein Löwenkind
Autor: Elena Pirin
Verlag: Patmos
Seitenzahl: 216
ISBN: 978-3-8436-0767-4
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €

(c) Patmos
Meine Meinung:
Elena Pirin und ihr Mann können keine eigenen Kinder bekommen. Also entschließen sie sich zur einer Adoption. Als diese dann tatsächlich klappt, sind sie wie im 7. Himmel. Endlich ein eigenes Kind, endlich jemand den man umsorgen kann, dem man seine Werte mitgeben kann.

Sie sind überglücklich, haben jedoch das erste Lebensjahr eine Betreuerin vom Jugendamt, die schaut, ob sie wirklich mit dem Kind zurecht kommen. Diese stellt dann irgendwann fest, dass das Kind sich nicht "normal" entwickelt. Zumindest nicht so wie es die Gesellschaft vorsieht. Und schneller als sie gucken können stehen Elena und ihr Mann vor einer viel größeren Herausforderung. Sie lieben ihren kleinen Leo (dass sie ihn wie einen Löwen genannt haben ist dann wohl auch ein Zeichen des Schicksals), doch die Herausforderungen, die ein Kind mit Handicap mit sich bringt, sind ganz andere, als die die man sowieso schon als Neueltern zu meistern hat.

Doch Elena und ihr Mann meistern auch diese Herausforderungen. Völlig unaufgeregt und mit genau der richtigen Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor, beschreibt Elena genau diese Stolpersteine, die ihr nun von der Gesellschaft in den Weg gelegt werden. Als Leo älter wird werden diese Herausforderungen nicht leichter. Er begreift, dass er anders ist und Elena bricht es fast das Herz ihm das erklären zu müssen. Hier beschreibt die Autorin wunderschön, die zarte, liebevolle Beziehung, die sie zu ihrem Sohn hat. Man kann als Leser regelrecht spüren, wie tief ihre Liebe zu ihrem Löwenkind geht.

Ich selbst habe kein Kind mit Handicap, doch ich finde, dass dieses Buch unglaublich viel Mut macht. Oft wird das Eltern ja als Katastrophe verkauft, oft werden Eltern bemitleidet, wenn ihr Kind nicht dem "normalen Bild" (und wer entscheidet bitte, was normal ist?) entspricht. Doch Elena Pirin schafft es, dies alles aus einer andere Perspektive, einer mutmachenden und unglaublich positiven Perspektive zu beschreiben. Natürlich ist nicht alles eitel Sonnenschein und natürlich hat sie auch ihre Probleme. Doch hier stellt sich mir die Frage, ob sie sich damit wesentlich von anderen Eltern unterscheidet? Ich denke nein. Jedes Kind ist so individuell und bringt seine ganz eigenen Aufgaben mit sich, egal ob es ein Kind mit oder ohne Handicap ist. Und genau das vermittelt Pirin mit diesem Buch wunderschön.

Ich war überrascht, wie toll das Buch geschrieben war. Ich las es sehr gerne und konnte mich wunderbar in die Autorin hinein versetzen. Sie ist auf keiner Seite auf irgendeine Form von Mitleid aus, denn wieso auch, ihr Leo ist schließlich das Beste, was ihr passiert ist. Das wunderbare Bild, dass diese kleine Familie abgibt, ist ein wunderbares Beispiel, wie Familie funktionieren kann.

Fazit:
Ein gut geschriebenes Sachbuch, das großen Unterhaltungswert hat und das Leben mit einem Kind mit Handicap wunderbar unaufgeregt und ehrlich beschreibt.

Donnerstag, 20. April 2017

Rezension "Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind - Mit dem Fernbus unterwegs"

Titel: Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind - Mit dem Fernbus unterwegs
Autor: Sina Pousset
Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 256
ISBN: 978-3-442-15907-9
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 12,99 €

(c) Goldmann
Meine Meinung:
Fernbusreisen. Liegt gerade ja voll im Trend. Ich muss gestehen, ich habe selbst noch nie eine gemacht. Zum Einen weil ich nicht mehr so viel unterwegs bin und zu Anderen weil ich mich die Vorstellung und die Erzählungen von anderen doch etwas abgeschreckt haben.

Ich weiß jetzt nicht, ob dieses Buch meine Einstellung besser gemacht hat *haha*. Die Autorin beschreibt ziemlich offen und schonungslos, was ihr alles so während ihrer Fernbusreisen passiert ist und vor allem, jedes Mal aufs Neue passiert. Dabei bleibt sie aber immer humorvoll, sodass man als Leser extrem viel zu lachen hat.

Der Schreibstil der Autorin ist locker leicht und super zu lesen. Er macht das Buch zu einem sehr kurzweiligen Vergnügen, auch wenn mich die Erzählungen nicht über die komplette Zeit fesseln konnten. Ich denke, wenn man selbst öfters Fernbus fährt, hat man noch mehr Spaß an dem Buch, da man sich in einige Situationen gut hinein versetzen kann.

Mit ihrem erfrischenden Schreibstil beschreibt die Autorin viele verschiedene Situationen, die einem während einer Reise mit einem Fernbus passieren können. Sei es grundsätzlich die Suche nach dem Bus, die Mitfahrenden mit ihren verschiedenen Macken, die Suche nach dem WLan oder dem Klo. Immer wieder musste ich herzlich lachen und fühlte mich gut unterhalten.

Das Buch eignet sich durch seine Kurzweiligkeit bestens für ebenso eine Fernbusreise. Die 250 Seiten sind schnell verschlungen und man traut der Autorin durchaus zu noch mehr Bücher mit ihrer herrlichen Schreibweise zu schreiben.

Fazit:
Ein kurzweiliges Buch, das unterhaltsam die verschiedenen Probleme und Situationen schildert, die einem bei einer Fernbusreise begegnen können. Gerade für Menschen, die selbst öfters mit Fernbussen unterwegs sind ist dieses Buch ein wahres Vergnügen. Mich selbst hat es auch gut unterhalten, konnte aber nicht über die komplette Zeit fesseln.

Dienstag, 18. April 2017

Rezension "Verzerrte Sichtweisen - Syrer bei uns"

Titel: Verzerrte Sichtweisen - Syrer bei uns
Autor: Kristin Helberg
Verlag: Herder
Seitenzahl: 272
ISBN: 978-3-451-31157-4
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 24,99 €

(c) Herder
Meine Meinung:
Ein Buch das aktueller und wichtiger nicht sein könnte. Seit einiger Zeit beschäftigt uns Deutsche doch kaum etwas so sehr wie die Flüchtlingsdebatte. Doch meistens ist es so, dass das was man so mitbekommt, sehr negativ behaftet ist. Alle werden über einen Kamm geschoren, wenn auch nur einer der Flüchtlinge aus der Reihe tanzt.

Genau dagegen möchte die Autorin mit ihrem Buch vorgehen. Sie beschreibt die Flüchtlingsdebatte, hier aus Sicht der Syrer, aus einer ganz anderen Perspektive. Selbst hat sie jahrelang in Syrien gelebt, kennt also das Land, seine Leute und Verhältnisse und kann dadurch sicher besser beurteilen, als viele von uns, was die Menschen hierher führt.

Völlig unaufgeregt beschreibt sie den Umgang mit den Syrern aus verschiedenen Perspektiven. Sie beschreibt die Gefühle der Flüchtenden und die Situationen die in diesem Land herrschen. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir hierbei sehr gut. Für ein Sachbuch ließ sich das Buch erstaunlich leicht und locker lesen und war zudem äußerst interessant.

Ich muss zugeben, dass ich mich selbst noch nicht wirklich ausführlich mit der Flüchtlingsdebatte beschäftigt habe. Umso interessanter war dieses Buch für mich. Die Autorin versteht es exzellent Hemmungen und Ängste abzubauen und Verständnis zu schaffen, was in diesen Zeiten mehr wert ist, als vieles andere. Natürlich gibt es überall schwarze Schafe, doch die Autorin zeigt, dass die Mehrzahl der Flüchtenden einfach in Frieden leben wollen und keiner Fliege etwas zu leide tun. Aus diesem Grund finde ich, dass sie hier ein so wichtiges Buch geschrieben hat, dass alle, die der Flüchtlingsdebatte vielleicht auch sehr kritisch gegenüber stehen, unbedingt lesen sollten.

Die offenen und klaren Worte der Autorin sind präzise und auf den Punkt gewählt und tragen hoffentlich zu einem Weg in eine andere, in eine bessere Welt bei. Die Autorin hat eine Stimme, die gehört werden muss und verarbeitet ein sehr wichtiges Thema auf eine interessante und packende Art und Weise. Ich wünsche diesem Buch noch viele Leser, denn die hat es auf jeden Fall verdient.

Fazit:
Ein Buch zu einem unglaublich wichtigen Thema, welches von einer Autorin geschrieben wurde, die selbst jahrelang in Syrien lebte. Dies macht das Buch zu einem authentische und ausdrucksstarken Werk, welches toll geschrieben und sehr interessant ist.

Donnerstag, 6. April 2017

Rezension "Between the lines - Wie du mich liebst"

Titel: Between the lines - Wie du mich liebst
Autor: Tammara Webber
Seitenzahl: 316
ISBN: 978-3-95649-569-4
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen zweiten Band, die Rezension kann Spoiler enthalten.

(c) Mira Taschenbuch - Harper Collins
Zum Inhalt:
Nachdem Emma in einem Hollywoodfilm mitgespielt hat, beendet sie ihre Karriere vorerst, um zu studieren. Um ihren Film zu bewerben muss sie jedoch noch einmal in die Glitzerwelt zurück. Dort trifft sie erneut auf ihren Co-Star Graham und zwischen den beiden beginnt es sofort zu knistern. Alles könnte so schön sein, wenn da nicht auch der Bad Boy Reid Alexander wäre, der schon während den Dreharbeiten Interesse an ihr hatte. Obwohl Emma dieses nie erwidert hat, drängt er sich zwischen sie und Graham.

Meine Meinung:
Dieser zweite Band ist Teil einer Reihe um Graham und Emma. Es handelt sich um recht leichte Lektüre, die mich jedoch nicht vollständig überzeugen konnte.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, ich kam leicht in die Geschichte rein und hatte auch keine Schwierigkeiten mit ihr, obwohl ich den ersten Band gar nicht kenne. Man hat als Leser nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben, viel mehr gibt einem die Autorin das Gefühl, dass die Geschichte gerade erst beginnt.

Graham und Emma zusammen zu beobachten war total süß. Wie die beiden sich annähern, die Liebe der beiden. All dies bringt die Autorin toll rüber, als Leser kann man das geradezu fühlen. Jedoch plätscherte die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu sehr dahin. Es passierte nicht wirklich viel. Natürlich darf man bei dieser Art von Buch nicht wirklich viel erwarten, doch dass mich das Buch über die meiste Zeit fesselt ist ein Anspruch den ich auch an solch leichte Lektüre habe.

Leider war dies nicht immer der Fall und so kam ich stellenweise nur langsam vorwärts und legte das Buch immer wieder zur Seite. Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass es eben nicht reicht sympathische und liebenswerte Charaktere zu präsentieren. Nein, viel mehr muss die Geschichte schon einen gewissen Tiefgang haben.

Ich bin mir nicht sicher ob ich die Reihe weiter verfolgen werde, aber im Moment gehe ich eher davon aus, dass es bei diesem einen Band bleiben wird. Es ist zwar nette Lektüre für Zwischendurch, leider eben aber auch nicht mehr und nicht weniger. Und so konnte mich das Buch trotz gutem Schreibstil und interessanten Protagonisten nicht vollständig überzeugen, was mich daran zweifeln lässt, die weiteren Bände zu lesen.

Fazit:
Ein "nettes" Buch für Zwischendurch. Umhauen konnte es mich nicht, unterhalten dagegen schon. 

Mittwoch, 29. März 2017

Rezension "Die Ungehörigkeit des Glücks"

Titel: Die Ungehörigkeit des Glücks
Autor: Jenny Downham
Seitenzahl: 480
ISBN: 978-3-570-10292-3
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €

(c) C.Bertelsmann
Zum Inhalt: (übernommen von Randomhouse.de)
Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück … (c) Randomhouse.de

Meine Meinung:
Bisher habe ich noch kein Buch von Jenny Downham gelesen, doch immer wieder gehört, dass sie richtig toll schreiben kann.

Dies kann ich nun nach dem Lesen dieses Buches definitiv bestätigen. Die Autorin weiß das Leben der 17-jährigen Katie auf eine berührende Art zu schildern, die wohl niemanden kalt lassen wird. Besonders viele Emotionen erhält die Geschichte durch die Alzheimerkranke Oma von Katie. Das dies kein einfaches Thema ist, weiß wohl jeder von uns. Umso beeindruckender ist es, wie Downham mit dem Thema umgeht. Sie beschönigt nichts und zeigt die nackte Wahrheit. Die Großmutter macht mal peinliche, mal unverständliche Dinge und dann ist sie kurze Zeit wieder sie selbst. Dies schildert Downham auf ihre ganz eigene Art und trifft dabei genau den richtigen Ton.

Von der ersten Seite an nahm mich die Geschichte um die drei Frauen gefangen. Katie und Caroline haben sowieso kein ganz einfaches Leben, da Caroline Katie und ihren etwas zurückgebliebenen Bruder alleine erzieht. Als dann auch noch Mary in ihr Leben platzt passt das vor allem Caroline so gar nicht. Katie ist dem allen gegenüber deutlich mehr aufgeschlossen. Schon durch den Klappentext wird klar, dass es ein Geheimnis gibt. Dieses zu ergründen macht Katie sich zur Aufgabe. Zudem ist sie nicht bereit ihre Großmutter einfach so vor sich hin vegetieren zu lassen, viel mehr möchte sie ihr noch viele Momente des Glücks schenken.

Dies machte Katie von der ersten Seite an zu einer beeindruckenden Persönlichkeit. Natürlich hat auch sie zunächst Schwierigkeiten mit der Alzheimererkrankung umzugehen. Jedoch merkt man als Leser schnell, wie reif Katie für ihr Alter schon ist und wie schnell sie sich zudem entwickelt. Alle drei Frauen haben ganz eigene tiefe Persönlichkeiten, die Downham ebenfalls wunderbar zu schildern weiß.

Dieses Buch hat wahrlich kein leichtes Thema. Doch dem Alzheimer gegenüber steht die Ungehörigkeit des Glücks. Dies ist ein wunderbarer Gegensatz, der das Buch zu einem wunderbaren Erlebnis macht. Dieses Buch wird sicher nicht mein letztes der Autorin bleiben.

Fazit:
Ein gut geschriebenes Buch mit Tiefgang, welches ein nicht ganz einfaches Thema sensibel behandelt. 

Sonntag, 19. März 2017

Rezension "Drei (fast) perfekte Wochen"

Titel: Drei (fast) perfekte
Autor: Christina Erbertz
Verlag: Beltz
Seitenzahl: 160
ISBN: 978-3-407-82173-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,95 €
Hier bestellen *KLICK* 

(c) beltz&gelberg
Zum Inhalt:
Nele macht drei Wochen Sportferien. Sie trainiert dort ein ganz bestimmtes Lauftraining. Schnell findet sie in Rita eine Freundin und auch die Liebe macht keinen Halt vor ihr. Nico hat es ihr vom ersten Tag an angetan, doch auch Rita interessiert sich für ihn. Nachdem diese Sache geklärt ist, wird Rita jedoch beim Training im Wald angegriffen. Da sie nicht darüber redet, weiß keiner, was wirklich passiert ist. Nele will ihr helfen, doch Rita möchte sich nicht helfen lassen. Und so scheinen die Sportferien einen ganz anderen Ausgang zu nehmen, als Nele dachte. 

Meine Meinung:
Erneut habe ich einen Titel aus dem Hause beltz&gelberg für euch und endlich war ich mal wieder nicht enttäuscht von einem Buch aus diesem Verlag.

Das Buch ist mit nur 160 Seiten wirklich sehr kurz. So hat es nicht viel Zeit seine Geschichte zu erzählen, in Fahrt zu kommen. Zum Glück schafft es das Buch, trotz des geringen Umfangs zu fesseln. Die Geschichte selbst ist jetzt nicht wahnsinnig spannend, aber sie ist einfach gut geschrieben.

Zudem hat sie einen weiteren Pluspunkt. Die Protagonisten wissen zu überzeugen. Vor allem Nele war mir von Anfang an sympathisch und als sie mit Nico anbandelt drückte ich den beiden natürlich die Daumen, denn wie meine Leser wissen, liebe ich so kleine, zarte Liebesgeschichten. Und genau diese bekam ich auch. Auch Nico weiß von der ersten Seite an zu überzeugen. Zudem sind die Protagonisten wunderbar unterschiedlich und toll herausgearbeitet. Rita war mir zwar nicht wirklich sympathisch, aber das müssen Protagonisten auch nicht immer sein. So lange sie Charakter haben und ausdrucksstark sind und zudem nicht permanent nerven, sind sie für mich gelungen. Dies kann man von dieser Geschichte absolut sagen. Mir gefällt vor allem, dass sie wirklich alle unterschiedlich sind. Jeder hat seinen eigenen Charakter mit dem er zu überzeugen weiß.

Die Umgebung, in der die Geschichte spielt ist ebenfalls sehr gelungen und gefällt mir gut. Sie ist gut beschrieben und passt zur Geschichte. Obwohl das Buch nur so dünn ist, weiß es trotzdem eine gute Geschichte zu erzählen, die überzeugt. Von Anfang an fragte ich mich, was Rita wohl passieren wird, doch dies ist gar nicht unbedingt der zentrale Punkt der Erzählung. Viel mehr geht es um das Sportcamp selbst, die Protagonisten und wie diese sich im Verlauf der Handlung weiterentwickeln .

Auch das Ende bietet einen befriedigenden Abschluss der Geschichte. Eigentlich hätte ich gerne noch mehr über die Protagonisten erfahren, noch etwas mehr Zeit mit ihnen verbracht, doch das ist ja immer ein gutes Zeichen und spricht für die Geschichte.

Fazit:
Ein gutes Jugendbuch, das sogar noch ein paar Seiten mehr vertragen hätte. Es strotzt jetzt nicht so vor Spannung, hat mir aber trotzdem viel Spaß gemacht, besonders weil mir die Protagonisten und die Umgebung richtig gut gefallen haben.

Samstag, 18. März 2017

Rezension "Das schwarze Loch in mir"

Titel: Das schwarze Loch in mir
Autor: Anders Johansen
Seitenzahl: 295
ISBN: 978-3-407-82172-0
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 14,95 €

(c) Beltz & Gelberg
Zum Inhalt:
David ist Autist. Er lebt in seiner eigenen kleinen Welt, in einem kleinen geschützten Dorf. Als diese heile kleine Welt plötzlich nicht mehr dieselbe ist ändert sich alles für David. Doch das Dorf, in dem er wohnt verändert sich ebenfalls, sein Vater kämpft dagegen an. Sein Bruder ist für ihn da, doch trotzdem verursacht er einen tragischen Unfall und sein Leben ändert sich aufs Neue.

Meine Meinung:
Diese Rezension fällt mir echt schwer. Ich lese total gerne Jugendbücher und auch wirklich sehr gerne Jugendbücher über Jugendliche mit Problemen aller Art. Darum dachte ich, dass dieses Buch genau das richtige für mich sein könnte. Zudem steht der Verlag Beltz&Gelberg für gut geschriebene und tiefgreifende, anspruchsvolle Literatur für junge Leute.

Leider hat mir dieses Buch überhaupt nicht gefallen. Ich finde auch nicht wirklich einen Punkt, den ich positiv finden kann. Von der ersten Seite an nervte mich dieses Buch einfach nur. Der Schreibstil ist total schrecklich und hat mir überhaupt nicht gefallen. Schon nach 5 Seiten verdrehte ich genervt die Augen und beschwerte mich bei meinem Mann über den unerträglichen Schreibstil. Ich konnte dieses Buch einfach nicht genießen oder irgendeinen Spaß daran finden.

Auch die Personen konnten mich nicht überzeugen. Natürlich ist es klar, dass ein autistischer Junge merkwürdige Dinge macht, die man als Leser nicht sofort nachvollziehen kann. Doch auch die restlichen Personen, die Bewohner des Dorfes waren nicht überzeugend und sehr anstrengend.

Auch das komplette Konstrukt des Buches, die Welt in der David lebt, ist komisch und überzeugte mich nicht. Natürlich ist es trotzdem interessant über einen autistischen Jungen zu lesen, doch wenn einen der komplette Rest nicht überzeugen kann, dann ist auch die Grundidee nicht hilfreich um Freude an dem Buch zu haben.

Fazit:
Ein Jugendbuch, welches mich nicht überzeugen konnte. Weder der Schreibstil, noch die Personen oder die Umgebung konnten mich in irgendeiner Weise fesseln. Die Grundidee ist nicht schlecht, wurde aber für meinen Geschmack nicht gut umgesetzt, sodass das Buch leider so gar nicht mein Fall war.

Freitag, 17. März 2017

Rezension "Survive the night"

Titel: Survive the night
Autor: Danielle Vega
Seitenzahl: 268
ISBN: 978-3-407-74731-0
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 14,95 €

(c) beltz&gelberg
Zum Inhalt:
Casey hat gerade einen Drogenentzug hinter sich . Sie ist noch nicht wieder richtig stabil und als sie auf ihr altes labiles Umfeld trifft gerät ihre Welt komplett aus den Fugen. Sie fängt sofort wieder an sich ihrer alten Clique anzuschließen, die sie mit auf eine merkwürdige Party nimmt. Alle haben Spaß, bis eine ihrer Freundinnen tot aufgefunden wird. Alle wollen fliehen, doch da gibt es schon die nächste Tote. Der Mörder ist unter ihnen, doch keiner hat eine Ahnung, wer es ist. Ob sie die Nacht überleben steht in den Sternen.

Meine Meinung:
Wieder ein Buch aus dem Hause beltz&gelberg. Wieder ein Titel, der mich leider nicht überzeugen konnte. Langsam werde ich wohl meine Meinung über Titel aus dem Verlag ändern müssen. Bisher dachte ich immer, der Verlag steht für gute, anspruchsvolle Unterhaltung, doch dies ist der zweite Titel in Folge, der mich nicht überzeugen konnte.

Auch bei diesem Buch gab es vor allem wieder zwei Punkte, die mich gestört haben. Zum Einen sind da wieder mal die Protagonisten. Casey ist die einzige die mich halbwegs überzeugen konnte. Allerdings wird sie gleich zu Beginn sehr leichtsinnig, was mich immer wieder mit den Augen rollen ließ. Die restlichen Protagonisten sind einfach nur wahnsinnig unsympathisch. Gerade Caseys alte Clique ist extrem schrecklich. Natürlich sollen die Protagonisten auch so sein, davon lebt die Geschichte. Doch dies machte es nicht einfach eine Bindung zu ihnen aufzubauen.

Schon das Cover vermittelt eine düstere Stimmung, die in der Geschichte fortgeführt. Dies ist vollkommen in Ordnung, ja geradezu sogar sehr passend. Denn bei dem Buch handelt es sich um einen Psychothriller. Die Stimmung macht die Geschichte also durchaus rund.

Allerdings fiel es mir trotzdem irgendwie schwer der Handlung zu folgen. Trotz der spannenden Grundidee. Für meinen Geschmack kam die Geschichte viel zu langsam in Fahrt. Sie plätschert über recht viele Seiten nur so dahin, es passiert einfach nichts. Die Mädchen fahren durch die Gegend von a nach b und dafür dass das Buch so wenige Seiten hat dauert es ganz schön lange bis sie auf der besagten Party landen. Ich finde die Geschichte hätte durchaus etwas mehr Pfiff vertragen können.

Das Buch ist nicht richtig schlecht, aber leider auch irgendwie nicht so richtig gut. Es ist komplett mittelmäßig und genau das ist das Problem. Es schafft es nicht aus der Masse herauszustechen und so kann mich auch dieser Titel aus dem Hause beltz&gelberg nicht überzeugen.

Fazit:
Ein Buch das leider komplett mittelmäßig ist. Eine spannende Grundidee braucht leider viel zu lange um Fahrt aufzunehmen und so bleiben ich etwas enttäuscht zurück.

Donnerstag, 16. März 2017

Rezension "Hilfe, mein Lehrer geht in die Luft"

Titel: Hilfe, mein Lehrer geht in die Luft
Autor: Sabine Ludwig
Verlag: Dressler 
Seitenzahl: 284
ISBN: 978-3-7915-0014-0
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 12,99 €

(c) Dressler
Zum Inhalt:
Diese Fortsetzung von "Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft" erzählt vom 12-jährigen Felix. An seiner Schule passieren merkwürdige Dinge. Ihn und seine Freunde beschäftigen vor allem die unheimlichen Graffitis, die immer wieder nachts an der Schule auftauchen. Felix gerät in Verdacht, doch er versucht alles um zu beweisen, dass er nichts für die vielen merkwürdigen Vorgänge kann. Zu allem Übel haben sich seine Eltern getrennt und er pendelt zwischen zwei Wohnungen. Alles keine leichte Situation, doch zum Glück gibt es seine beste Freundin Ella.

Meine Meinung:
Ich habe schon einige Kinderbücher von Sabine Ludwig gelesen. Jedes hat mir viel Spaß gemacht, jedes Mal habe ich mich köstlich amüsiert. Zwar habe ich selbst den ersten Teil "Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft" nicht gelesen, trotzdem hatte ich Lust diesen Titel zu lesen.

Für alle, denen es geht wie mir, kann ich gleich sagen, dass man dieses Buch problemlos ohne die Kenntnisse der Vorgängers lesen kann. Zwar werden immer wieder Dinge erwähnt, die im ersten Band passiert sind, doch stören sie den Lesefluss in keiner Weise.

Auch bei diesem Buch habe ich mich wieder sehr amüsiert. Sabine Ludwig versteht es einfach witzige Kinderbücher zu schreiben und punktet dabei jedes Mal aufs Neue mit originellen Ideen. Kinder werden sicher mit jedem einzelnen Titel ihren Spaß haben. Allen ab 10 kann ich ihre Bücher und auch im Speziellen dieses sehr ans Herz legen und auch für Erwachsene eignet sich Sabine Ludwig bestens.

Felix wuchs mir sofort ans Herz. Der kleine pfiffige Junge, der kein Blatt vor den Mund nimmt, dabei aber ein ganz normaler 12-jähriger ist. Er ist weder besonders gut in der Schule, noch anderweitig besonders talentiert. Er ist einfach wie du und ich. Die trägt dazu bei, dass sich Kinder, die dieses Buch lesen mit ihm identifizieren können.

Auch zum Lachen bietet Sabine Ludwig genug Stellen und Momente. Ich mochte ihren Schreibstil schon immer und auch hier kann sie wieder auf ganzer Linie überzeugen. Sabine Ludwig bietet mit jedem ihrer Bücher wunderbare Unterhaltung für Groß und Klein und so lege ich auch dieses allen ans Herz.

Fazit:
Ein weiteres gelungenes Kinderbuch aus der Feder von Sabine Ludwig. Lustig, unterhaltsam und wie immer gut geschrieben ist es die perfekte Unterhaltung für Groß und Klein.

Mittwoch, 15. März 2017

Rezension "Nur die Liebe fehlt"

Titel: Nur die Liebe fehlt - Von Depression nach der Geburt und Müttern, die ihr Glück erst finden mussten
Autor: Petra Wiegers
Verlag: Patmos
Seitenzahl: 176
ISBN: 978-3-8436-0698-1
Einbindungsart: Broschiert
Preis: 16,99 €

(c) Patmos
Meine Meinung:
Vor etwas über einem Jahr bekam ich selbst ein Kind. Ich hatte zum Glück keine Depressionen nach der Geburt, doch trotzdem könnte dies ja bei einem weiteren Kind immer wieder passieren. Zudem findet ich es wichtig sich über dieses Thema zu informieren, da es Verständnis schafft, mehr darüber zu wissen.

Dieses Sachbuch berichtet von einigen Frauen, die genau diese Probleme nach der Geburt hatten. Die Autorin spricht mit jeder einzelnen von ihnen, jede kommt zu Wort. Alle vier erzählen ihre eigene, ganz persönliche Geschichte, denn jede hat ihre ganz eigene Vergangenheit, ihre eigenen "Gründe", wieso es zu den Depressionen kam. Bis heute ist nicht ganz klar, woher diese Depressionen kommen, doch dieses Buch hilft dabei, Frauen näher kennenzulernen und zu verstehen, die genau diese Probleme haben.

Die Grundidee finde ich total gut und auch das Buch an sich ist interessant. Doch leider gefiel mir der Schreibstil der Autorin nicht wirklich. Wobei ich zugeben muss, dass ich an dieser Stelle nicht sicher bin, ob mir einfach der Schreibstil nicht gefiel oder es schlicht und einfach daran lag, dass mir vor allem die erste Frau überhaupt nicht sympathisch war ( diese trinkt zum Beispiel Alkohol in der Schwangerschaft, wofür ich null Verständnis habe).

Trotzdem finde ich das Buch gut. Wie hinten schon drauf steht "Ein Buch, das aufklärt, bewegt und Mut macht". Genau diesem Satz kann ich zu 100% zustimmen. Für mich war das Buch interessant, für Betroffene wird es sicher auch hilfreich sein. Sie sehen, dass sie nicht alleine mit ihren Problemen sind und diese Probleme auch vollkommen ok sind.

Fazit:
Ein interessantes Sachbuch, das Verständnis schafft für Frauen, die nach der Geburt Depressionen haben. Eine wichtige und gute Idee, die Frauen Mut macht. Allein der Schreibstil konnte mich nicht ganz überzeugen, da er mir etwas zu locker und flapsig war.

Dienstag, 14. März 2017

Rezension "Das letzte Tabu - Über das Sterben reden und den Abschied leben lernen"

Titel: Das letzte Tabu - Über das Sterben reden und den Abschied leben lernen
Autor: Henning Scherf/Annelie Keil
Verlag: Herder
Seitenzahl: 256
ISBN: 978-3-451-34926-3
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €

Meine Meinung:
Vor einiger Zeit verlor ich selbst einen mir sehr nahestehenden Menschen. Den Schmerz, den man empfindet, können wohl nur die von euch nachvollziehen, die selbst schon einmal Abschied nehmen mussten. Jeder geht auf seine Weise mit dem Schmerz um, jeder trauert anders.

Als ich dieses Buch entdeckte, dachte ich mir, dass es helfen könnte, auch die passende Lektüre zu diesem Thema zu lesen. Letztendlich kann ich sagen, wirklich geholfen hat es nicht, aber das war auch ziemlich unwahrscheinlich. Denn der Schmerz ist einfach all umfassend.

Trotzdem handelt es sich um einen sehr interessanten Titel, den ich gerne gelesen habe. Zunächst musste ich mich etwas an die Schreibweise gewöhnen. Da die beiden Autoren selbst schon etwas älter sind, drücken sie sich natürlich anders aus, als ich. So brauchte ich kurze Zeit, bis ich richtig in das Buch reinkam.

Durch das schwere Thema konnte ich den Titel immer nur in kleinen Dosen lesen. Dies ist allerdings nicht dem Buch geschuldet, sondern alleine meiner Gemütsverfassung.

Das Buch selbst ist ein sehr interessanter Titel, der tiefe Einblicke in das Privatleben und die Gefühle der Autoren bietet. Zu Beginn gibt es ein Interview mit beiden Autoren. Danach sind die Kapitel abwechselnd von Keil und Scherf geschrieben. Dies macht das Buch zu einem sehr persönlichen Titel.

Die Autoren beleuchten das Sterben in der heutigen Zeit aus verschiedenen Blickwinkeln. Sowohl wie man dem Tod begegnet, wie man persönlich damit umgeht und wie man der Seite von Sterbenden bleibt. Wie schon erwähnt, ist dieses Buch natürlich ein Titel der nicht einfach zu verdauen ist. Man braucht Zeit und eine gewisse mentale Stärke um mit diesem schwierigen Thema fertig zu werden. Die Autoren schaffen es jedoch dieses sehr sensibel umzusetzen. Dies alles macht das Buch zu einem äußerst gelungenen Titel.

Fazit:
Ein Buch zu einem sehr schweren Thema, das die Autoren aber sehr sensibel und persönlich umsetzen. Ein gelungenen Werk, das sehr informativ und interessant ist.

Montag, 13. März 2017

Rezension "Die Shannara Chroniken - Elfensteine"

Titel: Die Shannara Chroniken - Elfensteine
Autor: Terry Brooks
Verlag: blanvalet
Seitenzahl: 735
ISBN: 978-3-7341-6104-9
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 9,99 €

(c) blanvalet
Zum Inhalt:
Der Elcrys stirbt. Der heilige Baum der Elfen schützt die Welt vor den Dämonen, in dem er diese durch einen Bann gefangen hält. Doch stirbt er, kommen alle Dämonen frei und die Welt ist verloren. Amberle bekommt die Aufgabe den Elcrys und somit auch die Welt zu schützen. Doch leider sind einige Dämonen schon frei gekommen und versuchen dies zu verhindern. Gemeinsam mit Will und den Elfensteinen von Shannara versucht sie ihr bestes um die Welt vor allem Unheil zu beschützen.

Meine Meinung:
Nachdem ich im Fernsehen die Serie "The Shannara Chronicles" gesehen hatte und entdeckte, dass es mehrere Bücher zu der Serie gibt, beschloss ich mal in eines hineinzulesen. Hierbei handelt es sich eigentlich um einen zweiten Band bzw. es gibt ein Buch, das noch vor diesem hier spielt. Doch dieses hier beginnt genau da, wo auch die Serie beginnt und so fand ich es ganz passend mit diesem zu beginnen.

Nach dem Lesen kann ich sagen, dass ich sowohl die Serie als auch das Buch empfehlen kann, jedoch würde ich es in Zukunft wieder so machen, dass ich das Buch zuerst lesen würde. Denn natürlich hat man nach der Serie schon einige Bilder im Kopf und nimmt sich so die eigene Vorstellungskraft ein wenig.

Geschrieben ist das Buch jedoch toll und macht trotz der Kenntnisse aus der Serie großen Spaß zu lesen. Denn natürlich ist das Buch viel umfangreicher als die Serie selbst und so erfährt man vieles mehr, was so in der Serie nicht zu sehen ist. Der Autor hat einen tollen Schreibstil, der sich super lesen lässt und obwohl ich mittlerweile nicht mehr der größte Fantasyfan bin, habe ich diese Geschichte gerne verfolgt.

Mit diesem über 700 Seiten starken Wälzer werden Fantasyfans sicherlich ihren Spaß haben. Da es noch einige Teile mehr von dieser Serie gibt, endet das Buch natürlich - wie die Serie auch - nicht komplett abgeschlossen. Einige Dinge sind geklärt, andere Dinge bleiben offen. Doch das ist nicht schlimm, da die anderen Bücher bereits erschienen sind. Und so kann man direkt weiterlesen.

Fazit:
Das Buch passend zur bekannten TV-Serie. Gut geschrieben, spannend und inhaltlich natürlich deutlich umfangreicher als die Serie, punktet dieses Buch auf ganzer Linie.

Rezension "Halten Sie Ihr Huhn fest!"

Titel: Halten Sie Ihr Huhn fest
Autor: Katharina von der Leyen
Verlag: Kosmos
Seitenzahl: 217
ISBN: 978-3-440-14951-5
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,99 €

(c) Kosmos
Meine Meinung:
Die Autorin beschließt nach vielen Jahren endlich ihren Traum wahr zu machen und mit ihren Hunden aufs Land zu ziehen. Sie erzählt in diesem Buch von ihrem Alltag außerhalb der großen Stadt, der so ganz anders ist. Ihr geht es anders, ihren Hunden geht es anders.

In der Mitte des Buches finden sich eine ganze Reihe Fotos der Autorin und ihrer Hunde, die zeigen, wie entspannt sie das Leben auf dem Land gemacht hat.

Die Idee der Stadt den Rücken zu kehren und aufs Land zu ziehen ist keine neue. Die Autorin erzählt hiervon. Da ich selbst irgendwann nicht mehr in der großen Stadt wohnen möchte, dachte ich dieses Buch könnte einen ganz schönen Einblick bieten. Dies tut es auch, allerdings konnte es mich nicht so richtig fesseln.

Die Autorin hat zwar einen erfrischenden und gut zu lesenden Schreibstil, der mich auch einige Male zum Lachen bringen konnte, doch so richtig spannend waren ihre Erzählungen nicht. Ich brauchte unglaublich lange um mit dem Buch vorwärts zu kommen. Es war stellenweise leider einfach ziemlich langweilig.

Ich muss zugeben, dass ich genau diese Schwierigkeiten auch mit meiner Rezension habe. Es lässt sich einfach nicht viel mehr über das Buch sagen, denn viel mehr bietet es auch nicht. Ich will damit nicht sagen, dass es total schlecht ist. Vom Leben auf dem Land zu berichten trifft definitiv den Nerv der Zeit. Wie viele Leute träumen heute von der Stadtflucht und genau für diese Leser ist dieses Buch auch bestens geeignet. Natürlich handelt es sich um nette Unterhaltung für Zwischendurch, da Biographien aber grundsätzlich nicht zu meinem Lieblingsgenre gehören, konnte es mich nicht über die komplette Zeit fesseln und vollständig überzeugen. Ich denke aber dass das Buch definitiv seine Leser findet und verdient hat.

Fazit:
Eine Biographie einer Autorin, die mit ihren Hunden aufs Land zieht und darüber berichtet. Es konnte mich nicht vollständig fesseln und überzeugen, da es mich nicht die komplette Zeit fesseln konnte, die Erzählung für mich zeitweise einfach zu belanglos war. Allerdings eignet es sich natürlich bestens für Leser die selbst über Stadtflucht nachdenken.

Donnerstag, 2. März 2017

Rezension "Ins Glück gebloggt"

Titel: Ins Glück gebloggt
Autor: Gabriela Kasperski
Verlag: storybaker
Seitenzahl: 230
ISBN: 978-3-906847061
Einbindungsart: Taschenbuch
Preis: 10,99 €

(c) storybaker
Zum Inhalt:
Nina ist Mutter und Ehefrau. Doch ihr Mann möchte eine Auszeit von ihrer Ehe. Und so steht Nina plötzlich komplett ohne Aufgaben da, denn auch ihre Kinder sind zu alt um sie noch wirklich zu brauchen. Auch ihr Klassentreffen mit ihren ehemaligen Mitschülerinnen geht total in die Hose. Darum beginnt sie zu bloggen. Über alle möglichen Probleme die Frauen 40+ betreffen. Als sie jedoch auf einen hübschen Fußballtrainer trifft und ihr Mann plötzlich als verschwunden gilt, gerät ihr Leben erneut aus den Fugen.

Meine Meinung:
Dieses Buch klang nach erfrischender, leichter Unterhaltung. Leider muss ich auch bei dem "klang" bleiben, denn wirklich gefallen hat mir das Buch nicht.

Ich empfand Protagonistin Nina als ziemlich nervig und anstrengend und vor allem ihr sogenanntes "Hämmerli" im Kopf, das ihr immer wieder rein redet, so wie die sprichwörtliche Stimme im Kopf, ließ mich nicht nur einmal die Augen verdrehen. Ich konnte daran nur wenig lustig und ziemlich viel nerviges finden.

Auch Ehemann Max konnte bei mir keine Sympathiepunkte sammeln. Ein ziemlich unsympathischer Mann, der seine Frau im Regen stehen lässt. Besonders anstrengend fand ich hier, dass Nina immer ja und Amen zu ihm gesagt hat. Sie hat sich nie gewehrt und alles über sich ergehen lassen. Ich finde so Frauen wirklich schrecklich. Natürlich wird sie im Verlauf der Geschichte auch selbstbewusster, doch der Beginn ist echt sehr anstrengend.

Neben den Protagonisten konnte mich auch die Handlung nicht wirklich überzeugen. Es passiert einfach nichts und wenn dann ist es - zumindest für mich - völlig belanglos. Ich denke schon, dass sich das Buch gut eignet, um sich einfach mal berieseln zu lassen, um abzuschalten. Doch für mich ist es immer extrem schwer, egal ob Film oder Buch, dem Geschehen zu folgen, wenn ich die Protagonisten nicht mag. Und da hier von der ersten Seite an für mich klar war, dass vor allem Nina, Max und dessen Mutter gar nicht gehen, fand ich nur schwer in die Geschichte rein und konnte ihr so kaum eine Chance geben.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich nämlich durchaus gut lesen, doch dies machte leider die negativen Dinge für mich nicht wett und so bleibt am Ende eine Enttäuschung und nicht die erhoffte leichte Unterhaltung.

Fazit:
Eine Geschichte, die mich leider nicht wirklich überzeugen konnte. Vor allem die Protagonisten fand ich schon zu Beginn an extrem nervig und anstrengend und auch die Handlung war zum größten Teil recht belanglos und konnte mich nicht überzeugen. Einzig der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar, kann aber nicht über den Rest hinwegtäuschen.

Mittwoch, 1. März 2017

Rezension "Der erste Stellvertreter - Papst Pius XI. und der geheime Pakt mit dem Faschismus"

Titel: Der erste Stellvertreter - Papst Pius XI. und der geheime Pakt mit dem Faschismus
Autor: David I. Kertzer
Verlag: Theiss
Seitenzahl: 607
ISBN: 978-3-8062-3382-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 38,00 €

(c) Theiss
Meine Meinung: 
Dieses Buch ist tatsächlich nur etwas für Leser, die sich wirklich für dieses Thema interessieren. Ich muss zugeben, dass ich mich da vielleicht auch ein bisschen überschätzt habe. 600 Seiten liest man einfach nicht mal so weg, vor allem dann nicht, wenn man nicht absolut für dieses Thema brennt.

Dieses Buch besteht komplett aus Text und hat nur sehr sehr wenige vereinzelte Bilder. Dies macht das Buch natürlich zu einem sehr mächtigen Werk, das einfach nicht so wirklich meins war. Das Thema Faschismus ist ja eigentlich ein durchaus interessantes, doch wenn man sich nur recht oberflächlich für ein Thema interessiert, geht dieses Buch einfach zu sehr in die Tiefe.

Unterteilt ist das Buch in unterschiedliche Kapitel, in denen sowohl Mussolini, als auch Hitler ihre Rolle spielen. Und trotz dass mir das Buch zu umfangreich war, muss ich sagen dass es echt gut geschrieben ist. Man bekommt hier kein Fachchinesisch serviert, sondern eine Art zu erzählen, die fast an eine Geschichte erinnert. Dies hilft natürlich dabei, an dem Buch dran zu bleiben - trotz des heftigen Themas und der Dicke des Buches. Zudem wird das eigentliche Thema nur über rund 400 Seiten behandelt, beim Rest des Buches handelt es sich um Nachweise und Anmerkungen. Dies sind dann sowieso meistens Dinge, die ich nicht unbedingt lese. Natürlich ist es hilfreich um gewisse Teile des Buches besser zu verstehen, doch den wichtigsten Teil findet man auf den ersten 400 Seiten.

Alles in allem also ein Buch, das ein wichtiges Thema behandelt. Der Schreibstil des Autors ist toll und gut zu lesen, jedoch ist mir das Buch einfach etwas zu umfangreich. Mir ist klar, dass man das Thema nicht auf 50 Seiten abhandeln kann. Natürlich braucht man dafür Zeit und Platz, dies ist wichtig um dem Thema auch die nötige Beachtung zu schenken. Vermutlich ist mein Interesse dafür dann aber einfach nicht groß genug, doch allen die dieses Thema sehr interessiert, sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt.

Fazit:
Ein sehr umfangreiches - mir etwas zu umfangreiches - sehr gut geschriebenes Buch zum Thema Faschismus. Interessierte werden sicherlich ihre Freude an diesem Buch haben. Mir gefiel vor allem der super leicht zu lesende Schreibstil des Autors.

Dienstag, 28. Februar 2017

Rezension "Mein kompetentes Baby"

Titel: Mein kompetentes Baby
Autor: Nora Imlau
Verlag: Kösel 
Seitenzahl: 198
ISBN: 978-3-466310678
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 19,99 €

(c) Kösel
Meine Meinung:
In letzter Zeit habe ich ja recht viele Sachbücher und Ratgeber zum Thema Babys und Kleinkinder gelesen. Doch dieses hier hebt sich komplett von der Masse ab. Ich bin echt traurig, dass es dieses Buch nicht bereits vor der Geburt meiner Tochter gab. Vieles hätte mir dabei durchaus geholfen, gerade beim Thema "Stillen" konnte ich hier viele - für mich - neue Ansätze entdecken.

Hätte ich dieses Buch früher gehabt, hätte es mir sicher einiges leichter gemacht und mich an einiges lockerer rangehen lassen. Zudem hätte es von Anfang gezeigt, wie kompetent Babys eigentlich wirklich sind und wie sehr wir die kleinen Wesen eigentlich unterschätzen.

Und diese Tatsache ist auch das, was das Buch so sehr von anderen Ratgebern zum Thema Babys unterscheidet. Es zeigt die kleinen Menschen mal von einer ganz anderen Seite. Jeder denkt ja eigentlich, dass das ausschließlich hilfsbedürftige kleine Wesen sind. Doch so ist das ganz und gar nicht. Und das zeigt die Autorin in vielen interessanten Kapiteln von vielen verschiedenen Seiten.

Die Autorin beginnt sofort nach der Geburt, bespricht die Themen Stillen, Essen in der Beikostphase, , Schlafen, wie Babys kommunizieren, Motorik und soziales Verhalten. Dies alles gibt so ein wahnsinnig interessantes und ganz anderes Bild von Babys, dass ich immer noch ganz begeistert bin. Selbst mein Mann sagte, er müsse dieses Buch auch mal lesen.

In der heutigen Zeit ist es wirklich wichtig, sich in der Masse des Ratgebermarktes von eben jener abzuheben. Es gibt so viele Bücher die sich mit diesem Thema beschäftigen, so viel immer wieder gleich durchgekautes, dass dieses Buch ein echter Stern am Bücherhimmel ist.

Ich muss jedoch trotzdem zugeben, dass man sich auf die Art der Autorin erstmal einlassen muss. Wie sie von und über Babys spricht ist so ganz anders und war mir zunächst auch irgendwie fremd. Babys als selbstständige Wesen zu akzeptieren, genau das schafft die Autorin jedoch, wenn man sich auf diese Art einlassen kann. Deshalb lege ich dieses Buch allen werdenden Eltern oder jenen mit einem Neugeborenen ans Herz.

Fazit:
Dieses Buch ist so ganz anders, wie alles was es sonst auf dem Ratgebermarkt zum Thema Babys gibt. Die Autorin hat eine ganz spezielle, Art zu berichten und zu erklären und sobald man sich darauf einlassen kann, zeigt sie einem, wie wunderbar vollkommen und sogar selbstständig selbst Neugeborene schon sind.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Rezension "Hitlers heimliche Helfer - Der Adel im Dienst der Macht"

Titel: Hitlers heimliche Helfer - Der Adel im Dienst der Macht
Autor: Karina Urbach
Verlag: Theiss
Seitenzahl: 464
ISBN: 978-3-8062-3383-4
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 29,95 €


(c) Theiss
Meine Meinung:
Auch heute habe ich wieder ein Sachbuch zu einem nicht ganz einfachen Thema für euch. Vielen von euch wird das Thema Nationalsozialismus bestimmt der Schule wegen zum Hals raushängen. Und auch ich gebe zu, dass ich eine Zeitlang nichts mehr von diesem Thema hören wollte.


Doch irgendwann erwachte mein Interesse wieder und ich fing an Romane über dieses Thema zu lesen. Als mir dieses Sachbuch als Rezensionsexemplar angeboten wurde, konnte ich mir schnell vorstellen dass auch dieses Thema interessant sein könnte.


Auch hier bekam ich ein äußerst gut recherchiertes Sachbuch. Zudem ist es noch wahnsinnig interessant, da hier Dinge veröffentlicht werden, die so noch nicht bekannt waren und auch nie bekannt werden sollten. Es ist erschreckend wer vom Adel alles in Hitlers schreckliche Machenschaften verwickelt war und schon das Vorwort macht deutlich dass hier noch weit mehr im Dunkeln ist, als die Autorin aufzudecken vermag. Ohne diese heimlichen Helfer wäre Hitler wohl nie so weit gekommen.


Auch dieses Sachbuch ist mal wieder keine leichte Kost, was das Thema Nationalsozialismus ja nie ist. Doch da dieses Buch recht umfangreich ist, benötigt man hier schon einiges an Zeit und auch Interesse um sich durch die vielen Seiten zu arbeiten. Dies kann stellenweise auch etwas trocken werden, sodass dieses Buch wieder eines ist, von dem ich auch mal eine Pause gebraucht habe.


Die Autorin beschreibt mit erschreckender Genauigkeit und gut lesbarem Schreibstil, was sie alles über die heimlichen Helfer heraus bekommen konnte. Da es sich hierbei wohl um ein endloses Thema handelt, welches nie komplett aufgedeckt wird, hat dieses Buch natürlich auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Doch ich finde, das was man auf diesen knapp 500 Seiten bekommt, ist so umfangreich, das man dieses Buch durchaus als weiteres Puzzleteil zur Geschichte des dritten Reiches bezeichnen könnte.


Fazit:
Ein umfangreiches, gut recherchiertes Buch über Hitlers heimliche adelige Helfer. Mit erschreckender Genauigkeit beschreibt die Autorin, wer alles verwickelt war und wie dies zustande kam. Hierbei ist das Buch zum größten Teil interessant und nur stellenweise etwas trocken.


Sonntag, 5. Februar 2017

Rezension "Das Geschäft mit der Sünde - Ablass und Ablasswesen im Mittelalter"

Titel: Das Geschäft mit der Sünde - Ablass und Ablasswesen im Mittelalter
Autor: Christiane Laudage
Verlag: Herder
Seitenzahl: 351
ISBN: 978-3-451-31598-5
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 24,99 €

(c) Herder
Meine Meinung:
Heute habe ich ein Sachbuch für euch, das sich mit dem Ablasswesen im Mittelalter beschäftigt. Ich fand das Mittelalter schon immer irgendwie faszinierend, habe gerne historische Romane aus dieser Zeit gelesen.

Und nun fand ich, dass es an der Zeit ist, das ganze mal aus der sachlichen Perspektive zu betrachten. Dieses Buch beleuchtet das Ablasswesen aus vielen interessanten Sichten. Hierbei handelt es sich jedoch nicht unbedingt um leichte Kost. Man sollte sich schon einiges an Zeit nehmen, das Buch ist definitiv nichts für Zwischendurch.

Wer sich aber fürs Mittelalter interessiert und auch gerne Sachbücher liest, der ist hier genau richtig. Ich brauche für solche Bücher immer eine gewisse Zeit. Ich kann immer nur kleine Abschnitte von solchen Büchern lesen, danach brauche ich auf jeden Fall belletristische Abwechslung.

Das Buch gliedert sich in unterschiedliche Absätze. Natürlich beginnt es mit einem kurzem Vorwort, welches ich schon sehr interessant fand und Lust auf mehr macht. Danach geht es gleich mit dem Beginn des Ablasswesens weiter. Dies wird immer mehr vertieft und man erfährt viel über die Hintergründe des Ablasswesens und lernt auch es vielleicht von einer anderen Sicht aus zu betrachten, als bisher. Denn natürlich ist dieses Thema bisher sehr negativ beleuchtet. Die Autorin schafft es aber verschiedene Sichtweisen zu beleuchten.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Und obwohl es sich um ein Sachbuch mit einem nicht ganz einfachen Thema handelt hatte ich keinerlei Schwierigkeiten ihren Beschreibungen zu folgen. Für ein Sachbuch ist der Schreibstil wirklich gut und einfach.

Das Thema sollte einen schon interessieren, wenn man dieses Buch in die Hand nimmt. Es beschreibt das Ablasswesen sehr ausführlich und wenn man dann nicht wenigstens ein bisschen Interesse am Mittelalter und dem hier aufgeführten Thema hat ist das Buch sicherlich nicht das richtige. Ansonsten handelt es sich um eine gut recherchierte Abhandlung, die sich ziemlich gut und einfach lesen lässt. 

Fazit:
Ein gut recherchiertes, angenehm zu lesendes Buch über das Mittelalter und das Ablasswesen zu jener Zeit. Wer sich für dieses Thema interessiert ist mit diesem Buch genau richtig beraten.

Montag, 9. Januar 2017

Rezension "Blutige Fesseln"

Titel: Blutige Fesseln - Ein Will Trent-Roman
Autor: Karin Slaughter
Seitenzahl: 554
ISBN: 978-3-95967-051-7
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 22,00 €

(c) HarperCollins
Zum Inhalt:
Will Trent wird zu einer Leiche in einem leerstehenden Gebäude gerufen. Hierbei handelt es sich weder um irgendeine Leiche noch um ein Gebäude ohne Bedeutung. Der Tote war Polizist und das Gebäude gehört einem Mann, dem Will schon sehr lange versucht eine Vergewaltigung nachzuweisen. Ihm ist sofort klar, dass dort etwas nicht stimmt. Als am Tatort jedoch ein Revolver gefunden wird, der auf seine Ehefrau Angie zugelassen ist, gerät er völlig aus der Fassung. Angie hat ihn schon so viele Male gedemütigt und ihm das Leben schwer gemacht, doch dies setzt dem allen die Krone auf. Er setzt alles daran sie zu finden und den Fall zu lösen.

Meine Meinung:
Nach Ewigkeiten habe ich mal wieder ein Buch von Karin Slaughter in die Hand genommen und bin wieder restlos begeistert.

"Blutige Fesseln" ist ihr neuestes Werk rund um Will Trent und Sara Linton. Natürlich ist es nicht schlecht, wenn man vorher alle Vorgänger gelesen hat, denn sowohl Will als auch Sara haben zunächst ihre eigene Reihe, bis sie bei einem Fall aufeinander treffen. Ich habe zwar schon anderes von Slaughter gelesen, bei weitem jedoch nicht alle Bücher die vor "Blutige Fesseln" erschienen sind. Und somit kann ich guten Gewissens sagen, dass man das für das Verständnis der Geschichte auch wirklich nicht braucht. Natürlich geht das Privatleben der Ermittler in jedem Band weiter und natürlich greift man sich auch etwas vorweg, wenn man das neueste zuerst liest, doch bei mir hat dies nun eher den Wunsch ausgelöst auch die Vorgänger zu lesen um zu erfahren, wie es letztendlich zu dieser Entwicklung kommen konnte.

Slaughter versteht es gut, den Leser mitzunehmen und ihm selbst, wenn es das erste Buch ist, welches man von ihr liest, alles nötige zu erklären, was vorher geschah. Zu keinem Zeitpunkt, konnte ich die privaten Entwicklungen nicht nachvollziehen. Immer wieder lässt Slaughter einen kleinen Rückblick einfließen, was es einem unglaublich leicht macht dem Geschehen zu folgen.

Der Schreibstil Slaughters gefällt mir ebenfalls sehr gut. Sie hat eine wunderbare klare Art sich auszudrücken. Ihre Geschichte zu lesen macht so viel Spaß, dass ich mich kaum davon lösen konnte. Sie schreibt präzise und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Natürlich gibt es auch blutige Szenen. Slaughter wäre nicht Slaughter, wenn es diese nicht gäbe. Allerdings habe ich auch schon deutlich heftigere Szenen gelesen. Tess Gerritsen bspw. schreibt für meinen Geschmack deutlich brutaler.

Was ich bei Slaughter ebenfalls toll finde, sind ihre Personen. Und hiermit meine ich alle Personen. Natürlich mag ich allen voran Will und Sara. Die beiden sind nicht nur für sich wirklich tolle Charaktere, sondern auch ein wirklich wunderbares Team. Auch die anderen Charaktere, die zwar nicht unbedingt sympathisch sind, sind super beschrieben. Jeder hat einen einmaligen unverwechselbaren Charakter. Ob Liebling oder Hassobjekt. Alle haben ihre Berechtigung in der Geschichte.

Slaughter trifft genau die richtige Mischung zwischen spannender Handlung und immer mal wieder privaten Szenen. Die spannende Haupthandlung ist richtig super. Bis zum Ende konnte ich mir nur wenig Reim darauf machen, worauf das ganze nach und nach hinauslaufen würde. Natürlich kam ich immer mehr hinter das Geheimnis. Slaughter lies mich jedoch lange im Dunkeln tappen und dehnte die Spannung so auf ein fast unerträgliches Maß hinaus.

Das Ende finde ich fast ein bisschen gemein. Zwar ist der Hauptfall gelöst, aufgeklärt und abgeschlossen, doch aus dem Privatleben bleibt so einiges offen, was ich wirklich ein bisschen gemein finde. Ich würde so gerne gleich den nächsten Band lesen. Das ist echt das Schlimme, wenn man die neuen Bücher gleich liest. Hoffentlich kommt bald der nächste Band raus.

Fazit:
Ein toller neuer Band von Karin Slaughter. Der geniale Schreibstil, die tollen Charaktere und die unglaublich packende Handlung bescherten mir ein paar richtig tolle Lesestunden.

Sonntag, 8. Januar 2017

Rezension "Casting - Spiel ums Leben"

Titel: Casting - Spiel ums Leben
Autor: Yvonne Richter
Seitenzahl: 295
ISBN: 978-3-944788-28-9
Einbindungsart: Hardcover
Preis: 16,95 €
Alter: ab 10

(c) Fabulus-Verlag
Zum Inhalt:
Lovis lebt in einer Welt in der alles durch Castings bestimmt wird. Ob man zu essen hat, wo man wohnt, ob man zur Schule gehen darf. Je besser man ist, je mehr Castings man gewinnt, desto mehr Vorteile hat man in dieser Welt. Bei einem dieser Castings trifft er auf das Mädchen Jo. Sie teilt völlig überraschend ihren Essensgewinn mit ihm und die beiden werden Freunde. Schnell merken sie, dass die Castingwelt alles andere als fair ist und sie beschließen etwas dagegen zu unternehmen. Doch das ist zunächst gar nicht so leicht, wie sie denken.

Meine Meinung:
Der Klappentext klang spannend. Ich erwartete eine dystopische Welt, wie ich sie so noch nicht bekommen habe. Und so war es auch. Sind viele dystopische Romane geprägt von Gewalt, so geht es in diesem Buch eher harmlos zu. Trotzdem würde ich sagen, dass es sich hierbei um ein dystopisches Szenario handelt.

Denn die Welt ist eine andere, als die die wir kennen. Wohnen in einer Wohnung, Essen, zur Schule gehen, Kleidung oder Geld sind nicht selbstverständlich. Alles muss erspielt werden. An der Spitze die jeweiligen Juroren der Castings. Die Castings selbst sind mal gemein, mal schwer, mal etwas leichter, aber immer geht es ums nackte Überleben.

Die Grundidee gefiel mir gut. Auch Lovis und Jo konnten mich schnell von sich überzeugen. Die beiden sind ein starkes Team, die nicht akzeptieren wollen, dass die Welt so ist, wie sie dort eben ist. Doch schnell fand ich auch Punkte die mich anfingen zu stören. Die beiden Jugendlichen unterhalten sich beispielsweise viel zu gewollt jugendlich. Ich hatte sofort das Gefühl, hier war ein Erwachsener am Werk, der der Jugendsprache unbedingt einen Platz in seiner Geschichte geben wollte. So fallen zu den unpassendsten Momenten Worte wie krass usw. Immer wieder dachte ich mir, kein Mensch redet doch wirklich so.

Wäre es bei dem einen Punkt geblieben, dann hätte ich da aber noch gut drüber hinwegsehen können. Als jedoch die Juroren ins Spiel kamen musste ich ein ums andere Mal den Kopf schütteln. Was für andere vielleicht witzig und originell erscheint, kam bei mir nur ziemlich lächerlich an. Die Namen der Autoren waren für mich echt zum Fußnägelhochrollen. Da haben wir eine Kami Katze, eine Kroko Flanell, eine Folta Kräh oder auch einen Herrn Kon To, der der Finanzier des ganzen ist. Ich kann mir echt nicht helfen, aber das war für mich viel zu übertrieben. Statt darüber zu schmunzeln verdrehte ich darüber nur jedes Mal die Augen. Auch diese Namen wirkten auf mich einfach zu gewollt lustig.

Doch diese beiden Punkte waren für mich zum Glück kein Grund das Buch abzubrechen. Ich las weiter und muss zugeben, dass die Geschichte immer spannender wurde. Ich war gefesselt vom Geschehen und fand es wirklich klasse, dass die Autorin eine Dystopie schaffte, die ohne Blutvergießen und extrem brutale Szenen auskommt. Natürlich gibt es auch hier Unterdrückung und die Benachteiligten aber alles von der Beschreibung her in dem Rahmen, dass ich das Buch auch ohne groß nachzudenken, einem unter 16-jährigen in die Hand drücken würde - und das ist nicht bei vielen Dystopien der Fall. Somit kann ich die Altersangabe, ab 10, des Verlages sofort unterschreiben.

Die Entwicklung von Lovis und seinen Freunden gefiel mir gut. Die Geschichte nahm immer mehr an Fahrt auf und gipfelte in einem Finale, welches ich als sehr befriedigend und schön empfand. Alles in allem habe ich das Buch dann doch gerne gelesen und war nach zwei Abenden damit fertig.

Fazit:
Eine Dystopie, die ohne brutale Szenen auskommt, mir manchmal etwas zu gewollt lustige Szenen einbaut, ansonsten aber spannend ist und sich gut lesen lässt.

3,5 Kerzen